All you love is a lie

GeschichteDrama / P16
Emppu Vuorinen
28.03.2011
26.06.2011
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liebste leser, nix is meines, außer klara. ich weiß noch nicht, ob mehr draus wird. mir kam nur mal eben die idee.

viel vergnügen.

The End

Es war schon wieder passiert. Mittlerweile zweifelte ich an meinem Verstand. Das konnte doch wohl nicht wahr sein. Nein, nein und nochmals nein. Verdammt.

Vorsichtig zog ich mich aus seiner Umarmung und sammelte meine Kleidung auf. Warum, verdammt noch mal passierte es immer wieder. Eigentlich hatte er doch jemanden und ich auch. Immer wieder. Diese verdammte Bar. Wir waren doch einfach nur Freunde und dann das.

Verdammter, heißer, dunkelhaariger Bastard. Dummes, kleines Mädchen. Und es war wieder unglaublich gewesen. Gut, dass Zuhause niemand war. Mein Freund hatte Nachtdienst.
„Verdammt, warum bist du nur so bescheuert? Warum bin ich so bescheuert? Warum sind wir beide so selten dämlich?“, zischte ich, als ich in meine Unterwäsche stieg.

„Vielleicht weil es das ist, was wir wollen“, flüsterte er aus dem Bett und ich riss erschrocken die Augen auf. Nein, er war doch sonst nie wach. Panisch knöpfte ich meine Bluse zu und griff nach meinen Zigaretten. Meine Hände zitterten, als ich sie nicht anzünden konnte. Er nahm das Feuerzeug und brachte das Teil zum Glühen.
„Scheiße, Tuom… das geht einfach so nicht weiter… es… Pasi hat Nachtdienst, ich geh mit dir einen Trinken, weil Johanna auf Tour ist und dann das! Es ist immer so… wir sind glücklich mit ihnen… und wir sind nur Freunde… also sollten wir es verdammt noch mal auch schaffen, dass wir es so belassen“, wisperte ich nervös und zog an der Zigarette. Er schwieg und sah aus dem Fenster. Ich hasste seinen blanken Hintern. Er war einfach perfekt.

Es gab so viele Gründe, die gegen uns sprachen, dass es schon nicht mehr zählbar war. Es war zum Heulen.
„Johanna und ich sind nicht glücklich und du und Pasi sind es genauso wenig“, erklärte er schlicht und mich packte der Schwindel. Ich musste hier raus. Hektisch zog ich meine Hose hoch und dämpfte nach einem letzten Zug die Zigarette aus. Das konnte er doch nicht ernst meinen.

Ich meine, ich hatte mein Zuhause, meine Familie und alles wegen Pasi hinter mir gelassen, wobei ich aufgeregt war wie ein kleines Kind, dass ich ins Land meiner Träume gezogen war.
Ich flüchtete aus dem Schlafzimmer, aus seinem Schlafzimmer und schüttelte den Kopf. Das konnte doch wohl nicht wahr sein. Er war verrückt. Finnische Männer hatten leider die unangenehme Grundeigenschaft, dass sie, wenn sie etwas sagten, zuvor gut nachgedacht zu haben und nur das Nötigste rausquetschten.
„Wo willst du hin?“, fragte er mich und ging mir nach. Es schien im wichtig zu sein, dass ich jetzt mit ihm sprach, denn kein Finne kam einer Frau nach, ohne Grund.

„Nach Hause“, antwortete ich, als ich mir die Jacke schnappte und in meine Stiefel schlüpfte. Es war mir egal, was jetzt noch kommen würde. Er hatte kein Recht mich in seine Beziehungsprobleme mit hineinzuziehen. Er und Johanna hatten also Probleme. Pasi und ich nicht. Es war großartig mit uns. Wir verstanden und großartig. Der Sex war gut. Wir hatten uns ein gemeinsames Leben aufgebaut und es war wunderschön.

Warum nagte der Zweifel, nach dem kleinen „… und du und Pasi sind es genauso wenig“.

„Bleib, bitte“, sagte er einfach in die Stille des Hausflurs.

„Ich… kann jetzt nicht hier bleiben… Es tut mir Leid… ich…. Das ist alles zu viel… okay?“, bat ich ihn und er nickte und zeigte keine Regung mehr. Er ließ mir meinen Freiraum, weil er verstand, dass ich verstanden hatte und nachdachte und das nicht in seiner unmittelbaren Umgebung geschehen könnte.

Als ich die Tür hinter mir schließen wollte, griff er noch einmal nach meinem Handgelenk und ließ mich somit vor ihm zu stehen kommen. Es war alles so verwirrend. Ich wusste nicht, wo ich hinsehen sollte. Er war nackt, also zwang er mich unmittelbar dazu, dass ich ihm in die Augen sah. Sie wirkten düster, traurig.

„Klara, wir gehen ein- bis zweimal im Monat miteinander aus, um danach in der Kiste zu landen, seit mehr als einem Jahr, wenn Pasi und Johanna nicht da sind. Das bedeutet mehr“, erklärte er. Finnische Männer sind grauenhaft. Sie sind wirklich schrecklich und treffen mit ihren Aussagen immer ins Schwarze.

In diesem Moment wünschte ich mir, ihn nicht kennen gelernt zu haben. Ihm niemals begegnet zu sein, es hätte uns alle vor Kummer bewahrt. Ohne Vorwarnung küsste er mich. Sanft, zärtlich, wie noch nie zuvor. In unseren gemeinsamen Nächten war er wie ein Tier, leidenschaftlich und ungezügelt und genau das, was ich an diesen Abenden brauchte. Jetzt, hier vor mir stand ein Mann, der mir zeigte, wie sehr er mich mochte.

„Geh, ich weiß, du brauchst Zeit“, flüsterte er und ließ mich los. Wie auf Kommando ging ich drei Schritte aus der Tür. Sie war noch geöffnet, als ich mich umwand und ihn nochmals hektisch küsste. Er ließ mich so sein, wie ich wollte und ich ihn. Pasi versuchte immer mir das Rauchen abzugewöhnen, Tuomas versorgte mich andauernd mit Zigaretten.

Pasi wollte, dass ich mir meinen unsteten Job als Tourmanager nieder legte, damit ich Zuhause endlich ans Kinder kriegen dachte, er würde mich mitnehmen auf die ganze Welt. Als ich die beiden Männer zu vergleichen begann, wusste ich, dass Tuomas im Recht war.




über wünsche, beschwerden und anregungen, freue ich mich immer!
liebe grüße, das zitronenkeks.
(wie gesagt, ich weiß nicht, ob es weiter geht... bei vielen reviews vielleicht... *bestechung*)
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