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Hermines Entscheidung

von - Ela -
Kurzbeschreibung
GeschichteMystery, Fantasy / P12 / Gen
Albus Dumbledore Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley Rubeus Hagrid Severus Snape
16.04.2011
22.04.2012
20
40.446
 
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16.04.2011 2.768
 
Kapitel 2: Endlich wieder in Hogwarts

Mit einem Seufzer erwachte ich aus meinem sehr erholsamen Schlaf. Schlagartig wurde der Raum still, indem vorher noch ein aufgeregtes Treiben herrschte. Müde rieb ich über meine Augen, stand auf und drehte mich um. Erstaunte Gesichter an allen Ecken und Enden, völlige Stille. Niemand sagte etwas, bis ein kleiner, vielleicht 11-jähriger Junge, den Mut aufbrachte mich anzusprechen. „Bist du nicht Hermine Granger, die Freundin von Harry Potter?“ Trotz meinem bestimmt nicht mehr frischen Kleides und meiner, wegen der Folter, wirren Haare, richtete ich mich stolz zu meiner vollen Größe auf und sah den verschüchterten Kindern in die Augen. „Ja, ich bin Hermine Granger und ja, Harry ist ein Freund von mir.“ Nun, mehr Mut fassend fragte mich ein etwas älteres Mädchen. „Was machst du hier? Wieso bist du hier?“ Ich schüttelte den Kopf, was viele zurückschrecken ließ. „Tzz, ich denke nicht, dass das irgendjemanden hier, etwas angeht. Was ich hier mache. Oder weshalb ich überhaupt hier bin und jetzt entschuldigt mich.“ Als ich an den Schülern vorbeilief, machten sie mir eine Gasse, durch die ich ohne Probleme laufen konnte. Lächelnd ging ich den Weg in die Große Halle. Vielleicht hatte ich ihnen, etwas zu viel Angst eingejagt. Aber es war nötig, dass sie Respekt vor mir bekamen, ich war nicht zu unterschätzen. Es ist lange her, dass ich hier frühstückte. Mal sehen, wie das alles ablief. Aber erst, machte ich einen Zwischenstopp in einem Mädchenklo, um mich zu betrachten. Mein gestern noch fließend, glänzendes Haar, stand in alle Richtungen ab. Mein Kleid war tatsächlich ein Stück verrutscht. Kein Wunder, dass die Griffindor’s Angst vor mir hatten. Schnell zückte ich meinen Zauberstab und richtete ihn auf mein Kleid, das sich wieder an die Richtige Stelle setzte und so schön, wie gestern aussah. Dann brachte ich meine braune Mähne unter Kontrolle und zog mein Make-up nach. Wieder zufrieden mit meinem Aussehen betrat ich die Große Halle, die auf einen Schlag mucksmäuschenstill wurde. Niemand rührte sich, alle starrten mich einfach nur an. Mein lächeln wurde breiter, als Dumbledore aufstand. Schnell, aber mit Haltung eilte ich ihm entgegen. „ Miss Granger, schön sie so wohl auf hier bei uns zu sehen. Sie haben bestimmt Hunger, kommen sie, setzen sie sich doch zu uns an den Lehrertisch.“ Lächelnd ging ich mit ihm um den Lehrertisch, nickte den Lehrern höflich zu und setzte mich auf den Stuhl zu Dumbledores Rechten. Von hier aus, überblickte ich die immer noch stille Halle mit einem Lächeln. Ganz links, der Griffindor Tisch, die Gesichter dort, waren eigentlich ziemlich gefasst, klar, sie hatten mich schon gesehen. Daneben, der Rawenclaw -und Huffelpufftisch, verblüffte und fassungslose Gesichter. Nun, Rechts, der Slytherintisch. Kalte und berechnende Augen. Mein lächeln verbreitete sich noch mehr, sie dachten, sie hätten viel durchgemacht, dabei wussten sie überhaupt gar nichts. Ein Kichern unterbrach meine Beobachtungen. „Na Miss Granger, wie fanden sie unseren Auftritt? Sehr überraschend, für alle Schüler, wobei die Slytherins am besten ihre Verblüffung verstecken.“ Auch ich kicherte. „Ich fand ihn sehr gut, Sir. Von Slytherins erwarte ich aber nichts anderes, Professor.“ Auch er lächelte und streckte mir seine Hand entgegen. „Wie wäre es mit dem Vornamen? Wir sind beide erwachsene Menschen, sie sollten mich nicht mehr mit Sir ansprechen. Albus“ Ich nickte ihm zu und ergriff seine Hand.

„ Freut mich Albus. Hermine.“  Selbst die Lehrer betrachteten unser tun aufmerksam. „ Du hast dich erstaunlich schnell erholt, seit gestern.“ Ich lächelte. „Albus, mir scheint du unterschätzt mich grundlegend. Aber wie geht es meiner Familie?“ Ernst sah er mich an. „Das Ministerium hat sich darum gekümmert, einige deiner Familie wurden mit einem Oblivate belegt. Andere wie Eileen hat das erstaunlich gut verkraftet. Ohh, Hermine, ich unterschätze dich ganz und gar nicht. Könntest du nach dem Frühstück noch zu einem Kaffee zu mir kommen? Wir hätten noch etwas zu besprechen. Willst du ein Zitronenbonbon?“ Erleichtert grinste ich ihn an. „Das freut mich zu hören. Nein danke, aber ich werde da sein.“
Das restliche Frühstück verlief sehr gemütlich. Ich hatte die Auswahl der Speisen, ganz vergessen, umso mehr freute ich mich, über eine so reichliche Auswahl. Trotzdem aß ich bei weitem nicht so viel, wie die Schülerschar da unten. Sie fraßen sich regelrecht voll. Für den Griffindortisch schämte ich mich besonders. Man konnte doch wenigstens ein bisschen Manieren erwarten. Das war auch ein Grund dafür, dass mir der Appetit relativ schnell verging. Fragend wandte ich mich an Albus. „ Albus, würde es dir etwas ausmachen, wenn ich unsere Runde jetzt schon verlasse? Ich würde Hagrid noch gerne einen Besuch abstatten.“ „Nein natürlich nicht. Komm einfach zu mir, wenn du deinen Rundgang beendet hast.“ Dankbar nickte ich ihm zu und erhob mich. Als ich an dem Lehrertisch entlang schritt, nickte ich den Lehrern wieder höflich zu, dass von allen erwidert wurde. Selbst Professor Snape neigte mir seinen Kopf entgegen. Als ich zwischen den Haustischen zur Türe schritt, konnte ich deutlich die Blicke in meinem Rücken spüren. Doch ich kümmerte mich nicht darum, zu groß war der Wunsch zu Hagrid zu gelangen. Schnell eilte ich über die Ländereien zu Hagrid‘s Hütte und klopfte, voller freudiger Erwartungen an. Als sich die Türe öffnete wurde ich prompt in die Luft geschleudert.

„Hermine!! Es ist so schön, dich hier zu sehen! Wie geht es Harry, oder Ron? Ohh, ich freu mich so!“ Mir entwich ein Lachen, auch wenn er mir fast die Rippen zerquetschte. „Hagrid, lass mich runter. Wir können das alles drinnen Besprechen.“ Schnell stellte er mich ab, nur um meine Hand zu packen und mich in seine Hütte zu ziehen. Es sah alles so aus, wie beim letzten Mal, als ich hier war. Die gesamte Hütte bestand aus einem Raum. Selbst Fang war noch der alte, sabbernde Hund, denn ich kannte. Wir setzten uns an den Tisch und Hagrid bot mir seine berühmten Kekse an, die ich dankend ablehnte. Mir waren seine Kochkünste noch mehr als genug in Erinnerung geblieben. „Also Hermine, erzähl Mal. Was machst du hier?“ Ich lächelte. „Ich bin im Auftrag von Dumbledore unterwegs gewesen, und da es gestern sehr spät geworden ist, übernachtete ich hier.“ Seine Augen weiteten sich.

„Dumbledore gibt dir einen Auftrag, ohne Harry und Ron?“ „Es ging um meine Familie, ehrlich gesagt wollte ich nicht, dass die Zwei mitkommen. Aber wie geht es dir?“ „Ich vermisse eure Besuche bei mir sehr, aber ich habe sehr viel Arbeit. Die Zentauren machen mir wieder Ärger.“ „Sind sie immer noch sauer wegen Firenze?“ Er nickte. „Soll ich mal mit ihnen reden?“ Wild schüttelte er den Kopf. „Oh nein, Hermine. Überlass das ruhig mir, dass ist nichts für dich. Viel zu Gefährlich.“ Dass mich aber auch jeder unterschätzen musste. In meinem Kopf bildete ich langsam einen Plan zurrecht, danach würde mich niemand mehr unterschätzen! „Hagrid du unterschätzt mich eindeutig. Glaubst du ich hätte Angst vor Zentauren? Also ich bitte dich, wenn ich keine Angst vor Voldemort habe, wieso sollte ich dann Angst vor wild gewordenen Zentauren haben?“ Als ich Voldemorts Namen aussprach, zuckte er zusammen. „Hermine was…-“ Aber ich unterbrach ihn. „Nein Hagrid. Ich habe keine Angst vor ihm oder vor seinem Namen, und du solltest es auch nicht haben!“ Er räusperte sich. „Chrm, Äm Hermine, was ist los mit dir? Du warst doch sonst nicht so…-“ Wieder unterbrach ich ihn. „Erwachsen? Hagrid, wolltest du erwachsen sagen?“ Nein, vielleicht war ich nicht erwachsen, aber ich entwickelte mich. „Ich bin bei weitem nicht mehr das kleine Kind, das ich einmal war.“ Er schüttelte den Kopf. „Nein Hermine, dass bist du wirklich nicht, du bist doch mein großes Mädchen.“ Also verstand er immer noch nicht, aber ich hatte jetzt keine Lust mehr, mich mit ihm rumzudiskutieren. Ich musste sowieso los, zu Dumbledore. „Hagrid, ich muss los. Dumbledore erwartet mich. War schön mit dir zu reden.“ Wir erhoben uns, er umarmte mich noch einmal und ich verließ seine Hütte.

Gedankenverloren ging ich den Weg zur Schule hoch. Wieso hatte Hagrid Angst vor Voldemort? Wahrscheinlich waren nicht alle so resistent gegen Folter. Aber es nervte mich so, dass jeder immer nur das „kleine Mädchen“ in mir sieht, dass ich einmal war. Denn das war ich nicht, ganz sicher nicht. Wieso sahen sie in mir nicht die Frau mit dem starken Charakter, den ich nun mal hatte? Oder aber, überschätzte ich mich etwa? War ich vielleicht wirklich nicht so erwachsen, wie ich immer dachte? Diese Gedanken versetzten mir einen Stich, ins Herz. Aber ich trat nun vor Dumbledore, ich musste stark sein! Was er wohl von mir wollte? Vor dem Wasserspeier angekommen, fiel mir ein, dass ich das Passwort nicht wusste. Was nun? Mal überlegen, Albus hatte mir bestimmt einen Tipp gegeben. Bei der Begrüßung war nichts Außergewöhnliches gewesen. Aber als ich am Lehrertisch saß, hatte er mich gefragt ob ich Zitronenbonbons mochte. Das war‘s, Zitronenbonbons! „Zitronenbonbons!“ Der Wasserspeier glitt auf die Seite und gab die Wendeltreppe frei. Mit einem Lächeln auf den Lippen, stieg ich auf die erste Stufe und wurde nach oben getragen.
Oben angekommen, klopfte ich an und wartete auf Albus‘ Herein. Als ein gedämpftes „Herein“ zu mir klang, drückte ich die Klinke herunter und wäre am liebsten wieder umgedreht. In Dumbledores Büro standen McGonagall und Snape.

Doch diese Blöße, umzudrehen, wollte ich mir nicht geben. Hatte ich vorhin nicht darauf bestanden, erwachsen zu sein? Also Hermine, benimm dich auch so! Mit stolzer Haltung betrat ich das Büro. „ Mrs. McGonagall, Professor Snape, schön sie hier anzutreffen. Hallo Albus, du wolltest etwas mit mir besprechen?“ Auf sein Nicken hin, setzte ich mich ihm gegenüber auf einen Stuhl. Snape stand rechts von Dumbledor, McGonagall links. „Ja Hermine, dein Handeln Bellatrix gegenüber, hat mich zum Nachdenken gebracht.“ Wollte der etwa, dass es mir Leid tat? „Also, falls du denkst, dass ich bereue, was ich getan habe, dann liegst du falsch, Albus. Ich werde mich sicher nicht bei ihr entschuldigen.“ Eine Augenbraue von ihm hob sich belustigt, selbst Snape konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. „Nein, Hermine. Du verstehst mich falsch, aber es ist gut zu wissen, dass du zu deinen Taten stehst. Dass du gestern so überlegt gehandelt hast und auch als du so abscheulich gefoltert wurdest, einen kühlen Kopf bewahrtest. Das ist genau das, was wir hier in Hogwarts brauchen, um unsere Schüler zu schützen.“ Während Dumbledore sprach fühlte ich, wie jemand versuchte in meine Gedanken zu gelangen. Oh, Snape wollte mich anscheinend testen, dass kannst du haben. Ich bin besser in Oklumentik als du denkst. Schnell stärkte ich meine Gedankenmauern um ihn nicht eine, von meinen Gedanken sehen zu lassen. „Du willst, dass ich hier bleibe, um die Schule zu schützen?“ Mit ausdruckslosen Augen sah ich Snape an, der den Druck erhöhte. Doch meine Mauern waren stark und standen wie eine Eins, er sah nicht, was in meinem Kopf vorging. „Ja, das wäre eine große Ehre für uns, du könntest sogar unterrichten, wenn du möchtest.“ Ich eine Lehrerin? Dass konnten sie vergessen, schützen ja. Aber Unterrichtsstoff?

„Also, an sich finde ich diesen Gedanken…“ Bei diesem Wort grinste ich Snape frech ins Gesicht, weil er es immer noch nicht schaffte, in meinen Geist einzudringen... „gar nicht so schlecht, aber ich möchte das ganze erst noch mir Harry und Ron besprechen, wegen Voldemort.“ Snape und McGonagall zuckten zusammen, aber es war mir egal. Einen Großteil meiner Konzentration brauchte ich, um Snape aus meinen Gedanken fernzuhalten, es wurde immer anstrengender, die Frage war nur, wer länger durchhielt. „Ja, natürlich. Schick ihnen doch einen Patronus, damit sie herkommen. Ich bin mir sicher, dass Hagrid sich freuen würde, sie auch wieder zu sehen.“ Wollten sie mich etwa testen, ob ich es trotz, Legilimensangriffen schaffte, einen Patronus hervor zu zaubern? Ok, wenn sie mich testen wollten, sollten sie sehen was ich kann. Die Mauer erhaltend, dachte ich wieder an den Hogwartsbrief und murmelte die Formel die meinen Otter erscheinen ließ. Schnell schickte ich ihn, mit der Nachricht, dass sie nach Hogwarts kommen sollten zu Harry und Ron. Wieder entwich mir Snape gegenüber ein Lächeln. „Sehr gut, ok Hermine, dass war‘s eigentlich. Könntest du uns jetzt bitte alleine lassen, ich hätte noch etwas zu besprechen.“ Oh ich konnte mir vorstellen worum es ging. Doch ich stand auf, nickte allen höflich zu und verschwand durch die Türe. Vor der Türe, hexte ich ein paar Zauber auf mich, damit ich nicht mehr wahrnehmbar war. Schon hörte ich die Stimme von Dumbledore.

„Und Serverus, wie hat sie sich geschlagen?“ Ich lächelte. „Ich muss sagen, sie ist wirklich gut, nur die Erinnerung, die sie brauchte, um ihren Patronus zu beschwören konnte ich sehen, aber nichts was man gegen sie verwenden könnte.“ Klang da etwa Anerkennung mit? „Das ist fantastisch! Sie ist viel besser, als ich dachte. Es wäre eine große Bereicherung für uns, sie hier zu wissen. Gerade in der schweren Zeit.“ Ich hatte genug gehört und was ich gehört hatte gefiel mir, sehr sogar. Bis auf die Tatsache, dass Dumbledore mich wieder unterschätzt hatte, aber das konnte ich ja erfolgreich ändern. Schnell und leise lief ich die sich drehende Treppe herunter und eilte durch die Gänge. Was nun? Ach, ich gehe einfach in den Griffindorturm und setz mich gemütlich vor den Kamin, dass wir alle sicher schocken. Dachte ich grinsend und eilte zum Portrait. Als ich in den Gemeinschaftsraum ging, erwartete mich nicht die Stille, dich ich erwartet hätte, einige wurden still ja, aber es spielte sich etwas Wichtigeres vor dem Kamin ab, als meine Ankunft.
Aufmerksam überblickte ich den Gemeinschaftsraum. Dort vor dem Kamin stand ein großer Junge und blickte verachtend auf einen kleineren. „Du wagst es, auf meinen Stammplatz zu sitzen? Und mir dann auch noch zu sagen, dass du sitzen darfst, wo du möchtest?  Du hast mir zu gehorchen!“ Es war mir relativ schnell klar, was sich hier abspielte. Der kleinere Junge, hatte sich wohl auf den Stammplatz seiner Majestät gesetzt. Wie ich solche Menschen hasste, die sich als Big Boss aufspielten.  Aber ich wartete erst mal ab, was geschah. Der  ‘Big Boss‘ richtete sich nun bedrohlich zu seiner ganzen Größe auf, die den kleinen bei weiten überragte.


„Expelliamus!“ Der Zauberstab des kleinen flog durch die Luft, lachend fing ihn sein Gegner auf. „Na, was machst du jetzt? Wehr dich doch!“ Aber der kleinere stand nur da und war kurz vorm weinen, weil er so vor den anderen bloßgestellt wurde. Kalt sah ich den großen Jungen an, als er nun anfing den kleineren mit lauter kleinen und gemeinen Flüchen zu bombardieren. Doch als der kleine Junge, von einem Furunkulus getroffen wurde und sein Gesicht von lauter Furunkeln entstellt war, lachten alle und mir wurde es zu bunt. Ich ging mit bestimmten Schritten auf den größeren zu, packte ihn bei der Schulter und drehte ihn zu mir um. Das Lachen erstarb so schnell, wie es gekommen war. Mit Wütend aber kalt berechnenden Augen sah ich ihn an. „So, deine Vorstellung ist vorbei. Du gibst dem Jungen jetzt seinen Zauberstab zurück, entschuldigst dich bei ihm und heilst sein Gesicht. Haben wir uns verstanden?!“

Ich wusste das er und die anderen Angst vor mir hatten, doch er versuchte immer noch, den Macker rauszuhängen, indem er sich wieder aufrichtete und mich von oben herab ansah. „ Du hast mir nichts zu sagen! Meine Vorstellung ist vorbei, wenn ich es möchte.“ Schon wieder macht jemand den Fehler mich zu unterschätzen. Aber nicht mit mir ich ahnte seine Reaktion, noch bevor er es tat, zückte meinen Zauberstab und entwaffnete ihm beide Zauberstäbe. Mit aufgerissenen Augen sah er mich an, doch ich war noch nicht fertig. Alle Flüche, die er vorhin dem kleinen aufgehalst hatte, bekam nun er ab, nur waren meine Flüche bei weitem stärker, als seine, weil ich mehr Macht hatte, als er. Doch als ich zu dem letzten Fluch, dem Furunkulus kam, hielt ich inne. „Haben wir uns JETZT verstanden?“ Eingeschüchtert nickt er. Lächelnd gab ich ihm die Zauberstäbe und er erledigte brav, was ich ihm aufgetragen hatte. „Ach es ist doch immer wieder schön, wenn man mich versteht.“ Ach es war schön zu sehen wie alle Angst vor mir hatten.

Provozierend drehte ich mich um und wollte mich gerade in den ‘Reservierten‘ Sessel setzen, als ich aus meinem Augenwinkel sah, wie der Angreifer von vorhin mir einen Fluch entgegen schleuderte. Nur sehr knapp konnte ich dem Fluch ausweichen, wirbelte herum und schleuderte ihm einen Stupor entgegen. Kalt sah ich, wie es ihn von den Füßen riss und er bewusstlos liegen blieb. Ich drehte mich um. „ Hat noch irgendeiner ein Problem mit mir? Wenn ja, sagt es mir persönlich. Meine nächste Strafe für so einen Feigling, der es wagt, jemanden von hinten anzugreifen, fällt um einiges härter aus.“ Mit diesen Worten ließ ich mich in den Sessel sinken und ließ den Abend bequem ausklingen.
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