Mum& Dad… ich bins Darren, euer tot geglaubter Sohn

von Listel
GeschichteAllgemein / P12
Darren Shan
29.03.2011
29.03.2011
1
1.275
 
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
 
29.03.2011 1.275
 
Hey…
als ich vor ein paar Tagen hatte ich die Saga von Mitternachtzirkus durchgelesen hatte, dachte ich mir, wie wäre es eigentlich gewesen, wenn anstatt Annie auch die Eltern anwesend gewesen wären. Wundert euch nicht, der One-Short wurde etwas am Original gehalten, damit er in den Verlauf der Geschichte passt.

Was wäre wenn Darren im vierten Teil als er Darius nach Hause gebracht hat, anstatt Annie auch auf seine Eltern antrifft. Wie würden die Beiden auf ihren tot geglaubten Sohn reagieren?



~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~



Mum& Dad… ich bins Darren, euer tot geglaubter Sohn



Dreißig Minuten später erreichten wir das Haus meiner Kindheit. Darius öffnete einladend die Hintertür. Ich hielt inne und blickte in das Haus. Vancha und Alice standen hinter mir, während Evanna neben mir stand. „Wollen wir rein?“, fragte Darius leise. Ich nickte und wollte ihm folgen, als Evanna mich plötzlich an der Schulter packte. „Was ist?!?“, fragte ich bissig. „Hörst du das nicht, da ist jemand“, antwortet sie ohne auf meinen Ton zu achten. „Natürlich ist da jemand, nämlich meine Schwester Annie, die seit 18 Jahre glaubt, dass ich tot bin.“
„Nein das meine ich nicht“, sie schüttelte ihren Kopf. „Hör genau hin.“

„Wann glaubst du wann Darius kommt?“, hörte ich eine Frauenstimme.
„Mach dir doch nicht so viele Sorgen Annie. Darius wird schon bald auftauchen“, antwortet darauf eine andere weibliche Stimme.
„Es wird aber schon Dunkel.“
„Annie, da muss ich deiner Mutter aber Recht geben, Darius ist ein kluger Junge. Er weiß schon, wann er zu Hause sein muss.“
„Aber er ist neun Dad.“


„Meine Eltern!?!“, entfuhr es mir. „Was machen wir jetzt?“, mit aufgerissenen Augen schaute ich in die Runde.

„Oops“, hörte ich die leise Stimme von Darius. „Das habe ich ja völlig vergessen.“

„Was hast du vergessen?“
„Na ja, dass Oma und Opa uns diese Woche besuchen kommen wollten“, verlegen kratzte er sich am Hinterkopf.

„Du hast was?“, Vancha packte ihn an der Schulter und zog ihn hoch.
„Das war keine Absicht, bitte lass mich los… das war doch keine Absicht“, Darius liefen Tränen übers Gesicht.

„Vancha, lass ihn gefälligst runter!“, mischte Evanna sich ein.
„Aber?“
„Kein aber, lass ihn runter oder du würdest dir wünschen, dass du eben gerade gestorben wärst.“
Widerwillig setzte Vancha meinen Neffen zurück auf dem Boden.

„Und jetzt?“, fragte Alice, nach ein paar Minuten der Stille.
„Wir haben keine andere Wahl. Die Zeit drängt. Darren schafft das schon.“
„Was?!?.. Nein.“
„Du musst es aber. Sonst ist Darius verloren.“

„Ach was soll ich deiner Meinung nach tun. Einfach da rein gehen und sagen: Hi ich bin es Darren euer Sohn, den ihr vor 18 begraben habt. Doch ich bin nicht tot, sondern habe meinen Tod nur vorgetäuscht.“
„Zum Beispiel.“
„Sag mal spinnst du?“
„Nein und jetzt geh rein. Wir können Darius Leben nicht aufs Spiel setzen, ohne vorher mit seiner Mutter zu sprechen. Die Entscheidung können wir leider nicht ohne ihre Zustimmung fällen.“
„Na gut“, seufzte ich und berat schluckend das Haus meiner Kindheit.

Als ich vor 18 Jahren hier fort gegangen bin, hätte nie gedacht, jemals wieder das Haus von innen zu sehen.

Darius führte mich ins Wohnzimmer. Im Haus hatte sich allerhand verändert, die Tapeten, die Teppiche, Möbel und Lampen waren neu.

Darius öffnete die Wohnzimmertür. Annie, Mum und Dad waren tatsächlich da. Gemeinsam saßen sie vor dem Fernseher und tranken heißen Kakao.  

„Na, lässt du dich auch mal wieder blicken. Wo warst du?“, sagte Annie, als sie ihren Sohn am Türrahmen stehen sah. Meine Mutter stellte ihre Tasse ab.
„Darius Schatz. Wir haben uns Sorgen gemacht. Hast du die Nachrichten gesehen? Es gibt….“ Sie brach ab, als sie mich hinter Darius bemerkte.

„Ist das ein Freund von dir?“, fragte Annie misstrauisch.

„Hallo Annie“, begrüßte ich sie, lächelte nervös und trat weiter ins Wohnzimmer.

„Sind wir uns schon einmal begegnet? Du kommst mir so bekannt vor“, erkundigte sich mein Vater, ohne mich zu erkennen.

„Ja“, antworte ich und kicherte nervös.
Das letzte Mal vor 18 Jahre Dad.


„Mama, Opa, Oma, das ist….“, fing Darius an.
„Nein“, unterbrach ich ihn. „Sie sollen alleine darauf kommen.“
„Was verschweigst du uns?“, entfuhr es meiner Schwester. Mit ihren schmalen Augen mustert sie mich.
„Schau genauer hin Annie“, forderte ich sie auf, durchquerte langsam das Zimmer und blieb knapp einen Meter vor ihnen stehen.

„Sieh mir in die Augen. Es heißt, die Augen bleiben dieselben, auch wenn sich alles andere verändert.“

„Seine Stimme“, meine Mutter hielt sich zittern an meinen Vater fest. „Er erinnert mich an jemanden, aber das kann nicht sein.“
„Ihr habt mich vor langer Zeit gekannt, bloß ist das inzwischen 18 Jahre her.“
„Blödsinn“, mein Vater schreckte hoch. „Vor 18 Jahre, was erzählst du nur für einen Mist. Vor 18 Jahren warst du noch ein kleines Baby.“
„Nein“, antworte ich leise. „Damals war ich kaum älter als Darius es heute ist. Ich bin nur langsamer gealtert als ihr.“
„Oma, Opa, Mama… schaut euch ihn genauer an. Bitte“, flehte Darius leise.
„Vertrau deiner inneren Stimme Annie. Du hattest von Anfang an das richtige Gespür. Wenn ich Gefahren genauso wittern könnte wie du, hätte ich mir eine Menge erspart. Dann hätte ich damals womöglich nicht die giftige Spinne geklaut…“
„Nein“, schrie sie.
„Annie…Liebling…was ist los?“, fragte meine Mutter panisch.
„Annie, wovon redet der Junge?“, erkundigte sich mein besorgter Vater.
„Nein“, keuchte sie leise. „Das kann nicht sein.“
„Doch.“
„Du kannst es unmöglich sein.“ Sie kam auf mich zu, piekste mich mit ihren Finger in meine Brust. „Das kann nicht sein. Du lügst doch. Hör gefälligst auf zu lügen…“
„Ich wette du hast keinen Menschen von Madame Octa erzählt“, damit schnitt ich ihr das Wort ab. Als ich den Namen der Spinne erwähnte, fing sie an zu zittern.
„Ich wette, du hast das Geheimnis die ganze Zeit für dich behalten. Du hast sicher erraten, dass die Spinne etwas mit meinen <<Tod>> zu tun hatte. Doch du hast geschwiegen. Vielleicht hast du Steve gefragt. Immerhin ist er damals gebissen wurden, aber zu Mama und Papa hast du sicher kein Wort gesagt, oder liege ich damit falsch Schwesterherz. Sagst mir, wenn ich damit falsch liege!“
„Darren“, japste sie und rutschte an der Wand herunter. „Nein das kann nicht sein. Das glaub ich dir nicht.“
„Annie“, die Beiden Älteren rannten zu ihrer Tochter hinüber. „Annie...Annie…sag doch was.“ Doch sie hatte ihren Kopf in ihren Händen begraben und schluchzte.
„Wer bist du?“, fragte meine Mutter leise.
„Habt ihr mich etwa noch nicht erkannt. Ich bin es Darren. Euer Sohn.“

„Unmöglich. Unser Tod ist tot“, schrie mein Vater.
„Dad“, flüsterte Annie. „Er ist es. Ich weiß, dass er es ist.“
„Woher…“
„Madame Octa. Darren hatte damals eine giftige Spinne geklaut. Wegen ihr lag Steve damals im Krankenhaus, weil sie ihn gebissen hat“, schluchzte sie.

Nach ihrem Geständnis war es mehrere Minuten, die mir wie Stunden vorkamen, still im Zimmer. Jeder hing seinen Gedanken nach.

„A--..Aber wie ist das möglich?“, hörte ich die brüchige Stimme von meiner Mutter.

„Mum& Dad“, davon bekam beide ganz große Augen. „Es tut mir alles so Leid, ich wollte das alles nicht. Das müsst ihr mir wenigstens glauben.

Und so kam es denn, dass ich den Vieren, in knappen Worten alles über Mr. Crespley und Madame Octa erzählte. Ich erklärten ihnen auf, auf welches Tauschgeschäft ich mich damals eingelassen hatte, um Steves Leben zu retten und dabei schilderte ich ihnen in einen Schnelldurchlauf, wie ich in den letzten Jahre verbracht habe. Über den Krieg der Narben und meine Suche nach dem Lord der Vampyre. Wobei ich allerdings erstmal Steves Rolle aus dem Spiel lies.





Ende




~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

So das warst…=))
Ich hoffe, euch hat es trotzdem gefallen.
Review schreiben