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IERO KYO' SEI

von M-i-k-u
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
Eiko Carol Freia Crescent Garnet Till Alexandors XVII / Lili / Dagger Mahagon Coral / Amarant Vivi Orunitia Zidane Tribal
28.03.2011
19.07.2011
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24.946
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Dieses Kapitel
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28.03.2011 5.819
 
6 MONATE SPÄTER

"Meine Königin!", rief Steiner und polterte in ihr Gemach. "Einige Hofherren wünschen Euch zu sprechen!"
"Ich komme!", lächelte Garnet. Sie legte ein kleines Buch, in dem sie las, sobald sie etwas Freizeit hatte, weg und erhob sich, um Steiners Aufruf zu folgen.
Steiner begleitete sie zum Empfangsraum, auch wenn er ansah, dass Garnet dies für unnötig hielt. Es war ihm sicherer. Nicht, dass die Königin wieder einfach so umkippen würde, wie sie es vor einigen Wochen getan hatte...
Steiner seufzte. Ja...die vergangenen Wochen und Monate waren wirklich hart gewesen. Für sie und auch für ihn und einige andere Wachen auch.
Seit Zidanes Verschwinden hatte die junge Königin ihr Lächeln verlernt.
Nein, sogar noch schlimmer: Sie hatte fast tagtäglich nur noch geweint, sich in ihrem Gemach eingesperrt und mit niemandem reden wollen...sie hatte sogar noch nicht einmal essen wollen, woraufhin sie an Gewicht verloren hatte. Und Albträume hatte sie auch immer gehabt, was ihm und Beatrix als "stützende Schulter" ebenfalls schlaflose Nächte eingebracht hatte. Und das alles nur, weil sie sich Vorwürfe gemacht hatte....oder besser gesagt, sich noch immer welche machte. Sie war der festen Überzeugung, dass alles ihre Schuld gewesen sei. Da konnte man auf sie einreden, wie man wollte. Sie gab sich die Schuld, für das, was mit Zidane passiert war.
Steiner seufzte erneut.
"Alles in Ordnung, Steiner?", wollte Garnet wissen und blickte ihren Begleiter besorgt an.
"Ja, ja! Alles in Ordnung!"
Garnet lächelte und sah wieder nach vorne. Ein Lächeln auf dem wunderschönen Gesicht der Königin. Welch seltener Anblick...
Nun ja, seine Beziehung zu Zidane war nie die Beste gewesen, aber das hätte er Zidane niemals gewünscht. Er war dabei gewesen. Wie es passiert ist....und er war sich sicher, er würde dieses blasse, halbtote Gesicht Zidanes so schnell nicht mehr aus dem Kopf kriegen. Da konnte man Garnets Reaktion dann doch verstehen.
Und dann...war er einfach weg. Und wie es der blöde Zufall auch wollte, musste der alte Arzt Buck in selbiger Nacht sterben, der als einziger wissen konnte, wo Zidane hin war.
Na ja, in dem Zustand wird Zidane ja wohl nicht selber aufgebrochen sein. Zuzutrauen war ihm ja einiges, aber das war vollkommen ausgeschlossen, nicht bei diesem Zustand!
Die Truppe hatte natürlich nicht ausgeschlossen, dass Zidane wohl vielleicht schon längst tot sein könnte, doch diese Vermutung sollte man niemals in der Gegenwart der Königin aussprechen. Natürlich wusste sie es, aber sie wollte es einfach nicht wahr haben.
Steiner war wieder nach einem Seufzen zumute, doch diesmal hatte er es runter geschluckt.
Daraufhin erreichten er und die junge Königin den Ratsraum, in welchem Garnet kurz darauf verschwand und ihrer Aufgabe nach ging.

Die Besprechung mit den Hofherren war gut verlaufen. Garnet ließ sich in ihr Bett fallen. Es war bereits früher Abend. Eigentlich hatte sie Eiko, die gerade mit ihren Adoptiveltern, dem königlichen Paar Lindblums, in Alexandria war, um sie und andere Freunde zu besuchen, versprochen, mit ihr am heutigen Abend etwas zu unternehmen. Doch sie war ziemlich kaputt. Eiko würde ihr sicherlich nicht böse sein, wenn sie ihr Treffen auf den morgigen Tag verschieben würden. Außerdem hatten sie vor, zusammen wieder nach Pilera zu reisen, um Charline zu besuchen. Garnet war vor drei Wochen erst bei Charline gewesen, doch ihr tat das Reisen gut. Immerhin brauchte man gut zwei Tage per Kutsche.
Garnet seufzte. Immerhin etwas Schwung in ihren Alltag als Königin. Und schon landeten ihre Gedanken wieder bei Zidane.
Zidane, welcher immer Schwung in ihr Leben, in jeden ihrer Tage gebracht hatte; sie und seine Freunde zum Lachen gebracht hatte und ihnen alle einfach ein lustiges Leben beschert hatte. Er, der mit größtem Optimismus an jede Sache ran gegangen war.
Garnet seufzte erneut.
Egal was sie machte oder woran sie dachte, ihre Gedanken waren stets von Zidane besessen.
Sie vermisste ihn so sehr... Es fühlte sich an, als hätte Zidane ihr ein Teil vom Herz mitgenommen, welches jetzt nur noch halb so kräftig schlug.
Vielleicht war diese Denkensweise übertrieben, aber so erklärte Garnet sich Liebeskummer.
Was würde sie nicht alles dafür tun, um ihn wieder zu sehen, ihn in ihre Arme schließen, sich bei ihm zu entschuldigen und letztendlich, sobald er ihr verziehen hatte, ihn zu küssen und nie wieder loszulassen.
Ruckartig setzte Garnet sich auf. Schon wieder! Schon wieder hatte sie wieder solche Tagträumereien! Oder besser gesagt: Wunschträumereien.
Garnet erhob sich, ging auf den Balkon und betrachtete die Menschen auf den Straßen Alexandrias. Dies tat sie oft, um sich von störenden, plagenden Gedanken zu befreien oder sich nach Stress zu erholen.
Gerade viel ihr Blick auf ein junges Pärchen, welches sich gerade küsste. Daraufhin spürte Garnet ein Stechen in ihrer linken Brust.

"Königin Garnet!", ertönte die Stimme eines Wachen.
"Bitte?", fragte Garnet nach.
"Ihr Anliegen für den heutigen Abend mit der jungen Prinzessin Eiko?", bat die Wache und verbeugte sich innig.
"Bitte lassen Sie ihr ausrichten, dass ich heute Abend nicht bei ihr sein kann. Ich bin zu erschöpft. Aber ich werde morgen früh für sie da sein, versprochen."
"Sehr wohl!", gehorchte die Wache und verließ das Gemach der jungen Königin wieder, um die Nachricht zu überbringen.
Daraufhin ging Garnet in das Bad, um sich umzuziehen und zu Bett zu gehen. Sie war sehr müde. Außerdem würde sie Kraft für den morgigen Tag brauchen.
Immerhin würden sie zwei Tage unterwegs sein. Und diesmal kam die ganze Truppe mit:
Eiko, Steiner, Vivi, Freya, Quina und Mahagon. Zwar wollte die Küche sich ungern von Quina trennen, aber die paar Tage würden sie das schon überstehen können.
Nach einigen Minuten im Bad legte die junge Königin sich wieder schlafen. Eine Nacht in der sie wieder von einem Albtraum geplagt wurde...

"Juhuu! Juhuu! Juhuu!", lachte Eiko laut und hüpfte auf einer Stelle. Sie und ihre Adoptiveltern hatten sich bereits auf dem kleinen Vorderhof des Schlosses eingefunden, um Vivi, Quina, Freya, Steiner und Garnet abzuholen. Mahagon würde unterwegs dazustoßen.
Eiko hatte sich sehr über die Nachricht Garnets gefreut, welche sie gestern Abend noch erreicht hatte. Sie liebte Pilera. Sie waren viel zu selten dort. Wenn überhaupt immer nur zwei oder drei Tage.
Charline meinte immer, es sei zu gefährlich dort. Und jedes Mal, wenn jemand versuchte sich darauf anzusprechen, blockte sie ab und meinte, dies sei nicht von großem Belangen, damit die Gruppe sich nicht noch extra unnötig Gedanken machen würde. Aber das war egal! Hauptsache mal raus und Urlaub machen!

"Eiko bringt Charline ein tolles Geschenk mit!", sagte Eiko fröhlich.
"Und ich kann wieder mit Tiero spielen!", fügte Vivi hinzu. Tiero hatte er erst beim letzten Besuch vor 3 Wochen kennengelernt. Er war zwar kein Schwarzmagier, sondern ein Mensch, aber sie verstanden sich sehr gut und hatten viel Spaß miteinander gehabt.
Freya unterhielt sich währenddessen mit Beatrix. Nach einer Weile kam Steiner angelaufen, gekleidet in einer neuen Rüstung. Diese war eleganter geschnitten, mit einigen Ornamenten verziert und leichter zu tragen. Allerdings war eines bei der neuen Rüstung noch immer gleich: Sie klapperte bei jedem Schritt ungeheuer.
"Wir können nun abreisen!", rief Steiner, als er Freya und Beatrix erreichte. Daraufhin verabschiedete Freya sich bei der Obergenerälin, drückte Steiner ihren Koffer in die Hand und ging zu den drei Kutschen, welche schon für die Abreise bereit standen.
"Urghs!", murmelte Steiner und packte Freyas Koffer.
"So schwach, alter Mann?", fragte Beatrix amüsiert.
"Was soll das heißen, alter Mann? Ich bin topfit!"
Daraufhin schwang der dickköpfige Ritter Freyas Koffer über seinen Rücken und demonstrierte seine Stärke.
"Na ja, definitiv noch jung genug, um den Frauen was vorzumachen, nicht wahr?", lachte Beatrix.
"Pah!", fluchte Steiner.
"Pass gut auf die Königin auf."
"Nichts ist mir wichtiger als die Sicherheit der Königin!", posaunte Steiner wie ein Soldat.
"Das ist richtig so...", sagte Beatrix. Steiner konnte eine leichte Trauer in ihrer Stimme hören.
"Ich mache das schon! Alles klar?"
Beatrix wirkte einen Moment abwesend. "...äh, ja. Es ist schließlich deine Aufgabe. Also dann..."
Steiner verstand diese Frau einfach nicht. Sie unterschätzte ihn wohl!
"Mach's gut, alter Mann!", sagte Beatrix und gab ihm einen Schlag auf die Schulter. "Worauf wartest du noch?"
"Ähm....", begann Steiner. "Also...ich dachte, wenn wir schon was länger weg sind, dann...also..."
"Steiner! Wo bleibst du?!", rief Eiko zu ihm rüber.
"Ähhh, ich komme!", antwortete der Ritter und wandte sich dann Beatrix wieder zu.
"Na dann, halt die Truppen in Form!"
"Nichts leichter als das!", neckte Beatrix den verrückten Ritter. "Nun hau schon ab!"
"Ähm....ja. Bis dann!"
Daraufhin rannte Steiner mit Freyas Koffer zu einer Kutsche und verstaute diesen. Dann stieg er in die Kutsche zur Königin Garnet und der kleinen Prinzessin Eiko.
Freya und Vivi saßen in der zweiten Kutsche, in die gleich Mahagon noch hinzu steigen würde. In der dritten Kutsche fand Quina alleine Platz. Platz eben...

Nach zwei langen Tagen hielten die Kutschen kurz vor dem Waldende. Es wäre sehr nachteilig mit königlichen Kutschen ins Dorf zu fahren, wobei Königin Garnet ihre wahre Identität geheim halten wollte. Daraufhin machten die Kutschen also Kehrt und die Truppe setzte ihren Weg zu Fuß fort. Einige Minuten später fanden sie sich auch schon inmitten Pileras wieder. Eiko konnte es kaum erwarten Charline wieder zu sehen und stürmte gleich in's Arzthaus.

Charline war gerade dabei den Tisch zu decken, als sie von Eikos Stimme unterbrochen wurde:
"Charline" Charline! Wir sind's! Wir sind's!!"
Die alte Frau blickte zu dem kleinen Blauschopf und ließ sofort alles stehen und liegen, um die kleine Esper zu begrüßen.
"Eiko! Komm her, meine liebe!"
Danach traf auch der Rest der Truppe ein.
"Hach, welch wunderbare Überraschung! Ich habe gerade etwas gekocht. Mal gucken, ob's für alle reicht.", freute sich Charline.
Die Blicke fielen auf Quina.
"Bestimmt nicht.", meinte Mahagon.
"Mahagon, mein großer Junge! Ich habe noch genügend für einen zweiten Kessel.", grinste die alte Dame und verschwand gleich in der Küche.
Nach einigen Minuten war auch schon ein zweiter Kessel zubereitet, welcher, wie erwartet, vollkommen verspeist wurde. Die Klamotten waren danach schnell verstaut und der erste Abend in dem großen und freundlichen Dorf vergangen.
Der nächste Tag begann wundervoll: Die Sonne strahlte auf die Straßen Pileras, auf denen einige Leute ihre Lebensmittel- und Waffenstände aufbauten und fröhlich ihre Ware verkauften. Vivi hatte sich sofort mit Tiero verabredet. Mahagon war irgendwo in der Stadt unterwegs, um die Waffen in einigen Läden zu begutachten. Freya war, wie immer, spazieren und Lili, Eiko und Steiner hielten sich auf der Hauptstraße auf, um einige Zutaten für eine Torte zu kaufen, die Charline und Quina vorhatten zu backen. Eiko lief zu jedem zweiten Stand und bestaunte entweder Schmuck, Ruten oder süße Sachen wie Schlüsselanhänger oder Stofftierchen. Das Wetter war wirklich ausgezeichnet und somit verging der erste Tag in Pilrea ruck zuck.
Am frühen Abend wurde die wundervolle Vanillacremetorte serviert. Zum Dinner ebenfalls eingeladen waren auch Tiero und dessen kleiner Bruder Klip. Mahagon war erst am späten Abend eingetroffen. Daraufhin wurde noch viel geredet, bis die Truppe zu Bett ging.

Doch vor dem Schlaf ging LIli zu dem Zimmer, in dem Zidane vor 6 Monaten gelegen hatte. Der Raum war klein, aber sehr sauber. So sauber, dass man sich nicht hätte vorstellen können, dass in dem Behandlungsbett mal jemand schwer Verletztes gelegen hatte. Lili seufzte und hockte sich vor dem Bett auf den Boden. Die Luft in diesem Raum kam ihr schwer vor. Sie war oft in diesen Raum gekommen, in der Hoffnung, dass Zidane noch in diesem Bett liegen würde.
Lili seufzte erneut. Daraufhin klopfte es an der Tür und Charline kam hinein.
"Ich wusste, dass ich dich hier finden würde.", meinte die alte Frau freundlich und schloss die Tür hinter sich. "Du wirst bald drüber hinweg kommen, glaub mir."
"Das klingt so einfach...", meinte Lili.
"Ja..., das ist richtig. Aber es macht uns stark, nicht wahr? Du bist doch noch jung."
"Hm...."
"Du solltest dir nicht so oft den Kopf darüber zerbrechen. Man denkt automatisch schon bei den meisten Sachen an den Vermissten, da ist es unnötig, sich ihn noch absichtlich in den Kopf zu setzen. Diese Einstellung hilft mir jedenfalls.", erklärte Charline.
"Ja, da hast du wohl Recht...", meinte Lili und erhob sich.
"Vielen Dank für die netten Worte. Ich werde nun zu Bett gehen."
"Aber selbstverständlich, meine vornehme Dame.", lächelte Charline ironisch. Sie wusste, dass Lili eigentlich Garnet war, die Königin aus Alexandria. Aber sie hatte ihr versprochen niemandem davon zu erzählen.
Daraufhin gingen auch Lili und Charline zu Bett und schliefen ein.

Doch der Schlaf hielt nicht lange. Am frühen Morgen wurde Lili von einem eigenartigen Grollen geweckt. Erst verstand sie nicht recht, was ihre Ohren ihr mitteilen wollten, doch dann erkannte sie, dass es sich um ein Gebrüll handelte. Schnell zog sie sich ein Nachthemd drüber und rannte nach draußen, wo sich bereits der Rest der Truppe eingefunden hatte, ebenso wie viele Einwohner vor ihren Häusern, um das schreckliche Schauspiel zu beobachten:

Auf den gigantischen Rasenfeldern Pileras kämpften zwei gigantische Kreaturen gegeneinander. Das eine Wesen sah aus wie eine Mischung aus Drache ohne Flügel und Aal. Es handelte sich dabei wohl um ein dunkelblaues Wasserwesen. Die andere Bestie schien eine Mischung aus Drache und Wolf zu sein. Und sie kämpften bitter gegeneinander, wobei man nicht schnell brauchte, um zu sehen, dass das Wasserwesen in Führung lag.
Lili rannte erschrocken zu Charline.
"Charline! Was passiert hier?!"
"Lili, mein liebes. Alles in Ordnung bei dir?"
"Ja, alles in Ordnung! Aber was geschieht hier? Was sind das für Wesen?", wollte Lili ungeduldig wissen.
"Der Wolf hat unser Dorf angegriffen, deshalb ist das blaue Sternenwesen gekommen, um uns vor der Bestie zu beschützen.", erklärte Charline.
"Blaues Sternenwesen?", wollte Lili wissen.
"Dieser blaue Aal da vorne gehört einem Stern. Einem Krieger, auf dem Luftschiff ganz da oben."
Charline zeigte mit ihrem Arm in die Höhe, in der nicht weit entfernt ein Luftschiff zu erkennen war. Es hatte leuchtend rote Propeller und erinnerte ein klein wenig an die Prima Vista.
Die Tantalusbande...., Zidane....
Nein! Ihre Gedanken durften jetzt nicht von ihm besessen sein! Nicht jetzt!
"Und warum hat dieser Wolf uns angegriffen?", fragte Lili Charline.
"Das weiß niemand. Unser Dorf wird andauernd von irgendwelchen Viechern angegriffen, aber die Sterne beschützen uns immer. Dieses hier scheint ein schwächeres zu sein, sonst würden sie auch selber eingreifen."
"Was meinst du mit Sterne?", kam es von Lili.
"Die beiden Sternenkrieger, die uns immer beschützen. Auf dem Luftschiff da oben. Die Nero Vera."
"Nero Vera....? Aber...."
Plötzlich brach ein riesiges Geschrei aus. Lili blickte auf die beiden Bestien, welche nicht mehr am kämpfen waren, sondern jagten. Der Fuchs kam auf das Dorf zu gerannt und der Wasseraal verfolgte ihn, wobei er nicht gerade schnell war, da er sich als Wasserbewohner an Land wohl nicht herzlich willkommen fühlte.
Vivi packte seine Route, ebenso wie Eiko. Freya, Steiner und Mahagon ihre Waffen griffen und in Kampfpose gingen.
"Leute!", rief Lili zu ihren Freunden und stellte sich zu ihnen. "Die Bestie ist viel zu groß!"
"Pah! Die machen wir fertig! Fertig!!", rief Eiko siegessicher.
Vivi hüpfte bereits auf einer Steller und Mahagon versuchte den Fuchs mit seinem Todesblick zu ermorden. Freya hingegen bewahrte Ruhe.
Es war dumm sich gegen eine solche Bestie zu stellen, aber auch mutig. Lili zauberte ebenfalls ihre Zauberroute herbei und hielt sie angriffsbereit. Sie könnte eine Bestia rufen, um den Fuchs zu besiegen. Beispielsweise Shiva! Sie könnte den Fuchs einfrieren! Aber das würde sicherlich noch mehr Chaos ergeben und Menschen könnten verletzt werden.
Eine Horde Einwohner lief bereits ängstlich umher, bis auf die 6-köpfige Truppe, welche sich dem Fuchs mutig entgegen stellte.
"Meine lieben! Was tut ihr denn da?! Kommt rein!!", rief Charline verzweifelt. Daraufhin drehte Lili sich zu ihr um und meinte: "Vertrau uns!"
Charline verstand und verschwand zusammen mit dem kleinen Tiero in dem alten Arzthaus.
Nun musste sich die Truppe auf den Fuchs konzentrieren, welcher das Dorf fast erreicht hatte. Vivi hielt nicht länger inne und beschwor einen Feuerzauber, welcher den Fuchs am Hals traf und ihn zurück stolpern ließ.
"Super, Vivi!", lobte ihn Freya.
"Zusammen!", meinte Steiner zu Vivi, welche daraufhin eine gemeinsame Attacke vorbereiteten. Quina überlegte sich die ganze Zeit, wie er den Fuchs am besten verspeisen könnte, woraufhin Eiko ein paar Schritte nach vorne lief, um einen Zauber zu beschwören. Doch leider fiel der Blick des Fuchses auf die kleine Prinzessin und versuchte sie zu packen.
"Kyaaa!", schrie Eiko, doch kurz bevor der Pranke sie erreichen konnte, hatte Mahagon sie gepackt und zur Truppe zurück gesetzt. Nun stand der Wolf vor der Truppe und brüllte sie, begleitet von einem abartigen Mundgeruch, an.
"Eiko macht dich fertig!", rief die kleine Esper, befreite sich aus Mahagons Armen und hielt ihre Route in die Lüfte, um eine Zauberformel zu beschwören. Doch dann erreichte der Wasseraal den Fuchs und griff ihn erneut an. Durch die Bodenruckeleien ließ Eiko die Route fallen und lief ihr hinterher.
"Eiko!! Nicht!", schrie Lili und rannte ihr hinterher. Doch kurz nachdem Eiko ihre Route gepackt hatte, wurde sie von dem mächtigen Schweif des Fuchses mitgerissen.
"Kyaaaaaaaahhh!!", konnte man die Kleine schreien hören. Sie wurde schier durch die Luft gewirbelt.
"Neein" Es hat Eiko!!", rief Lili verzweifelt.
"Das heißt, wir können den Fuchs nicht direkt töten, weil wir Eiko in Gefahr bringen können.", meinte Freya, welche zu Lili gerannt kam.
"Was sollen wir denn jetzt tun?!", wollte Lili wissen.
"Ich werde auf den Fuchs klettern und Eiko befreien.", erklärte Mahagon.
"Wir brauchen keine Heldentaten, sondern einen Plan, den wir selber ebenfalls überleben können.", blockte Freya ab.
"Und was sollen wir deiner Meinung nach tun?", wollte Mahagon wissen.
"Ich weiß es nicht...", gestand Freya.
"Verdammt!", knurrte Steiner und verfolgte den Schweif, mitsamt Eiko, mit seinen Augen.
Plötzlich schrie der dunkelblaue Wasseraal und baute sich vor dem Fuchs auf. Direkt hinter ihm baute sich eine gigantische Wasserwand auf und attackierte den Fuchs.
"Eikooo!!", rief Lili verzweifelt.
Daraufhin sprang der Wasseraal in die Wasserwand, in der sich der Fuchs und die kleine Eiko befanden und sprang Sekunden später wieder hinaus. Nach wenigen Minuten war der Fuchs in der Wasserwand ertrunken, welche sich danach wieder legte. Der Fuchs fiel zu Boden und zunächst geschah nichts.
Die Truppe sah gespannt auf die Leiche des Fuchses, welche sich plötzlich in kleine, goldene Lichter auflöste.
"Neein! Was ist mit Eiko?!", schrie Lili zu dem Wasseraal, welcher einen Sprung in die Luft machte. Er erreichte das Luftschiff, welches sich über Pilera aufhielt und verweilte dort eine kurze Weile.

Lili konnte nicht still halten, griff ihre Route und rannte los. Dort hin, wo die Bestien eben gekämpft hatten. Sie musste Eiko finden! Nicht auch noch Eiko!
"Lili!!! Wo wollt Ihr denn hin??!", rief Steiner und folgte der jungen Königin. Der Rest der Truppe folgte ebenfalls dem verrückten Ritter.
Plötzlich riss ein kleiner Stein Lili unangenehm zu Boden.
"Verdammt!", fauchte sie und versuchte ihre Tränen zu unterdrücken, was sich als ziemlich schwer erwies. Doch sie rappelte sich schnell wieder auf und wollte weiter laufen, als plötzlich vor ihr das gigantische Gesicht des Wasseraals auftauchte und sie ansah. Geschockt blieb Lili abrupt stehen.
"Lili! Wo seit Ihr?", rief Steiner, der gerade um die Ecke kam und bei dem Anblick der Bestie glatt hinfiel.
"Lili?", rief auch Freya, welche glatt den Rest der Truppe mitgebracht hatte.
"Was zum...?", begann Freya ihren Satz, unterbrach sich aber selber, als sie das Gesicht der Bestie erblickte und stehen blieb.
"Ist es böse?", wollte Vivi wissen.
Daraufhin blickte der Wasseraal zu dem kleinen Schwarzmagier und schüttelte den Kopf.
"Es kann uns verstehen?", fragte Freya überrascht.
"Verstehst du uns?", fragte Vivi die große Bestie. Daraufhin nickte diese.
"Wo ist unsere Freundin? Wo ist sie?", wollte Lili wissen und ging einige Schritte auf die Bestie zu.
"Nein! Seit vorsichtig!", rief Steiner.
Die Bestie blickte die junge Königin an und streckte auf einmal eine Pranke vor der Truppe auf den Boden aus und machte eine Kopfbewegung.
"Was will es uns sagen?", fragte Mahagon.
"Uff! Uff! Uff! Uff!", keuchte Quina, welcher erst jetzt auf die Truppe dazu stoß.
"Ich glaube, es will, dass wir auf seine Pranke klettern.", meinte Freya. Noch bevor diese Nachricht aus diskutiert werden konnte, kletterte Lili auf die ausgebreitete Pranke und rief:
"Worauf wartet ihr noch?!"
"Meine Königin! Seit Ihr euch ganz sicher?", wollte Steiner wissen.
"Ich heiße Lili und du bist mein Ritter! Wenn du mich beschützen willst, dann musst du mich begleiten!"
Steiner seufzte. Natürlich hatte sich Recht. Daraufhin kletterte die Truppe auf die Pranke der Wasserbestie, welche dann ein Grollen von sich gab und erhob. Es sprang hoch zum Luftschiff, hielt sich leicht daran fest und setzte die voll beladene Pranke auf dem Deck des Luftschiffes ab. Blitzschnell steig die Truppe von der großen Pfote der Wasserbestie, welche diese dann zurück zog.
Die Truppe sah sich kurz um und wurde von einigen Crewmitgliedern beobachtet.
"Danke!", sagte Lili zur Bestie. Sie wollte gerade fragen, wo Eiko ist, als sie von einer fremden Stimme unterbrochen wurde:


"Heeey! Super gemacht, altes Haus!!", rief ein junger Mann, welcher gerade aus dem Schiffsinneren auf das Deck geklettert kam. Er sprang gleich alle Treppenstufen auf einmal hinunter und lehnte sich über den Schiffsrand, um dem Wasseraal ins Gesicht zu klopfen.
"Klasse Arbeit, man!", lobte er die Bestie, welche sich kurz darauf mit einem zufriedenen Lächeln in ein blaues Licht verwandelte und im rechten Armgelenk des jungen Mannes verschwand. Danach ertönte ein Klatschen und Gebrüll auf dem Deck.

"Wo sind wir hier gelandet?", fragte sich Freya.
"Ich weiß es nicht...", meinte Vivi darauf.
"Ich will wissen, wo Eiko ist!", fluchte Lili beinahe.
Wie gerufen drehte sich der junge Mann zur Truppe und kam auf sie zu.
"Hey Leute! Alles klar bei euch? Noch alles dran?"
"Äh...ja", meinte Vivi vorsichtig.
"Ooch, keine Sorge. Der kleine Aal tut euch nichts. Der ist 'n total lieber.", meinte der Fremde zufrieden.
"Äh...ja....", antwortete Vivi.
"Sucht ihr jemanden?", wollte der Fremde wissen.
"Ja! Wir suchen ein kleines Mädchen! Es wurde von dem Fuchs mitgerissen und...", begann Lili.
"Aaaach, die Kleine! Ja, ja! Die ist bei uns an Board. Mein großer Kumpel hat sie befreit und hier hin gebracht. Sie hat ein paar Schrammen, ansonsten geht's ihr prima."
Lili atmete gehörig aus.
"Na Gott sei Dank..."
"Joa...die kommt gleich wieder. Unser Boss kümmert sich gerade um sie. Wollt ihr solange reinkommen?"
"Ähm ja, das wäre sehr nett.", bedankte die Lili und verbeugte sich leicht.
"Uiii, aus gutem Hause, was? Wie vornehm.", lachte der Fremde mit dem blauen Schopf.
"Macht euch bloß nicht über sie lustig!", drohte Steiner.
"Sonst was?", wollte der Fremde wissen.
"Sonst werdet ihr es bitter bereuen!"
"Steiner!", ermahnte Lili ihn.
"Hmpf.", gab dieser nur von sich.
Der Fremde begann zu lachen. "Da bin ich ja mal gespannt. Folgt mir!"
Im Inneren des Schiffes angekommen, kam gleich eine Horde Leute auf die Neuankömmlinge zugelaufen.
"Zair! Zair! Du hast es geschafft!!!", reif ein kleines, höchstens 30cm großes Mädchen.
"Aber klar doch, man!", lachte der Blauhaarige und klopfte sich auf die Brust.
"Gibt's was zu futtern?"
"Ja, gleich!", meinte die Kleine und ging gleich darauf zu den Neuen.
"Seit ihr neu hier? Wollt ihr auch was essen?", bot sie an.
"Japp! Mampf!", stimmte Quina gleich zu.
"Ähm...", begann Lili. "Das ist sehr nett. Aber zuerst würde ich gerne wissen, wie es unserer Freundin geht."
"Ach, die mit dem Horn und den Flügeln?", wollte die Kleine wissen.
"Äh...ja."
"Och ja, die kommt sicherlich gleich wieder. Nur ein paar kleine Schrammen."
Daraufhin wand die Kleine sich zu den anderen am Tisch.
"Hey! Gib mal einer dem Boss Bescheid, dass wir neue hier haben! Freunde von der Patientin!"
"Jawohl!", schrie ein nicht größerer Junge und lief gleich die Holztreppe hoch.

Das Luftschiff erinnerte stark an die Prima Vista:
Es war in Holz gehalten, die Möbel im älteren Stil, aber gut erhalten. Allgemein war das Luftschiff freundlich und nett eingerichtet, gut erhalten und strahlte eine freundliche, historische Atmosphäre aus.
"Ein Goldstück, nicht?", fragte der Blauhaarige wieder, als er die neugierigen Blicke der Truppe bemerkte.
Quina hatte sich bereits am Tisch eingefunden.
"Ja!", stimmte Vivi gleich zu.
"Haach, schon 9 Jahre alt, ne? Aber die richtige Pflege macht's!", schwärmte der junge Mann.
"Was ist eigentlich eben passiert?", wollte Lili wissen.
Der junge Mann, mit den knallroten Augen sah zu ihr. Eigentlich war er ja ein ziemlich gut aussehender Mann und gut gebaut war zudem auch. Aber er schien ein wenig verrückt zu sein.
"Oh joa. Pilera wurde wieder von so nem Vieh angegriffen, aber gegen mein Sahneschnittchen hat keine ne Chance, haha!"
"Ich würd's eher als Sahnetorte bezeichnen.", kommentierte Mahagon.
"Hahahaha! Da haste' aber Baro's Sternenwesen noch nicht gesehen. Das Vieh geht richtig ab, Junge!"
"Baro?", wollte Garnet wissen.
"Auch n Stern.", meinte der Fremde.
"Was sind denn diese Sterne?", fragte Freya.
Währenddessen wurde das Essen serviert und die Gruppe am Tisch haute ordentlich rein.
"Ihr kennt nicht die Sterne? ...also ich meine....na ja, also egal. Die Sterne sind....na ja...Baro und ich eben. Wir haben so nen Stein."
Der Fremde hielt seinen rechten Arm vor. Am Handgelenk trug er einen großen, dunkelblauen Diamant.
"Der ist aber schööön!", meinte Vivi.
"Nicht wahr? Aber gefährlich. Das ist n Sternenstein. Sie suchen sich ihre Träger aus, egal nach welchen Kriterien. Baro und ich haben einen. Meiner steht für Wasser und der von Baro für Feuer. Aber das Element haben wir schon vorher beherrscht. Keine Ahnung, wofür die eigentlich da sind, aber sie sind stark. Von denen haben wir beispielsweise unsere hübschen Bestien. Muhahaha!"
"Äh....also, Steine, die euch Kräfte geben? Zum Beispiel ein Wesen?", erkundigte sich Freya,
"Genau! Wir verscheuchen immer die Viecher, die Pilera angreifen. Jetzt fragt mich nicht, warum diese Viecher das Dorf immer angreifen. Das wissen wir alle nicht."
"Das Dorf wird also öfters angegriffen?", fragte Lili erschrocken.
"Ja, leider. Keine Ahnung warum. Ziemlich oft sogar. In letzter Zeit aber weniger. Gibt für uns n bisschen Freizeit."
"Und ihr besiegt sie immer?", wollte Vivi wissen.
"Jawoll!"
"Wooow.", sagte der kleine Schwarzmagier.
"Sag mal, bist du ein Schwarzmagier?", fragte der Fremde Vivi.
"Äh....ja, warum?"
"Cool! Habe mal davon gehört. Wollte schon immer mal einem begegnen. Ich finde schwarze Magie klingt interessant."
"Ähm...jah."
"Ach ja! Mein Name ist übrigens Zair! Nennt mich auch so."
"Wie sollten wir dich denn sonst nennen?", lachte Vivi.
"Na ja.....einige hier haben Spitznamen. Ich will aber keinen."
"Aber selber welche verteilen, was?!", rief jemand vom Tisch zu Zair.
"Ey jou! Schürzi ist doch mal voll passend! Der kriegt doch jedes Weib an den Nagel! Und das auch noch ohne was dafür zu tun!", rief Zair zurück. "Du vor allen Dingen, was?"
"Jaaa! Mein süßer Schürzi!"
"Isser nicht!", rief ein anderes Mädchen.
"Oooh doch!", konterte die andere.
"Aaaach, das ist Jujuro. Die ist total verknallt in Schürzi.", erklärte Zair.
"Und wer ist Schürzi?", wollte Vivi wissen.
"Hmm, ja, das ist unser Problemkind."
"Wie meinst du das?", wollte Lili wissen.
"Ja, er ist verletzt, dauerverletzt. Der hat andauernd irgendwelche anderen Probleme. Ständig in Behandlung, die arme Sau. Aber die Weiber liegen ihm wahrlich zu Füßen. Der müsste gleich mal kommen und die Lampe hier reparieren!"
"Aha.", sagte Lili.
"Und der arme Kerl weiß noch nicht mal...", begann Zair.

"Leute! Leute!!!", rief eine bekannte Stimme.
Eiko kam aus einem Behandlungszimmer raus gestürmt, raste die Treppe hinunter und fiel Lili regelrecht in die Arme.
"Eiko, alles in Ordnung? Wie geht es dir?", wollte Lili wissen.
"Bis auf ein paar Schrammen alles klar! Der Arzt ist soooo nett!", schwärmte Eiko.
Dieser kam gerade bei der Truppe an.
"Guten Tach, meine Leute!", begrüßte der Arzt die Truppe.
Lili war etwas erschrocken:
Er schien eine Kreuzung von Wolf und Mensch zu sein. Nicht, dass das schlimm wäre, aber schon wieder ein Wolf! Sein Gesicht sah aus, wie das eines Menschen, bis auf die schwarze Nase und die Fuchsohren. Sein Körper war von leichtem, dünnen Fell bedeckt, doch die Klamotten waren keine Arztklamotten. Da hingegen sah Zair sehr menschlich aus. Er wahr wohl sicherlich auch ein Mensch:
Blaue, ziemlich durch gewirbelte Haare, knallrote Augen, eine leicht bräunliche Haut und gut gebaut. Er schien wohl viel Sport zu treiben. Um so verrückter war sein breites Grinsen.

"Der Kleinen gehts gut. Ist bei euch jemand verletzt? Kann ich was für euch tun?", erkundigte sich der Arzt.
"Äh, nein. Wir haben nur auf Eiko gewartet.", meinte Lili freundlich.
"Verstehe. Wollt ihr vielleicht noch mit uns dinnieren?", bot der Arzt an.
"Au ja! Eiko hat Hunger!", bettelte Eiko.
Lili sah kurz zu ihren Truppenmitgliedern, von denen sie ein Nicken bekam. Offen gestanden hatten alle sie noch gar nicht gefrühstückt.
"Juhuu!" Schon rannte Eiko auf den Tisch zu und gesellte sich zu den anderen Crewmitgliedern, welche laut und gehörig das Essen verspeisten.
"Entschuldigen Sie, bitte! Wie lautet ihr Name?", wollte Lili von dem Arzt wissen.
"Muhahahaha! Nennt mich einfach Boss oder Chef! Ich liebe diese Namen. Muhahaha!"
"Ähm....okay.", sagte Lili.
"Ist Baro schon weg?", fragte der Boss Zair.
"Ja, der ist schon ziemlich früh weg."
"Okay. Wo ist denn Schürzi? War der schon wach?"
"Äh ja!", antwortete Zair. "Der war, glaube ich, unter der Dusche. Ich habe ihn schon gerufen. Der muss mal die Lampe hier reparieren, man!"
"Die Lampe ist mir egal. Ich muss ihn untersuchen."
"Soll ich ihn holen?"
"Ne, ne, lass mal. Geht erstmal alle etwas essen. Ich hole ihn selbst."
"Okay! Hey Leuts! Sucht euch einen Platz aus und ab in die Suppe!"
Daraufhin fand sich die Truppe am Tisch ein, doch Zair bastelte an der kaputten Lampe herum.
"Mensch Zair! Jetzt iss doch mal was mit!", tadelte ihn Jujuro.
"Ich brauche Licht beim Essen!", meinte dieser.
"Die Sonne ist bereits aufgegangen und außerdem wird dein Essen eh kalt!" "Jaaah!"

Inzwischen hatte die Truppe erfahren, dass sie sich auf der Nero Vera aufhielten. Ein Luftschiff mit stolzem Namen und stolzem Ruf, meinte jedenfalls Zair.
"Schürziiii! Komm mal!", rief Zair erneut.
"Der kommt schon noch! Jetzt iss endlich!", mahnte ihn Jujuro abermals.
"Genau! Immer locker!", meinte der Arzt, als dieser gerade durch eine Tür hinein kam.
"Neeein! Schürzi!!", rief Zair mittlerweile verzweifelt.
Prompt landete ein Handtuch auf Zairs Kopf.
"Ayyaaa!!", rief er, riss das Handtuch von seinem Gesicht und drehte sich um.
"Oah, na endlich!", meinte er dann.
Hinter dem Arzt, welcher sich gerade an den großen Tisch gesetzt hatte, stand ein ziemlich junger Mann, vermutlich noch ein Junge und kam auf Zair zu.
"Nenn mich nicht immer Schürzi!", tadelte dieser.
Die Stimme des Jungen ließ die ganzen Truppenmitglieder aufschauen. Lili merkte sofort, dass sie diese Stimme kannte. Sie jagte ihr ein mulmiges Gefühl durch den Magen.
"Joa", begann Zair. "Z - i - d - a - n - e!"
"Ja, ich bin hier! Was ist?"
Als Lili nach oben blickte, blieb ihr Herz schlagartig stehen:
Das war Zidane!!! ER WAR ES!
"Die Lampe ist kaputt, man! Mach mal was!", heulte Zair.
"Deshalb schreist du übers ganze Luftschiff?"
".....ja.", sagte Zair perplex.
"Zidane!!!!", schrie Eiko und sprang ihm in die Arme.
"Zidane! Zidane! Zidane!", rief sie glücklich.
"Autsch! Runter von mir! Au!", fluchte Zidane.
"Hey, runter von ihm!", mahnte Zair, diesmal ernst.
Eiko sah Zair erschrocken an und sprang sofort von Zidane runter.
"Zidane! Wir haben dich so vermisst! Wo warst du?", wollte Eiko traurig wissen.
"Was?", fragte Zidane.
Ruckartig stand Lili auf, ebenso wie der Rest der Truppe.
"Zidane...", sagte Lili traurig und ging um den Tisch auf ihn zu. Währenddessen hatte auch Zair sich erhoben.
"Zidane! Oh Gott, ich habe dich so vermisst!", sagte Lili und wollte sich ihm gerade ebenfalls in die Arme schmeißen, doch dann wurde sie von seinem irritiertem Blick aufgehalten.
"Ähm...kenne ich euch?"
Ein schmerzvoller Ruck stach in Lilis Herz.
"....was?", fragte sie geschockt.
"Äh...wer seit ihr überhaupt? Kennen wir uns etwa?", wollte Zidane wissen.
"Kerl! Das ist nicht lustig!", fauchte Steiner.
"Wie bitte?", fragte Zidane den wütenden Ritter.
"Verarsch uns bloß nicht!"
"Sehe ich etwa so aus? Sehr nett..."
“Ey Dicker! Spalte deine Zunge!“, mahnte ihn Zair.
"Zidane! Was hat das zu bedeuten?", wollte Freya wissen. "Kannst du dich nicht an uns erinnern?"
"Ähm...", begann dieser. "Nein. Ich kann mich an gar nichts mehr aus meinem früheren Leben erinnern..."
Lilis Herz blieb stehen.

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Sorry, dass das momentan so lang' dauert. ;<
Habe meine Abschlussprüfungen hinter mich gebracht, von daher hatte ich viel zu tun. ;D
Bis dann!
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