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Hermines Entscheidung

von - Ela -
Kurzbeschreibung
GeschichteMystery, Fantasy / P12 / Gen
Albus Dumbledore Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley Rubeus Hagrid Severus Snape
16.04.2011
22.04.2012
20
40.446
 
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16.04.2011 2.244
 
Kapitel 13: Die Ansprache und die Umsetzung

Mein Morgen begann mit einem Aufstand. Ich wachte von Schreien auf, die aus dem Gemeinschaftsraum kamen. Das tat natürlich nichts für meine Laune, die sank. Mürrisch stand ich auf und zauberte mir ein Schwarzes Cocktail Kleid an. Heute würde ich nichts spektakuläres Anziehen. Wieso auch? Meine einzige Aufgabe bestand darin den Schülern zu verkünden dass sie zusätzlichen Verteidigungsunterricht bekommen würden. Aber nun stand ich im Türrahmen und sah auf das Geschehen unter mir. Mit gezücktem Zauberstab stand Julius vor den restlichen Griffindors mit dem Rücken zu mir. Er war es auch der hier herumschrie. War eigentlich klar gewesen und doch senkte das meine Laune noch mehr Richtung Null Punkt. Nun fing er wieder an die anderen anzuschreien. Bis jetzt hatte mich noch niemand bemerkt so lauschte ich gespannt was er von ihnen wollte.

„SIE will sich unser Haus unter die Hände reißen. Sie will uns demütigen!“ Ich erkannte ziemlich schnell um wen es sich hier handelte. Julius wollte wieder einen Angriff gegen mich starten. Ich überlegte noch was ich nun dagegen unternehmen sollte, als er weiter sprach. „Wollt ihr etwa, dass sie die Führung unseres Hauses übernimmt? Ein SCHLAMMBLUT!“ Viele holten erschrocken Luft, andere stimmten ein zustimmendes Gemurmel an. Ich lächelte leicht und fing an zu klatschen. Laut halten meine Schläge an den Wänden wieder. Ein Zusammenzucken ging durch die Reihen als die Menge ihre Blicke auf mich lenkte und Julius sich langsam umdrehte. Immer noch lächelnd stieg ich die Treppe herunter. „Sehr gut Julius. Wirklich du weißt wie man andere auf seine Seite ziehen kann. Ich wette die Hälfte hier würde sich auf deine Seite stellen und deinen Aufstand gegen mich unterstützen. Aber mit dem Wort Schlammblut hast du viele angeschreckt.“ Nun richtete ich mein Wort an alle. „ Ich kann euch versichern, dass ich euch euer Haus nicht wegnehmen werde. Da habe ich wirklich besseres zu tun. Ihr solltet wissen, dass ich hier bin um euch zu schützen. Es ist nicht ausgeschlossen dass die Schule bald angegriffen wird, da sollte man euch nichts schön reden. Ich bin wirklich nicht mehr sicher, ob ihr es überhaupt wert seid, dass ich für euch kämpfe. Für euer Überleben riskiere ich meins und ich bin mir nicht sicher ob ich das tun soll, wenn ihr mir so etwas Lächerliches unterstellt. Ihr solltet lieber mal über euch Nachdenken!“ Mein Blick kam wieder zu Julius und ich sah ihn verächtlich an.    

„ Und darüber, wie ihr versucht jemandem zu Schaden der auf der gleichen Seite steht wie ihr. Das Haus derer zu verunstalten, die nichts mit der Sache zu tun haben ist erbärmlich!“ Mit diesen Worten beendete ich meinen Vortrag drehte auf dem Absatz um und ging auf das Portrait zu. Gerade als ich aus dem Gemeinschaftraum gehen wollte hörte ich Julius Stimme hinter mir. „Woher sollen wir denn wissen, auf welcher Seite du bist?“ Ich atmete tief ein, wollte nicht die Kontrolle verlieren. Die Verlockung herumzuwirbeln und Julius einen Fluch entgegen zu schleudern war aber auch groß. „Weil ich euer Leben in der Hand habe. Wenn der Kampf beginnt werden wir alle wissen wer auf welcher Seite steht.“ Mit diesen Worten verließ ich den Gemeinschaftsraum und ging zur Großen Halle. Ich war ja so begeistert, jetzt würde meine Rede kommen. Ich könnte Dumbledore erwürgen! Mit schnellen Schritten betrat ich die Große Halle und ging zum Lehrertisch. Julius Auftritt hatte mich zuerst ziemlich genervt, doch als er mich fragte, auf welcher Seite ich sei, da hatte ich gestutzt. Hatte ich da Angst in seiner Stimme gehört? Es war verständlich, jeder hier hatte Angst, selbst Julius auch wenn er es sich nicht eingestehen wollte. Aber das Ausmaß war ihnen noch überhaupt nicht bewusst. Wenn sie erst mal sahen, was sie noch lernen konnten, würden sie sich Gedanken darüber machen, wie schutzlos sie gewesen waren, dass würde ihre Angst nur noch mehr steigern. Es war wichtig, dass ich die richtigen Schüler für die Schutzaufgabe auswählte, meine Wahl würde entscheidend sein, wie viel und wie schnell die Schüler hier weg kamen. Es musste aussortiert werden, welche Schüler eben zu viel Angst hatten um die anderen zu verteidigen. Die Begrüßung mit Albus fiel kühler aus als an früheren Morgen. Ich vergaß niemanden, der mich in irgendeiner weise gedemütigte, ausschloss oder mir schadete. „Bist du bereit?“ Ich nickte und Albus erhob sich und ging zu seinem Redepult. Nach und nach verstummten die Schüler. Was ich mit einem leichten Lächeln quittierte. Anscheinend hatten selbst die Schüler nicht genug Respekt und Achtung vor ihm um ihm sofort ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Als endlich Stille herrschte erhob Albus die Stimme.

„ Guten Morgen, Schülerinnen und Schüler. Heute haben wir eine besondere Ankündigung zu machen. Wie ihr wisst sind schwere Zeiten angebrochen und wir haben eine neue Methode gefunden, wie wir euch schützen können. Hermine wenn du nun übernehmen würdest?“ Ich stand auf, nickte auf meinem Weg zum Redepult Snape zu, der mir zurück nickte und übernahm Dumbledores Platz. Selbstbewusst stellte ich mich an das Redepult, das einzig kleine Problem, dass ich hatte war, dass ich das Redepult gerade mal mit dem Kinn erreichte. Das hielt mich jedoch nicht davon ab, die Halle zu überblicken. „Die Schule ist sehr gefährdet. Jeden Tag könnte es zu einem Angriff kommen, dass sollte euch bewusst sein. Gerade in dieser Zeit ist es wichtig, dass ihr zusammen haltet. In einem Kampf müsst ihr Seite an Seite mit euren ehemaligen Feinden kämpfen gegen ernsthafte Feinde, die euch ohne zu zögern töten würden.“ Ich lächelte. „Aber wir wollen ja nicht, dass es soweit kommt. Deshalb werdet ihr in Zukunft zusätzlich in Verteidigung unterrichtet. Wir werden euch in eure Klassenstufen einteilen um auf jeden von euch speziell einzugehen. Wenn es zu einem Angriff kommt werdet ihr fortgebracht. Wohin, dass wird nicht verraten, ihr wollt ja nicht, dass dort auch noch Todesser auftauchen. Jeder von euch wird an dem Unterricht teilnehmen! Ihr werdet euch anstrengen und ich dulde keine Spiele, Streiche oder undisziplinierte Schüler. Es geht hier um euer Leben und ihr solltet so langsam verstehen, wie ernst es ist. Professor Snape und Professor McGonagall, würden sie mir beim Unterricht helfen?“

Drehte ich mich nun zum Lehrertisch um und sah sie fragend an. Snape nickte und auch McGonagall nickte nach kurzem Zögern. Zufrieden drehte ich mich wieder um und beendete meinen Vortrag. „Die ersten Schüler die unterrichtet werden, sind die Erstklässer. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Wir alle hier.“ Streckte ich meine Arme aus um den Lehrertisch einzubeziehen. „riskieren unser Leben für eures. Und ich werde nicht dulden, dass ihr das ausnutzt!“ Mein Vortrag war zu Ende und ich ging wieder zu meinem Platz. Das Frühstück begann, auch wenn es stiller in der Halle war als sonst. Ich bemerkte viele Blicke auf mir, doch ich ignorierte sie vollkommen und antwortete Albus, als er fragte: „Was für einen Ort hast du dir ausgesucht Hermine?“ Ich sah ihn an und senkte meine Stimme. „Das Gebiet auf dem die Quidditchweltmeisterschaft statt gefunden hat. Es ist groß genug für die ganzen Schüler und niemand wird auf die Idee kommen, dass sie dort sind.“ Er nickte. „Ein guter Einfall. Dieses Gebiet sollte heute noch mit Zaubern belegt werden. Professor McGonagall hat heute keine Zeit, aber Severus würde mit dir dort hin gehen.“ Ich überlegte. Es war nicht gerade schlau einen Todesser zu dem Zufluchtsort der Schüler zu bringen. Spion hin oder her. Andererseits fand ich keinen Grund, dafür, dass Snape die Schüler verraten wollen würde. So nickte ich ihm nur zu und sah aus den Augenwinkeln wie Snape aufstand und aus der Halle ging. Schnell erhob ich mich ebenfalls und ging ihm hinterher. „Professor Snape?“

Mit wehendem Umhang drehte er sich zu mir um. „Was ist?!“ „Professor Dumbledore will das wir gemeinsam zum dem Gebiet apparieren, das ich für die Evakuierung der Schüler vorgesehen habe und es mit Schutzzaubern belegen, Sir.“ Wortlos nickte er und ging vor mir durch das Portal auf die Ländereien. Ich überlegte, ob ich sein Fehlen am gestrigen Abend erwähnen sollte, entschloss mich dann jedoch dafür zu schweigen und zu warten, bis er mich darauf ansprach. Gemeinsam kamen wir an das Tor und es öffnete sich auf einen Schwenk von Snapes Zauberstab. Im Gegensatz zum Betreten des Schlosses konnte man ohne Probleme herausgelangen. Vor dem Tor blieb er stehen. Und da ich nicht davon ausging, dass er mit mir Site-an-Site apparieren wollte, sagte ich ihm noch bevor ich aus den Ländereien ging unser Ziel. Ich kam vor ihm an dem ehemaligen Zeltplatz an. Er war rießig. Es hatte sich nicht viel verändert. Statt der Festgetrampelten Erde und dem kurzen Graß, wuchsen hier Wildblumen und das Graß ging mir bis zu den Knien. Wir waren auf dem Hügel angekommen von dem wir das ganze Gebiet überblicken konnten. Neben mir hatte sich Snape materialisiert und sah sich um. „Wo willst du die Schutzzauber einrichten?“ Überlegend sah ich mich um. Hier wäre der einfachste Platz, da die Schüler das Gebiet im Auge behalten konnten. „Hier.“ Er nickte und sah mich auffordernd an. Schmunzelnd begann ich den gesamten Hügel zu umgehen und murmelte währenddessen die Zauber die sie schützen würden. Muggelabweiszauber, Unsichtsbahrzauber, Unaufspürzauber,  Zauber, die sie wissen lassen würde, dass sie Besuch bekamen und von wem. Hinter mir hörte ich, wie Snape dieselbe Route abging und meine Zauber noch verstärkte. Das war mir nur Recht, so konnte mit Sicherheit niemand die Schüler finden. Fertig mit den Zaubern blieb ich stehen und wartete auf Snape. Heute war er nicht wirklich gesprächig, aber das machte mir nichts aus.

Als ich sah, dass er fertig war, apparierte ich wieder vor das Schloss. Snape war schon da und ging auf das Tor zu, gerade wollte er seine Hand auf die Klinke legen, verharrte aber noch in der Luft und drehte sich mit einem minimalen heben der Mundwinkel zu mir um. „ Ich lasse dir den Vortritt, Hermine.“ Das er auch noch darauf Rumreiten musste, dass Albus mich gestern ausgesperrt hatte. Aber so lächelte ich ihn an, trat an ihm vorbei und legte meine Hand auf die Klinke, die auch gleich aufschwang. Ohne mich noch einmal umzudrehen ging ich langsam den Weg wieder hoch zur Schule und entschloss mich nun doch auf das verpasste Treffen zu sprechen zu kommen. Snape hatte mich mit ein paar Schritten eingeholt und ging nun neben mir her. „ Sie haben unser gestriges Treffen verpasst, Sir.“ Er sprach ohne anzuhalten. „Ich weiß.“ Nichts, keine Erklärung wo er war, er sagte einfach nur ´Ich weiß`. Aber so würde er mir nicht davon kommen. „Und dürfte ich erfahren wieso sie zu dem ausgemachten Treffen nicht erschienen, Sir?“ Ich erwartete schon fast, dass er einfach nicht antworten würde doch ich täuschte mich. „Ich denke nicht dass dich das etwas angeht!“ Ich schluckte. Das er mich so anfahren würde hatte ich nicht erwartet, doch es hielt mich nicht davon ab weiter nach zu harken. „Ich stand vor leeren Räumen und wusste nicht wo sie sind! Wenn sie bei Du-weißt-schon-wem waren, dann ist das…kein Problem.“

Ich war nicht so dumm Voldemort in Snapes Anwesenheit mit seinem Namen anzusprechen. Das hätte wahrscheinlich zu einer vollkommenen Eskalation geführt und ich hätte nie erfahren wo er gewesen war. Jetzt schon spürte ich, dass er zögerte. „Wenn du es wirklich wissen willst, ja ich war beim Dunklen Lord.“ Wir waren am Schulportal angelangt. Doch wir gingen noch gemeinsam rein. Erst hier trennten wir uns, da ich noch kurz zu Albus wollte um ihm den Erfolg unserer Mission mitzuteilen. Doch gerade als ich die Treppen hinaufsteigen wollte hielt mich Snape zurück. „Kommen sie heute Abend in mein Büro.“ Ich nickte und ich weiter die Treppe hoch. Außerhalb seiner Reichweite aber immer noch in Hörweite drehte ich mich um und sagte. „Wenn sie mich heute wieder versetzen, lassen sie mir wenigstens eine Nachricht zukommen.“ Ich lächelte, drehte mich um und stieg weiter die Treppe hinauf. Unter mir hörte ich Snape grummeln. Am Wasserspeier angekommen wusste ich natürlich das Passwort nicht. Doch das machte nichts, da ich Dumbledore mir gerade entgegen kam. „Ich wollte nur sagen, dass wir die
Schutzzauber über das Gebiet gelegt haben.“ Er lächelte und nickte. „Gute Arbeit. Ich werde heute noch hingehen und die Zauber verstärken.“ Wenn ich mir einen Gesichtsausdruck erlaubt hätte, dann hätte ich Albus wohl verächtlich angesehen. Das er unseren Zaubern wohl nicht vertraute war erbärmlich. Andererseits ging es hier um die Schüler, sie konnten gar nicht gut genug geschützt sein. So nickte ich nur und verabschiedete mich. „Ich sehe du willst aufbrechen. Bis Morgen Albus.“

Ohne auf seine Antwort zu warten drehte ich mich um und ging Richtung Gemeinschaftsraum. Stille begrüßte mich dort. Doch dieses Mal war es eine fast Respektvolle Stille und selbst Julius schien verstanden zu haben, dass ich auf der gleichen Seite stand wie er. Viele Schüler hatten einen Tagespropheten und studierten ihn aufgeregt. Mit einem Nicken für die Runde ging ich die Treppe hoch zu meinem Raum. Entschied mich dann jedoch anders, drehte um und ging wieder aus dem Raum. Als ich eine Eule abgeschickt hatte, die zum Tagespropheten fliegen würde mit meinem Auftrag ihn zu abbonieren. Vielleicht konnte ich so wenigstens was neues Erfahren. Ich könnte natürlich auch eine Wahrsagerin fragen. Auch wenn ich Professors Trawenlys Urteil nicht glaubte. Aber ich könnte Firenze fragen. Dann könnte ich mich auch gleich davon überzeugen, dass es ihm gut geht und er gut behandelt wird. Entschlossen zauberte ich mir einen Umhang an und machte mich mal wieder auf den Weg in den verbotenen Wald um mit meinen Lieblingspferden zu sprechen.
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