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Hermines Entscheidung

von - Ela -
Kurzbeschreibung
GeschichteMystery, Fantasy / P12 / Gen
Albus Dumbledore Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley Rubeus Hagrid Severus Snape
16.04.2011
22.04.2012
20
40.446
 
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
16.04.2011 2.073
 
Mein Dank gilt meiner Beta 22Verena1988 , die mich unterstützt und mir hilft


Kapitel 17: Harry, Ron und Myrte


Nach kurzem Zögern steckte ich nur das Geld in ein anderes Beutelchen und beließ die Ringe aber in ihrem. Nachdem ich mein Zimmer mit Flüchen gesichert hatte, machte ich mich mit dem Beutel indem sich die Ringe befanden wieder auf den Weg nach unten. Es war einige Zeit vergangen und ich konnte sicher sein, dass Hagrid und alle Schüler die Unterricht bekommen hatten wieder im Schloss waren. Wahrscheinlich erzählten die Schüler gerade den anderen wie der Unterricht abgelaufen war, da ja niemand hatte zusehen dürfen. Während ich mich trotzdem noch mal umsah, damit ich ungestört über die Ländereien laufen konnte, zerbrach ich mir wieder einmal den Kopf, was für Gegenstände Voldemort für seine Horkruxe ausgewählt haben mochte. Gleich würde ich zu Harry und Ron gehen und wir wären keinen Schritt weiter. Also würde ich nun alles noch einmal durchkauen.

Das Tagebuch, der erste Horkrux war Dank Harry und des Basiliskenzahns erledigt. Der Ring, der zweite Horkrux war dank Dumbledore erledigt, was ihm eine verkohlte Hand brachte, die den Fluch aber dort beließ. Das Medaillon war auch erledigt, was wir durch Kreatchers Hilfe geschafft hatten. Albus vermutete, dass Voldemort sieben Teile seiner Seele eingesperrt hatte und einen in seinem eigenen Körper. Also es könnten also weiterhin Gegenstände von Slytherin sein. Vielleicht waren es auch Dinge aus seiner Vergangenheit und er…- Ich prallte gegen eine breite schwarze Brust. Das Säckchen mit den Ringen fiel aus meiner Hand, als ich rückwärts stolperte. Als ich mein Gleichgewicht wieder fand, blickte ich hinauf in einen wirklich wütend aussehenden Snape, der gerade von seinem Todessertreffen kam. „ Das tut mir leid, Sir. Ich war in Gedanken.“ Mürrisch sah er die am Boden verstreuten Ringe an, die ich mit einem „Accio!“ zu mir rief und in meinen Samtbeutel stopfte. „Pass gefälligst besser auf!“ Sagte er und rauschte auch schon an mir vorbei, ohne ein einziges weiteres Wort. Während ich ihm verwundert hinterher sah fiel mir ein minimales hinterherziehens seines linken Beins auf. Irgendwas war da wohl schieß gelaufen. Doch darüber konnte ich mir jetzt keine Gedanken machen, entschied ich kurzentschlossen und eilte aus dem Tor um zum Grimmauldplatz zu apparieren.

Ich materialisierte mich gerade vor dem Hauptquartier, als mir auch schon ein Zauberstab an die Kehle gepresst wurde. Verdammt, wie konnte ich auch vergessen, dass hier manchmal Todesser auftauchten? „Expelliarmus!“ Mein Schulzauberstab flog hinter mich, meinem Angreifer in die Hand. Ein Grinsen huschte über mein Gesicht, während ich vorsichtig mit der Hand nach meinem Zauberstabring tastete und ihn auch gleich in der Hand hielt. Durch das schwarze Ritual hatte ich ihn nicht nur in einen Ring verwandelt, sondern auch immun gegen Entwaffnungszauber gemacht. Mit einer schnellen und fließenden Bewegung riss ich mich von dem Zauberstab und dem Griff um meine Hüfte los und schleuderte meinem Gegner noch in der Drehung einen „Stupor“ entgegen. Als mein Angreifer auf dem Boden lag und ich sein Gesicht erkennen konnte brach ich in lautes Lachen aus. Vor mir lag doch wahrhaftig Remus Lupin. Selbst Schuld wenn er mich nicht erkannte. Da es mich wenig kümmerte, dass er hier draußen auf dem Boden lag, rief ich meinen Zauberstab aus seiner Hand, drehte mich um und betrat nun das Hauptquartier. Das Haus der Blacks. Ich öffnete die Tür und schloss sie schnell hinter mir, als ich von einer schrillen Stimme begrüßt wurde.

„EIN SCHLAMMBLUT, HIER IN MEINEM HAUS!??! HINAUS MIT DIR, DU UNWÜRDIGE KREATUR!“ Genervt brachte ich Sirius‘ Mutter mit einem Schlenker meines Stabes zum Schweigen. Die Vorhänge vor ihrem Gemälde schwangen zu und ihre Stimme erstarb. Bevor ich die Küche betrat steckte ich meinen Schulzauberstab weg und meinen anderen an den Finger. Ich betrat die kleine Küche. Der lange Tisch in der Mitte war gefüllt. Ginny saß neben Harry, auf dessen anderer Seite Ron saß. Molly, Arthur, Tonks, und Fred und George saßen am anderen Ende des Tisches und flüsterten miteinander. Bis jetzt hatte mich noch niemand bemerkt, was sich änderte, als ich zu Harry trat. „Hey Jungs!“ Sofort erhob sich Harry und schloss mich in seine Arme. Danach riss mich Ron in seine und gab mich an Ginny weiter. „Hermine, schön dich zu sehen!“ Kam nun Molly Weasly um den Tisch geeilt um mich in eine stürmische Umarmung zu ziehen. Die Zwillinge drückte ich nur zu gern an mich. Arthur begrüßte ich mit einem Handschlag und zu Tonks sagte ich nur: „Ich glaube du solltest mal nach Remus sehen. Er liegt draußen.“

Ihre Augen wurden groß, doch sie stand sofort auf und stürmte aus dem Raum während sich ihre Haare in schneller Abfolge verfärbten. Arthur stand ebenfalls auf. „Was ist mit Remus, Hermine?“ Ich grinste breit. „Er drückte mir seinen Zauberstab gegen die Kehle. Ich habe mich gewehrt und jetzt liegt er da draußen.“Als ich das entsetzte Gesicht von Molly sah, fügte ich etwas genervt hinzu. „Meine Güte was haltet ihr von mir. Er ist nur geschockt. Selbst Schuld wenn er mich von hinten überfällt.“ Ohne Molly weiter zu beachten ging ich auf Harry und Ron zu. „Kommt ihr kurz? Ich muss mit euch reden.“ Ohne einen weiteren Blick zurück verließen wir die Küche und setzten gerade den Fuß auf die Treppe, als die Haustüre sich öffnete und Remus, gestützt von Tonks die Eingangshalle betrat. Als diese mich entdeckte, färbten sich ihre Haare feuerrot und sie sah mich aus verengten Augen an.

„Wieso schockst du Remus einfach und lässt ihn liegen!? Wenn Todesser aufgetaucht wären…“ Ich unterbrach sie schnell, wollte nun mit Harry und Ron alleine sein. „Tonks! Also sorry Remus, aber du bist selbst Schuld wenn du mich von hinten so attackierst. Schön und gut wenn ihr Wachen draußen aufstellt, aber ihr sollten den Unterschied zwischen Feinden und Freunden erkennen. Dann kommt sowas auch nicht wieder vor.“ Wir ließen die beiden stehen und zogen uns in Harry und Ron’s Zimmer zurück. „Also Mine, was willst du mit uns besprechen?“ Fragte mich Ron, als wir uns auf die Betten setzten und die Türe mit Zaubern belegten. Nicht das uns jemand belauschen konnte. „Ich habe mir Gedanken über die noch übrigen Horkruxe gemacht. Dumbledore ist der Meinung es gäbe sieben. Die ersten drei haben wir erledigt. Das Problem ist, dass wir nicht wissen, was die restlichen Horkruxe für Gegenstände sind.

Es könnten zum Beispiel Dinge von Slytherin sein. Slytherin, dass Symbol der Schlange…“ Meine Gedanken drifteten ab. Schlangen, Parselmund, die Kammer des Schreckens. Vielleicht gab es einen Horkrux in der Kammer des Schreckens. Da wäre er sicher, niemand würde hinein kommen, außer einem Parselmund natürlich. Meine Gedanken wurden von Harrys Aufschrei unterbrochen. „Eine Schlange! Natürlich. Mine du bist genial!“ Ich kam überhaupt nicht mehr mit, antwortete aber. „Klar bin ich das. Aber deshalb weiß ich trotzdem nicht was du meinst.“ Er lachte. Ron sah so aus wie ich mich fühlte. Ahnungslos. Harry lachte wieder. „Versteht ihr nicht? Die Lösung ist so einfach. Voldemort ist ein Parselmund, und du hast Recht Hermine. Er ist durch und durch ein Slytherin. Die Schlange ist ein Zeichen Slytherins. Eine Schlange!! Voldemort besitzt eine Schlange. Nagini ist ein Horkrux. Eine normale Schlange würde doch nicht so lange bei ihm bleiben, auch wenn er es ihr befiehlt. Aber ein Teil von ihm ist in ihr, deshalb gehorcht sie ihm. Deshalb will er sie immer um sich haben. In ihr ist ein Teil seiner Seele.“

Nun hatten Ron und ich denselben Gesichtsausdruck. Unsere Münder klappten auf und unsere Augen wurden riesig. Ich schlug mir mit der Faust gegen die Stirn. „Verdammt, dass ich da nicht gleich drauf gekommen bin! Das ist so logisch, dass es stimmen muss. Und doch müssen wir in die Kammer des Schreckens.“ Als mir einfiel, dass sie nichts von meinem Gedankengang wissen konnten redete ich schnell weiter. „Ich habe gedacht, in der Kammer des Schreckens wäre ein Horkrux. Aber wir müssen so oder so hinein. Harry du hast mit dem Basiliskenzahn den Horkrux zerstört, wir brauchen die Zähne. Der Basilisk sollte ja noch unten sein.“ Wir lachten erleichtert darüber, dass wir einen weiteren Horkrux entdeckt, aber noch nicht zerstört hatten. Nun schaltete sich Ron ein. „Aber wie sollen wir an die Schlange ran kommen? Sie ist immer in der Nähe von Du-weißt-schon-wem.“ Darauf wusste ich eine Lösung. „Wir kommen nicht an sie heran. Für die Schlange müssen wir wohl warten, bis es eine Schlacht gibt. Jungs, ich bin mir ziemlich sicher, dass es eine endgültige Schlacht in Hogwarts geben wird. Dort sind alle, die ihm gefährlich werden könnten.Deshalb gebe ich den Schülern auch extra Verteidigungsunterricht.“

Ich zog zwei Ringe aus dem Beutel und reichte sie ihnen. „Wenn es zu einer Schlacht kommt, werde ich in meinen Ring die Koordinaten des Zufluchtsorts für die Schüler einbrennen. Das gleiche System wie bei den Galleonen von der DA. Die Schüler, die von mir so einen Ring bekommen haben, werden die kleineren dorthin apparieren. Der Ort ist schon Vorbereitet und mit Zaubern geschützt. Ihr müsst die Ringe ständig tragen, damit ihr Bescheid wisst, wenn ich die Schüler fortschicke.“ Harry betrachtete den Ring in seinen Händen. „Wo schickst du sie hin?“ Ich lachte. „Quidditch-Weltmeisterschaft.“ Beide nickten zufrieden. „Harry, wir sollten in die Kammer des Schreckens gehen.“ Er nickte zustimmend und wir gingen wieder die Treppe runter. Doch als wir die Türe öffneten und hinausgehen wollten, wurden wir von Molly aufgehalten, die aus der Küche stürmte. „Wo wollt ihr hin? Nein, Ron du bleibst da! Du wirst nicht einfach weg gehen!“ Sie schrie uns an und zerrte an Ron. Dieses Mal war Sirius Mutter unsere Rettung. Die Vorhänge rissen auseinander und sie fing an zu kreischen. Damit machte sie Molly alle Ehre und man konnte sich nicht entscheiden welche der Frauen schlimmer keifte. „RAUS AUS MEINEM HAUS!“ „RON, du bleibst gefällig hier!“

Doch während ein Tumult entstand, da Tonks, Remus, Arthur und die Zwillinge auftauchten, entwand sich Ron seiner Mutter und wir verließen Fluchtartig das Hauptquartier und ließen die Schreie der beiden Frauen hinter uns. Bevor sich die Türe öffnen konnte, apparierten wir vor das Schloss. Ich brach in Lachen aus. „Ron, deine Mutter sollte sich mit Sirius‘ Mom anfreunden. Die zwei wären wirklich beste Freundinnen.“ Ich legte meine Hand auf die Klinke und wurde herein gelassen, während wir alle weiterhin lachten. Als wir am Schloss angekommen waren, wurden wir wieder ernst. Gemeinsam durchquerten wir die Eingangshalle und gingen die Stufen zum dem Stock hoch, in dem sich Myrtes Klo befand. „Glaubt ihr, die maulende Myrte ist immer noch da drin?“ Ron schauderte, ich hingegen lachte. „Ich glaube es nicht nur, ich weiß es!“ Heute Morgen hatte ich während des Unterrichts zwei Mädchen über sie kichern hören, bevor ich ihre Lästereien über die ‘hässliche Klo-Myrte‘ stoppte. Und es bewies sich nun als wahr, denn sie „Maulte“ uns schon entgegen, als wir noch nicht mal alle im Klo waren. „Wer stört nun schon wieder meine Ruhe? Wollt ihr mich wieder beleidigen?“ Sie schwebte aus einer Toilettenkabine, ihre Miene hellte sich sofort auf als sie Harry sah, bevor sie wütend die Augen zu Schlitzen verengte und die Hände in die Hüften stemmte. „Harry Potter. Wieso kommst du her? Du hast es nie für nötig gehalten zu mir zu kommen, dabei hast du es mir VERSPROCHEN als du da runter gegangen bist.“

Sie zeigte auf die Waschbecken, bevor sie drohend auf Harry zu schwebte, der sichtlich verlegen war. „Ja weißt du Myrte. Ich war so beschäftigt, du weißt schon.“ Er wollte noch etwas sagen, doch er stoppte, als Myrte durch ihn durch raste. Harry zuckte sichtlich zusammen. Ich verkniff mir erfolglos ein Lachen und Ron mischte sich in das Gespräch ein. „Also Myrte jetzt reg dich ab! Harry hat schließlich eine Freundin und ist nicht an dir interessiert!“ Mit einem lauten Klatsch landete eine Rolle nasses Klopapier in Rons Gesicht. Myrte war in eine Klokabine geflohen und bombardierte uns nun mit Klopapierrollen, die sie erst in die Schüssel warf. Ich hingegen warf mich fast weg vor Lachen. Jede Klopapierrolle wurde mit einem Schlenker meines Zauberstabes umgelenkt, was mir die Jungs nun abgekuckt hatten. Ja ich machte mir sogar den Witz daraus, die Rollen wieder zurück zu Myrte fliegen zu lassen, die sie natürlich nicht trafen sondern durch sie durch flogen. Sie fand das jedoch überhaupt nicht komisch und warf uns alles entgegen was sie in die Finger bekam. Uns wurde es schließlich zu bunt und als Harry mit Parsel auf die Waschbecken einsprach, flüchteten wir fast in die Kammer des Schreckens.
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