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[Nie wieder! – Die Gefühle eines Dieners]

von Lucy Kuso
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P12 / MaleSlash
22.04.2011
22.04.2011
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709
 
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22.04.2011 709
 
Edit: Hier ein kleiner Trailer, den ich zu diesem OS gemacht habe^^
http://www.youtube.com/watch?v=XgFs3CQXPw8

Meine Schuld… es war ganz allein meine Schuld… wäre ich damals nicht gewesen… wäre Elliot jetzt noch am Leben… wäre noch bei mir… ich wäre noch in der Lage seine Stimme zu hören… Nie wieder! Nie wieder werde ich in der Lage sein seine Stimme zu hören… Nie wieder! Nie wieder werde ich in der Lage sein in sein Gesicht sehen zu können… Nie wieder! Nie wieder werde ich in der Lage sein, sein Lachen zu hören… Nie wieder! Nie wieder werde ich… in der Lage sein ihn zu beschützen… auch wenn er meinen Schutz noch nie wirklich gebraucht hatte… Nie wieder! Er war weg. Tot. Für immer unerreichbar für mich. Doch das war noch nicht mal das Schlimmste… das Schlimmste war, dass ich nun niemals in der Lage sein würde… ihm zu sagen, dass ich ihn liebe…

Seit Elliot Nightrays Tod waren nun schon beinahe zwei Wochen vergangen und auch, wenn alle ihm sagten, dass ihn keine Schuld traf, so macht Reo sich doch immer noch Vorwürfe…

Ich sah aus dem Fenster. Als ich feststelle, dass es regnete kicherte ich kurz auf. Wie passend, dachte ich mir. Passender hätte das Wetter zu diesem Zeitpunkt nicht sein können. Seit fast zwei Wochen hatte ich das Anwesen nicht mehr verlassen. Einerseits weil ich es nicht durfte und anderseits weil es einfach keinen Sinn hatte hinauszugehen. Doch heute wird dich das ändern. Ich stand von der Fensterbank auf und suchte in meinem Schrank nach meinem Regenmantel. Als ich ihn gefunden hatte zog ich ihn mir über und öffnete das Fenster. Ganz schön windig heute. Aber das machte mir nichts aus. Ich riss mich zusammen und sprang aus meinem Zimmer – welches glücklicher Weise nur im 2. Stock lag und nicht höher. Die Kälte lies mich zittern. Es war mir egal. Ich ging meinen Weg und nichts konnte mich jetzt noch davon abbringen.
Je näher ich meinem Ziel kam, desto langsamer wurde ich. Soll ich das wirklich tun? Ich blieb kurz stehen und sah mich um. Niemand zu sehen. Durch die Wolken und den Regen war es immer noch recht dunkel und wärmer wurde es auch nicht. Jetzt reiß dich zusammen, Reo! Total durchnässt lief ich schließlich weiter, bis ich an meinem Ziel ankam. Da war er. Der Grabstein, der seinen Namen trug. Eine Weile sah ich ihn einfach nur an, dann wollten mich meine Beine jedoch nicht mehr tragen und ich sank auf meine Knie. »Elliot… es… es tut mir so leid… dass du jetzt hier liegst… ist allein meine Schuld! … Bitte vergib mir… ich wollte nicht… dass du meinetwegen stirbst… das… lag nie in meiner Absicht…« Ich wusste zwar, dass er mich nicht hören konnte, aber ich musste es ihn einfach sagen. »Ich wünschte… du wärst noch hier… du fehlst mir so sehr… mehr als… ein Meister seinem Diener fehlen sollte…« Tränen stiegen mir in die Augen. Wieso konnte ich ihm das nicht sagen, als er noch gelebt hatte? »Elliot du… du warst alles für mich… ich habe es geliebt dein Diener zu sein… ich habe es geliebt, wenn du dich wegen Kleinigkeiten aufgeregt hast, ich… ich habe dich geliebt… und ich… wünschte ich hätte dir das sagt… als du mir darauf noch hättest… antworten können…« Meine Tränen wollten nicht enden. Unaufhörlich liefen sie meine Wangen hinab und tropften auf Elliots Grab. »Elliot…! Komm zurück! Ich… ich liebe dich! Ich brauche dich! « All die Tränen, die während der letzten zwei Wochen nicht fließen wollten, landeten jetzt hier… bei ihm, da wo sie hingehörten.
Ich blieb noch eine ganze Weile an seinem Grab sitzen und erzählte ihm, wie wichtig er mir gewesen war und wie viel er mir bedeutet hatte. Erst, als die Sonne langsam aufging stand ich auf und wischte mir die Tränen weg. Ich sah ein letztes Mal auf sein Grab, denn noch einmal hierher zukommen würde ich nicht verkraften. Die ersten Sonnenstrahlen streiften den Grabstein, der nun in der Sonne zu funkeln begann. Was für ein wunderschöner Anblick… er war eines Elliot Nightray würdig… mit einem Lächeln auf den Lippen drehte ich mich um und lief langsam wieder zurück, während ich ein letztes Mal sagte »Ich liebe dich… Elliot Nightray…«
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