Ein neues Gefühl

SongficAllgemein / P16
Hermine Granger Lily Potter Severus Snape
25.03.2011
25.03.2011
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Hei!

Dies ist das Wichtelgeschenk für Kadingo.

Ich hoffe, es gefällt dir!

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New Divide - Linkin Park
*****~~~~~******
Ein neues Gefühl



I remembered black skies
The lightning all around me
I remembered each flash
As time began to blur
Like a startling sign
That fate had finally found me
And your voice was all I heard
That I get what I deserve


Severus Snape stand auf den Ländereien von Hogwarts. Noch immer unterrichtete er Zaubertränke. Auch nach dem Krieg, welchen er trotz Naginis Biss auf mysteriöse Art und Weise überlebte.
Es war Winter und weiße Schneeflocken fielen hinab. Ohne jegliche Bewegung stand Severus da. Es waren Winterferien, alle Schüler sind dieses Jahr zu ihren Familien gefahren. Nur die Professoren waren noch da. Natürlich wurde auch Miss Granger Professorin, was anderes war ja auch nicht wirklich zu erwarten. Miss Granger, Hermine. Minerva hatte die Beiden dazu gezwungen, sich beim Vornamen zu nennen. Was in gewisser Weise auch seinen Sinn hatte. Sie war einfach zu höflich um ihn Snape zu nennen und wie sah das auch aus, wenn sie sich noch immer wie Lehrer und Schüler verhalten würden.
Sie hatte es auch nicht gerade leicht gehabt. Ihre ganze Schulzeit lang hatte sie mehr oder weniger gegen den gefährlichsten Zauberer ihrer Zeit gekämpft. Bei diesem Gedanken glitten Severus´ Gedanken zurück zu seiner Schulzeit, zu Lily. Seiner geliebten Lily, die ihm immer Mut zugesprochen hatte, ihn immer unterstützt und verteidigt hatte. Bis er diesen verdammten Fehler gemacht hatte, den Fehler sie Schlammblut zu nennen. Bei dem Gedanken daran kam Wut in ihm hoch, Wut auf sich selbst. Doch trotz dieser riesigen Wut blieb er unverändert stehen. Schnee hatte sich in seinen schwarzen Haaren verfangen, hing an seinem Umhang und bedeckte ihn mittlerweile fast komplett. Seine Gedanken schweiften weiter, zu all den Dingen die er getan hatte, nur um Potter zu beschützen, Lilys Sohn, das einzige, was er von Lily noch hatte.
Nein, das stimmte nicht ganz. Er hatte eine Verbindung zum Reich der Toten, doch sie führte nur zu ihr, nur zu Lily und heute würde sie enden. Noch einmal wollte er mit ihr reden. Plötzlich fegte ein heftiger Wind über die Ländereien von Hogwarts. Der Schnee verstärkte sich. Die Flocken wurden größer und fielen dichter. Starker Wind kam auf. Doch Severus rührte sich noch immer nicht von seinem Fleck. Stattdessen verließ er seinen Körper und fand sich auf einer großen Wiese wieder. Auch wenn er nicht sehen konnte, wie er aussah, so wusste er doch, dass er in dem Körper steckte, den er hatte als er 17 war. Gegenüber von ihm saß Lily im Gras, auch sie sah aus wie 17. Lily lächelte, auch wenn es ihre Augen nicht erreichte: „Du wolltest dich verabschieden, oder? Aber Dumbledore weiß, warum er es zeitlich begrenzt hat. Du würdest sonst zu sehr an mir hängen. Du brauchtest mich, weil du sonst nicht gegen Voldemort durchgehalten hättest.“ Severus nickte, auch wenn er es nicht zugeben wollte, er wusste das sie Recht hatte. Sie hatte ihm einiges mehr an Kraft verliehen. Normalerweise hätte er trotzdem widersprochen, doch es war ihr letztes Zusammentreffen, da wollte er sich nicht noch mit ihr streiten. Lily fuhr fort: „Wenn du dich richtig anstellst, und diesmal nicht den selben Fehler machst, wie damals, dann bekommst du, was du verdienst.“


There was nothing in sight
But memories left abandoned
There was nowhere to hide
The ashes fell like snow
And the ground caved in
Between where we were standing
And your voice was all I heard
That I get what I deserve


Verwirrt sah Severus sie an, was meinte sie mit Du bekommst was du verdienst ? Er wollte gerade nach fragen, als Lily ihn in den Arm nahm: „Es tut mir leid, Sev, aber wir haben nicht mehr viel Zeit und ich will mich noch verabschieden. Denk einfach über meine Worte nach und schaue dir die Leute in deinem Umfeld etwas genauer an, da darf ich dir leider nicht weiter helfen. Severus erwiderte die Umarmung und jetzt kamen die Tränen. Lily, seine Lily, wird jetzt für immer von ihm gehen. Plötzlich spürte er ihre Lippen auf seinen. Er erwiderte den Kuss, doch nur kurze Zeit später stand er wieder im Schneesturm. Er öffnete die Augen und sah den Schneesturm. Doch kaum hatte er die Augen geöffnet nahm der Wind auch schon ab und die Flocken wurden wieder kleiner und fielen langsamer herab. Noch immer hörte er Lilys Satz: Wenn du dich richtig anstellst bekommst du, was du verdienst. Was konnte sie damit nur gemeint haben? Würde er dann sterben und für immer bei ihr sein? Nein, das konnte nicht sein, da wäre dann ja auch Potter. Da war der Junior ja doch noch angenehmer zu ertragen. Severus spürte wie seine Beine vom langen Stillstehen taub wurden und setzte sich in Bewegung. Plötzlich kam ihm eine aufgewühlte Hermine entgegen. Ein merkwürdiges Gefühl kam in ihm auf. Er kannte es irgendwie und doch wieder nicht. Er kannte es einerseits von Lily, aber andererseits war es ein bisschen anders, vielleicht stärker?
Wieder hörte er Lilys Worte: Wenn du dich richtig anstellst, und diesmal nicht den selben Fehler machst, wie damals, dann bekommst du, was du verdienst. Wenn er diesmal alles richtig machte, meinte sie etwa... Damals hatte er den Fehler gemacht, Lily Schlammblut zu nennen. Meinte sie das? Sollte er nicht noch einmal den Fehler machen und jemanden, der einem etwas bedeutet Schlammblut zu nennen. Aber wer sagte denn überhaupt, dass Granger ihm etwas bedeuten würde? Severus schüttelte den Kopf, was zur Folge hatte, dass es um ihn herum recht stark schneite, da seine Haare voll von Schnee waren. Da jetzt wieder etwas schwarz von seinen Haaren zu sehen war wurde Hermine auf ihn aufmerksam und kam sofort auf ihn zu gerannt. Schnaufend kam sie bei ihm an. Severus zog fragend eine Augenbraue hoch, zeigte ansonsten aber keine Regung. Hermine´s Atem beruhigte sich nach einer Weile wieder und sie fing auch gleich an ihm eine Rede zu halten: „Professor Snape, ich meine Severus, Sie können nicht einfach rausgehen wenn ein Schneesturm aufzieht!“ Sie wollte noch fortfahren, wurde aber von Severus unterbrochen: „Kann ich nicht?“ Etwas belustigtes konnte man aus seiner Stimme heraushören. Wollte Granger ihm jetzt auch noch Regeln aufstellen? Zu seiner Verwunderung machte ihn das nicht wütend. „Ja, sonst muss ich nämlich hier draußen durch den Schnee laufen, nur um nach Ihnen suchen, weil Sie so bescheuert sind bei so einer Kälte rauszugehen, sich in einen Schneesturm zu stellen und als weiße Statue zu tarnen!“

So give me reason
To prove me wrong
To wash this memory clean
Let the floods cross the distance in your eyes
Across this new divide


Einerseits war Severus über ihre Worte belustigt, doch er spürte auch einen Stich im Herzen. Es war der selbe Schmerz, wie den, den er gespürt hatte als Lily nicht mehr mit ihm reden wollte. Er wusste jetzt was Lily mit ihren Worten meinte. Er hatte eine neue Chance bekommen. Sie hatte dafür gesorgt, dass er sich neu verliebt. Doch warum? Nun, es war Lilys Wunsch, dass er jetzt alles richtig machte, zumindest in gewisser Weise. Also lächelte er sie an: „Dann lass uns doch rein gehen.“ Überrascht sah Hermine auf, direkt in seine Augen. Er sah Verwirrung und Distanz in ihren Augen. Er setzte sich in Bewegung. Nach einigen Schritten blieb er stehen, Hermine stand noch immer am selben Platz, unverändert. „Kommen Sie jetzt endlich oder wollen sie dort anwachsen? Ich dachte Ihnen wäre kalt.“ Hermine drehte sich zu ihm und lächelte plötzlich: „Ich komme ja schon Severus!“ Wieder zog Severus eine Augenbraue nach oben, was war das denn jetzt?
Schweigend gingen die Beiden zum Schloss.

Verwirrt saß Severus in seinen Gemächern, er wusste nicht ob er traurig oder froh sein sollte. Natürlich war er traurig, schließlich hat Lily ihn verlassen, für immer. Aber dann, dann war da auch noch Hermine...

Plötzlich klopfte es an der Tür. Genervt riss Severus sie auf und fand eine überraschte Hermine vor: „Severus, ich, ich wollte Sie fragen, ob Sie vielleicht ein gutes Buch über Zaubertränke haben.“ Beinahe hätte Severus gelächelt, doch im letzten Moment besann er sich eines besseren und trat zur Seite, so dass sie eintreten konnte. „Setzen Sie sich bitte, Hermine.“ Severus deutete zu zwei Sesseln.

Während Hermine sich setzte betrat Severus einen Nebenraum und schloss die Tür hinter sich. Er lehnte sich dagegen und atmete erst einmal tief durch. Er schloss die Augen und versuchte sich Lilys Gesicht einzuprägen. Er sah ihre strahlenden grünen Augen und ihre leicht gewellten roten Haaren. Die Liebe seines Lebens... Doch plötzlich schob sich ein Gesicht vor Lilys. Braune Augen und buschige braune Haare. Severus stöhnte, konzentrierte sich auf Lily und ging zum Bücherregal. Mit dem Gedanken an Lily zog er wahllos ein Buch hervor. Es war verstaubt, er hatte es seit Jahren nicht mehr angerührt. Vorsichtig fuhr er über den Buchrücken. Er es auf: Für Sev zum fünfzehnten Geburtstag. Lily
Es war eine Ausgabe, welche es nicht ein zweites Mal gab. Ein Unikat. Er wollte es wieder zurückstellen, doch etwas in ihm sagte ihm, es Hermine zu geben.

Also verließ er seine kleine Bibliothek wieder und ging zu Hermine. Er gab ihr das Buch und ließ sich ohne ein Wort auf dem zweiten Sessel nieder. Hermine schaute auf den Titel: Unbekannte Zaubertränke und Ihre Wirkungen Hermines Augen wurden groß: „Severus, was für ein Buch ist das, ich habe noch nie etwas davon gehört!“ Severus versuchte mit aller Kraft gegen das Lächeln anzukämpfen, welches sich langsam auf sein Gesicht schlich, als er ihre Freude sah. Er versuchte an Lily zu denken, doch ihr Lächeln verblasste immer mehr. Stattdessen sah er nur noch Hermine, wie sie lächelte. Severus seufzte: „Es ist ein Unikat, die einzige Ausgabe die es je gab.“ Hermines Augen wurden noch größer, sofern das überhaupt noch möglich war. Ehrfürchtig strich sie über den Buchrücken bevor sie ihn wieder ansah: „Woher haben Sie es?“ „Schlagen Sie es auf.“ Hermine schlug die erste Seite auf: „Für Sev zum fünfzehnten Geburtstag. Lily“ Hermine öffnete den Mund um etwas zu sagen, schloss ihn aber gleich wieder. Sie schluckte und fing schließlich an zu sprechen: „Lily? Harrys Mutter?“ Severus nickte. „Sie waren Freunde?“ Severus nickte.
Andere hätten wahrscheinlich gefragt, warum er Harry nicht leiden konnte, doch Hermine kombinierte schnell genug. Harry sah aus wie sein Vater. Vermutlich konnte Severus ihn nicht leiden. Hermine fragte nicht nach. Was für ein Grund hatte es auch.

In den folgenden Monaten brauten Hermine und Severus am Wochenende einen der Tränke. Mittlerweile hatten sie zum du gewechselt. Severus´ Erinnerungen an Lily verblassten immer mehr. Nur eine Erinnerung blieb fest verankert, die des Tages, an dem er sie verloren hatte. Auch ihre letzten Worte konnte er nicht vergessen: Wenn du dich richtig anstellst, und diesmal nicht den selben Fehler machst, wie damals, dann bekommst du, was du verdienst. Er musste einsehen, dass Lily ihm ein Geschenk machen wollte. Das sie wollte, dass er nicht noch einmal den selben Fehler machte, nicht noch einmal die Liebe aufs Spiel setzt. Sie hatte dafür gesorgt, dass er sich neu verliebt und jetzt musste er dieses Geschenk annehmen.

Es klopfte an seiner Tür. Er öffnete und ließ Hermine herein. Auf seinem Tisch zwischen den beiden Sesseln standen Tee und Kuchen. Überrascht sah Hermine ihn an. „Ich dachte, wir machen und noch einen schönen Nachmittag, bevor die Ferien anfangen du zurück nach London gehst.“ Severus zuckte leicht mit den Schultern. Er kam sich recht hilflos vor. Er hatte es schon nicht geschafft, Lily seine Liebe zu gestehen, ob es bei Hermine klappte war eher fraglich. Außerdem hatte er Angst vor ihrer Reaktion.

Eine Weile unterhielten sie sich, aßen dabei Kuchen und tranken Tee. Severus war die ganze Zeit ziemlich angespannt, nicht wissend, wie er es ihr sagen sollte. Plötzlich unterbrach Hermine seine Gedanken: „Severus, was ist los?“ Severus verspannte sich augenblicklich noch mehr: „Hermine, ich …. weißt du, ich, ich habe mich in dich verliebt.“

Eine ganze Weile war es still und Severus fühlte sich unwohl. Er senkte den Blick und sprach mit leiser Stimme: „Tut mir leid, ich hätte das nicht sagen sollen. Aber weißt du, damals im Schneesturm, du erinnerst dich?“ Severus hob leicht den Kopf und sah, wie Hermine leicht nickte ehe er fortfuhr: „Da hatte es angefangen. Ich weiß nicht, ob du es weißt, aber bis dahin hatte mein Herz Lily gehört. Wir hatten uns auch nach ihrem Tod öfter getroffen. Albus hatte eine Verbindung hergestellt. Er wusste, dass ich es sonst nicht durchgehalten hätte Potter zu beschützen. Damals hatten wir unser letztes treffen, deshalb ist auch dieser Schneesturm aufgezogen. Sie hat mein Herz an dich weiter gegeben. Sie wollte mir etwas gutes tun, mir noch einmal eine Chance geben, in dem ich mich neu verliebe. Aber ich habe es mir nur noch schwerer gemacht, ich habe mir bei jeder Gelegenheit ihr Gesicht vorgestellt. Und ja mehr ich versucht habe gegen diese Liebe zu kämpfen, umso stärker hast du dich in meinen Gedanken eingenistet. Ich wollte dem ein Ende setzen und es dir sagen, aber es war falsch. Jetzt ist unsere Freundschaft zerstört.“ Severus Stimme war emotionslos und leise, sein Blick gesenkt. Als er aufblickte sah er direkt in zwei braune Augen. Hermine blickte ihn warm an. „Warum hast du das nicht früher gesagt?“, flüsterte sie und beugte sich zu ihm, bis ihre Lippen schließlich die seinen berührten. Severus fühlte sich, als würde er innerlich explodieren. Automatisch zog er sie enger an sich und erwiderte den Kuss. Doch bald löste er sich wieder und sah sie an: „Bist du dir sicher, dass du das willst? Es fällt mir sehr schwer, Emotionen zuzulassen.“ Hermine lächelte ihn an: „Severus, ich habe solange darauf gewartet, jetzt lasse ich mir das nicht mehr nehmen. Außerdem kann man sich ja nicht entscheiden, in wen man sich verliebt...“ Severus lächelte als Hermines Lippen wieder auf seinen lagen.

Lily beobachtete die Beiden. Sie war froh, dass Severus es geschafft hatte. Trotzdem tat es weh. Sie hatte sein Herz freiwillig an die Jüngere gegeben, obwohl sie ihn noch immer liebte. Sie wollte ihn glücklich wissen. James hatte sie geheiratet, weil sie Severus eifersüchtig machen wollte. Nie hatte sie auch nur annähernd Gefühle für ihn gehabt. Lily spürte wie ihr die Tränen kamen. „Viel Glück, Sev“, flüsterte sie und wandte sich ab. Die Tränen liefen ununterbrochen über ihr Gesicht. Sie hatte die wichtigste Person in ihrem Leben verloren, um diese Person glücklich zu machen.

Lily machte einen Schritt nach vorne. Ihr Auftrag war erfüllt. Kurze Zeit später stand sie auf einer großen Wiese. Die Wiese, auf der sie sich immer mit Severus getroffen hatte. Sie legte sich hin und spürte, wie die Trauer von ihr wich. Ein großes Licht umhüllte sie. Lily fühlte sich wohl und geborgen. Alle Trauer wich von ihr, als sie ins Nirwana übertrat.

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Ich hoffe, das passt halbwegs zum Text. Und wegen Lily, tut mir leid, aber ich konnte sie einfach nicht rauslassen, dafür hänge ich zu sehr an Lily/Severus...
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