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IERO KYO' SEI

von M-i-k-u
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
Eiko Carol Freia Crescent Garnet Till Alexandors XVII / Lili / Dagger Mahagon Coral / Amarant Vivi Orunitia Zidane Tribal
28.03.2011
19.07.2011
4
24.946
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28.03.2011 5.585
 
"Was hast du gerade gesagt?", wollte Freya geschockt wissen.
"Ich...ähm...na ja, ich weiß nichts mehr aus meiner Vergangenheit.", antwortete Zidane.
Garnet starrte nur noch auf das bekannte, fremde Gesicht vor ihr. Sie war nicht in der Lage zu antrworten, da ein Schmerz in ihrer Brust es ihr nicht ermöglichte.
Steiner hingegen begann innerlich zu toben:
"Das soll wohl ein Scherz sein!", fluchte er.
Daraufhin sah Zidane zu Steiner, welcher gewiss ein "Hey, war doch nur Spaß!" erwartete, doch Zidane sagte nichts.
"Ihr kennt Zidane?", fragte der Chef die Truppe hochinteressiert.
"Allerdings.", antwortete Freya.
Es herrschte kurzes Schweigen.
"Das ist ja wunderbar!", freute sich der Chef.
"Was?", wollte Freya wissen.
"Seit ihr seine Freunde?"
"Ganz genau!", verkündete Eiko, ohne dass auch nur ein anderer die Chance hatte ihr zuvor zu kommen.
"Es ist wirklich schön zu wissen, dass es Leute gibt, die unseren kleinen Jungen kennen, nicht wahr?", grinste der Chef zu Zidane, welcher ihm bloß einen bösen Blick auf die Bemerkung "klein" schenkte.
"Erinnerst du dich etwa nicht an uns?", wollte Vivi von Zidane wissen, welcher kurz darauf einen kleinen Blick durch die Runde warf und schließlich den Kopf schüttelte.
"Das soll doch alles nur ein schlechter Scherz sein!", regte Steiner sich auf.
"Du solltest deine freche Zunge im Gaum behalten.", meinte Zair, welchen Steiner darauf ebenfalls anfauchen wollte, es sich jedoch wieder anders überlegt hatte, nachdem er sich einen gefährlichen Blick von Zair eingefangen hatte.
"Zidane...", begann Eiko und ging auf ihn zu. "Erinnerst du dich wirklich nicht?"
Zidane schwieg kurz. "Nein..."
Daraufhin wurde Eiko traurig. "Das ist nicht fair! Du musst dich an uns erinnern! Wir sind doch deine Freunde!"
"Ich...", begann Zidane.
"Das ist alles meine Schuld.", juchzte Lili.
"Was?", kam es aus vielen Kehlen gleichzeitig.
"Ich....ich brauche etwas frische Luft.", sagte Lili und verschwand schnell zur Tür hinaus.
"Lili!", rief Freya ihr hinterher und folgt ihr kurz darauf.
"Was meint sie denn mit ihre Schuld?", wollte der Chef mit einem mitleidigen Blick wissen.
"Ach....sie macht sich schon seit Monaten Vorwürfe und gibt sich und nur sich alleine die Schuld für das, was damals passiert ist.", erklärte Mahagon.
Er hatte dieses ständige Gehäule nicht mehr ausgehalten und war deshalb rumgereist. Sie war noch nie so schwach gewesen, wie in dieser Zeit, wobei sie doch schon einige Schicksalsschläge hatte einstecken müssen.
"...was vor Monaten passiert ist? Wovon redest du?", riss Zair ihn aus den Gedanken.
"Was geht euch das denn an, wenn ich mal fragen darf?", fauchte Steiner rum.
"Nun", begann Zair ruhig, "Wir kümmern uns seit Monaten um seine Gesundheit und geben unser Bestes, ihn auf den Beinen zu halten, was nicht immer ganz leicht ist. Ich denke als Gegenleistung dürfte man doch sicherlich etwas mehr über den Patienten erfahren, oder nicht?"
"Ihr kümmert euch um ihn?", wollte Vivi wissen.
"Ganz genau.", meinte Zair in einem beleidigten Unterton.


"Lili?", rief Freya und entdeckte kurz darauf die junge Frau an der Spitze des Luftschiffes. Sie hatte erwartet, das ihr Gesicht mittlerweile tränenüberströhmt sein müsste, doch zu ihrer großen Überraschung hatte sie keine einzige Träne entdeckt.
"Lili...", meinte Freya und legte ihr eine Hand auf die Schulter. Doch diese sah nur runter, auf Pilera.
"Ich bin mir sicher, es wird dafür eine verständliche Erklärung geben.", versuchte es Freya.
"Deshalb ist er nicht mehr zurück gekommen...", flüsterte Lili.
"Ja, das wird der Grund gewesen sein.", stimmte Freya zu und sah in die Ferne. Der Ausblick war fantastisch, doch irgendwie war ihr im Moment nicht danach, ihn zu genießen.
Lili setzte ihre Arme verschränkt auf der Lehne ab, legte ihren Kopf drauf und sah verträumt in die Ferne.
"Aber wieso...?"
Freya schwieg. Würde sie eine Antwort geben, würde sie lügen, außer:
"Ich weiß es nicht... Aber ich bin mir sicher, dass Zair uns schon bald aufklären wird. Dazu müssen wir ihn zur Rede stellen."
"Hm..."
"Mach dir erstmal keinen großen Kopf, mein liebes. Auch wenn das so einfach klingt. Ich weiß, wie es ist, vergessen zu werden."
Da hatte Freya Recht. Ihr war genau das Gleiche widerfahren: Ihr Geliebter verschwand spurlos und als sie ihn endlich gefunden hatte, konnte er sich nicht mehr an sie und deren Liebe erinnern. Doch sie hatte ihn nicht aufgegeben. Sie hatte deren Liebe gekämpft. Dafür waren sie heute glücklich zusammen.
Lili seufzte. Hoffentlich würde es bei ihr und Zidane auch so ausgehen... Wie verrückt das klang! Als ob sie ein Recht hatte mit ihm zusammen zu sein! Sie war es doch noch nie! Und er hatte nie gewusst, wie sehr sie ihn liebte.
Und ihre Liebe zu ihm war in den vergangenen 6 Monaten nie abgeflaut. Sie hatte sie von morgens bis abends gespürt und konnte an nichts anderes denken.Auch wenn sie schmerzvoll war...
Doch mit einem hatte Lili Recht gehabt: Zidane lebte! Er lebte und es ging ihm gut!
"Meine liebe, wir sollten nun wieder reingehen. Ihr solltet etwas essen, sonst kippt Ihr mir noch um, und dann seit Ihr die nächste im Behandlungszimmer."
"Du solltest mich nicht siezen.", meinte Lili leise.
"Entschuldige, natürlich."
Nach einem kurzen Moment voller Schweigen raffte Lili sich wieder auf.
"Komm, mein liebes.", munterte Freya die junge Königin auf und vermachte ihr, sie zu begleiten.


"Baro? Der ist total cool! Unser stärkster Kämpfer! Den kann keiner schlagen!", reif Jujuro stolz in die Runde.
"Muhahahahahaha! Wart's nur ab! Eines Tages sieht der alt gegen mich aus!!!", rief Zair und versuchte im Sitzen stolze Posen zu schieben.
"Ha, ha, ha! Schaffste ja doch nicht!", neckte Jujuro.
Zair war ziemlich gut gebaut. Und dann sollte er keine Chance gegen diesen Baro haben? Wie musste der denn wohl aussehen? Wie ein Schrank?
Aber die Frage war erstmal unwichtig. Im Moment herrschte nur das Thema "Zidane".
Es waren 6 Monate vergangen, in denen Zidane wie vom Erdboden verschluckt war. Dann wurden sie plötzlich von einem Drachen angegriffen und jetzt saßen sie auf der Nero Vera, einem Luftschiff mit ner verrückten Crew an Board. Darunter auch Zidane, ohne Erinnerungen...
Lili blickte starr auf den Tisch. Sie schien in ihren Gedanken verloren zu sein, denn sie regte sich nicht. Man sah ihr ihren Schock an. Vielleicht war es ja doch ein Scherz von Zidane? Als kleiner Racheakt vielleicht? Nein, das würde Zidane niemals tun!
Das würde aber bedeuten....
"Ihr beherrscht also Elemente?", fragte Freya nach.
"Ja. Wo Baro sie herhat, weiß ich nicht. Ich habe sie mehr oder weniger von meinem Vater erlernt. Der beherrscht keine Magie oder so. Voll der Naturfreak, ey. Der liebt Wasser über alles. Eines Tages ersäuft der noch, wenn der so weiter macht."
Freya sah Zair verwirrt an. Die Lage zu seinem Vater war nach dieser Erklärung schwer zu deuten.
"Aber er ist eigentlich ganz cool drauf.", ergänzte Zair dann.
"Und Zair kann richtig gut mit Wasser umgehen!!", fügte Jujuro noch hinzu, welche auf einmal zwischen Zair und Vivi auftauchte und sich auf Zairs Schoß breit machte.
"Ich bin noch am Essen!", meinte dieser dann zu dem kleinwüchsigen Mädchen.
"Schon gut! Ich will nur bei dir bleiben."
"Sie ist total verschmust.", antwortete Zair auf die fragenden Blicke der Truppe.
"Genau!! Kleine Leute haben große Rechte!!"
"Pffffff!!", meinte Zair ironisch.
"Hey!", protestierte Jujuro.


"Sooooo! Da wären wir dann wieder!", kam es vom Arzt, welcher gerade zu Tür heraus kam, gefolgt von Zidane.
"Und?", wollte Zair wissen.
"Ist in Ordnung! Ein bisschen Salat wäre jetzt gut."
"Kommt sofort!", rief ein kleiner Junge und rannte darauf sofort in die Küche.
Lili war nervös. Sie konnte sich nicht an den Gedanken gewöhnen, dass Zidane jetzt runter kommen und sie noch nicht einmal ansehen würde.
Als der Arzt und Zidane den Tisch erreichten, war sie froh, dass sie immerhin nicht ganz Unrecht hatte: Zidanes Blick flog über alle Neuankömmlinge, die einst mal seine Freunde waren, oder noch sind. Immerhin empfanden sie ja so...
Der Arzt machte es sich am Tisch gemütlich, während Zidane sich, zu Lilis großem Pech, ihr auch noch gegenüber setzte.
Und er hatte sie nicht einmal angesehen. Er hatte sich bloß auf die Tischkante gelehnt und die Augen geschlossen. Er sah blass aus...
"Also, die La...", begann Zair.
"Ja, ich mach dir gleich die Lampe.", kam es von Zidane.
Durch Lilis Brust fuhr ein erneuter Schock. War das gerade Zidanes Stimme, die sie gerade vernommen hatte? Oder waren es seine Lippen, die sich zufällig gleichzeitig bewegt hatten?
Heller, zarter, schwächer...das konnte nicht Zidanes Stimme gewesen sein!
Doch nicht nur seine Stimme, die nicht seine war, schien anders zu sein: Er sah anders aus...
Lili studierte sein ruhiges Gesicht. Er war leichenblass. Dabei hatte Zidane immer etwas mehr Hautfarbe gehabt...und seine Haare schienen wie eine Perrücke: Länger, heller, blasser. Zidane war nie ganz blond gewesen, doch jetzt war er dies zu genüge. Noch blonder konnte man von Natur aus nicht sein, oder?
Lili musste Grinsen, über sich selbst. Dass sie sich mit so kleinen unwichtigen Details beschäftigte, war lächerlich. Aber iregndwie doch auch selbstverständlich, oder?
Wieso saß sie eigentlich noch so ruhig hier? Wieso blieb sie still sitzen? Sie hatte sich geschworen sich ihm direkt an den Hals zu werfen, sobald sie ihn wiedersehen würde, doch irgendwie war ihr nicht mehr danach. Sie hatte Angst, dass er sie nicht halten würde, warum auch immer.


"Zidane!" rief Eiko, woraufhin dieser seine Augen öffnete und zu ihr sah. Darauf lächelte er leicht. Doch darüber konnten sich allerdings weder Lili noch Eiko freuen....
Diese wunderschönen meeresblauen Augen, dieses dunkle Blau, welches fast dem Ultramarin glich, war gestorben. Geblieben war nur noch ein blasses hellblau, welches nur mit Mühen zu vernehmen war. Ansonten war nur noch Weiß zu sehen...gähnende Farblosigkeit.
"Zidane...", begann Lili, worauf er ihr seine Aufmerksamkeit schenkte.
"Du siehst so anders aus..."
"Was?"
"Entschuldige.", meinte Lili und sah weg.
"Was meinst du mit anders?", wollte Zidane wissen.
"Na ja....einfach anders."
"Hm...", antwortete Zidane. Sehr informativ war das ja nicht.
"Meine lieben, wollt ihr uns nicht ein wenig über ihn erzählen?", fragte der Chef.
"Warum sollten wir das tun?", wollte Steiner wissen.
"Nun, ich gebe mein bestes, um den Jungen auf gesunden Beinen zu halten. Da habe ich doch das Recht, etwas über ihn zu erfahren.", erklärte der Chef.
"Was meinst du mit gesund halten?", wollte Eiko wissen.
"Ähm, na ja...wir sind gerade am essen. Vielleicht sollten wir bis nach dem Essen warten.", meinte der Chef.
"Eiko will es aber jetzt wissen!", protestierte die Kleine.
"Wenn sich hier gleich drei Leute übergeben, darf ich putzen und dann dauert das Ganze noch länger."
"Dann iss eben später. Wir sind seine Freunde, da haben auch wir das Recht zu erfahren, was hier los ist.", mischte sich Mahagon ein. Lili war etwas verwirrt. Mahagon hatte Zidane noch nie seinen Freund genannt. Zumindest nicht aus dem Mund heraus...
Der Chef seufzte. Seine Schnurrbarthäärchen wehten dabei kurz auf. Der Chef war ein komisches Wesen. Er erinnerte leicht an Bark.
"Nun gut. Wenn dem wirklich so ist, kann ich euch ja schlecht weiter quälen, oder? Aber nicht hier. Bitte folgt mir."
Der Chef erhob sich.
"Zair, du kommst mit!"
Zair blickte darauf zum Chef, dann zum Teller und dann wieder zum Chef. Das schien ein Kopf-an-Kopf-Rennen zu sein...
Schließlich entschied er sich aber dann doch aufzustehen.
Lili und der Rest der Truppe erhoben sich ebenfalls. Steiners Blick zu Mute schien er sich mit der Frage zu beschäftigen, warum Zair mitkommen sollte, aber das war Lili im Moment völlig gleichgültig. Sie war so nervös...wieso waren alle so ernst? War Zidane etwa etwas passiert? Wieso werden hier so viele Geheimnisse geschoben? Und noch wichtiger:
Wieso erinnert er sich an nichts mehr?
Lili ging langsam an die andere Tischseite und wollte Zidane wecken, der wohl zu schlafen schien, doch dann hielt Zair sie davon ab:
"Nicht! Lass ihn besser schlafen. Davon bekommt er eh zu wenig."
Lili sah ihn verwirrt an, doch dieser gab ihr dann das Zeichen ihr zu folgen.
Lili fiel es schwer von Zidane weg zu gehen. Sie hatte Angst, dass sie später wieder hier hin kommen würde und er wäre wieder verschwunden...vielleicht für immer?
Lili schüttelte den Kopf. Sie sollte mit diesen schwachsinnigen Vorstellungen aufhören.
Die Truppe folgte Zair und dem Chef in einen kleinen Raum. Dieser war recht gemütlich eingerichtet: Rote Teppiche, 3 schwarze Couchs, Holzschränke, eine weitere Tür, die vermutlich zu einem Bad führen würde und einen fantastischen Blick auf das was unter ihnen liegt: Momentan Pilera.
Mahagon schloss als Letzter die Tür hinter sich. Der Chef ließ sich nieder und vermachte den Rest der Truppe, sich ebenfalls zu setzen.
"Ich hoffe, Sie haben eine gute Erklärung dafür.", begann Freya das Gespräch, nachdem sich alle irgendwo niedergelassen hatten.
"Nun ja, was heißt hier gut? Natürlich ist es eine traurige Sache, dass der Junge sich an nichts mehr aus seinem früheren Leben erinnern kann. Wenn Baro seinen Namen nicht vom alten Arzt erfahren hätte, wüsste er heute noch nicht mal, wie er heißt.", erklärte der Chef.
Lili schluckte. Ihr passte das alles gar nicht.
"Und warum ist es so weit gekommen?", fragte Freya weiter.
Der Chef seufzte und versank sein Gesicht in seinen Händen.
"Das ist schwer..."
"Bitte reden Sie!", bat Mahagon.
Lili wunderte sich noch immer, wie er noch so konzentriert und ohne jegliche Emotion in seinem Gesicht sein konnte.
"Zidane....wurde vor zirka 6 Monaten von Baro auf unser Luftschiff gebracht. Ich sollte ihn mit meinem Eqipment, welches ich nur an diesem Luftschiff verfüge, heilen."
"Und weiter?", bohrte Eiko.
"Als der Junge nach einigen Tagen unangenehmen Schlafes endlich zu sich kam, habe ich gehofft, er würde uns mitteilen, was mit ihm geschehen war, da ich doch sehr neugiereig geworden war, doch er konnte uns noch nicht mal seinen Namen nennen."
"Das erklärt noch immer nicht, wieso er sich nicht erinnern kann.", sagte Freya. Der Chef fuhr fort: "Zidane hatte eine scheußliche Wunde im Bauchbereich gehabt. Ich möchte das nicht unbedingt detailierter erläutern. Die Wunde war tief, groß und lebensgefährlich. Ich habe mein bestes versucht, um die Wunde, die ihm zugefügt wurde, zu heilen, doch vergebens. ...bis heute..."
Die Versammelten rissen sie Augen auf und versuchten zu verdauen, was sie gerade zu hören bekommen hatten. Sollte das etwa heißen, dass Zidane immer noch...?
"Ich habe keine Ahnung, warum seine Wunde nicht heilen will. Glaubt mir, ich habe bereits alles getan, was in meiner Macht steht, doch ich schaffe es einfach nicht. Noch heute bin ich darüber am rätseln, warum jede Art von Zauber oder jeder Versuch von Arznei nicht hilft."
Der Chef machte eine kurze Pause.
"Jedenfalls hat sein Körper durch die Konzentration auf die Genesung sämtliche andere "Dinge" in den Hintergrund gestellt, sogar teilweise komplett abgeschaltet. Auch wenn es hart klingt, aber scheinbar ist sein Körper nicht in der Lage ein solches Wissen zu ernähren."
Es herrschte Schweigen. Niemand war in der Lage etwas zu sagen. Lili starrte geschockt auf ihre Hände, in denen sie ein Stück weißen Stoffes ihrer Kleidung hielt.
"Sie wollen uns also weißmachen, dass sein Körper die Erinnerungen an sein Leben als unwichtig empfindet?", wollte Mahagon wissen.
"Nein, das behaupte ich nicht. Scheinbar hat sein Gehirn einen Schlag bekommen und es nicht mehr geschafft die Erinnerungen zu speichern, da die Kraft dafür fehlte, denn diese setzt sein Körper voll und ganz in die Genesung der Wunde."
"Was können wir tun?", wollte Eiko wissen.
"Im Moment kann ich nichts weiteres tun, als weiterhin versuchen ihn zu heilen. Die Erinnerungen sind nicht das Einzige, was verloren gegangen ist."
Lili ließ ihren Kopf gesenkt, schaute allerdings nun zum Chef auf. Ihr war danach zu gehen, aber sie musste wissen was Sache war. Ob sie es nun hier erfuhr oder später. Weglaufen wollte und konnte sie sowieso nicht.
"Sämtliche Körperfunktionen sind mehr oder weniger....ja, ich sag jetzt mal "ausgeschaltet". Sein Körper kann einige lebenswichtigen Nährstoffe nicht mehr selber herstellen, er ist auf bestimmte Nahrung angewiesen. Von einer sehr schmerzhaftung Arbeit seines Bauches brauche ich nicht zu reden. Außerdem ist sein Körper nicht in der Lage die Körpertemperatur alleine zu regulieren. Bei Kälte würde er sofort erfrieren, bei Hitze sofort eingehen. Er ist immer auf passende Kleidung angewiesen."
Der Chef legte erneut eine kleine Pause ein. Man konnte in der Stille sämtliche Gurgeln hören. Zair sah raus auf Pilera.
"Doch am schlimmsten ist der Schlafmangel. Er braucht den Schlaf, doch aufgrund der Schmerzen wird er mitten im Schlaf geweckt und sein Körper verweigert den Schlaf, obwohl er diesen dringend braucht. So kann es schonmal vorkommen, dass er 3 Nächte ohne Schlaf ist. Seinen Zustand könnt ihr euch ja demnach vorstellen."
Der Chef seufzte.
"Ich hoffe, ich konnte eure Fragen beantworten. Momentan befindet Zidane sich in einem recht guten Zustand."
"Und das soll heißen?", wollte Mahagon wissen, der sich am schnellsten wieder gefasst hatte.
"Weißt du...", begann Zair. "Zidane leidet teilweise ziemliche Schmerzen, von dem Bewegungsmangel, zu dem er von uns verurteilt wird ganz zu schweigen, doch er lebt sein Leben erstaunlich gut. Mal hat er schlechte Tage, mal hat er gute Tage."
Zair sah noch immer hinaus und hielt eine kleine Gardine zur Seite.
"An seinen guten Tagen lacht und bewegt er sich sehr viel. Das erstaunt uns alle immer wieder. Er lacht mehr als jedes andere Crewmitglied, hier an Board." Zair ließ die Gardine wieder los und kam auf die Truppe zu. "Nun, wie der Chef schon sagte: Momentan hat er nen guten Lauf, das heißt, es geht ihm recht gut. Ich denke, sobald er etwas Schlaf nachgeholt hat, könnt ihr mit ihm reden. Allerdings bin ich jetzt mal auf ein paar Infos von euch gespannt, bezüglich seiner Wunde."
"Das ist alles meine Schuld.", flüsterte Lili.
Zair und der Chef blickten zu ihr.
"Was meinst du?", wollte Zair wissen.
"Das ist absoluter Schwachsinn!", mischte sich Steiner auf einmal ein. "Sie gibt sich seit Monaten die Schuld dafür, doch wir wissen alle genau, dass es nicht ihre Schuld war!"
"Das Wesen war einfach zu stark.", meinte Freya in Gedanken.
"Welches Wesen?", wollte Zair wissen.
"Vor 6 Monaten wurde Zidane einem Kampf gegen ein wolfsähnliches Wesen ausgesetzt. Er war sehr geschwächt und hungrig von einer langen Reise, demnach war er im Nachteil. Die Krallen des Wolfes haben ihm im Sprung erwischt."
Die Anwesenden dachten an jene Szene zurück, welche schreckliche Bilder in ihren Köpfen hevorholte.
"Wir wissen nicht, um welches Wesen es sich handelte. Allerdings war es in Begleitung einer Frau."
"Einer Frau?", fragte der Chef.
"Eine ziemlich durchgedrehte Frau. Sie hat irgendwas von einem Segen gefaselt, den sie von Zidane haben wollte. Dafür musste sie ihn töten.", erklärte Mahagon.
"Welcher Segen?", wollte Zair wissen.
"Sie meinte, Zidane wäre von irgendetwas ausgewählt worden, doch wir wissen nicht, was sie damit gemeint haben könnte..."
Zair blickte zum Chef, welcher daraufhin zu ihm meinte: "Zair? Bring mir Baro und zwar so schnell es geht."
"Verstanden.", meinte dieser und verschwand daraufhin.
"Nun, ich denke wir haben vorerst alles geklärt. Gibt es einen Ort, an dem wir euch ablassen können oder wollt ihr noch ein paar Tage bleiben?", erkundigte sich der Chef und blickte in die Runde.
"Wir bleiben.", kam es aus Lilis Mund geschossen, ohne dass vorher jemand die Chance hatte dagegen zu sprechen.
"...nun ja, jedenfalls werde ICH hier bleiben.", korrigierte sie schnell, als sie die Blicke der anderen bemerkt hatte. Daraufhin erhob sie sich und meinte: "Ich muss mir die Beine vertreten. Vielen Dank für das Gespräch.", meinte diese und verließ den Raum.
"Das scheint sie wohl besonder schwer mitgenommen zu haben, das arme Ding.", stellte der Chef fest.
"Sie ist in ihn verliebt...", meinte Freya ruhig.
"Oh..., das macht die Sache besonders schwer für sie.", sagte der Chef mitleidig.
"Sie haben ja keine Ahung WIE schwer...", fügte Steiner hinzu. "In den letzten Monaten war es ein seltener Anblick sie nicht weinen, geschweige denn lächeln zu sehen."
Der Chef seufzte.
"Na das kann ja noch eine heitere Geschichte werden."
"Wem sagen Sie das?", fragte Mahagon und drückte sich von der Wand, an der er sich vorher gelehnt hatte.
"Wo wird dieses Schiff hinfliegen?", wollte dieser wissen.
"Wir machen uns auf den Weg nach Norecco. Liegt das in eurer Richtung?"
"Eigentlich nicht..." Mahagon sah kurz zur Tür, hinter der Lili vor kurzem verschwunden war.
"Aber ich schätze das muss es wohl."
Der Chef erhob sich.
"Nun, eigentlich ist es hier an Board sehr unterhaltsam. Die Truppe ist ziemlich lustig und hält immer zusammen, egal was kommt. Ich denke, ihr werdet euch schnell einleben."
"Was müssen wir bezahlen?", wollte Freya wissen.
"Bezahlen?", fragte der Chef entgegen.
"Ja...ich glaube kaum, dass sie uns hier umsonst hausen lassen."
Darauf begann der Chef zu lachen.
"Ich nehme kein Geld, keine Chance. Wenn ihr unbedingt darauf besteht etwas für das Hausen entgegenzukommen, wäre ich über eine kleine Hilfe beim Abwasch schon glücklich."
"Äh....okay...", meinte Freya verwirrt.
Der Chef trat zur Truppe heran und klopfte Vivi auf die Schulter. "Ich verlange kein Geld. Jeder hat sich einen Unterschlupf verdient. Für Essen, Trinken udn Schlafen zu zahlen finde ich unter aller Sau. Das sind Bedürfnisse! Unverschämt, diese Wirte."
Daraufhin ging der Chef zur Tür und summte vor sich hin.
Die Truppe schaute ihm verwirrt nach.
"Komischer Kerl.", meinte Mahagon.
"Na ja, irgendwomit müssen sich die Wirte ja Geld verdienen, oder?", fragte Freya.
"Ich mag ihn!", grinste Eiko.
Vivi sah noch immer traurig auf seine Hände. Daraufhin legte Freya ihm eine Hand auf die Schulter.
"Vivi..."
"Werden wir hier bleiben?", wollte dieser wissen.
Freya sah kurz in die Runde, woraufhin alle nickten, sogar Steiner.
"Ja, wir werden so lange bleiben, bis Zidane sich wieder an uns erinnern kann und wieder gesund ist. Versprochen."
Vivi sah in das freundliche Gesicht Freyas und begann leicht zu lächeln und nickte.
"Okay."
Danach sprang auch er auf.
"Gucken wir uns das Luftschiff an?", fragte Eiko.
"Ja, das können wir tun.", stimmte Freya zu und begleitete die Truppe aus dem Raum. Als sie im Speiseraum ankamen waren alle Plätze an den großen Tischen leer. Auch Zidane fehlte.
"Lange hat er ja nicht geschlafen.", stellte Steiner fest.
"Das ist normal.", meinte Zair, welcher an ihnen vorbei ging und ein Glas Wasser leerte.
"Was werdet ihr in Norecco unternehmen?", erkundigte sich Freya.
"Ein paar geschäftliche Dinger erledigen, ein paar Aufträge ausführen und so weiter. Das Übliche."
"Was denn für Aufträge?", wollte Eiko wissen und guckte Zair mit großen Augen an.
"Vieles. Irgendwoher muss ja etwas Geld reinkommen, oder?", antwortete Zair.
"Oh, wird mit unserer Mitfahrt euer Budget knapp?", fragte Eiko leicht besorgt.
"Nein.", grinste Zair und stellte das Glas ab. "Wir haben definitiv keine Geldnöte. Wir sind gut versorgt."
"Ah, okay."
Eiko machte kurz eine Pause.
"Zeigst du uns das Schiff?"
"Tut mir leid, ich habe gerade leider keine Zeit. Aber jemand anderes wird sich sicherlich finden.", meinte dieser freundlich. Er konnte tatsächlich auch mal nicht verrückt wirken.
"Wo ist denn eure Freundin?"
"Gute Frage.", beantwortete Freya.
"Na gut. Wartet kurz, ich bringe euch jemanden."
Daraufhin verschwand Zair.
Just einen Moment später kam Lili in den Speiseraum. Ihr stand immer noch ein leichter Schock im Gesicht, aber sie schien nicht geweint zu haben.
"Liebes, wie geht es dir?", versuchte Freya es vorsichtig.
"Den Umständen entsprechend.", meinte sie ruhig.
Vivi nahm sie an die Hand und sah sie traurig an, woraufhin Lili lächelte.
"Danke, Vivi."
"Wir dachten, eine kleine Rundführung durch das Luftschiff wäre ein ganz guter Einstieg, da wir ja ein paar Tage hier bleiben werden.", begann Freya.
"Ihr bleibt?", fragte Lili überrascht.
"Natürlich, liebes. Denkst du, wir lassen dich hier alleine?"
"Aber...ihr müsst nicht, wenn ihr nicht wollt. Ich kann auch alleine..."
"Keine Widerrede!", befahl Steiner.
"Außerdem wollen wir auch bei Zidane bleiben!", ergänzte Eiko.
"Wir bleiwen bei dir!", fügte Quina hinzu.
Lili sah kurz zu Mahagon.
"Von mir aus. Gibt ein paar neue Orte zu sehen."
"Danke, meine Freunde.", bedankte sich Lili mit einem dankbaren Lächeln.


"Genau! Lass dir ruhig Zeit und vergiss nicht wieder die Hälfte!", hörte die Truppe Zair rufen.
"Oh, da kommt Zair.", meinte Freya. Doch als die Tür aufging, betrat nicht Zair den Raum, sondern Zidane. Lili fuhr ein Ruck durch die Brust.
Ausgerechnet!
Warum ausgerechnet er?
Nicht, dass sie ihn nicht sehen wollte, aber...für sie war der Schock noch zu groß.
Die Truppe war angespannt und jeder einzelne fragte sich, warum Gott es heute so böse mit ihnen meinte.
Zidane kam auf die Truppe zu, sah jedoch zu Boden, da er irgendwas mit seinen Haaren anzustellen schien.
Lili sah auf Zidanes Bauch und fragte sich in dem Moment, was sich unter dem harmlos wirkenden Stoff verbergen mochte.
Sie schluckte.
Vielleicht wollte sie das auch gar nicht wissen...sie konnte sich einfach nicht vorstellen, dass unter diesem freidlichen Stück Stoff eine wahre Hölle hausen musste.
Als Zidane bei der Truppe ankam, ertönte erneut Zairs Stimme:
"Ich bin kurz weg!"
Darafhin drehte Zidane den Kopf zur Tür des Nebenraumes.
"Ja, ich geb den anderen Bescheid.", antwortete dieser.
Doch Lili war auf Zidanes Haar fixiert: Wie lang es doch geworden war! Vor sechs Monaten hatte es ihm gerade ganz knapp an die Schultern gereicht, doch jetzt waren sie bereits an der Mitte seines Rückens angelangt.
Schlafen und Körpertemperaturregelung schaffte sein Körper nicht, aber Haare wachsen, das funktionierte einwandfrei, wurde Lili gerade klar.
Als Zidane seinen Kopf wieder zur Truppe drehte, flog das Haar locker fluffig mit. Es sah so weich aus, dass Lili am liebsten danach gegriffen hätte, um die verlorene Farbe darin zu suchen.
Plötzlich weldete Zidane vor ihrem Gesicht rum.
"Hä?", fuhr Lili leicht zusammen.
"Alles klar bei dir?", fragte Zidane vorsichtig. "Du sahst aus, als hättest du einen Geist gesehen."
Eines war klar: Sprüche klopfen konnte er sicherlich wie gehabt.
"Im Gegensatz zu damals siehst du ja auch aus, wie ein Geist.", meinte Lili kesch und verschränkte ihre Arme vor der Brust.
Die Truppe war leicht überrascht über ihre plötzliche Schlagfertigkeit.
"Ach, wie habe ich denn vorher ausgesehen?", meinte Zidane frech.
"Anders."
"Das ist ja sehr informativ."
"Dunkler."
"Was?", meinte Zidane verständnislos.
"Deine Haare, deine Augen, deine Haut, sogar deine Stimme war dunkler. ...und du hattest männlichere Gesichtszüge.", ergänzte Lili.
Zidane sah die hübsche Frau genauso perplex an, wie der Rest der Truppe.
Danach jedoch begann Zidane zu grinsen.
"Mir wird eh jeden Tag mindestens drei mal aufs Butterbrot geschmiert, dass ich aussehe wie ein Mädchen, also von da an..."
Zidane drehte sich von der Truppe weg und meinte daraufhin: "Folgt mir, ich zeige euch das Schiff."
Nach einem kurzen Zögern setzte die Truppe sich in Bewegung.
Lili dachte nach...nun ja, irgendwie musste sie dem Gerücht Recht geben: Sein Gesicht hatte wirklich weibliche Züge angenommen und sie hätte sich selbst hauen können: Trotz, dass sein Gesicht so blass und dünn war, fand sie sein Gesicht einfach wunderschön...
Nein! Schluss damit! Sie konnte nicht fassen, dass sie nach 5 minuten, die sie Zidane wieder zu Augen bekommen hatte, schon an sowas denken musste!
Lili fasste sich an die Schläfe.
"Alles in Ordnung bei euch?", erkundigte sich Steiner bei der jungen Königin.
"Ja, alles in Ordnung. Ich war nur gerade in Gedanken."
Zidane hob eine Augenbraue bei dem Abbild. Dieser Mann in der Ritterrüstung folgte ihr wie ein Schatten....na ja, was solls?, dachte er sich und betrat mit der Truppe den Flur.
Er stellte ihnen einige Wohnzimmer, Koch- und Trainingsräum vor. Sie gelangten einige Stockwerke tiefer, in denen sich viele und aberviele Schlaf-, Entspannungs-, Gesellschafts-, Koch- und Fitnessräume befanden.
Schließlich blieb er in einem Flur an einer Tür stehen.
"Dieser Flur ist euch zur Verfügung gestellt. Ihr könnt euch ein Zimmer aussuchen.", erklärte Zidane.
"Und wo schläfst du?", wollte Eiko wissen.
"Ganz oben, in Nähe der anderen. Falls mal was sein sollte....wenn ich denn schlafe."
"Und was machst du, wenn nicht?", fragte Vivi.
"Dann setze ich mich an den Tisch und warte bis morgen ist.", meinte Zidane.
"Die ganze Nacht?", wollte Eiko erstaunt wissen.
"Wenn es sein muss..."
Eiko seufzte erstaunt.
"Und da lebst du noch?"
Zidane musste grinsen.
"Offenbar..."
Zidane öffnete die Tür und bat die Truppe hinein.
"Ihr habt hier sogar Fenster mit einem wunderbaren Blick auf Pilera. Hat jemand von euch Höhenangst?"
Die Truppe verneinte.
"Okay."
Zidane sah kurz runter auf Pilera.
Egal was er machte oder wie er sich bewegte. Mit jeder Bewegung hatte Lili gehofft, dass die dünnen Arme und Beine bloß aus dem Blickwinkel so dünn erschienen, aber Irrtum: Er war einfach so dünn...
"Braucht ihr noch irgend etwas?", erkundigte sich der Blonde.
"Ich hawe Hunger!", protestierte Quina.
"Aber...wir haben doch eben gegessen.", meinte Zidane verwirrt.
"Er hat andauernd Hunger. Daran wirst du dich gewöhnen müssen.", erklärte Freya.
"Übrigens, dir könnten ein paar Kilo mehr auf den Rippen auch nicht schaden.", fügte sie hinzu.
"Ja, nicht? Das sieht voll schlimm aus.", meinte Zidane und sah an sich runter, woraufhin er sein Gesicht verzog.
"Sag mal, wo ist eigentlich dein Schwanz?", wollte Eiko wissen.
Alle drehten ihren Kopf zu ihr.
"Eiko! Also wirklich! Das...", begann Freya zu tadeln.
"Meinst du den hier?", fragte Zidane und zeigte auf seinen Affenschwanz.
"Genau!!", rief Eiko glücklich und wollte danach greifen, als sie plötzlich eine Spur Verband daran entdeckte.
"Ich habe mich etwas verbrannt, daher schone ich ihn ein wenig. Ist aber nicht schlimm. Ein bis zwei Tage und er ist wieder wie neu.", erklärte Zidane.
"Du bist aber auch überall kaputt!", meinte Eiko. Plötzlich schlug sie ihre Hand vor den Mund und sah Zidane erschrocken an.
"Das tut mir leid! Das wollte ich nicht!!", heulte sie beinahe.
"Was denn?", wollte Zidane wissen und duckte sich zu ihr runter, verzog dabei allerdings kurz das Gesicht.
"Ich wollte dir nicht wehtun.", meinte Eiko mit einer kleinen Träne in den Augen.
Zidane allerdings lächelte.
"Wozu denn? Du hast doch Recht!", meinte dieser frech und rubelte ihr kurz durchs Haar.
"Hä?", meinte die kleine Esper überrascht.
"Ach, ich nehme das nicht so ernst. Die Jungs ärgern mich täglich damit. Inzwischen kann ich schon gar nicht mehr ohne ihre Sprüche leben.", erklärte Zidane und lachte dabei ein wenig.
"Außer das mit der Frau, das ist doof."
"Welche Frau?", wollte Vivi wissen.
Zidane erhob sich und verzog erneut sein Gesicht. Als er gerade stand legte er eine Hand leicht auf den Bauch. Scheinbar schien ihm dies Schmerzen zu bereiten.
"Nun ja. Zair meint immer, ich sehe aus wie ein Mädchen. Ich sehe gar nicht...na gut, vielleicht ein kleines bisschen, aber ich sehe nicht aus wie ein Mädchen!", meinte Zidane und machte einen Schmollmund.
Lili staunte nicht schlecht. Sie hatte Zidane noch nie schmollen sehen. Da hatte sie allerdings was verpasst. Wie süß das aussah!
Lili musste grinsen.
"Bei dem Schmollmund allerdings...", meinte sie.
"Was?!", meinte Zidane perplex und sah erstaunt zu ihr, woraufhin die Truppe lachen musste.
Sogar Lili.

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So, das fünfte Kapitel kann jetzt etwas Zeit auf sich nehmen. Die ersten 5 Kapitek sind schon über 1 Jahr alt gewesen...
Ich muss mal gucken, wann ich das hinbekomme. Hoffe, ihr bleibt mir treu. :D
LG
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