Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

von Talibuk
GeschichteAbenteuer / P12
Dr. Sydney Green Jarod Mr. Raines
18.04.2011
18.04.2011
4
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Titel: Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?
Autor: Talibuk
Fandom: Pretender
Personen: Jarod, Sydney, der schwarze Mann, Sweeper, Mr. Parker
Anmerkungen: eine Jugend-Erinnerung Jarods

Disclaimer:  Die Rechte der in dieser Fanfiction verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern.

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

Erinnerung
Jarod saß auf einer Bank im Park und sah einer größeren Gruppe Kinder beim Spielen zu. Gerade stellten sie sich zu einem neuen Spiel auf. Alle standen in einer Reihe nebeneinander, bis auf einen Jungen, der allen anderen in Abstand von 15 m gegenüberstand. Jarod hörte ihn laut rufen: „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“

Dieser Satz weckte unangenehme Erinnerungen. ‘Ich’ dachte er.
...
In seiner Kindheit war Jarod einige Male aus dem Sim-Lab fortgelaufen, weil ihm Simulationen, die er durchführen sollte, Angst gemacht hatten. Sydney hatte ihm darauf ein Codewort gegeben, das er sagen sollte, wenn ihn eine Simulation ängstigte. Und er hatte ihm versprochen, dass die Sim sofort abgebrochen würde, wenn er dieses Wort benutzte. Da Sydney Wort gehalten hatte, hatte Jarod die ihm gestellten Aufgaben in der Regel widerstandslos erledigt.

Das änderte sich als er ungefähr zwölf oder dreizehn Jahre alt war. Er begann, die Aufträge zu hinterfragen und gelegentlich weigerte er sich, seine Arbeit zu machen. Sydney nahm das mit professioneller Gelassenheit hin. Ihm war klar, dass auch ein Pretender in die Pubertät kam. Er begnügte sich damit, Jarod mit Argumenten zur Weiterarbeit zu bewegen.

Aber eines Nachts – Jarod hatte drei Tage hintereinander die Arbeit verweigert – wurde er aus dem Schlaf gerissen. Die Tür war mit lautem Krach geöffnet worden. Erschrocken drückte er den Schalter seiner Nachttischlampe, aber es blieb dunkel. Im Türrahmen sah er die Silhouette eines Mannes, die sich wie ein Schatten von dem aus dem Gang scheinenden Licht abhob. Eine rauchige Stimme drohte: „Wenn du morgen nicht deine Aufgaben erledigst, werde ich wiederkommen. Und dann wirst du etwas erleben.“
...
Am nächsten Morgen erledigte er ohne Widerspruch die von ihm erwartete Simulation.
Der nächtliche Schrecken wirkte eine Weile, aber irgendwann gab es wieder eine Aufgabe, die Jarod nicht erledigen wollte. Er hinterfragte deren Sinn und ließ sich durch keine Worten überzeugen.
In der Nacht wiederholte sich der Besuch. Die Drohungen wurden beunruhigender.
Wieder verfehlte das Erlebte nicht die beabsichtige Wirkung: Jarod tat am nächsten Tag, was von ihm erwartet wurde.
Die zeitlichen Abstände zwischen den nächtlichen Störungen wurden immer kürzer.
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