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Der Doppelgänger

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer / P16 / Gen
Anita Edward Jean-Claude
29.03.2011
29.03.2011
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nächlicher Überfall

Ich rannte. Ich rannte so schnell , dass die Welt um mich herum nur ein verwischter grüner Fleck war. Grün? Ein Wald ! Ja, ich rannte durch einen Wald. Vor was rannte ich weg? Ich wusste es nicht , aber ich wusste das sie näher kamen . Es waren mindestens zwei Verfolger ( oder war es doch nur einer? ) und es war dunkel, ich sah sie nicht. Plötzlich stolperte ich über eine Wurzel die eben noch nicht da gewesen war. Ich fiel der Länge nach auf den Waldboden. Ich hörte jemanden an mich heran treten . Ich drehte mich auch den Rücken.
Jean-Claude trat durch die Bäume auf mich zu .
„Jean-Claude?“ , fragte ich leise.
Er kam weiter auf mich zu und lächelte auf eine Weise die mir gar nicht gefiel.
„Jean-Claude, was ist hier los?“ , langsam wurde ich panisch.
„Was soll los sein ma petite? Ich komme nur um mir zu holen was mir zu steht!“ Er stand jetzt unmittelbar vor mir. Plötzlich beugte er sich über mich und küsste mich am Hals. Aus irgendeinem Grund wollte ich in diesem Moment nicht, dass er mich berührte, was komisch klingt, da ich schon seit sechs Monaten mit ihm zusammen war . Jean-Claude zog den Kopf nach hinten und entblößte seine Reiszähne. Ich schrie.
Bevor seine Zähne in meinem Hals einschlugen wachte ich auf. Ich lag schweißgebadet und allein in meinem Bett und fühlte mich beobachtet. Langsam zog ich die Browning unter meinem Kopfkissen hervor. Paranoid? Wer? Ich?
Sobald ich die Waffe in meiner Hand hatte fühlte ich mich besser, doch im nächsten Augenblick kam ich mir lächerlich vor. Ich saß im Dunkeln und mit einer Waffe in der Hand in einer leeren Wohnung und fühlte mich beobachtet.
Was hatte dieser Traum zu bedeuten? Ich wusste , dass er nicht von Jean-Claude kam . Diesmal war er nicht in meine Träume eingedrungen. Hätte er das getan wäre es kein Albtraum gewesen. In unseren Träumen taten wir eigentlich andere Dinge.
Ich drückte auf den kleinen Knopf an meiner Uhr. 4.35 Uhr ! Ich hatte ganze drei stunden geschlafen. Wunderbar!
Vorsichtig stand ich auf , schaltete das Licht an und griff zum Telefon . Ich würde Jean-Claude anrufen um ihn zu fragen ob er nicht doch etwas mit meinem Traum zu tun hatte. Eigentlich war ich mir ziemlich sicher dass er nichts damit zu tun hatte , aber es war ein guter Vorwand. In Wirklichkeit wollte ich nur seine Stimmt hören und das wollte ich mir nicht eingestehen, nicht einmal vor mir selbst. Es störte mich das ich ihn so sehr brauchte, dass ich mich von ihm trösten lassen wollte wenn ich schlecht geträumt hatte, schließlich war ich kein Kind mehr.
Ich hatte schon einmal einen Mann so sehr gebraucht, aber er hatte mich so sehr verletzt , dass ich für lange Zeit niemanden mehr an mich heran gelassen hatte. . Nach diesem Erlebnis hatte ich mir geschworen nie wieder von einem Menschen so abhängig zu sein .
Ich seufzte und wählte Jean-Claudes Nummer, doch dann legte ich den Hörer wieder weg . Ich war ein großes Mädchen und ich würde mich von ihm nicht trösten lassen , nein das würde ich nicht. Ich wollte mich gerade wieder in meine Decke kuscheln , als ich hörte wie jemand meine Tür aufbrach. Sie flog krachend gegen die Wand .
Das Adrenalin floss durch meine Adern wie prickelnder Champagner . Ich sprang aus dem Bett, die Pistole in der Hand und zielte auf die Türöffnung. Ein großer, sehr muskulöser Mann kam langsam in mein Zimmer. Soweit ich das beurteilen konnte war er nicht bewaffnet, aber ich konnte natürlich nur sicher sein wenn ich ihn abtastete. Ich bezweifelte allerdings dass er das mitmachen würde.
Als der Mann die Pistole in meiner Hand sah blieb er stehen. Er sah mich mit solchem Hass an, dass ich mich am liebsten geschüttelt hätte. Ich kannte den Mann nicht und ich konnte mir nicht erklären , wo sein Hass herkam...

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Man darf gespannt sein wer der unbekannte Mann ist und was er von Anita will :)
 
 
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