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Hermines Entscheidung

von - Ela -
Kurzbeschreibung
GeschichteMystery, Fantasy / P12 / Gen
Albus Dumbledore Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley Rubeus Hagrid Severus Snape
16.04.2011
22.04.2012
20
40.446
 
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16.04.2011 2.989
 
Kapitel 3: Wiedersehen

Mit einem Lächeln auf den Lippen wachte ich auf. Der Tag gestern war einfach zu herrlich gewesen. Ich hatte mir meinen Respekt verdient, den ich wollte. Doch nun wurde mein Gesicht wieder ernst. Heute kamen Harry und Ron, dabei hatte ich meine Entscheidung noch gar nicht gefällt. Sollte ich weiter Harry unterstützen, bei seinem Vorhaben Voldemort zu besiegen? Oder sollte ich hier bleiben und die Schüler von Hogwarts beschützen, die es dringend nötig hätten, weil ich viel mehr, wie die meisten Lehrer hier konnte? Aber wieso konnte ich nicht beides gleichzeitig? Ich konnte apparieren, das heißt ich konnte schnell von einem Ort in den anderen wechseln. Vielleicht gab mir das die Möglichkeit, beides zu tun, dann müsste ich nichts absagen. Mal sehen was Harry dazu sagt. In Gedanken versunken stand ich auf, verhexte mein Kleid und es verwandelte sich in eine enge Röhren Jeans, eine weiße Bluse und einen Gürtel, der meine schlanke Taille zur Geltung brachte. Schwarze Pumps dazu, und mein Outfit war perfekt. Zufrieden mit mir ging ich in die Große Halle.

Es war nicht die totale Stille, wie gestern, aber die Griffindor‘s zogen verschüchtert die Köpfe ein, als ich sah, dass Snape mich interessiert beobachtete, zeigte ich ihm die Situation von gestern und wie ich sie gelöst hatte. Er brach in  lautes, schallendes Gelächter aus und auch ich lachte, als ich zu dem Lehrertisch lief. Verdutzt sahen uns alle an, doch es war mir egal. Als ich mich auf Dumbledore‘s Rechte Seite niederließ, sah er mich fragend an. „Dürfte ich fragen, was Serverus in so eine heitere Stimmung versetzt?“ Ich lachte. „Gerne, aber es wäre einfacher wenn ich es dir zeigen würde.“ Dumbledore verstand und schon spürte ich seine Anwesenheit in meinem Kopf. Ich konnte spüren, dass er um einiges stärker als Snape war, aber er zwang mich nicht, ihm eine meiner Gedanken zu zeigen, er war einfach da. So zeigte ich ihm den gestrigen Abend und als ich fertig war mit denken, zog er sich aus meinem Kopf zurück und fing leise an zu lachen.

„Hermine, den Respekt hast du dir aber verdient. Doch ich muss dich loben, es war wirklich heldenhaft, wie du dem Kleinen aus dieser Situation geholfen hast.“ Glücklich lächelte ich, ich war erleichter, weil ich dachte, dass Albus nicht so relaxt wie Severus reagieren würde. „Oh, da täuscht du dich aber, ich bin sehr ‘relaxt‘.“ Wieder lachte ich auf. „Albus, verzieh dich sofort aus meinen Gedanken.“ Er lachte. „Ohh, lass es uns doch mal ausprobieren, ob ich erfolgreicher sein werde, als Severus gestern.“ Mhh wieso nicht? Natürlich würde ich verlieren, aber ich ließ ihm seinen Spaß. Also baute ich meine Gedankenmauern auf und stärkte sie noch mehr, als gestern. Meine ganze Konzentration legte ich in die Stärkung meiner Abwehr. Die Außenwelt verschwamm, es gab nur noch Albus, mich und meinen Geist, denn es zu schützen galt. Albus’ stechend blaue, sahen in meine konzentrierten braunen Augen. Schon spürte ich seine Anwesenheit in meinem Geist. Ruhig bleiben Hermine! Meine Mauern standen wie eine 1, aber Dumbledore war stark, sehr stark. Langsam brach meine erste Mauer und er konnte noch recht unwichtige Dinge sehen. Alle Erinnerungen und Gefühle der Hochzeit. Doch ich ließ ihn alles Ansehen, brachte meine nächste Mauer auf Vordermann, leerte meinen Geist und konzentrierte mich nur noch auf sie. Sein Willen drang weiter in mich, und brachte auch meine 2. Mauer ohne Probleme zum Einsturz. Er sah meine Kindheit, mein erwachsen werden. Oh, war das peinlich. Albus Dumbledore sah gerade meine Pubertät! Ok,  ganz ruhig Hermine.

Mhh, wenn eine Mauer nicht stark genug ist, um Dumbledores Willen stand zu halten, vielleicht würden es dann alle auf einmal. Also brachte ich alle Mauern kurz zu fall und baute eine massive Mauer in meinem Geist. Schon merkte ich, wie er versuchte sie zu stürzen, doch meine Mauer stand. Sein Wille verstärkte sich, doch auch ich war stark. Konzentriert verengte ich meine Augen. Mein Kopf platzte fast von unserem Duell und ich kniff die Lippen zusammen, um nicht vor schmerzen zu schreien. Doch Dumbledore verstärkte seinen Druck auf meine Mauer immer mehr. Sie stand, nicht mehr so stark wie am Anfang, aber sie stand. Das merkte auch Albus, doch er hämmerte immer weiter, bis ich nicht mehr konnte und meinen Blick abwenden musste, bevor die Mauer brach. Auch wenn er nicht müsste, er brach den Kontakt sofort ab. Keuchend beugte ich mich über den Tisch, stützte mich auf meinen Ellebogen ab und legte für einen kurzen Moment das Gesicht in die Hände. Sanft legte sich eine Hand auf meine Schulter. Immer noch leicht außer Atem und mit höllischen Kopfschmerzen sah ich in Albus’ Gesicht. „Es tut mir leid Hermine, ich habe übertrieben.“ Trotz meiner Schmerzen lächelte ich sanft. „Nein Albus. Ich bin selbst schuld, ich wollte mich dir gegenüber beweisen. Nun gut, du hast gewonnen.“ Auch er lächelte. „So würde ich es nicht nennen, unentschieden. Deine Mauer ist nicht gebrochen. Es war eine gute Idee, als du merktest, eine Mauer sei nicht stark genug, alle zu vereinen. Doch in dem kurzen Moment, indem alle Mauern fielen, hätte ich in deinen Geist dringen können ohne Hindernisse.“

Verlegen wurde mir wieder bewusst, dass Albus meine Pubertät gesehen hatte. „ Wieso hast du es nicht getan?“ „Das hätte doch unser ganzes Spiel verdorben. Übrigens, nicht viele wählen ihre Kindheit oder Pubertät an die ersten Mauern.“ Ich bemühte mich nicht rot zu werden und lächelte ihn frech an. „Wer sollte aus meiner Kindheit Informationen sammeln, die Kindheit eines Schlammbluts ist nicht sehr viel Wert in dieser Welt oder?“ Erstaunt hob er die Augenbrauen. „Du sprichst sehr hart über dich.“ Doch ich schüttelte den Kopf. „Realistisch Albus, ich bin einfach realistisch, oder willst du mir etwa erzählen, dass sich ein Todesser für meine Muggelkindheit interessiert? Wohl kaum…, in dieser Hinsicht, war meine Kindheit das einzige, was wirklich harmlos war.“ Er nickte. „Ja du hast wahrscheinlich Recht. Ich sehe dich einfach noch als kleines –Entschuldigung- naives, fleißiges Mädchen vor mir.“ Mein Gesicht nahm einen kalten Ausdruck an. Ich lehnte mich zurück. „Das ist mir bewusst Albus. Da bist du nicht alleine, ich höre das beinahe jeden Tag!“ Wut spiegelte sich in meinen Augen. Schuldbewusst sah er mich an. „Es tut mir leid, dass ich dich so grundlegend unterschätzt habe.“ Meine Stimmung war im Keller, hob sich aber sofort, als ich Harry und Ron in der großen Türe der halle stehen sah. Schnell stand ich aus meinem Stuhl auf und eilte schnell aber mit Haltung Richtung Gang. Es herrschte Stille in der Halle, alle starrten gebannt auf den-Jungen-der-überlebte. Im Gegensatz zu mir, rannte Ron, mit einem gebrüllten „HERMINE!“ auf mich zu und drückte mich grob an sich. Genervt verdrehte ich zu Harry die Augen, was er mit einem entschuldigenden Lächeln erwiderte.

„Chrm, Ron, ist ja gut, ich freu mich auch dich nach 2 Tagen wieder zu sehen. Könntest du mich jetzt bitte wieder los lassen?“ Langsam aber bestimmt wand ich mich aus seiner Umarmung und atmete erleichtert aus. Zärtlich schloss mich Harry in seine Arme und ich erwiderte sie gern. Unsere Verbindung zueinander war besonders, wir liebten uns nicht. Wir waren eher wie Bruder uns Schwester. Ron war für uns beide nur ein Freund, wir aber waren unsere Familie. „Wie geht’s dir?“ flüsterte mir Harry ins Ohr. Schnell wisperte ich ihm ins Ohr. „Es geht, hab Kopfschmerzen, ich erzähl es dir nach eurem Besuch bei Hagrid. Raum der Wünsche? Aber wie geht’s dir?“ „Nachher.“ Als wir uns voneinander lösten, wurde uns die Stillen in der großen Halle wieder bewusst. Fragend sah ich Albus in die Augen. Er erhob sich und schritt auf Ron und Harry zu. Während dessen, sah ich, dass Snape mich musterte, jeder meine Reaktionen registrierte. Wieso tat er das? Darüber würde ich mir später Gedanken machen. „Harry, schön dich zu sehen!“ Freudig schüttelte Albus, Harrys Hand. „Freut mich auch.“ Kalt kam ihm das über die Lippen und auch seine Augen strahlten keinerlei Freundlichkeit aus. Er hatte es Dumbledore also immer noch nicht verziehen, dass er nichts gegen Sirius’ tot unternommen hatte. Ich konnte ihn verstehen, Albus war manchmal einfach nur ein alter schwacher Mann.

Verächtlich verzog ich für einen kurzen Moment das Gesicht, aber schnell hatte ich meine Haltung wieder hergestellt und zeigte ein emotionslosen Gesichtsausdruck. In Dumbledores Augen konnte ich Verletztheit sehen, trotz seines hohen Alters, hatte er wohl immer noch nicht gelernt, seine Gefühle unter Kontrolle zu halten. Wenn auch nicht glaubhaft, versuchte er zumindest, seine Gefühle hinter einem Lächeln zu verstecken. Das war ja nicht zum Aushalten. Als ich genervt die Augen verdrehte und meinen Blick danach am Lehrer Tisch entlang gleiten ließ, bemerkte ich, dass ich beobachtet wurde, doch als ich zu Snape blickte, sah er mit dem gleichen angewiderten zu Dumbledore. Das ließ mich lächeln, doch ich spürte immer noch, einen Blick auf mir ruhen. Langsam und die Halle überblickend drehte ich mich um und sah…- den ´ Big Boss` von gestern, von dem ich von dem kleinen erfahren hatte, dass er Julius hieß. Sein konzentrierter Blick, der auf mir ruhte, brachte mich zum Nachdenken. Versuchte da etwa jemand, einen nonverbalen Zauber zu sprechen?

Das konnte er vergessen, seit seinem Angriff gestern wusste ich, dass er noch lange nicht so weit war. Unauffällig legte sich meine Hand auf meinen geliebten und nicht registrierten Zauberstab, den ich immer bei mir trug. Ich hatte ihn mit einem mächtigen Zauber in einen Ring verwandelt, doch sobald ich ihn mit den Fingerspitzen berührte, verwandelte er sich in Sekunden in meinen Stab. Mit einem lächeln registrierte ich, dass ihm selbst klar wurde, dass er es nicht schaffen würde. Meine Augen ruhten auf Ron, aber aus den Augenwinkeln sah ich jede Bewegung von Julius. Oh, wir werden doch nicht beschummeln! Mein lächeln vertiefte sich, als ich sah, dass er leise zu flüstern begann. Schon sah ich einen Flederwicht-Fluch auf mich zukommen. Wollte er etwa mein Aussehen zerstören? Langsam drehte ich mich um, machte einen nonverbalen Gegenzauber. Sah den Jungen an, der schockiert sehen musste, wie er von der Bank abhob, eine große Runde durch die ganze Halle machte, seine Haltung aber nicht verändern konnte, bis er schließlich genau vor mir zum halten kam. Die alles machte ich, ohne ein einziges mal zu sprechen. Wieder einmal herrschte wegen mir Stille in der Großen Halle, selbst Dumbledore überließ mir die Situation.

Kalt blickte ich Julius in die Augen. „Sag mal! Hatten wir es nicht gestern schon, dass du mich von hinten angreifen wolltest?“ Laut und schneidend hallte meine Stimme durch die Stille. Mein Zauber hing immer noch über ihm, aber ich ließ ihn seinen Kopf bewegen. Er sollte ja noch sprechen können. „Ich habe dich etwas gefragt!“ Meine Stimme wurde zunehmend kälter. In seinen Augen sah ich Angst aufblitzen, schnell nickte er. „Ja.“ Schlaues Bürschchen, wenn er mich noch wütender machte, wäre ich vollends ausgerastet und dann hätte ich für nichts mehr garantieren können. „Und, Julius! Kannst du mir auch sagen, wieso du es heute wieder tust?“ Seine Augen verengten sich von meiner Demütigung. „Weil du es verdient hast, du dreckiges kleines Schlammblut!“ Er spuckte mir vor die Füße. Das hätte er wohl nicht tun sollen, denn das brachte mein Fass zum überlaufen.  Mir machte es zwar nicht sehr viel aus, dass er mich Schlammblut beschimpfte, aber das und die Kombination mir vor die Füße zu spucken war zuviel. Seit dem Voldemort an der Macht war, wurde jemand wie ich, ein Schlammblut noch mehr unterdrückt und ausgestoßen. Tom Riddle wie ich ihn gerne mal in seiner Anwesenheit nennen würde, hatte mich zu dem gemacht was ich war. Durch sein Verhalten Muggelgeborenen gegenüber brachte er viele gegen uns auf. Schon früh hatte mich mit Ablehnung und Verachtung  auskommen müssen, doch genau das machte mich stärker. Dieser Junge wusste nichts über mich und trotzdem verurteilte er mich, indem er  mich öffentlich Schlammblut nannte. Und dass er auch noch ein Griffindor war, machte es nicht viel besser. Ich hatte gelernt wie ich mich wehren musste und ich konnte es. In dieser Zeit konnte ich nur mit Kampf weiterkommen. Und ich würde kämpfen, denn ungeschlagen gehe ich nicht von dieser Erde. Meine Wut wurde immer stärker und sprühte förmlich aus meinen Augen.  

Mit einigen Schritten war ich bei ihm und schlug ihm hart ins Gesicht. Sein Kopf flog auf die Seite. „Wag es noch einmal, mich anzuspucken oder mich auch nur zu beschimpfen und ich werde noch viel Schlimmeres mit dir tun, glaub mir! Ach und deine Versuche nonverbale Zauber zu sprechen sind wohl in die Hose gegangen. Ich bin weit über dir, du kannst es nicht mit mir aufnehmen, aber ich bin gerne bereit in einem Duell gegen dich zu gewinnen!“ Bei diesen Worten legte sich bestimmt eine Hand auf meine Schulter und drückte sie. „ Miss Granger, ich denke er weiß jetzt, dass er ihnen weit unterlegen ist. In vielen Hinsichten.“ Dabei sah er verachtend zu Julius. „Es ist genug! Verlieren sie nicht ihre Beherrschung. Nachher auf ein Wort in mein Büro. Und für sie Mr. Winus 50 Punkte Abzug, wegen ihres feigen Benehmens!“ Ausdruckslos sah ich Snape an. „Ich denke, ich kann selber bestimmen, wann er gelernt hat, mir den Nötigen Respekt zu erweisen Sir. Aber ich habe mich noch voll unter Kontrolle.“ Mit diesen Worten löste ich, wieder ohne ein Wort den Zauber von Julius und steckte mir meinen Zauberstab wieder an den Finger, was interessiert von Snape beobachtet wurde.  „Ich werde später in ihr Büro kommen Professor. Wenn sie mich jetzt bitte entschuldigen würden. Albus. Ron, Harry viel Spaß bei Hagrid, wir sehen uns nachher.“ Bei diesen Worten sah ich Harry an, nickte Snape und Albus noch einmal zu. Drehte mich geschmeidig um und verließ mit erhobenem Haupt die Große Halle.

Seit Stunden verkroch ich mich in der Bibliothek und las in dicken Büchern über die Mythologie der Zentauren.
Es war aufregend über das Verhalten und Leben der Wesen zu lesen, die so völlig anders waren als unsere. Doch nun stand ich auf und machte mich auf den Weg zu Harry. Ja ich ließ Snape warten, denn Harry brauchte seinen Schlaf dringender als Snape. Am Raum der Wünsche angekommen sah ich, dass Harry schon drin war. Er hatte den Raum in eine gemütliche Couchecke mit Kamin verwandelt. Wie ich erwartet hatte, saß er vor dem Kamin in einem Sessel und wartete darauf, dass ich mich setzte. Also setzte ich mich auf das Sofa neben dem Sessel, wir sahen uns an. „Wie war es auf der Hochzeit?“ Ich schluckte, natürlich es war klar dass er das fragte. „Also zuerst lief alles gut… Aber dann kamen Todesser.“ Seine Augen weiteten sich schockiert. „Hermine, Todesser? Oh mein Gott. Ich hätte dich nicht alleine gehen lassen sollen.“ Doch ich schüttelte den Kopf. „Nein Harry, es war ok. Ich rief Dumbledore mit meinem Patronus. Das einzige das passiert ist, dass ich Belatrix Lengstrange getroffen habe. Wir hatten eine kleine…. Nunja, Meinungsverschiedenheit.“

Als er den Namen Belatrix hörte, ballte er seine Hände zu Fäusten. „Was hat sie dir getan?!“ Sollte ich ihm die Wahrheit sagen? Nein, lieber nicht. „ Nichts, was nicht wieder heilbar war. Genaueres willst du nicht wissen, glaub mir. Aber sie ist jetzt in der Gewalt des Ministeriums.“ Sein Gesicht verfinsterte sich immer mehr. „Sag es mir!“ Ernst sah ich ihm in die Augen. „ Den Crucio!“ In einer Geschmeidigen Bewegung stand er auf und raste wütend durch den Raum. Während er immer mal wieder vor Wut schrie. „Ich bring sie um!“ Nun stand auch ich auf und ging zu ihm. „Harry! Beruhige dich. Es war nicht lange und man sieht es mir nicht an oder? Und, ich werde Rache an ihr nehmen, doch nicht so…. Die beste Rache ist die, die leise kommt. Das kannst du mir glauben, ich merke mir was mir angetan wird.“ Er hatte sich wieder unter Kontrolle und wir setzten uns nun nebeneinander auf das Sofa. „Was sollte dein Auftritt in der großen Halle mit dem Junge?“ Hier musste ich anfangen zu lachen. „Der Idiot hat einfach keinen Respekt vor mir und meinte, er müsste mich mit einem Fluch in den Rücken bloßstellen, aber er kann nicht mal nonverbale Zauber.“ Wieder lachte ich und auch Harry setzte ein. „ Und dann  habe ich mir noch ein Okklumentik Kampf mit Albus geliefert, denn ich hoffnungslos verlor.“ Nun war ich mit Fragen an der Reihe. „Wie geht es dir?“ Wieder wurden wir ernst. „Es geht. Ich mein der Druck ist groß oder? Entweder er oder ich.“

Ich nickte. „Ja, so sieht es aus. Keiner kann leben, während der andere Überlebt. Aber Harry, du hast es schon so oft geschafft. Wir müssen nur noch ein paar Hokruxe finden. Dumbledore hilft uns dabei. Aber jetzt muss ich mit dir etwas besprechen.“ Aufmunternd sieht er mich an. „ Also, gestern hat Dumbledore mit mir gesprochen. Er hat mir den Vorschlag gemacht, hier an der Schule zu bleiben. Um auf die Schüler aufzupassen. Ich kann mehr als die meisten Lehrer hier. Das wäre eine große Bereicherung für die Sicherheit hier. Ich könnte sogar unterrichten, aber ich weiß nicht ob ich das überhaupt möchte.“ Trotz seiner Versuche, die Maske zu halten sah ich Verletztheit in seinen Augen. „Du hast dich also schon entschieden?“ Schnell erwiderte ich. „Nein, dass habe ich nicht Harry. Aber ich habe mir schon Gedanken gemacht. Falls ich annehmen sollte. Ich könnte dir trotzdem noch bei den Hokruxen helfen, Harry. Ich kann apparieren. Wir haben die Galleonen um treffen zu vereinbaren und wir können uns jederzeit unsere Patronie schicken!“ Überlegend nickte er. „Vielleicht solltest du es wirklich tun. Hier könntest du vieles mitbekommen, was wir nicht mitbekommen würden.“ Ich nickte auch. „Ja, aber ich will erst noch dass Treffen mit Snape hinter mich bringen.“ Wir stehen beide auf und umarmen uns. „Danke.“ Flüsterte ich ihm ins Ohr und er gab mir einen Kuss auf die Wange. Er machte sich auf den Weg in den Griffindorturm, indem ein Zimmer für uns drei frei geräumt geworden war. Jetzt machte ich mich auf den Weg in die Kerker.
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