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Hermines Entscheidung

von - Ela -
Kurzbeschreibung
GeschichteMystery, Fantasy / P12 / Gen
Albus Dumbledore Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley Rubeus Hagrid Severus Snape
16.04.2011
22.04.2012
20
40.446
 
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43 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
16.04.2011 1.385
 
Vielen Dank an meine neue Beta 22Verena1988 ! Die mir in diesem Kapitel sehr viel half und auch meine früheren Kapitel nach Fehlern durchforstet hat :)


Kapitel 15: Blutschutz

Ich konnte seine schlechte Laune schon fast spüren, als ich in seine privaten Räume trat. Wie gewohnt saß er in seinem Sessel am Kamin. Er hielt in seinen Händen ein Glas Wein und sah ins Feuer. Wortlos ging ich auf den anderen Sessel zu und nahm das zweite Glas Wein, dass schon auf dem Tischchen bereit stand. Ich wollte unsere Stille nicht brechen und sah auch ins Feuer, bis er anfing zu sprechen. „Du lebst ja noch!“ Ich war kurz davor die Augen zu verdrehen und beschloss ihm erst mal nichts von den Hufabdrücken zu erzählen, die meinen Körper schmückten. „Ja, ich habe ihnen gleich gesagt, dass ich nicht noch einmal von den Zentauren verletzt werde.“

Er musste ja nicht jedes Detail meiner Geschäfte mit ihnen wissen. Eigentlich ging es ihn nichts an, auch wenn er mich gerettet hatte. Um das Thema zu wechseln, fragte ich ihn. „Wann sollen wir mit der Verteidigung beginnen?“ Er überlegte. „Sonntagnachmittag scheint mir am besten.“ Zufrieden nickte ich, dass wäre morgen. „Was sollen wir als ersten unterrichten?“ Fragte er nun mich. Am einfachsten wäre es wohl, wenn wir die Grundverteidigung der Kinder stärkten. „Bei den jüngsten würde ich erst einmal die Grundverteidigung stärken und dann weiter mit einfachen Zaubern, vielleicht der Patronus. So können wir sie steigern. Die Rolle der Verteidigungsschüler, die die Kinder weg bringen werden, dass würde ich nur den ältesten Schülern anvertrauen.“ „Wie willst du den Schülern in einem Kampf den Ort sagen, ohne das es andere mitbekommen?“

Hier kam mir spontan die Idee mit den Galleonen in den Sinn, die ich auch schon bei der DA gebraucht hatte. „ Wir geben ihnen einen Ring.“ Fiel mir mein eigener ein. „ Wenn die Schule angegriffen wird. Graviere ich in meinen, die Koordinaten, oder den Platz. Die Ringe der Schüler werden heiß und sie wissen wohin sie müssen.“ Interessiert sah er mich an. „Du scheinst Erfahrung darin zu haben…“ Ich lachte. „Es ist die einfachste Methode sich mit anderen zu verständigen, oder ein Treffen zu vereinbaren.“ Ich entschied mich dazu, nun der Schutz für meine Eltern anzusprechen, dass war mir seht wichtig. „Wie kann ich meine Eltern vor einem Angriff der Todesser schützen?“ Jetzt da ich die Frage so formulierte, kam ich mir dumm vor, gerade einen Todesser nach dem Schutz meiner Eltern zu fragen, doch Snape überlegte. „ Ein Blutschutz wäre da vielleicht am einfachsten. Es würde sogar reichen, wenn du etwas Blut auf die Klinke der Türe gibst, deine Eltern würden trotzdem rein kommen, weil von beiden Blut in dir fließt.“ Ich lächelte. „Danke, dass hilft mir sehr!“ Er nickte einfach.

Doch meine Gedanken gingen schon weiter. Morgen würde der Unterricht für die kleinen beginnen, da hätte ich nicht viel zeit um den Schutz anzuwenden. Ich würde ihn jetzt durchführen, was hieß das es eine lange Nacht werden würde. An Snape gewand sagte ich, während ich mich von meinem Sessel erhob. „Ich werde den Blutschutz gleich anwenden. Wir sehen uns morgen bei dem Unterricht der kleinen.“ Erhob ich mich geschmeidig von meinem Sessel und stellte gleichzeitig das Glas auf den Tisch. Mit einem Nicken entließ er mich und ich machte mich in zügigem Tempo auf den Weg zum Tor der Schule. Schon einen Schritt hinter der Grenze apparierte ich zu dem Haus meiner Eltern. Doch nun zögerte ich und sah mich aufmerksam um.

Niemand war zu sehen aber ich wollte lieber kein Risiko eingehen und sprach leise die Formel, die mich unsichtbar machte. Schnell überquerte ich die Straße und stand nun vor der Haustüre. Mit einem Schneidefluch schnitt ich mir in meine Handfläche und ließ Etwas Blut auf die Klinke tropfen. Während ich den Spruch murmelte, nahm die Klinke der Türe das Blut auf und für einen kurzen Augenblick wurde das gesamte Haus von einem Blutrotem Netz abgedeckt und leuchtete auf. Als ich aufhörte die Formeln zu sprechen fiel das Netz in sich zusammen, doch der Schutz würde bestehen bleiben. Ab nun würden nur meine Eltern und ich selbst dieses Haus betreten können. Immer wenn jemand seine Hand auf die Klinke legte, fuhr eine winzige Nadel aus der Klinke und dem betreffenden wurde mit einem winzigen und fast nicht wahrnehmbaren Stich ein wenig Blut abgenommen. Wer nicht mit mir verwandt war, blieb hier draußen stehen, den weder der hier draußen, noch meine Eltern konnten dann die Türe öffnen. Das galt ebenso an den Fenstern und an der Hintertüre, die automatisch in den Zauber mit einbezogen wurden.

Das hatte natürlich auch einige Nachteile. Meine Eltern konnten keinen Besuch mehr empfangen, keine Freunde, außer den Verwandten. Aber es konnten keine Todesser hier hereinkommen, ebenso wie Muggediebe. Ich hoffte nur, meine Eltern würden den kleinen Stich wirklich nicht wahrnehmen. Mit einem einfachen Episkey verschwand der Schnitt in meiner Hand. Ein näher kommendes Auto ließ mich aufblicken und erstarren. Es war das Auto meiner Eltern. Als sie ausstiegen wich ich von der Türe zurück in den Vorgarten. Sie sahen gut aus. Das freute mich, denn das hieß das sie von dem Kampf in meiner Welt nichts mit bekamen und auch Julius Angriff auf unser Haus schienen sie nicht bemerkt zu haben. Als mein Vater die Hand auf die Klinke der Türe legte, hielt ich den Atem an, doch es schien ihm nichts aufzufallen, das ihm einwenig seines Blutes genommen wurde. Mit einem klicken öffnete sich die Türe und er trat ein. Bevor jedoch meine Mutter hinter ihm ins Haus treten konnte fiel die Tür vor ihrer Nase ins Schloss. „Jack? Was soll den das?“ Die Stimme von meinem Vater kam gedämpft von der anderen Seite der Türe. „Ich weiß nicht was hier los ist, Jane. Versuch es einfach noch mal.“ Es tat einfach mal wieder gut, die Stimmen meiner Eltern zu hören.

Nun legte meine Mutter ihre Hand auf die Klinke zuckte kurz zusammen, als die Nadel in ihre Hand stach, trat jedoch ein und schloss die Türe schnell hinter sich Ich trat wieder hervor und linste durch das Fenster. Meine Eltern hatten sich ihre Mäntel ausgezogen und saßen nun gemeinsam auf der Couch. Ich atmete tief ein, solche Abende hatten wir alle geliebt. An denen wir uns gemeinsam auf dem Sofa lümmeln konnten und einfach nur beisammen sein wollten. Nun waren da nur noch meine Mom und mein Dad. Ich war nicht mehr der große Teil ihres Lebens wie damals und sie hatten sich daran gewöhnt. Es würde niemandem schaden, wenn ich ihnen einen kurzen Besuch abstatten würde, nur um mit ihnen gemeinsam zusammen zu sitzen. Entschlossen ging ich auf die Türe zu und legte meine Hand auf die Klinke.

Doch als der Stich kam und die Türe sich öffnete konnte ich schon fast Snapes Stimme hören und mir kamen Zweifel, ob das das Richtige war. Wenn ich nun reinging wäre seine Stunde wegen Disziplin umsonst gewesen, ich hätte bewiesen, dass ich meine Gefühle nicht unter Kontrolle hatte und schwach wurde, sobald ich meine Eltern sah. Das wollte ich auf keinen Fall. Deshalb atmete ich erneut tief ein und zog die Türe leise wieder zu. Ohne mich nun noch einmal umzudrehen verließ ich das Grundstück meiner Eltern und apparierte. Als ich mich am Schloss wieder materialisierte ging mein Atem etwas schneller als er es hätte sein sollen, doch darüber sah ich hinweg. Jetzt kam auch Erleichterung in mir hoch, darüber das meine Eltern nun in ihrem Haus sicher waren. Ich musste keine Angst mehr haben unser Haus im nächsten Tagespropheten zu sehen, den ich morgen das erste Mal bekommen würde. Es war schon dunkel und mitten in der Nacht. Diesmal öffnete sich das Tor als ich meine Hand auf die Klinke legte. Jedes Mal wenn ich durch das Tor kommen wollte, würde ich wohl daran denken müssen. Trat ich nun lächelnd durch das Tor und machte mich still aber sichtbar auf den Weg in das Schloss. Meine Patrouille musste ich zum Glück nicht mehr machen, so hatte ich doch noch ein bisschen Schlaf. Da heute Samstag war, befanden sich noch ein paar Schüler im Gemeinschaftsraum der Gryffindors, die mich nur verwirrt anstarrten, weil ich so spät erst wieder kam. Doch ich beachtete sie nicht und ging in meinen Raum. Immer noch erleichtert darüber, dass meine Eltern in Sicherheit waren, schlief ich schnell ein.
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