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Hermines Entscheidung

von - Ela -
Kurzbeschreibung
GeschichteMystery, Fantasy / P12 / Gen
Albus Dumbledore Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley Rubeus Hagrid Severus Snape
16.04.2011
22.04.2012
20
40.446
 
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16.04.2011 2.046
 
Alle Personen gehören Joanne K. Rowling. Ich habe sie mir nur ausgeliehen um eine andere Geschichte mit ihnen zu schreiben. Ich verdiene hiermit kein Geld.

Prolog:

Harrys, Rons und Hermines Schulzeit ist zu Ende und Voldemort an der Spitze seiner Macht. Die Prophezeiung ist zerstört und Harrys Vertrauen in Dumbledore erschüttert. Als Hermine ihr können und ihren unbrechbaren Mut auf einer Hochzeit unter Beweis stellt, trifft Dumbledore einen Entschluss, doch die Entscheidung liegt bei Hermine. Für was wird sie sich entscheiden? Für Harry, oder für Dumbledores verlockenden Vorschlag? Egal für was sie sich entscheidet, von ihrem Entschluss hängen viele Leben ab. Doch wird Harry die Schlacht gegen Voldemort gewinnen? Dies steht in den Sternen, doch diese zu lesen, liegt in einer anderen Macht, die uns nicht zuteil geworden ist.

Kapitel 1:Die Hochzeit

Mein Gesicht schmerzte, von meinem seit Stunden aufgesetzten lächeln. Seit dem Anfang der Feier, saß ich hier, in einer dunklen Ecke und beobachtete das Treiben der anderen. Der Bräutigam schwang seine, in einem wunderschönen weißen Kleid, dass die halbe Tanzfläche einzunehmen schien, steckende Braut über das Parkett. Viele ältere Paare tanzten einen langsamen Walzer, selbst Jugendliche, die in meist kindlichen Kleidern steckten tanzten ausgelassen. Niemand von ihnen hatte eine Ahnung,  was ich war. Wahrscheinlich war es besser für sie. Keiner sah mich, so vertieft waren sie in ihre Tanzkünste, die bei weitem nicht so gut waren, wie meine. Wieso musste Dumbledore mich auch ausgerechnet auf diese Hochzeit schicken?

Gelangweilt spielte ich mit dem Saum meines roten Kleides. Es war die Hochzeit von George und Eileen Granger. Ja, richtig sie sind mit mir verwandt, George war mein Onkel, der Bruder meines Vaters. Dumbledore hatte Angst, dass Voldemort – Ja, ich traute mich, ihn bei seinem Namen zu nennen - irgendeinen Anschlag auf meine Familie vorhatte, weil er denken könnte, so an Informationen von mir, oder Harry zu kommen. Deshalb plagte ich mich hier herum, jederzeit bereit, meinen nicht registrierten Zauberstab aus meiner Tasche zu ziehen und einen Patronus hervorzuzaubern oder mich und die anderen zu verteidigen. Ja, ich hatte zwei Zauberstäbe, meinen Schulzauberstab und einen anderen. In diesen Zeiten musste man für alles gewappnet sein, also hatte ich mir von Olivander einen 2. geben lassen. Da er viel mächtiger, als mein Schulzauberstab war, mochte ich ihn mehr, als meinen alten.

Harry und Ron, wollten mit mir mit, doch ich konnte sie gerade noch davon abhalten. Zwei tölpelhafte Jungs, die das halbe Buffet leer aßen, dass hatte mir gerade noch gefehlt. Deshalb überredete ich Dumbledore mich alleine gehen zu lassen und ihm, sobald etwas geschah einen Patronus zu schicken. Auch wenn ich den Anschein machte, mich zu langweiligen, waren meine Sinne bis aufs äußerste geschärft. Ich traute dem fröhlichen Frieden nicht und begutachtete jede Veränderung, die auf einen Angriff hinweisen könnte. Doch als immer noch nichts geschah, stand ich von meinem Aussichtsplatz auf und ging mit schnellen Schritten Richtung Toilette. Als ich mein Spiegelbild in einem großen Spiegel über dem Waschbecken sah, musste ich lächeln. Ich war nicht mehr das kleine Streberhafte Mädchen, oh nein, ich war zu einer schönen und klugen Frau herangewachsen. Mein Kastanienbraunes leicht lockiges Haar fiel mir offen über die Schultern und das dezent gehaltene Make-up machte mein Gesicht perfekt. Auf diese, nicht sehr sauberen Toiletten, würde ich bestimmt nicht gehen.

So änderte ich meine Meinung und trat, wieder mit meinem gespieltem lächeln in den weitläufigen und mit großen Fenstern ausgestatteten Hochzeitssaal. Schlagartig wurde ich von meiner schreienden Verwandtschaft empfangen. Panikartig rannte jeder in eine andere Richtung um zu entkommen und mir wurde bewusst, was geschehen sein musste, während ich auf der Toilette gewesen war. Todesser griffen meine Familie an! Doch ich blieb ruhig. Zog meinen geliebten Zauberstab heraus, dachte an den Brief, von Hogwarts, den ich mit 12 Jahren bekam und ließ das Glücksgefühl durch meine Adern fließen. „Expecto Patronum! “ Auf meinen treuen Otter war Verlass, schnell schickte ich ihn zu Dumbledore. Doch ich wollte nicht warten, bis Verstärkung kam, ich konnte nicht warten! So rannte ich, mit gezücktem Zauberstab durch die Halle, einen Zauber nach dem anderen abfeuernd. Mein Ziel war Eileen, die gleich von 2 Zauberern belagert wurde.

Dem einen schickte ich einen Schockzauber in den Rücken. Bei dem anderen war es ein bisschen Komplizierter, da er sich zu mir umdrehte. Als ein hysterisches Lachen hinter der Todessermaske hervor klang, wusste ich, mit wem ich es zu tun hatte. Mit niemandem anderen als Bellatrix Lestrange. „ Ohh, wenn haben wir denn da? Die süße kleine Freundin, des großen Harry Potters. Es ist gefährlich, hier ganz allein!“ Kalt sah ich ihr in die Augen, fest meinen Zauberstab in der Hand.

„Na Bellatrix, raus aus Askaban? Hat sich Voldemort endlich erbarmt, dich aus deinem dreckigem Loch zu holen?“ Erstaun riss sie die Augen auf. „Wie kannst du es wagen!? Du dreckiges kleines Schlammblut!“ Lächelnd sah ich ihr in die Augen. „Hast du etwa Angst, ihn beim Namen zu nennen?“ Wütend schleuderte sie mir einen Fluch entgegen, dem ich locker auswich. „Hermine? Was geschieht hier?“ Schockiert sah mich meine völlig verängstigte Tante an. „Es wird wieder alles gut werden.“ Während ich sie mit einem Lächeln beruhigen wollte, umkreisten Bellatrix und ich uns, wie 2 Löwen. Vor meiner Tante blieb ich stehen, um sie vor den Flüchen, die Bellatrix mir an den Hals warf zu schützen. „Hermine, ich habe Angst.“ Für nur einen Moment, war ich von Eileen abgelenkt, das war genug für Bellatrix um mir einen Crucio entgegen zu schleudern.

Es war, als würde ich von innen heraus verbrennen, höllische Schmerzen breiteten sich in meinem ganzen Körper aus. Ich fiel mit verkrümmter Haltung auf den Boden, mein Körper zuckte vor Qual. Doch, auch wenn ich vor Folterschmerzen fast verging, ich schrie nicht. Diese Genugtuung wollte ich Bellatrix nicht geben, so biss ich mir meine Lippe blutig, um nicht zu schreien. „Na Schlammblut? Noch nicht genug? Ahh, ich liebe es mit dir zu spielen, komm wehr dich doch!“ Für einen kurzen Moment, löste sie den Fluch von mir, doch das reichte mir, um meine Kräfte zu sammeln um ihr einen Stupor entgegen zu schießen. Ihr Erstaunen spiegelte sich für einen kurzen Moment in ihren Augen, bevor sie geschockt nach hinten fiel. Tief durchatmend blieb ich liegen, doch dann fiel mir meine ängstliche Tante wieder ein und ich kämpfte mich wieder auf die Füße. „Eileen, hör mir zu. Ich werde dich beschützen, dir wird nichts passieren, hörst du?“ Wortlos nickte sie.

Immer noch mit schmerzendem Körper drehte ich mich um, damit ich die Geschehnisse in der zerstörten Halle überblicken konnte. Erleichterung machte sich in mir breit. Dumbledore war da und kämpfte mit den restlichen Todessern, die noch nicht geflohen waren. Meine Position nicht verlassend, um mein Versprechen nicht zu brechen, schickte ich Schockzauber, auf jeden, den ich sah. Ein Todesser nach dem anderen ging zu Boden, bis nur noch, Dumbledore, Eileen, ein paar andere Muggel und ich übrig blieben. Meine letzten Kräfte zusammen nehmend drehte ich mich schwankend zu Eileen um, um ihr auf die Beine zu helfen. Mich aus seinen klar blauen Augen ansehend eilte Dumbledore zu mir, um mich an meinem Ellenbogen haltend, zu stützen. „Miss Granger, wir werden jetzt apparieren, das Ministerium ist informiert und wird sich hierum kümmern, sie kommen jeden Moment!“
Doch ich schüttelte den Kopf. „Seien sie vernünftig, wir müssen sie hier wegbringen, sehen sie, die Auroren kommen gerade!“ Ohne auf meine Zustimmung zu warten, apparierte er uns nach Hogwarts, direkt in sein Büro. Aber darüber machte ich mir jetzt keine Gedanken, ich hatte verdammte Schmerzen. Vorsichtig ließ ich mich in einem Sessel auf der einen Seite des Schreibtisches niedersinken, Professor Dumbledore, saß auf der anderen.

„Miss Granger, was kann ich ihnen anbieten, eine heiße Schokolade?“ Ich befeuchtete meine Lippen, um ihm antworten zu können. „ Chrm, ich hätte jetzt lieber einen Feuerwhisky Sir.!“ Mit einem verwirrten Lächeln, schwang er seinen Stab und vor mir erschien ein Glas, mit der erwünschten Flüssigkeit. Schnell und mit einem Schluck, trank ich das Glas leer und genoss das brennen in meinem Hals. Doch auch der Geschmack von meinem Blut, mischte sich unter das Getränk.  „Können sie mir erzählen, was geschehen ist? Ich bekam nur ihren, überaus niedlichen Otter, der mich um Hilfe bat.“ Ich nickte.

„Als ich auf der Hochzeit war, geschah erst mal, rein gar nichts. Als ich für einen kurzen Augenblick auf der Toilette verschwand, mussten sie gekommen sein. Denn als ich wieder heraus kam, waren alle in Panik. Nach dem ich ihnen meinen Otter geschickt hatte schockte ich ein paar Todesser und traf, bei meiner völlig verängstigten Tante, Bellatrix Lestrange an. Wir begannen zu duellieren. Meine Tante muss einen ziemlichen Schock bekommen haben, als ich, von einem Crucio getroffen auf den Boden sank.  Aber als Bellatrix, von ihrem Versuch mich zu quälen, ganz beflügelt, den Fluch von mir löste, reichte mir das um meine Kräfte zu sammel und sie zu schocken.“ Dumbledore nickte.

„ Miss Granger, ich muss sie wirklich loben, sie haben einen äußerst kühlen Kopf bewahrt. Sehr gut!“ Er richtete seinen Zauberstab auf mein Gesicht und sprach einen Episkey. Die Wunden meiner Lippen schlossen sich. Dankbar nickte ich ihm zu. „ Sie haben äußersten Mut bewiesen. Nicht viele würden es schaffen, noch mit so einer stolzen Haltung, mir gegenüber zu sitzen. Oder gar, die Disziplin aufbringen, bei einem Crucio nicht zu schreien.“ „Professor, was hätte es mir gebracht zu schreien? Außer, dass Bellatrix weiter gemacht hätte. Aber ich frage mich, wieso Voldemort nicht dabei war, Sir. Immerhin bestand die Chance, Harry dort auch anzutreffen.“

Erstaunt sah er mich an. „ Gut überlegt Miss Granger, aber die Todesser haben den Befehl, Mr. Potter zu ihm zu bringen, lebend versteht sich. Voldemort lässt keine Fehler zu. Ich habe großen Respekt vor ihnen, wie sie heute gehandelt haben, sie scheinen keine Angst, vor Voldemort zu haben, oder?“ Lächelnd schüttelte ich den Kopf. „Sir, ich habe mehr Folter ertragen müssen, als sie wissen können. Was sollte er mir antun? Mich töten? Ich werde alles Erdenkliche tun, um zuvor so viel wie möglich, von seiner Sippschaft mitzunehmen. Wieso sollte ich Angst, vor seinem Namen haben, er hat es nicht verdient, dass ich ihm so viel Respekt erweise, ihn nicht bei seinem Namen zu nennen.“ Er nickte. „Ich denke, es ist zu spät, um sie nach Hause zu entlassen. Sie können die Nacht hier verbringen, wie wäre es mit dem Griffindor Turm?“ Ich nickte lächelnd. „Danke Professor. Gute Nacht Sir.“ Wir erhoben uns aus unseren Sesseln und gaben uns die Hand. „Kommen sie bitte Morgen, bevor sie gehen, nochmal in mein Büro. Gute Nacht, Miss Granger.“

Der Weg zum Griffindor Turm war lang und beschwerlich. Ich nahm keine Abkürzungen, zu denken war ich nicht mehr in der Lage. Ich wollte einfach nur noch ins Bett und meine Schmerzen auskurieren. Endlich vor dem Portrait der fetten Dame angekommen, viel mir siedendheiß ein, dass ich das Passwort nicht wusste. Was nun? Auf mein Anklopfen wurde nicht geantwortet. Aber ich konnte die Nacht ja nicht hier im Flur verbringen. Also ging ich durch die Gänge zu Mrs. McGonagall. Vor ihren Räumen angekommen, klopfte ich und wartete, bis sie mir, in ihrem Morgenmantel öffnete. Verschlafen rieb sie sich über die Augen. „ Miss Granger, was machen sie denn hier? Was ist passiert, wie sehen sie denn überhaupt aus?!“ Ich muss wohl einen ziemlich erschreckenden Eindruck gemacht haben, vielleicht war mein Kleid verrutscht. „Mrs. McGonagall, ich war im Auftrag von Professor Dumbledore unterwegs, da es sehr spät ist, bot er mir an, im Griffindor Turm zu übernachten. Aber ich weiß das Passwort nicht.“ Etwas verplant ah sie mich an.
„Äm ja, natürlich. Ich bin nur etwas überrascht sie hier…und dann auch noch um diese Zeit… Das Passwort ist »Frieden für Dumbledore«“ Sehr einfallsreich, muss man schon sagen. Mit einem Lächeln bedankte ich mich bei ihr. „Vielen dank Mrs. McGonagall. Ich wünsche ihnen eine gute Nacht.“ Verwirrt schüttelte sie den Kopf. „Gute Nacht Miss Granger, es ist sehr schön, sie hier zu wissen.“ Gedankenverloren ging ich den Gang zurück zum Portrait. „ Frieden für Dumbledore!“ Mürrisch klappte die Fette Dame nach außen und gab mir den Weg in den Gemeinschaftsraum frei. Er war Menschenleer, kein Wunder, es war 2 Uhr morgens. Erschöpft legte ich mich auf ein Sofa, vor dem Kamin und deckte mich mit einer Decke zu. Kaum hatte ich meinen Kopf auf das Kissen gelegt, fiel ich in einen traumlosen Schlaf.
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