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It's Blues, Brother

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor / P12 / Gen
19.04.2011
02.06.2015
9
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19.04.2011 1.128
 
Eine Bluesband, die in einem Countryschuppen mit einer Bluesrock-Nummer Erfolg hat – das schafft nur die Blues Brothers Band! Die begeisterte Menge kann sich kaum halten, genauso wenig wie Bob, der den Bestellungen der immer mehr zu werden scheinenden Kunden kaum noch nachkommt. „Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören!“, spricht Candy nach dem Song ins Mikrofon. Ihre Bandkollegen legen die geliehenen Musikinstrumente wieder zurück an ihre ursprünglichen Plätze hin und die Vier verlassen die Bühne nach einem kurzen und prägnanten Schlusswort.
Doch damit lässt sich das volle Haus nicht abspeisen. Immer lauter werden ihre Rufe. „Zugabe! Zugabe!“, erhellt es den ganzen Raum. „Sollen wir noch einmal auftreten?“, fragt Mack ganz aufgeregt vor Freude. „Abwarten“, antwortet ihm Candy. „Zugabe! Zugabe!“, rufen weiter die neu gewonnen Fans. Auch Darlene und Diana geben alles um ja von ihren Stars gehört zu werden. „Welchen Song spielen wir zum Schluss?“, fragt Cab. Elwood kommt  sogleich ein passender in den Sinn.
Der Scheinwerfer geht wieder an und der Blues Brothers ist zu sehen. Die Menge fängt laut ins Jubeln an. Dann zückt er seine Bluesharp aus seinem Sakko und fängt an ein Solo zu spielen. „Hey, Leute, das ist doch der Midnight Train von James Cotton!“, schießt es auf einmal Candy in den Sinn – zeitgleich mit Darlene und Diana im Publikum! Das Mädchen animiert ihre beiden Freunde mit auf die Bühne zu gehen und die Drei machen sich sogleich an die Instrumente zurück. Cab begleitet seine Band auf dem Schlagzeig, Mighty Mack Teer findet sich auf dem Klavier wieder und Candy stellt sich auf ihre vorherige Position, dem Mikrofon, und fängt an zu singen.
Nachdem die Blues Brothers Band auch mit ihrem dritten Song fertig ist, beendet nun Elwood ihr Debüt: „Das war’s nun für heute! Wir nehmen nun den Mitternachtszug nach Hause und wünschen Euch eine gute Nacht!“ Ein kräftiger Applaus lässt förmlich alle Wände im Countrybunker beben. Das Publikum ist hellauf begeistert. Diana und Darlene nutzen diese Gelegenheit, um noch einmal Kontakt mit den Vieren aufzunehmen. „Ihr wart sowas von intergalaktisch!“, ist Darlene außer sich und auch Diana muss etwas loswerden: „Ich kann ihr nur zustimmen! Aber bitte sagt uns noch, bevor ihr geht, wann tritt ihr wieder auf und vor allem wo?“ „Tja, wisst ihr, eigentlich war das so nicht geplant…“, fängt Elwood an zu antworten, wodurch er von Candy unterbrochen wird: „In New Orleans!“ Die beiden Mädchen grinsen sie an: „Dann werden wir uns ja schon bald wiedersehen!“ Der Blues Brother nimmt sie am Arm und die vier Freunde machen sich just am Weg zum Bluesmobile. „Wir sehen uns in der Bourbon Street!“, ruft das Mädchen ihren beiden Fans nach und winkt ihnen. Dabei öffnet ihr Elwood die Tür und sie steigt ein. Mack und Cab wissen sofort, dass die Luft nicht mehr so rein ist, wie noch zuvor.
Als sie losfahren fängt Candy an zu fragen: „Warum hast du jetzt zum Schluss so herumgestresst?“ Da antwortet ihr Elwood sofort: „Wie kommst du nur darauf, dass wir nach New Orleans fahren? Das sind über 900 Meilen von hier! Was willst du dort überhaupt machen?“ „New Orleans ist doch die Heimat des Schwarzen Blues! Außerdem weiß ich, dass mein Vater hier wohnen muss!“, gibt sie ihm zurück. „Dein Vater? Ich dachte du kennst ihn nicht“, fügt sich nun auch Mack in die Konversation ein. „Ja, das stimmt ja auch, aber ich habe ein paar Anhaltspunkte gefunden, die mich zu ihm führen könnten!“, lässt das Mädchen nicht locker. „Und welche wären das?“, fragt nun wieder Elwood. Candy zückt ihre Bluesharp heraus. Auf dieser ist eine Adresse eingraviert: 225 Decatur Street in New Orleans. Dabei antwortet sie ihm: „Mutter Mary sagte mir, dass ich diese bereits besaß, als sie mich damals in ihrem Waisenhaus aufnahmen.“ „Das nenn ich doch mal nen Anhaltspunkt!“, meint Mack euphorisch. „Nun gut, wenn das so ist, dann lass uns dorthin fahren“, gibt der Blues Brother nun nach, „Doch die nächste Tankfüllung geht auf deine Kosten!“ Candy lächelt ihn dankbar an. „Dann nichts wie nach New Orleans!“, ruft nun auch Cab fröhlich, als das Mädchen noch eine Frage einwendet: „Bevor wir das machen, könnten wir vielleicht vorher noch Buster holen?“ Stille. Da scheint Elwood plötzlich lautlos zu seufzen und antwortet: „Worauf warten wir noch?“ Sofort machen sich die Vier wieder auf den Weg nach Chicago.
Es ist schon längst Nacht als sie die Stadt erreichen. Candy hat noch immer den Papierfetzen mit Busters aktueller Adresse drauf, wohin sie nun auch fahren. In dem Haus, in dem der Junge nun wohnt, sind schon längst alle Lichter aus und alle Bewohner schlafen tief und fest – so auch Buster. Über die Feuerleiter machen sich die Vier hinauf auf seinen Balkon. „Verdammt! Er hat alles verschlossen!“, flüstert Candy traurig zu den anderen. Doch Elwood fackelt nicht lange herum. Er nimmt den nächstbesten Stein, den er greifen kann und spricht zu den anderen: „Geht ihr schon einmal zum Auto – ich komme gleich nach!“ „Bist du sicher, dass du das alleine durchziehen willst?“, fragt ihn Mack besorgt, doch der Blues Brother vermittelt ihm eine eindeutige Geste als Bestätigung, dass sich die Drei sofort zum Bluesmobile zurück begeben. Plötzlich hören sie ein lautes Klirren, als ob eine Scheibe eingeschlagen wurde. Cab, und die anderen sehen, wie plötzlich Licht im Haus angeht und reagieren sofort. Mack setzt sich sofort hinters Steuer und macht den Wagen startklar, während Candy ihm auf dem Beifahrersitz Gesellschaft leistet. Cab hält bereits die Tür für seinen Blues Brother offen, der sich bereits in Sichtweite befindet und zu seinen Freunden sprintet. Dabei trägt er Buster im Arm. Beim Auto angekommen platziert er den Jungen sofort auf die Rückbank und setzt sich genau neben ihn. Cab macht hinter ihm die Tür zu und huscht von der anderen Seite ebenfalls ins Auto hinein. Diese ist noch nicht einmal richtig zu, als Mack Vollgas gibt und losfährt.
„Keine Sorge, so schnell finden uns die Bullen nicht – ich habe unsere Nummernschilder abgemacht!“, beruhigt Cab seine Freunde. Buster, der verschlafen in der Mitte sitzt, meldet sich zu Wort: „Elwood, ich hätte nie gedacht, dass wir uns jemals wiedersehen!“ Da kommt vom Blues Brother eine allzu bekannte Antwort zurück: „Tja, die Wege des Herrn sind unergründlich!“ Der Junge lächelt. Ganz anders, als Candy. „Wir haben eine lange Fahrt vor uns und du bist mir einiges an Erklärungen schuldig!“, spricht sie mit erboster Stimme und dreht sich dabei nach hinten. „Candy! Du gehörst nun auch zur Band?!“, durch diese Überraschung ist Buster mit einem Schlag wach. „Ja, und daher bitte ich dich mir nun endlich die Wahrheit zu sagen – was ist damals wirklich passiert?“, lässt das Mädchen nicht locker. „Es tut mir so leid. Ich fand irgendwie nie den richtigen Zeitpunkt dafür. Ich wollte dich echt nicht in Schwierigkeiten bringen!“, fängt er an zu erzählen.
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