Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Mein Schicksal muss mich hassen! Oder doch nicht?

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
10.04.2011
05.12.2011
20
14.763
1
Alle Kapitel
27 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
10.04.2011 1.801
 
Seit einer Woche wohnte ich nun schon bei Shun und es war fantastisch. Wir verstanden uns brillant und ich lebte mich hier immer mehr ein. Dank Marucho hatte ich neue Sachen und einen neuen Laptop, was mir besonders gefiel denn mein alter war die totale Griebe gewesen.

Heute wollte ich mich bei Shun dafür bedanken das er mich so einfach aufgenommen hatte.  Dafür hatte ich ein Picknick geplant, welches ich mit ihm am nahe gelegen Bergsee machen wollte.  Und dahin würde ich ihn heute Abend hin entführen. Ich hatte es auch schon mit Ingram und den anderen Bescheid gesagt und mit ihnen abgeklärt. Sie würden Shun heute den ganzen Tag ablenken damit ich alles vorbereiten konnte. Runo und Julie würden ab und zu vorbei kommen und mir bei dem einen oder anderen helfen und mir Bericht erstatten.  Fröhlich stand ich auf und zog mich an. Mein Outfit für heute Abend hatte ich zusammen mit Runo ausgesucht, da mir Julie zu aufgetakelt war, nichts gegen Julie, aber für mich übertrieb sie es etwas. Mein Outfit bestand aus einem leichten dunkel orangen Sommerkleid, leichten Sandalen und einer Lilie. Jup ich würde mit einer Lilie in den Haaren auftreten. So etwas mochte ich einfach. Nun aber zog ich mir eine schwarze Capri Hose und eine schwarze Tunika an. Meine Haare band ich zu einem Zopf zusammen. Dann beschaute ich mich im Spiegel und nickte. Ja so konnte ich mich dann an die Arbeit machen. „Du bist ziemlich aufgeregt oder Rima?“ fragte Naga mich amüsiert und ich nickte nur. „Ja schon, aber meine Hauptsorge ist das es ihm nicht gefällt.“ gestand ich leicht bedrückt. „Hey das wird schon. Immerhin hat Ingram ihn ausgehört und damit rausgefunden was er mag. Du schaffst das.“ ermutigte er mich. Fröhlich lächelte ich und verließ mit ihm  mein Zimmer. Shun war schon seit einer Weile wach, wie ich wusste. Er stand immer sehr früh auf, so gegen 5 Uhr, da ich mich so gut wie möglich anpassen wollte, stand ich inzwischen schon um 6 Uhr auf.  Er trainiert in der Stunde in der ich noch schlief, dann gab es gegen 6.15Uhr Frühstück.

Und darum kümmerte ich mich jetzt. Auch wenn Shun Frühs nicht sehr viel aß, so war das Frühstück noch immer die wichtigste Mahlzeit am Tag. Und so hatte ich ihn mehr oder weniger gezwungen mindestens ein Brötchen und etwas Obstsalat zu essen. Er hatte bis jetzt meist nur einen Apfel oder ein halbes Brötchen gegessen und das war einfach nicht gesund. Heute gab es einen Obstsalat mit Mango, Apfel, etwas Limette und Orangen, ein Hauch Zimt und natürlich etwas Zucker.

Fertig angerührt stellte ich den Salat auf den kleinen Esstisch der Küche und backte zwei Brötchen im Ofen auf. Währenddessen deckte ich den Tisch und stellte etwas Wurst, Käse und Butter darauf. Ich setzte gerade den Tee an, als das klicken der Tür mich aufhorchen ließ. kurz darauf kam ein verschwitzter Shun in die Küche, und lächelte mich erschöpft an. „Guten Morgen Shun. Der Tee brauch noch, also ab unter die Dusche.“ scherzte ich und gab ihm einen kurzen Kuss auf die Wange dann schob ich ihn aus der Küche. Ich musste noch mal kurz die Einkaufsliste für später durch gehen. Zu meinem Glück unterstützte Marucho mich in dem er mir das Geld lieh, ich hatte darauf bestanden es ihm zurück zu zahlen, auch wenn ich wusste das es lächerlich war. Aber egal, der Butler von Marucho würde mir heute helfen, zum einen bei den Einkäufen und zum anderen beim rauftragen in die Berge. Das würde nämlich eine Menge Zeit und Energie kosten und alleine würde es Stunden dauern. Ich setzte mich an den Tisch und ging die Liste durch, hm, für einige Sachen müsste ich schwere Geschütze auffahren um sie zubekommen, aber auch das würde ich schon schaffen. So in Gedanken vertieft bemerkte ich zuerst nicht wie Shun  wieder in die Küche kam. „Hey was liest du da?“ fragte er interessant, erschrocken schaute ich auf und lächelte ihn dann lieb an. „Eine Einkaufsliste, ich wollte heute einkaufen gehen.“ sagte ich gelassen und packte die Liste weg.

„Na dann. Wir gehen heute in den Freizeitpark. Komm doch mit.“ meinte er auffordernd. „Ach weist du ich bin nicht wirklich ein Fan von Freizeitparks, außerdem hatte ich vor heute etwas für mich zu sein.“ sagte ich entschuldigend und lächelte ihn schräg an. „Na gut dann, wir sind bis heute Abend dort, wenn du willst kannst du ja nach kommen.“  sagte er etwas enttäuscht und begann zu essen. Auch ich aß,  zwischen uns herrschte ein unangenehmes Schweigen. Aber ich hatte keine Ahnung wie ich es brechen sollte.

Nach einer halben Stunde waren wir fertig und ich räumte den Tisch ab. „Na gut wir gehen dann mal. Bis heut Abend.“  meinte Shun und stand auf. Ich nickte ihm zu und wusch das dreckige Geschirr ab. Shun wirkte gerade ziemlich abweisend und das bereitete mir Sorgen, ich hoffte so sehr das mir die Überraschung gelingen würde, aber nun musste ich Shun erst mal sich selbst überlassen.

„Bring mir gebrannte Mandeln mit.“ kicherte ich zuckersüß und dann beendete ich den Abwasch. Danach begleitete ich ihn zur Tür und er schaute nur an mir vorbei. „Ja klar, bis später.“ damit ging er auf die Straße und ich schaute ihm solange nach wie ich konnte. Etwas niedergeschlagen ging ich zurück in die Wohnung und holte mir das Telefon. Ich wählte Marucho’s Nummer und wartete. „Hey Marucho ich bins, Shun ist gerade los. Ich werde jetzt auch losgehen und bin dann in 10 min. bei euch.“ sprach ich in den Hörer und erwartete seine Antwort. „Geht klar, Walter hat das Geld für dich, du kannst ruhig alles ausgeben und viel Glück für die Vorbereitungen.“ erwiderte Marucho und dann legte er auf. Ich schnappte mir meine Handtasche, in die ich wie aus Gewohnheit meinen Kampfhandschuh packte, dazu folgten Portemonnaie,  Mp3-Player und noch anderer Frauenkram.

Auf dem Weg zu Marucho ging ich die verschieden Sachen durch,welche ich extra für heute Abend kochen würde. Es waren nur Kleinigkeiten, denn zu aufwendige Sachen schaffte ich leider nicht. Zum einen hatten wir da eine kleine Sushi-Platte, Dango, Kaarage (fritiertes Fleisch, in diesem Falle Huhn) und Taiyaki. Allen in allem hatte ich da eine Menge zu tun und zum Glück bekam ich später noch Hilfe von Runo.

Endlich erreichte ich das riesige Gebäude, davor wartete schon Walter und lächelte mir freundlich entgegen. „Ah Miss Rima, schön dass sie da sind.“ sagte er wie immer sehr nett und höflich. „Hallo Walter, danke dass sie mir heute helfen.“  erwiderte ich ebenso nett. „Gut dann zeigen sie mal was sie alles brauchen.“ sagte er auch so gleich und ich reichte ihm die Einkaufsliste, er besah sie sich kurz und nickte ab und zu. „Gut ich weiß wo wir das alles bekommen werden.“ meinte er enthusiastisch und dann ging er auch schon in Richtung der Limousine. „Steigen sie ein, ich werde sie zu unserem besten Laden fahren.“ erklärte er und ich tat wie mir geheißen.



Nach drei Stunden kehrten wir mit 4 Einkaufstüten voll Essen und Zutaten zu Shun’s Haus zurück. Davor wartete schon Runo, aber sie schien eben erst gekommen zu sein. „Hallo Runo, danke, dass du mir hilfst.“ begrüßte ich sie glücklich über ihr kommen. „das ist doch selbstverständlich, auch wenn ich hoffe das die anderen Shun noch bis heute Abend ablenken können. Ich hab mit Julie geredet und wir haben es uns so ausgemacht das ich dir heute alleine helfe.“ kam sie mir entgegen und nahm mir eine der schweren Tüten ab. „Aber ist es nicht komisch wenn du nicht da bist?“ fragte ich sie erstaun. „Nein es wird niemanden verwundern. Ich hab gesagt das ich im Café helfen muss.“ nahm sie mir meine Sorge ab. Wir stellten die Tüten in der Küche ab und sortierten alles auf den kleinen Esstisch. Dann unterteilte ich die Zutaten je nach Gericht und seufzte, da hatte ich mir ja was vorgenommen, aber ich hatte ja Runo als tatkräftige Unterstützung.  Sorgfältig begannen wir die einzelnen Gerichte zuzubereiten. Während Runo sich um das Tayaki kümmerte, rollte ich fröhlich Sushi ein. Das Dango und das Kaarag, bereiteten wir dann gemeinsam vor.

Ich wischte mir den Schweiß von der Stirn und lies mich erschöpft auf mein Bett fallen. „Das war anstrengend.“ seufzte Runo welche neben mir saß. „So und do geht’s jetzt duschen und dann helfe ich dir mit deinen Haaren. Derweil  bring ich die zweite Ladung zum Quad.“ scheuchte sie mich auch schon aus meinem Zimmer ins Bad, während sie selbst zurück in die Küche ging. Beide hatten schon eine Ladung an den Bergsee gebracht, zum Glück war er kühl genug, so dass wir das Essen derweil im See lagern konnten. Ich zog meine verschwitzten Klamotten aus und stellte mich unter die Dusche. Dann drehte ich das Wasser auf und quietschte heftig auf.  Das Wasser war eiskalt, Shun musste heute Morgen kalt geduscht haben und das bekam ich gerade zu spüren. Schnell drehte ich es auf warm und entspannte mich wieder. Dann nahm ich mir mein Shampoo und schäumte mich großzügig ein, danach ließ ich den Schaum von dem warmen Wasser abwaschen. Erfrischt und erholt trat ich aus der Dusche und wickelte mich in eines der schönen großen Badetücher.

Fertig abgetrocknet zog ich mir mein Kleid an und trocknete meine Haare mit dem Handtuch. „Runo ich bin fertig.“ rief ich aus dem Bad. Als ich Schritte hörte öffnete ich die Tür und lies Runo ins Bad. „Du wolltest die Haare nur leicht gewellt oder?“ fragte sie noch mal nach und ich nickte, während ich mich auf den Hocker setzte. „Sag  mal was ist das eigentlich zwischen dir und Shun?“ fragte sie neugierig und ich war froh das sie hinter mir saß ,so dass sie nicht sah das ich leicht errötete. „Was soll da sein?“ fragte ich scheinheilig und wurde etwas nervös. „Na ich sehe doch wie du Shun anschaust. Und er schaut dich doch auch so an.“ sagte sie anzüglich. Ich seufzte „Ich bin in ihn verliebt.“ murmelte ich und senkte den Blick. Runo kicherte leise und föhnte mir die Haare. Nach einer halben Stunde, war es dann geschafft und ich stand fertig angezogen, frisiert und geschminkt, wobei ich nur Eyeliner und Mascara aufgetragen hatte. Kurz warf ich einen Blick auf die Uhr und wurde nervös. Es war schon 17.30 Uhr und in einer halben Stunde würde Shun wieder zurückkommen. also hatte ich noch eine knappe Stunde bis er am See auftauchen würde.

Mit Runo verlies ich das Haus und setzte mich auf eines der Quads. Ich fuhr mit dem Quad den Weg zum See hinauf, während Runo noch den von mir handgeschriebenen Zettel an die Tür hängte. Dann folgte sie mir mit dem zweiten Quad.
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast