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Hermines Entscheidung

von - Ela -
Kurzbeschreibung
GeschichteMystery, Fantasy / P12 / Gen
Albus Dumbledore Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley Rubeus Hagrid Severus Snape
16.04.2011
22.04.2012
20
40.446
 
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16.04.2011 1.730
 
Kapitel 12: Ein erfreuliches Gespräch


So ging ich erst mal in den Gemeinschaftsraum, setzte mich in einen Sessel und holte meine verkleinerten Bücher raus. Zuerst jedoch verzauberte ich die Einbände so dass sie wie gewöhnliche Bücher der Magie aussahen, es mussten ja nicht gleich alle wissen, dass ich Horkruxe suche. In allen Büchern stand das gleiche.

Im Allgemeinen ist es sehr gefährlich einen Horkrux herzustellen. Die Seele wird dabei gespalten und man fängt ein Stück mit einem Gegenstand ein. Die Seele lebt dort ohne einen Körper weiter. Das Problem dabei ist jedoch, dass der Horkrux ohne das Wissen des Besitzers zerstört werden kann. Je öfter die Seele gespaltet wird, desto schwächer werden die einzelnen Teile. Relativ gefahrlos kann man die Seele ein bis zweimal spalten. Die Seele wird bei einem Mord gespalten. Der Gegenstand, indem man seine Seele aufbewahrt ist meistens ein persönlich wichtiger Gegenstand. Selten werden auch Tiere genutzt, weil die jedoch einen eigenen Willen haben ist das nicht zu empfehlen.


Ich grübelte. War Voldemort so jemand, der Wert auf persönliche Gegenstände legte? Ja, dass Tagebuch war persönlich gewesen. Doch das Medaillon und der Ring waren Zeichen von Slytherin. Es könnten also weitere persönliche Dinge sein, oder aber es waren weitere Gegenstände, die vom Haus Slytherin kamen. Beides würde zu Voldemort passen. Ein Klopfen an einem Fenster unterbrach meinen Gedankengang. Irgendein Griffindor öffnete es. Es flog eine gewöhnliche Schuleule herein und steuerte direkt auf mich zu. Mal wieder war ich im Mittelpunkt und jeder sah mir dabei zu, wie ich der Eule die kleine Pergamentrolle abnahm. Sofort flog die Eule wieder raus und ich widmete mich meiner Post. Als ich die Rolle aufrollte und die Unterschrift am Ende des Briefes oder eher der Aufforderung sah, begann ich widerstrebend zu lesen.

Der Brief war von Dumbledore und er forderte mich auf, sofort in seinem Büro zu erscheinen. Na toll. Aber na ja, ich wollte ja nicht so sein. So erhob ich mich mit einem Seufzer, brachte meine Bücher in mein Zimmer und verließ den Gemeinschaftsraum, ließ die Schüler hinter mir. Am Wasserspeier angekommen war ich erstaunt, dass er offen war. Betrat aber ohne zu Zögern die Treppe und ließ mich von ihr nach oben tragen. Oben angekommen klopfte ich brav an die Tür. Heute hatten wir genug gestritten und für mein neues Vorhaben brauchte ich ihn. Und ohne ein Entgegenkommen kam auch keine Reaktion. Auf sein „Herein“ betrat ich sein Büro und setzte mich auf einen Stuhl am Schreibtisch. Mit gefalteten Händen saß er in seinem wuchtigen Stuhl und fixierte mich aus seinen blauen Augen hinter seiner Halbmondbrille. „Du wolltest mich sprechen.“ Mein Ton war kühl, ich war immer noch Sauer auf ihn, niemand ließ mich einfach so vor dem Tor stehen. „Ja Hermine, ich wollte dich sprechen. Ich denke wir müssen miteinander über heute sprechen. Dein Verhalten mir gegenüber in der großen Halle ist nicht zu akzeptieren, so lasse ich mich nicht in meiner Schule behandeln.“ Wenigstens schrie er mich nicht an. Das war doch schon mal ein Fortschritt wie wir uns gegenseitig behandeln. „Ja, wahrscheinlich habe ich übertrieben. Ich mag es nur nicht, wenn man sich in meine Angelegenheiten einmischt. Die Zentauren sind nicht dein Eigentum Albus, sie gehören dir nicht. Du bestätigst ihre schlechte Meinung über Zauberer! Du kannst mir nicht verbieten mit ihnen zu verhandeln und ich hoffe du hast meinen Ratschlag nicht missachtet und bist in den Wald gegangen?!“ Sein Blick verhärtete sich kaum merklich. „ Das ist auch noch ein Punkt. Niemand wird meine Schüler hier bedrohen! Auch wenn ich dich eingeladen habe hier zu wohnen, dass gibt dir nicht das Recht hinter meinem Rücken zu verhandeln und zu bedrohen.“ „Da haben wir verschiedene Ansichten, was ich privat mache geht dich nichts an, Albus! Ich frage dich auch nicht über deine Vergangenheit aus. Aber ich werde es nicht akzeptieren, dass du mich vor der Schule stehen lässt!“

Nachdem ich seine Vergangenheit angesprochen hatte, versuchte er mich mit seinen Blicken zu erdolchen. Da hatte ich wohl einen wunden Punkt getroffen. Das war interessant, da würde ich nachforschen. Beinahe trotzig betrachtete er seine Hände. „ Ich hatte keine Zeit…“ Mit einer Handbewegung unterbrach ich seinen Versuch sich zu recht fertigen. „Nein Albus. Ich möchte nicht wissen was du wichtiges zu tun hattest um mir nicht zu öffnen. Sollte es noch einmal vorkommen werde ich nicht wieder zurück kommen, dass sollte dir bewusst sein. Ich werde mich von dir nicht rum kommandieren lassen!“ Wut glitzerte in seinen Augen, doch er erwiderte nichts darauf und kam ich auf mein Anliegen zu sprechen. Umsonst sollte unsere fast Versöhnung ja nicht gewesen sein. „Nun zu einem anderen Thema. Ich nehme an Professor Snape hat dich über meinen Wunsch informiert?“ Mit einem Blinzeln verschwand die Wut und er nahm einen normalen Gesichtsausdruck an. „Darüber, dass du die Schüler ausbilden willst? Ja das hat er und ich weiß nicht wirklich was ich davon halten soll.“ Ich nickte. „ Ja. Ich möchte, dass die Schüler vorbereitet sind, wenn es zu einer Schlacht kommt.“ Er warf mir einen überlegenden Blick zu. „Die Schüler sind in der Verteidigungstechnik eigentlich bestens geschult. Wenn man sie darin noch unterstützt, würde das ein größeres Risiko bedeuten, dass sich die Schüler eher in die Schlacht werfen um mit zu kämpfen, als sich in Sicherheit zu bringen.“ Das hatte ich noch nicht in Betracht gezogen.

„ Das wäre ein Risiko ja. Aber ich kenne die Schüler jetzt durch den Verteidigungsunterricht und meine Einschätzung dazu ist, dass sie sich jetzt vielleicht groß machen, wenn es zu einer Schlacht kommt, werden sie jedoch so schnell wie möglich dort weg wollen. Weiterhin könnten wir einige größere Schüler darauf trainieren dass sie die kleineren Schüler schützen und sie weg bringen. Albus komm mir auch einmal entgegen, wenn ich schon auf dich zu komme und dass mit dir bespreche. Es geht mir um das Überleben der Schüler, sie müssen leben wenn wir diesen Krieg gewinnen wollen. Wenn diese Schule weiter bestehen soll dann müssen die Schüler sich verteidigen können und zwar richtig!“ Der Zweifel den ich zuvor in seinen Augen gesehen habe erlosch und ich jubelte innerlich. Mein Gesichtsausdruck blieb natürlich vollkommen ausdruckslos. „Ja, vielleicht hast du wirklich Recht. Ein Versuch wäre es jedenfalls wert. Ich möchte dass du das alles organisierst und den Schülern morgen selbst verkündest. Wir müssten auch noch die Frage klären, wo die Schüler hin sollen, wenn die Todesser die Schule belagern sollten.“ Das war so was von klar gewesen, dass er mir die Einverständnis gab, alle Aufgaben mir zuschrieb und am Ende wahrscheinlich noch die Lorbeeren für mich einheimste. Aber das würde ich verhindern. Meine Abneigung gegen Albus wuchs von Wort zu Wort. Ihm zeigte ich ein freundliches und scheinbar offenes Lächeln. „Danke Albus. Wenn du mich jetzt bitte…-“ Bevor ich mich jedoch entschuldigen konnte wurde ich von einem Klopfen an der Scheibe unterbrochen. Mit einer kurzen Bewegung seines Zauberstabs öffnete Albus das Fenster und zum zweiten Mal an diesem Abend flog eine Eule auf mich zu. Dieses Mal handelte es sich aber um eine edle, pechschwarze Eule die elegant auf meinem Arm landete.  Mit einem etwas genervten Seufzer band ich dem schönen Tier den Brief vom Bein und entließ sie mit einem kurzen Streicheln über den Kopf. Langsam und mir Albus Neugierigen Blicken bewusst öffnete ich den Brief und begann zu lesen. Der Brief oder eher, wieder eine Aufforderung war von Snape. Dieses Mal ging ich doch weit aus lieber darauf ein, als bei Albus. Ich sollte mich sofort bei ihm einfinden. Ob die sich absprechen, wie sie ihre Aufforderungen formulieren? Immerhin glichen sich beide bis auf die Unterschrift. Nun erhob ich mich endgültig. „ Es tut mir leid Albus, aber ich habe noch einen Termin. Bis Morgen.“ Mit einem Blick der keine Fragen zuließ verließ ich sein Büro und machte mich auf den Weg zu Snapes Büro.

Natürlich wollte Dumbledore wissen, was für einen Termin ich hatte. Doch ich genoss es ihn ja geradezu zu provozieren. Meine nicht wirklich vorhandenen Grenzen an ihm auszutesten. Ohne zu Klopfen betrat ich Snapes Büro um gleich weiter durch die Türe in seine Privaten Räume zu gehen. Mein Blick glitt zu den Sesseln und ich erwartete dort Snape sitzen zu sehen doch er war nicht da! „Professor Snape?“ Niemand antwortete mir und Snape erschien nicht. Ich spielte mit dem Gedanken in einen Sessel zu sitzen und auf ihn zu warten doch ich entschied mich Letzt endlich dagegen. Ich würde es auch nicht gerade gut finden, wenn jemand in meinen Räumen sitzen würde wenn ich käme auch wenn ich ihn eingeladen hätte. So verließ ich seine Räume und schließlich sein Büro und begab mich in den Gemeinschaftsraum. Grübelnd ließ ich mich in einen freien Sessel am Kamin nieder und blendete die Gespräche der anderen aus. Ich sollte morgen also eine Rede vor den Schülern halten. Gleichzeitig musste ich mir auch noch Lehrer überlegen, die meine Stunden überwachen würden. Professor Snape natürlich und weiterhin vielleicht Professor McGonnagall, auch wenn ich sie nicht mochte, aber sie würde für Ordnung sorgen. Alle Schüler gleichzeitig zu unterrichten wäre dann auch zu viel. Man würde sie in den unterschiedlichen Jahrgängen unterrichten so wären sie alle auf dem gleichen Stand.  Wer die speziellen „Verteidigungsschüler“ sein sollten, dass entschied ich und die Lehrer nach Können und in Frage kamen sowieso nur die älteren Schüler. Zur nächsten Frage, wo sollten sie alle hin, wenn Todesser kamen. Die Heulende Hütte? Nein, dass war zu Nah am geschehen. Wo konnte man auch hunderte Schüler hinschicken? In ein Gebäude dass kam nicht in Frage. Also auf ein großes Gelände. Am liebsten würde ich sie einfach in die Quidditcharena stecken…- Quidditch. Das war es! Die Schüler würden auf das Gelände apparieren, auf dem die Quidditchweltmeisterschaft stattgefunden hatte. Niemand würde sie dort vermuten und das Gelände war groß genug für die vielen Schüler. Davor musste das Gelände natürlich noch mit Zaubern geschützt werden. Das war die perfekte Lösung! Also McGonnagall und Snape würden mir mit dem Unterrichten helfen. Was ich unterrichten würde das würde ich mir später überlegen. Es wurde in Jahrgängen unterrichtet werden und der Zufluchtsort bei einem Krieg wäre auch organisiert. Somit hätte ich nur noch eine Frage. Wo war Snape? Wieso bestellte er mich erst zu sich und kam dann doch nicht? Mit diesen Fragen machte ich mich auf den Weg in mein Zimmer. Bevor ich einschlief nahm ich mir vor Snape nach heute zu fragen. Und die Sicherheit meiner Eltern würde ich auch noch ansprechen.
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