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It's Blues, Brother

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor / P12 / Gen
19.04.2011
02.06.2015
9
15.426
 
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Draußen geht bereits die Sonne auf und Buster, Cab und Elwood sind immer noch damit beschäftigt Candy alles über die vergangenen Geschehnisse zu erzählen in denen das Mädchen ihrem Heimbruder den Rücken des Öfteren freihielt ohne zu wissen, was dieser überhaupt trieb. „Seht nur, wir sind bald in Tennessee!“, meldet sich Mack begeistert zu Wort. „Tennessee? Da befindet sich doch die Blues Hall of Fame!“, antwortet ihm Candy. „Du bist 16 Jahre alt und weißt solche Dinge?“, fragte Cab völlig überrasch. „Natürlich, der Blues zog mich schließlich groß!“, lächelt das Mädchen nur fröhlich. „Ich würde sagen,dass unser nächster Zwischenstopp soeben feststeht“, sagt Elwood, der hinter dem Steuer sitzt. „Genau! Es wäre eine Schande, wenn wir nie in unserem Leben jemals die Blues Hall of Fame besucht hätten!“, antwortet ihm Candy. „Aber bevor wir das tun, sollten wir erst einmal sehen, wo wir frühstücken können. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mein Magen schreit lauter als die Ghostriders in the sky!“, meldet sich schließlich auch Buster zu Wort. Die anderen stimmen ihm zu und halten sofort Ausschau nach einer nächsten Gelegenheit rasten und essen zu können.
Nach einigen Meilen entdecken sie eine Highway-Abfahrt zum „Dolly-Diner“. Die Fünf sind sich sofort einig: Hier kehren sie ein! Gesagt, getan und nur wenige Minuten später sitzen sie im besagten Diner und studieren die Speisekarte. Eine Kellnerin auf dessen Namensschild „Molly“ draufsteht, kommt zu ihnen hinüber, um ihre Bestellung aufzunehmen. Sie tut sich schwer mit ihren kastanienbraunen Augen durch Elwood’s Sonnenbrille die seine zu finden. Die zu einem halben Beehive frisierten Haare schimmern rötlich im Licht der Morgensonne und nicht nur ihr Aussehen, sondern auch ihre Art ist sehr liebevoll und mütterlich. „Hallihallöchen, meine Herzchen, was darf’s den Gutes für euch sein? Wenn ich euch den Trible-Bacon-Dolly-Burger empfehlen darf? Damit habt ihr zu fünft genug!“, begrüßt sie die Gruppe freundlich. Für Elwood und Candy ist sofort klar: trockener Toast ist deren Start in den Tag, Cab hingegen erfreut sich nur an einer großen Tasse Mocca und Mighty Mack bestellt sich das kanadische Frühstück mit den Pancakes nach original Granny Dolly’s kanadischem Rezept. Einzig Buster nimmt die Herausforderung des Triple-Bacon-Dolly-Burger an. „Herzchen, das wirst du nicht schaffen. Soll dir der Koch nicht lieber einen einen Junior Chicken Burger machen?“, gibt sie dem Jungen zu bedenken. „Madam, ich habe einen Hunger wie B.B. King. Deshalb bleibe ich bei dem Burger“, antwortet er ihr cool und gelassen. Kopfnickend nimmt sie auch seine Bestellung auf und geht mit den Speisekarten zurück hinter die Theke.
Während Molly mit den Getränken kommt, bemerkt Candy zwei Albino-Männer ein paar Tische weiter. „Herzchen, du siehst so blass aus – ist alles in Ordnung mit dir?“, fällt Molly besorgt Candy auf. Diese schrickt aus ihrer Geistesabwesenheit auf und dreht sich ruckartig zu ihren Leuten zurück. „Alles in Ordung, Sis?“, fragt Buster. „Oh ja, ich dachte nur gerade Johnny und Edgar Winter gesehen zu haben“, antwortet sie ihm. „Johnny und Edgar Winter?!“, wiederholt Cab fast brüllend Candy’s Worte. Daraufhin blicken die beiden Albinos zu den Fünf hinüber. „Ich fass es nicht, sie sind es tatsächlich!“, packt es sie nun auch. Cab kann sich mehr an seinem Platz festhalten und startet sofort zu ihnen hinüber. „Verzeihen Sie mein groupiehaftes Verhalten, aber ich kann Ihnen nicht sagen, wie erfreut ich bin Sie einmal in Echt zu sehen!“, begrüßt er die beiden. Johnny und Edgar blicken ihn etwas überrascht an. „Oh, wo bleiben denn nur meine Manieren? Ich bin…“, möchte Cab das Vorstellen nachholen, während Johnny ihn unterbricht: „Cab Chamberlain von der Blues Brothers Band.“ Cab verschlägt es die Sprache: „Wo… woher wissen Sie das?“ „Bluegrass Event letztes Jahr. Ihr habt doch „Ghostriders in the Sky“ gesunden“, antwortet ihm der Albino, „Eine Bluesband, die plötzlich auf Bluegrass umsteigt, das erfordert schon eine ganze Menge Mut. So etwas spricht sich in der Szene schnell herum!“ Cab bebt vor Freude, als er plötzlich aus seiner Trance geweckt wird: „Das Frühstück ist da!“ Er dreht sich zu den beiden Brüdern zurück und möchte sich von ihnen verabschieden: „Es war mir eine ganz besonders große Ehre!“ Da unterbricht ihn Edgar: „Die Ehre liegt ganz auf unserer Seite. Wir setzen uns zu euch hinüber und dann erzählt ihr uns, wie ihr auf diesen drastischen Genreumschwung gekommen seid.“ Cab’s Augen leuchten, wie die eines kleinen Jungen am Weihnachtsabend: „Sehr gern! Wir stellen ein paar Stühle dazu und dann könnt ihr euch zu uns setzen!“ So machen die Drei es schließlich auch.
Als sich Johnny und Edgar Winter zu den anderen Mitgliedern der Blues Brothers Band dazusetzen, fängt Candy plötzlich an die beiden anzustarren. Auch sie ist ein Fan der beiden Blues und Rock’n’Roll Musiker und kann es kaum glauben, dass sie nun tatsächlich mit ihnen an einem Tisch sitzt und frühstückt. „Sag mal, woher weißt du, wer wir sind? Ich meine du bist vielleicht 15, 16, allerhöchstens 17 Jahre alt, deine Freunde dröhnen sich bestimmt nachts die Ohren mit diesem Techno-Kram zu und wissen vielleicht gar nicht einmal, was ein Plektron ist“, möchte Johnny von Candy wissen. „Wer den Blues nicht hört, macht in seinem Leben etwas verkehrt!“, ist sie plötzlich wieder wie sonst auch immer. Das bringt den Albino zum Lachen: „Wahre Worte!“ „Und wohin geht eure Reise?“, lenkt Elwood ein. „Wir sind gerade auf der Durchreise nach New Orleans. Die Blues Session fängt dort nächste Woche wieder an“, antwortet ihm Edgar. „Muddy Waters und B.B. King werden auch dort sein“, fügt Johnny hinzu. Elwood fällt aus allen Wolken. „Stimmt etwas nicht mit dir?“, fragt ihn Buster besorgt. „Nein, ich bin nur sehr überrascht“, antwortet ihm der Blues Brother. „Wie cool ist das?! Wir sind auch am Weg dorthin!“, ruft Candy voller Begeisterung. „Dann müsst ihr ja eine weiter Reise hinter euch haben, denn ich nehme einmal an, dass ihr von Chicago kommt und die sind nicht gerade 106 Meilen von Tennessee entfernt!“, spricht Edgar. „Ja, das stimmt, aber der Blues ist doch mit uns!“, antwortet Cab voll Freude. „Und die Wege des Herren unergründlich, wie man wieder einmal sieht“, schmunzelt Elwood. „Hält ihr euch noch länger in der Gegend auf?“, fragt Mighty Mack Teer. „Gegen Mittag wollen wir in Mississippi sein“, antwortet ihm Johnny. „Wir möchten vorher noch einen kleinen Stopp in der Blues Hall of Fame einlegen“, meldet sich Candy zu Wort. Johnny muss laut lachen: „Ich weiß, dass wir uns dort wiedersehen werden!“ „Ihr kommt also mit uns mit?“, fragt Cab voller Hoffnung erfüllt. Doch die beiden verneinen dies. Das verwirrt die Fünf sehr, aber keiner fragt weiter nach.
Als Molly an ihnen vorbeigeht, verlangt Johnny die Rechnung. Er bezahlt ihr Frühstück und die beiden Brüder verabschieden sich von der Band. „Wir sehen uns in New Orleans!“, sind Elwood’s letzte Worte an sie und die Fünf bedanken sich für die nette Einladung.
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