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My Crying Self

von Lavi-Baka
GeschichteDrama / P16 Slash
Yuki Sakurai Zess (Luka Crosszeria)
16.04.2011
04.06.2011
6
3.588
 
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16.04.2011 555
 
My Crying Self


Egal, wie viel Zeit auch vergeht, den Verlust eines geliebten Menschen kann man nicht vergessen, und die Traurigkeit begleitet die Erinnerung an ihn für immer.

xxxHolic


Ich zerberste in tausend kleine Scherben. Scherben von Blut und Trauer getränkt. Setzt du mich wieder zusammen, Luca?


„Weißt du wie viel Sternlein stehen...?“

Wenn ich das wüsste, dann könnte ich dir auch sagen, wie sehr ich dich brauche...

Ein kalter Windstoß, fast wie das Atmen eines Monsters. Gleich springt es auf mich zu und verschlingt mich! Wie sehr ich mir dies wünschte...

So sehr ich mir auch wünschte, dass du hier wärst, so möchte ich dies auch vermeiden. Nie könnte ich dir so unter die Augen treten, nicht jetzt....

Denn im Moment bin ich ein kalter Scherbenhaufen, der nicht die Kraft hat, sich selbst wieder zusammen zu setzen.

„Weißt du eigentlich, wie sehr du mich verletzt?!“

Das wollte ich dir sagen, doch mein Herz und mein Verstand sind nicht im Einklang, schwingen auf anderen Frequenzen, schlagen in unterschiedlichen Rhythmen.

Dein Einklang, das gleichzeitige Schlagen unserer Herzen, das wollte ich schon immer...

Aber warum, warum um alles in der Welt soll mir das, was ich so sehr begehre, verboten sein?

Meine Gedanken brausen auf, formen hässliche Wörter zu Sätzen und sind kurz davor, sie dem nächsten entgegen zu schleudern.

Ich will das nicht... Doch mein Verstand siegt über das Herz. Ich zerbreche in weitere Scherben.


Leise Schritte...oder doch nur der Regen?

Ich lausche genauer, höre weder Schritte, noch einen Atem.

Keinen Herzschlag.

Ich umschließe meine Beine noch fester.

Ein Traum, eine Illusion... Eine Wunschvorstellung.


Meine Beine werden taub, fühlen den Böden nicht mehr unter den Füßen.

Mein Herz fängt an, schneller zu Pochen.

Der Regen trifft nicht länger auf meine Haut.


Luca... Luca... LUCA!

Seine Augen…silbern und kalt, wie immer.

Doch ganz tief darin erkenne ich Trauer, Vergebung.

Und ich weiß, dass er mir dies nie zeigen könnte. Er tat dies schon immer auf seine Art und Weise...

„L...Luca...“

Mein Herz macht einen Sprung, sagt mir immer wieder “Luca! Er ist es! Luca... Doch mein Verstand, mein Körper wehrt sich... Ich falle ihm nicht um den Hals, bleibe einfach nur stehen...

„Wie konntest du nur?“ – Nein.... Es ist meine Schuld...

...

„Wieso hast du mich hier gelassen?!“ - Hör auf zu schreien!

...

„Bin ich dir überhaupt wichtig?!“ – Und wenn nicht, ist mir dies gleich... Ich brauche ihn doch...

„Yuki ich...“ Er fasste keinen Schluss, näherte sich der Person vor ihm, diesem kalten Klumpen Fleisch, der ernsthaft glaubte, allein zu sein. Luca streckte seine Arme aus und so sehr ich auch in seinen starken Armen liegen wollte, so sehr wehrte sich mein Körper dagegen. Lass mich bei ihm sein!!! Die Tränen kullern meine Wange herunter. Ich wollte nicht weinen, das hatte ich mir vorgenommen, aber wie von Zauberhand tropften sie auf den Boden. „Luca...“, stammle ich, „es tut mir so Leid...“

Luca tritt noch einen Schritt auf mich zu.

„Nein.“ Seine Arme umschließen meinen nassen Körper, seine Hände fahren durch meine Haare, drücken mich ganz fest an seine Brust. Mein Körper wird warm, kann keinen Widerstand mehr leisten, ich bin erlöst. Danke, Luca...

Worte waren für uns nicht nötig, denn es war alles wie vom Regen weggespült.


Im stetigen Plätschern der Regentropfen höre ich ein dumpfes Schlagen.

Das Klopfen unser beider Herzen im selben Rhythmus.
 
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