Dr. Hofmeister gegen die RDA

von Artreon
GeschichteAbenteuer / P16
17.04.2011
17.04.2011
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Dr. Hofmeister ist ein Xenogeologe der RDA. Ausserdem ist er Avatar Operator.
Schlisslich stellt er sich auf die Seite der Navi und nimmt den Kampf gegen die RDA auf.
Der Plot basiert auf dem RPG New word of Pandora, wo ich die Chars Dr. Hofmeister und Artreon schreibe.
Jedoch ist dieser Post experimentell und hat nur entfernt mit dem rpg oder dem Film zu tun.
Über Anregungen und Kritik würde ich mich freunen, da dies mein erster Beitrag hier ist
Hier die passende Musik, am besten beim lesen im Hintergrund laufen lassen: http://www.youtube.com/watch?v=YFO7CffdYls



Dr.Xen.Geo. Mathias Hofmeister, bzw. sein Avatar war auf dem Kriegspfad, wortwörtlich. Er trug die traditionelle Navi Krigsbemahlung, die jedem Eingeweihten signaliesierte, das er bereit war, bis zum Äussersten zu gehen.
In seinem Gürtel steckte ein langer Navidolch, wohl aus einer Ikranklaue gefertigt.Ein Geschenk von Tay. Und Ardens Pistole. einen 45er Automatik. Die erste der Kerben, die Matze in den Griff geschnitzt hatte, stand für Arden. Vor Jahren hatte er mit der Agentin des militärischen Nachrichtendienstes eine ebenso kurze wie leidenschaftliche Beziehung gehabt, noch während der Endanflugs der ISV auf Pandora. Vor ein paar Wochen hatten sie sich dann als Todfeinde gegenübergestanden.
Das Gesicht seines Avatars zeigte einen harten ,kompromisslosen Ausdruck, die grauenvollen Massaker der letzten Tage hatten ihn schwer mitgenommen.
Die Schläge, die die RDA gegen die Navi geführt hatte, waren ebenso sinnlos wie brutal gewesen.

Es war zeit Rache zu nehmen, Matze war auf Großwildjagt. Nach dem größten Wild, das Pandora bot.
Dem Rheinstahl 6000, dem größten Tagebaubagger der jemals von Menschenhand gebaut wurde.
Und er hatte nur eine verdammte Panzerfaust.
Das würde nicht leicht werden.
Das schwere Waffensystem, das der Avatar ohne all zu große Mühen durch den Dschungel trug, konnte man lapidar als Panzerfaust bezeichnen, doch das wurde dieser Waffe nur teilweise gerecht.
Durch Zufall war sie ihnen in die Hände gefallen, in einem verlassenen Depot, die leistungsstärkste, tragbare Panzerabwehrwaffe, über die die RDA auf Pandora verfügte...warum auch immer das Ding auf Pandora war, das wusste nur der Teufel. Oder die RDA, kein großer Unterschied.
Die 4,7 kg Triplex-Hohlladung war ein wahres Monster und Matze hatte 2 weitere, der 22 Kilogramm schweren panzerbrechenden Raketen im Rucksack. 4000m Reichweite.

Matze war Techniker, gewissenhaft. Er hatte das Handbuch der Waffe aus dem RDA Intranet heruntergeladen, zu dem sie erstaunlicherweise noch Zugang hatten.
Offenbar hatten die Planspieltheoretiker der RDA es schlicht vergessen, sie aus dem Netz zu werfen.
Er hatte nächtelang über den Plänen des Rheinstahl gebrütet.
Fast 400.000 Tonnen Aluminium, antimagnetisch, angetrieben durch 2 Atomreaktoren. Unvorstellbar groß.
Unverwundbar...oder auch nicht. Bald würden sie es Wissen. Experimentelle Feldforschung.
Wer schoss schon mit panzerbrechenden Waffen auf Bagger.
Matze ging am Rande der Grube in Stellung, es waren ideale Bedingungen,
fast 40 °c bei 100% Luftfeuchte,das würde seine Infrarotsignatur verbergen, dichtes Gestrüpp schützte vor Blicken.
Da war er, der Rheinstahl 6000 ,die Beute. Riesig
Matze sah auf die zerkratzte Armbanduhr. Vor wenigen Minuten war die ISV hinter dem Horizont verschwunden.. er konnte loslegen.Keine teuflischen Laser mehr am Himmel.
Andere Sabortagetrupps, vermutlich Rick und Broddic, waren unterwegs in die Raffinerie und den Chemisch-technischen Komplex.
Was Henry und Cassio trieben, wusste er nicht ,zur Sicherheit...würde auch unter Folter nichts verraten können.
Wahrscheinlich planten sie einen Schlag gegen die ISV.
Das System der Waffe fuhr hoch, Gefechtskopf und Zielcomputer hielten stumme Zwiesprache.
Matze sah auf den Bildschirm des ZEISS Zielcomputers und war beeindruckt, von der Auflösung des Infrarotbildes. Zoomte heran
Betrachtete die schweren Blenden, unter denen sich das Containment des Backbord-Reaktors befand.
Er schwenkte weiter.
Einen Schuss in den Reaktor hatten sie verworfen, zum einen, weil sie nicht sicher wahren , ob der Sprengkopf stark genug war, sowohl das Containment als auch den Reaktorkern zu knacken.
Außerdem war der Steuerbordreaktor für ihn nicht zu erreichen.Und mit einem lief der Bagger noch,nur halt langsamer.
Und auf radioaktiven Fallout war auch keiner scharf.
Die Turbinenhalle währe ideal, war aber nicht zu erreichen,saß mehrere Decks tief im Aufbau.
Die eigentliche Baggermechanik bestand aus meterstarken Metallteilen, in die der Sprengkopf nur ein Loch reißen würde, ineffizient.
Blieb der Steuerstand.. Oder vielleicht die Hydraulik.
Matze richtete das grüne Fadenkreuz, auf den Hauptsteuerstand, die Brücke. Groß wie auf einem Schiff, bot sie Platz für 6-8 Personen,ausgestattet mit Humanathmosfähre, Aufenthaltsraum und einer winzigen Küche. Darin waren die Computersysteme, die Steuerungen. Ein gutes Ziel.
Matze schwenkte die Waffe weiter auf den Rücken des Baggers, studierte das Infrarotbild...heiß...teilweise 120°C im Hydraulikkreis, nach den Hausgroßen Ölkühlern noch 80°.....Vollastbetrieb.
Zigtausende Liter heißes Hydrauliköl, brennbar .Gekühlt von Ventilatoren in der Größe der Samson Rotoren. Dutzende.
Matze betrachtete die rechteckigen Tanks unterhalb der Ölkühleranlage dachte an die Pläne die er studiert hatte .12 Tanks, jeder fasste 80 m³ Hydrauliköl. Sein Ziel
Er würde die Tanks zerschießen, vielleicht gelang es ihm das Öl in Brand zu setzen , mit einer zweiten Rakete, oder so.
Matze richtete das grüne Fadenkreutz auf die Tanks, drückte sachte auf den Feuerknopf., das Fadenkreutz blinkte rot, der Laser maß die Entfernung 3785 Meter, lud die Zieldaten hoch in das Spatzenhirn des Sprengkopfes.
Das Fahenkreutz hörte auf zu blinken, leuchtete konstant Rot. Feuerbereit.
Matze drückte den roten Knopf ganz durch.
Es war ein einfacher Schuss. Das Ziel war rieseig, bewegte sich mit der Geschwindigkeit einer Wanderdüne und lag innerhalb der spezifizierten Entfernung. Wahrscheinlichkeit einen Wirkungstreffers: Hoch.
Die Auswurfladung trieb die Rakete aus dem Werfer, fetzte die Blätter von den Büschen hinter ihm, schleuderte die Rakete 30, 40 Meter aus dem Werfer. Die Waffe wurde scharf , zündete den Raketentreibsatz, beschleunigte auf fast 3000 Meter pro Sekunge, mit ohrenbetäubendem Kreischen.
Das Spatzenhirn der Waffe verglich die Bilder seines Ziels, die der Suchkopf an der Spitze lieferte, mit den gespeicherten, nahm letzte Kurskorrekturen vor.
Der Sprengkopf durchschlug die dünne Tankwand wie Papier, nur aufgrund seiner kinetischen Energie, schoss durch das heiße Öl, der Tank zerplatzte, alleine durch diesen Einschlag,trav die nächste Wandung, zündete die erste Hohlladungsstufe, dazu gedacht reaktive Panzerungen zu brechen.
Der Plasmastachel der Hohlladung jagte durch dutzende Meter Öl und dünnes Blech, zerstäubte zigtausende Liter Öl zu feinem Nebel,entzündete es in einem riesigen, russigen Feuerball.
Das alles bremste den Sprenkopf nur wenig..
zwischen den Tanks verlief die Hochdrucksammelleitung,von den Ölpumpen im Turbinensaal zu den Kühlern.
Ein Rohr von 1,8 Metern Durchmesser und 40cm Wandstäke. Normalerweise unzerstörbar und auch kaum zu treffen, zwischen den Tanks.
Das der Sprengkopf das Rohr traf, war reines Glück, ein unglaublicher Zufall. Oder Eywas Wille, wer wusste das schon.
Das Plasma der zweiten Stufe zerschnitt das Rohr wie dünnes Blech, die entstehende abbremsung der Ladung meldete dem Steuerrechner aber korrekt, das eine starke Panzerung durchschlagen wurde,und eine halbe Millisekunde später zündete die letzte Stufe , dazu gedacht , im inneren eines Kampfpanzers Munition und Treibstoff zur Explosion zu bringen und die Besatzung zu töten.

Ein zyklopenhafter Druckstoß fuhr durch die Leitungen,zerfetzte Rohre, Ventile, Schläuche und Ölkühler, lies im Turbinensaal die Gehäuse der Pumpen platzen und brach die Wellen der Turbinen aus den Lagern.
Während das Inferno seinen Lauf nahm angelte Matze die nächste Rakete aus seinem Rucksack.
Rastete sie in den Werfer ein.
Auf den oberen Decks des Baggers tobte ein unglaubliches Inferno. Brennendes Hydrauliköl, wohin man sah, in Lüftungsschächte und Luken fließend, als brennende Wasserfälle zu Boden stürzend..
Matze grinste, entblößte die Eckzähne. Lachte böse. Auge um Auge. Er hatte die verheerende Wirkung der Waffe unterschätzt, gegen ein ungepanzertes, wehrloses Ziel.

Matze richtete den Werfer auf den Hauptsteuerstand. Sah unter dem roten leuchtenden Fadenkreutz, wie winzige, kleine Gestalten in wilder Panik die Nottreppe hinunter rannten, die zum Boden führte. Feuerbereit.Er hatte den Finger auf dem roten Knopf.Wenn er ihn durchdrückte, würden sie brennen. Brennen und sterben. Die Macht über Leben und Tot lag in seinen Händen, wortwörtlich.
Ob sie lebten oder starben war Matze egal, aber sie hatten noch am wenigsten Schuld an der ganzen Scheiße hier, einfache Techniker. Er lies ihnen ein paar Sekunden, um die Leiter hinunter zu kommen.
Pünklich, als hätte man die Uhr danach stellen können, flog die Rafinerie in die Luft, in 15 Kilometern Entfernung...Die anderen waren also auch efolgreich.
Matze lies seine Rakete fliegen, als die Techniker am Boden waren, und um ihr Leben rannten.
Die Rakete durchschlug die Glasscheiben, detonierte tief in den inneren Räumen, der gesammte Aufbau des Baggers schien einen Satz zu machen.
Die Druckwelle schleuderte die Techniker zu Boden, aber sie rappelten sich wieder auf und rannten weiter. In wilder Angst vor einer weiteren Rakete.
Doch Matze war schon im Wald verschwunden.