Regeln sind da, um gebrochen zu werden!

von -sumba-
GeschichteRomanze / P18
15.04.2011
07.02.2017
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Diese Geschichte beruht nicht auf einer wahren Begebenheit, um diese Frage gleich Vorweg zu nehmen. Allerdings sind die Gefühle der Hauptperson, die mir sehr ähnlich ist..., erschreckend echt. Der folgende Text, den ich als Prolog gewählt habe, schrieb ich damals als Aufgabe für bzw. an meinen Lehrer, dem ich diese Geschichte auch widme, um auch dies zu klären. So, falls ihr noch weitere Fragen habt, könnt ihr mir natürlich gerne scheiben! Viel Spaß!
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Eigentlich kann ich mich für einen kitschigen Liebesfilm ja nicht so erwärmen, aber ich muss zugeben, dass es in meinen Tagträumen nicht viel besser aussieht.
Ein Prinz in strahlender Rüstung rettet die Prinzessin aus einer äußerst gefährlichen Situation, verliebt sich in sie und beide sind glücklich bis ans Ende ihrer Tage- oder bis sie die Realität wieder einholt.
Ein wunderschönes Märchen findet damit ein brutales Ende. Zurück bleiben nur eine am Boden zerstörte Prinzessin und der Prinz, der sich nicht ganz an das Drehbuch halten wollte.

Die unerfüllte, vielleicht sogar erste Liebe meines Lebens; wie schön, aber auch grausam sie doch ist! Man schenkt einem geliebten Menschen sein Herz und er bricht es, vielleicht auch ohne es zu wissen. Mein ganzes Leben widme ich dieser einen Person, die mir wichtiger erscheint, als alles andere auf dieser Welt, während ich mein Umfeld nicht mehr wirklich wahrnehme, es als unwichtig kennzeichne.
Ich setze alles daran, ihn zu beeindrucken, zu überzeugen. Ich sehe nun vieles anders. Die Schule, Freunde, Familie und der normale Alltag sind uninteressant. Kein Gedanke sollte deswegen verschwendet werden, sondern nur ihm allein gelten.

Obwohl mich die Unwissenheit darüber, wo er gerade ist oder wie es ihm gerade geht, jedes Mal verzweifeln lässt, sind es doch die schönen Momente, an die man sich eher erinnert. Seine Anwesenheit oder seine sanften Augen geben mir Hoffnung, lassen die dunklen Zeiten verblassen.

Er ist mein ganz persönlicher Stern, der in finsteren Nächten hell am Himmel leuchtet. Auf der anderen Seite ist er selbst die Nacht, schwarz und düster. Wieso muss Liebe nur so kompliziert und schmerzhaft sein?
Ein scharfer Dolch, der mein Herz durchdringt und sich so schnell nicht wieder herausziehen lässt. Ein Gedanke, der jeden anderen in den Hintergrund stellt und sich festsetzt, bis man schließlich verrückt wird.
Der Mantel aus Verzweiflung, Eifersucht und Sehnsucht wird immer enger, bis ich zu ersticken drohe. Seine Nähe liegt in weiter Ferne, die ich wohl niemals zu bewältigen lerne. Ich weiß, dass es sinnlos ist, darum zu kämpfen, aber ich mache es trotzdem.

Bei so viel verworrenen Gefühlen und Verstrickungen, war es kein Wunder, dass Liebeskummer zum Wahnsinn führt. Warum bin ich überhaupt noch auf dieser Welt, wenn ich doch mein Leben für jemanden opfere, der dieses „Opfer“ gar nicht haben will, der nicht einmal weiß, wie sehr er mich damit verletzt. Ist es nicht besser, gleich die Notbremse zu ziehen, bevor man vor Sehnsucht wirklich verrückt wird?

In letzter Zeit spiele ich immer öfter mit diesem Gedanken. Würde er mein Verhalten dann erst verstehen? Würde er dann endlich einsehen, dass ich nach Hilfe und Erlösung schrie? Ich weiß es nicht und ich werde es auch wahrscheinlich nie erfahren. Ich gebe zu, dass mich diese Notlösung auf seltsame Art beruhigt. Doch irgendetwas hält mich noch zurück.
Sind es seine Blicke oder seine Art, wie er spricht? Oder einfach nur die Tatsache, dass ich jeden noch bevorstehenden Moment mit ihm verbringen, jede Chance, mit ihm zusammen zu sein, nutzen will?

Am liebsten würde ich implodieren, mich einfach auflösen. Wie es wohl wäre, wenn ich wirklich nicht mehr da wäre? Würde er es überhaupt bemerken?

Meine Gedanken schlingen sich ineinander, bilden einen einzigen großen Klumpen und verwirren mich mit jeder Sekunde mehr. Ich befinde mich in einer Sackgasse. Vor mir nur eine massive Mauer.

Ich hasse Liebe!
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