Der Weg des Bogens - Beugen aber niemals brechen

von Epienne
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Alistair Anders Bann Teagen Guerrin Der Wächter (weiblich) Nathaniel Howe Zevran
24.03.2011
06.10.2017
72
508360
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26 Reviews
 
 
 
Der Geschichte zweiter Teil! Hier ist er! Bitte seid nicht so streng mit mir, denn in diesem Kapitel kommt die so lange erwartete Slashszene. Ich hab sowas noch nie geschrieben. Critique Requested! Aber bitte nicht lachen. >///<

Achso ja, Disclaimer: Alle Charaktere aus Dragon Age:Origins, sowie Awakening und DLC's, wie z.B. Alistair, Zevran, Nathaniel Howe, Oghren, Leliana, Wynne, Anders oder Bann Teagan gehören Bioware. Abgesehen von Elinor, die gehört nämlich einzig und allein Alistair. ;)


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01 Langeweile und Einsamkeit


Pelin und ich rannten gehetzt zur Küche. Die chronisch unzufriedene Köchin der Couslands krähte ungeduldig unsere Namen und drohte uns mit Schlägen, wenn wir zu spät kommen würden.
„Elinor“, rief jemand, doch ich ignorierte es. Ich musste schnell zur Küche rennen. Unterwegs rannte ich in Devan rein, der mir grinsend einen Bogen hinhielt. Er trug keine Augenklappe, sondern sah mich aus funkelnden Augen belustigt an. Sein Gesicht war frisch rasiert und er wirkte jünger, als er eigentlich war.
Ich wunderte mich noch, dass ich ihn überhaupt traf. Irgendwo in meinem Inneren wusste ich, dass er doch eigentlich tot sein müsste und nicht hierher gehörte.
„Elinor“, hörte ich abermals. Ich nahm die Beine in die Hand und lief an Devan vorbei. Der Gang zur Küche war endlos lang und die leicht geöffnete Tür an dessen Ende schien mich regelrecht zu verhöhnen, weil ich ihr mit keinem Schritt näher kam.
„Elinor, nun mach endlich die Augen auf, es ist schon Mittag!“
Abrupt schreckte ich aus dem Schlaf. Fahles Sonnenlicht fiel durch die Fenster des Aravels.
Als ich Pelins Gesicht über mir sah, schloss ich die Augen wieder stöhnend. „Was ist los?“, murmelte ich erschöpft. Ich spürte, dass ich schweißgebadet war. In der letzten Nacht hatten mich mehrere Albträume geplagt. Mittlerweile war ich schon so sehr daran gewöhnt, dass ich gar nicht mehr von selbst aufwachte.
Doch es war anders als kurz nach meinem Beitritt zu den Grauen Wächtern. Meine Albträume handelten schon lange nicht mehr nur vom Erzdämon und der Dunklen Brut.
„Deygan und die anderen sind zurück von der Jagd und Vidian fragt, ob du etwas essen willst.“
Ich seufzte entnervt und drehte mich wieder von ihr weg. Noch ein klein wenig weiter schlafen, ist denn das zu viel verlangt?
„Aber Cindra sagt, es wäre okay, wenn du dich noch etwas ausruhen willst“, fügte Pelin etwas versöhnlicher hinzu.
Ein weiteres Seufzen entwich mir. „Nein, ist schon in Ordnung. Ich stehe auf.“
Ächzend setzte ich mich auf und glitt aus dem Bett. Hastig zog ich eine Hose mit Schnürbund und eine längere Tunika an. Es wurde langsam frisch draußen, also war die Decke, die schon seit Tagen ständig um meinen Schultern lag, wenn ich nach draußen ging, unerlässlich.
„Hast du kein eigenes Zuhause?“, fragte ich Pelin halb im Scherz, als sie mir auch noch die Haare kämmte.
„Nerve ich dich? Ich kann nichts dafür, wenn Vidian mich bittet nach dir zu sehen, wenn er nicht da ist.“
Pelin wohnte zusammen mit Conley bei Cindra, seitdem Vidian sie im Frühling in den Brecilianwald gebracht hatte. Ich war froh, sie bei mir zu haben, aber je älter sie und je schwangerer ich wurde, umso fürsorglicher und aufdringlicher war ihre Nähe.
Mittlerweile waren sechs Monate vergangen, seitdem ich Denerim verlassen hatte und zum Dalishclan meines Vaters zurückgekehrt war.
Vidian und ich teilten uns zu zweit einen Aravel. Zumindest solange Zevran noch nicht wieder zurückgekehrt war.
Immer wenn er mit den anderen Jägern im Wald verschwand, betraute er entweder Cindra oder Pelin damit, auf mich aufzupassen. Es passte mir nicht, dass man mich in Watte packte.
„Nein“, wehrte ich schließlich ab. „Es ist nett, dass ihr euch so um mich Sorgen macht. Aber es geht mir gut. Alles in Ordnung.“
Ich rang mich zu einem kleinen Lächeln durch.
„Lass uns was essen gehen.“
Nach den wenigen Schritten, die ich von meinem Nachtlager aus zum Feuer vor dem Aravel brauchte, war ich bereits leicht außer Atem.
Ich ließ mich auf einer der Decken dort nieder und raffte, die Decke auf meinen Schultern enger um mich.
Vidian saß grinsend vor mir und briet so wie es aussah einen halben Rehbock über dem Feuer.
„Nicht schlecht, Brüderchen. Aber wo hast du die vordere Hälfte gelassen? Ich hoffe, sie ist nicht davongerannt.“
Vidian streckte mir nicht gerade sehr erwachsen die Zunge heraus.
„Ich habe mit Deygan geteilt. Seitdem Mithra schwanger ist, kommt er fast gar nicht mehr aus dem Haus“, gab er zurück.
„Dafür Mithra umso mehr“, entgegnete ich leise kichernd. „Es muss schön sein. Wenn jemand da ist, der sich über das Baby freut.“
Vidians eingeschnappter Blick wurde sofort weicher und in ihm lag der von mir so verhasste Anflug von Mitleid.
„Ich freue mich doch über das Kind“, entgegnete er sanft.
„Ja, ich weiß“, murmelte ich und starrte dabei auf den halben Rehbock, dessen Fett zischend verdampfte, wenn es ins Feuer tropfte.
Aber es ist nicht dasselbe.
Mithra hatte, seitdem sie erfahren hatte, dass ich auch schwanger war, entschlossen, dass wir die besten Freundinnen werden sollten. An sich hatte ich nichts dagegen, aber das gemeinsame Glück von ihr und Deygan konnte ich einfach nicht ertragen.
Allein wie er sie ansah, ließ mein Herz zerbrechen.
So lange hatte ich mir ein Kind gewünscht und dann hatte ich erfahren, dass ich niemals Kinder bekommen könnte. Doch jetzt, wo es endlich soweit war, war alles anders…
Es gesellten sich noch Conley und Cindra zu uns ans Feuer.
Pelin sah mittlerweile richtig erwachsen aus. Sie musste schließlich auch auf mich und Conley aufpassen. Für ihn spielte sie die große Schwester, für mich manchmal die Mutter. Auch wenn ich es gar nicht wollte.
Obwohl Conley ein Mensch war, nahmen ihn die Elfen gut auf. Noch störten sie sich nicht an seiner Fremdartigkeit. Er war ein Kind und unterschied sich im Körperbau noch nicht von anderen elfischen Kindern, doch ich war mir sicher, wenn er älter werden würde, dann könnte es doch ein Problem für ihn werden, dass er kein Elf war.
Ebenso für mein Kind, doch noch war nicht die Zeit, sich darüber den Kopf zu zerbrechen.
Cindra musterte mich besorgt. Ich wusste, dass ich nicht besonders gut aussah. Mein zerwühltes Haar hatte Pelin mir zu einem Zopf geflochten, doch ich hatte wohl immer noch dunkle Ringe unter den Augen und fühlte mich müde und ausgelaugt, so als hätte ich seit Tagen nicht geschlafen.
„Hast du noch immer diese Albträume, Dahlen?“, fragte Cindra mich aufmerksam.
Ich nickte zögerlich. „Ja… aber das ist normal. Man gewöhnt sich dran. Viel schlimmer ist, dass ich alle zehn Minuten pinkeln muss“, scherzte ich ziemlich lahm.
Conley kicherte, doch Cindra verzog keine Miene.
„Du solltest abends einen Spaziergang machen, dann kannst du vielleicht besser schlafen“, schlug meine Großmutter ehrlich besorgt vor.
Ihr Rat gefiel mir gut. Ich war es leid, dass Vidian mich nicht mehr in den Wald ließ und ich nur noch gelangweilt vorm Aravel saß und mich von Mithra belagern ließ.
„Das klingt nach einer guten Idee“, gab ich erfreut zurück.
„Und ich werde dich begleiten“, entgegnete Vidian scharf.
Ich warf ihm einen drohenden Blick zu, doch er erwiderte ihn nicht weniger beeindruckend.
Nach dem Essen saß ich wie fast jeden Tag vor meiner fahrenden Behausung und studierte den Wald um mich herum. Ab und zu massierte ich meinen schon beträchtlich geschwollenen Bauch, wenn mich das Kind trat oder sich streckte.
Vidian saß neben mir und leimte neue Federn an seine Pfeile.
„Kann ich dir helfen?“, fragte ich nach einer Weile. Mein Bruder musterte mich aufmerksam, dann reichte er mir einen blanken Holzschaft und die dazugehörigen Federn.
Mit einem Messer schnitt ich die Federn durch den Federkiel in zwei Hälften, kürzte sie und bestrich den geteilten Kiel mit dem gallertartigen Leim, den die Dalish aus ausgekochten Tierknochen gewannen. Dann klebte ich die fertige Fletsche unterhalb der Nocke an den Pfeilschaft.
Wir saßen eine ganze Weile schweigend nebeneinander und arbeiteten zügig vor uns hin.
Die erste Arbeit seit Tagen.
„Elinor“, begann Vidian nach einiger Weile.
„Glaubst du, dass Zevran bald kommt?“ Ich hatte die Frage hastig dazwischen geworfen, bevor er mich fragen konnte, wie es mir ging oder um seine Meinung von meinem derzeitigen Gemütszustand zu äußern.
Hastig senkte Vidian den Blick wieder auf seinen Pfeil.
„Ich weiß nicht. Manchmal bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ob er überhaupt je die Absicht hatte, wiederzukehren“, gab er ehrlich zu.
Ich hob den Blick und sah ihn aufrichtig besorgt an. Ich streckte die Hand aus, um ihn irgendwo tröstend zu berühren.
Endlich konnte ich auch mal jemandem Trost spenden.
„Ich bin mir ganz sicher, dass er zurückkommt, Vid. Zevran ist wahrscheinlich sogar schon in Ferelden. Es ist nur eine Frage der Zeit. Du wirst schon sehen.“
Ich lächelte ihn aufmunternd an und freute mich aufrichtig, als er zurücklächelte. Wenn er nur nicht so einen verfluchten Beschützerinstinkt hätte.
Wir verbrachten den Rest des Tages damit, Vidians Pfeile neu zu befiedern, danach machten wir unseren geplanten Abendspaziergang, mit dem ich laut Cindra besser schlafen sollte.
Mein Bruder hatte meinen Arm in seine Armbeuge gelegt. Vermutlich für den Fall, dass ich einfach so hinfallen könnte.
Schweigend liefen wir langsam ein wenig außerhalb des Lagers durch den Wald.
Ich genoss den Schein der untergehenden Sonne, der durch die Bäume fiel, den Gesang der abendlichen Singvögel und den kühlen Wind im Gesicht.
„Vermisst du ihn?“, fragte Vidian mich unvermittelt. Ich zuckte schmerzvoll zusammen.
Seit sechs Monaten hatten wir nicht über Alistair gesprochen. Seit sechs Monaten hatte ich mir nicht erlaubt seinen Namen auch nur zufällig zu erwähnen. Auch in meinen Erzählungen über meine Abenteuer nicht.
Wieso fragte er mich das ausgerechnet jetzt?
„Es tut gut, darüber zu sprechen“, fügte er hinzu, als ich eine ganze Weile später, immer noch nicht geantwortet hatte.
„Nein, Vidian. Das tut es nicht. Und ich will auch nicht darüber sprechen. Ich will nicht mal darüber nachdenken“, erwiderte ich schwach.
„Elinor… es kann so nicht weitergehen. Du hast mir noch nicht mal – “
Ich riss mich los und wich zwei Schritte zurück. Meine Brust schmerzte nur bei dem Gedanken an Alistair.
Ich wollte mich nicht mehr erinnern. Das machte es nur noch schlimmer. Jeder Gedanke, den ich an ihn verschwendete, riss ein weiteres Stück aus mir heraus, machte es unbrauchbar und somit auch mich.
„Nein! Hör auf damit! Ich will nicht darüber reden!“, herrschte ich ihn an.
Ich bekam einen ziemlich heftigen Tritt von meinem Kind, doch ich achtete nicht darauf.
„Elinor“, entgegnete Vidian flehend. „Du kannst nicht ewig –“
Ich drehte mich um, legte schützend meine Hände um meinen Bauch und rannte davon.
„Elinor!“, rief Vidian hinter mir verblüfft und ich konnte ihn mir über das trockene Laub folgen hören.
Der Wind in meinem Gesicht tat so unendlich gut und ich war unglaublich erleichtert, dass ich in meinem Zustand noch rennen konnte. Ich hatte es seit zwei Monaten auch nicht mehr versucht. Vidian hatte gesagt, es wäre zu gefährlich für das Kind, aber zum ersten Mal seit Tagen, strampelte niemand in mir.
Dem Kleinen schien die Abwechslung ebenso gut zu gefallen wie mir.
Doch schon nach wenigen Hundert Metern blieb ich keuchend stehen und musste mich an einem Baum abstützen.
Sofort hatte Vidian zu mir aufgeschlossen und legte mir versöhnlich eine Hand auf die Schulter.
„Es tut mir Leid“, entschuldigte er sich.
„Nein, schon okay. Das hat… gut getan“, gab ich grinsend zurück, während ich immer noch um Atem rang. „Aber wenn du jetzt sagst, dass das für das Baby nicht gut ist, dann schlage ich dich.“
Mein Bruder zog abschätzend eine Augenbraue nach oben. „Wie hätte ich nur eine Minute glauben können, ich könnte, dich vor dir selbst beschützen.“
„Was soll das jetzt heißen?“, schnappte ich gereizt zurück.
„Ehrlich Leute“, sagte jemand hinter uns. Vidian und ich drehten uns im selben Moment um. „Da irre ich seit Wochen durch diesen verdammten Wald, um euch schließlich streiten zu sehen.“
„Zevran!“, stieß Vidian ungläubig und gleichzeitig überglücklich aus.
Ich konnte es auch kaum glauben, als ich den blonden Elf grinsend zwischen den Bäumen stehen sah.
Mein Bruder ließ mich einfach stehen und lief auf Zevran zu. Als er ihm um den Hals fiel, musste ich einfach wegsehen. Zum einen wollte ich ihnen ein bisschen Privatsphäre gönnen, andererseits schmerzte mich fremdes Glück noch immer viel zu sehr.
Aus den Augenwinkeln bekam ich mit, wie sich die beiden wieder voneinander lösten.
„Gute Güte, Anführerin“, stieß Zevran breit grinsend aus, während er auf meine geschwollene Körpermitte starrte. „Ich habe mich also doch nicht geirrt.“
Bevor ich schnippisch darauf reagieren konnte, nahm auch Zevran mich in seine Arme. Verblüfft schluckte ich meine Bemerkung herunter und legte auch meine Arme um seinen Rücken.
„Es ist schön, dass du wieder hier bist“, gab ich zu. Und genauso meinte ich es. Vidian war nicht mehr so lethargisch wie zuvor und vielleicht bedeutete das ja auch, dass er etwas weniger damit beschäftigt war, sich um mich zu sorgen.
Zevran begleitete uns zurück zum Lager und wir setzten uns wieder vor den Aravel.
„Wie war es in Antiva? Was hast du gemacht?“, fragte ich begierig. Ich wollte wissen, wie es in anderen Ländern war. Außerdem brauchte ich Ablenkung von meinen düsteren Gedanken.
Zevran deutete auf seine Füße. „Ich hab mir neue Stiefel gekauft.“
Vidian musste lachen, ich verdrehte die Augen. „Und abgesehen davon, dass du dein teuer verdientes Geld sofort für Stiefel, Alkohol und Besuche in bestimmten Etablissements ausgegeben hast.“
„Aua, Elinor! Das tut weh. Ich hätte nicht gedacht, dass du mich für so jemanden hältst“, gab Zevran gespielt beleidigt zurück. „Obwohl du mit deiner Einschätzung gar nicht so falsch liegst. Ich habe mir einfach alles noch einmal genau angesehen und so gut es ging eingeprägt. Ein paar… Geschäfte abgewickelt. Meinem alten Freund Ignacio einen Besuch abgestattet und jegliche Spuren verwischt, die die Krähen nach Ferelden führen könnten.“
„Aha, klingt spannend“, gab ich zurück.
„Und natürlich antivanische Muschelsuppe gegessen.“
„Muschelsuppe?“, fragte Vidian zweifelnd.
Zevran nickte grinsend. „Ich kann dir das Rezept geben, wenn du willst.“
Wir saßen den ganzen Abend bis spät in die Nacht und Zevran erzählte von Antiva und seiner Zeit dort.
Irgendwann verabschiedete ich mich von den beiden und ging in den Aravel meiner Großmutter, um mich schlafen zu legen. Ich glitt geräuschlos auf das Lager neben die bereits schlummernde Pelin, die leise protestierte, doch ich redete beruhigend auf sie ein. Ich wollte mich nicht in Vidians Aravel breit machen. Die beiden hatten etwas Zeit miteinander verdient.

Nachdem Elinor in dem Landschiff verschwunden war, warf  Zevran Vidian einen anzüglichen Blick zu.
Der Dunkelhaarige erwiderte den Blick grinsend. „Ich hab dich vermisst“, flüsterte er.
Zevran beugte sich vor und küsste Vidian sanft auf die Lippen. Wenn er nur wüsste, wie sehr er
ihn vermisst hatte.
„Dann lass uns schlafen gehen“, wisperte er vielversprechend. Das musste Vidian sich nicht zweimal sagen lassen. Er stand auf, trat das Feuer aus und führte Zevran am Handgelenk zu seiner hölzernen Behausung.
Sobald Vidian den ersten Schritt über die Schwelle gesetzt hatte, zog er Zevran an sich heran, schloss die Tür und drückte seinen Mund ein weiteres Mal auf des Blonden Lippen.
„Ich hab schon befürchtet, du würdest gar nicht mehr kommen“, gestand er ihm bereits schwer keuchend.
„Du bist ein Idiot“, erwiderte Zevran und küsste ihn wieder. Die Riemen an seiner Rüstung waren bald gelöst. Vidians Hemd stellte eine geringere Herausforderung dar und der Dunkelhaarige zog es sich einfach über den Kopf.
Seine Hände legten sich an Zevrans Wangen und drückten ihn gegen eine Wand. „Vielleicht sollte ich öfter für ein paar Monate weggehen, Vid. Bei dieser Begrüßung“, hauchte Zevran an sein Ohr.
Vidian spürte seinen heißen, feuchten Atem über seinen Hals fegen und einen angenehmen Schauer über seinen Rücken laufen.
„Wag es ja nicht“, entgegnete der Größere und legte wieder seine Lippen auf Zevrans. Er küsste ihn verschlingend und beinahe besitzergreifend.
Zevran stöhnte kehlig auf, doch der plötzliche Anflug von Dominanz, den Vidian ihm so ungewohnt aufzwang, passte ihm nicht. Sonst war er immer der führende Part der beiden gewesen.
Er ergriff Vidians Handgelenke und drückte seine Hände von seinem Körper weg. Bevor der Dunkelhaarige protestieren konnte, schob Zevran sich um ihn herum und drückte nun Vidian gegen die Wand.
So war es viel besser. Er drückte Vidians Handgelenke neben seinen Kopf und küsste ihn nun seinerseits verschlingend.
Seine Hüfte bewegte sich bereits automatisch gegen die des Größeren, der bei jeder Bewegung geräuschvoll keuchte.
Zevrans Lippen wanderten über Vidians Wange zu seinem Ohr. Ein weiteres Stöhnen entwich ihm, als er zuerst Zevrans Atem und dann auch seine Zähne spürte.
Der Blonde machte bei Vidians Hals weiter und zog genussvoll die empfindliche Haut zwischen seine Lippen. Vidian wand sich vor Erregung, noch immer unfähig die Berührungen, die ihm zuteil wurden, an den anderen zurückzugeben.
Endlich ließ Zevran ihn los, doch nur, um die Hände an seine Hose zu legen. Er ging vor ihm in die Knie und allein bei der Vorfreude, über das, was kommen würde, geriet Vidians Atem ins Stocken.
Quälend langsam löste Zevran die Verschnürungen seiner Hose und küsste dabei Vidians Bauch. Mit einem Ruck war die Hose unterhalb von Vidians Hüften gerutscht. Zevran legte seine Hände an seine Schenkel und nahm ihn in den Mund.
Der große Dalishelf stöhnte laut auf. Seine Hände glitten durchs Zevrans Haar, wagten jedoch nicht, ihn zu mehr zu drängen.
„Zevran“, hauchte er atemlos.
Doch der Blonde ließ sich nicht aufhalten. Immer wieder saugte er daran und nahm ihn noch tiefer in den Mund. Vidians Griff in seinem Haar tat beinahe weh, doch es störte ihn nicht. Allein die Geräusche, die sein Geliebter währenddessen machte, brachten ihn selbst in immer größere Erregung.
Vidians Becken bog sich ihm sehnsüchtig entgegen. „Zevran!“, stöhnte er wieder. „Ich kann nicht mehr.“
Endlich ließ Zevran ihn frei, doch bevor er sich erheben konnte, war Vidian über ihm und zwang ihm seine Zunge zwischen die Lippen. Der Dunkelhaarige hatte spontan entschieden, dass er es nicht mehr zu seinen Fellen schaffen würde. Hastig fingerte er jetzt auch an Zevrans Hose, um sie zu öffnen.
Dem Blonden entwich ein leises, raues Lachen. „Du bist süß, wenn du ungeduldig bist.“
Vidian antwortete nicht sofort. Seine Lippen schlossen sich saugend um Zevrans Brustwarze, während seine Hand in seine Hose glitt.
Nachdem er ihm auch ein Stöhnen abgerungen hatte, hob Vidian seinen Kopf und sah ihn herausfordernd an. „Und du bist süß, wenn du mal nicht das Sagen hast.“
Das konnte Zevran sich nicht gefallen lassen. Er stemmte sich hoch und zwang Vidian auf den Rücken. „Halt die Klappe!“, murmelte er undeutlich gegen seine Lippen und zwang seine Beine auseinander.
Endlich gab Vidian seine Proteste auf.
Der erfahrenere Blonde übernahm wieder die Führung und drang zuerst mit seinen Fingern in ihn.
Als Vidian vor Erregung aufkeuchte, entwich auch ihm ein Stöhnen, dass ihn noch mehr aus der Fassung brachte. Als der Mann unter ihm, sich selbst berührte, konnte Zevran nicht länger an sich halten. Er drang schließlich selbst in ihn. Stück für Stück, um dem anderen die Möglichkeit zu geben, sich an das Gefühl zu gewöhnen.
Doch viel Zeit konnte er Vidian nicht lassen, viel zu sehr zerrte die Enge, die ihn umgab an seinen Nerven.
Er bewegte sich vorsichtig doch kraftvoll in ihm, während sich ihr Atem miteinander verwob und sich gegenseitig steigerte.
Zevran hatte nie geglaubt, dass er jemals wieder in der Lage wäre, so viel Zärtlichkeit für jemanden zu empfinden. Er hatte gedacht, dass die Fähigkeit jemanden zu lieben, damals mit Rinna gestorben war.
Viel schlimmer noch, er hatte selbst dafür gesorgt, dass es nie wieder so sein würde. Zu groß war der Schmerz, den seine Gefühle für diese wunderschöne Elfenfrau ihm nach ihrem Tod bereitet hatte, den er selbst verschuldet hatte.
Dass er solche Gefühle je wieder finden könnte, noch dazu in jemandem wie Vidian, war ihm vor mehr als einem Jahr noch vollkommen unmöglich erschienen.
Er war der einzige, für den er seine Heimat und seine neugewonnene Freiheit aufgeben wollte, nur um bei ihm zu sein.
Denn dieser Mann verschaffte ihn eine Art von Frieden, von der er nie gewusst hatte, dass er sie überhaupt brauchte. Durch Vidian hatte er etwas kennen gelernt, was er für viele Jahre lang als überflüssig, wenn nicht sogar als lästig empfunden hatte: Liebe.
Vidian kam zuerst und es war der in der Dunkelheit undeutliche Anblick von der sich auf seinem Bauch verteilenden Flüssigkeit, der auch Zevrans Lenden erbeben ließ.
Schwer keuchend zog er sich aus ihm zurück und blieb erschöpft neben Vidian liegen. Er hörte etwas wischen, achtete jedoch nicht weiter darauf.
Eine Weile sagten beide gar nichts. Vidians Hand glitt suchend im Halbdunkel über den Boden und fand schließlich Zevrans Arm. Er rutschte an ihn heran und schmiegte seinen Nasenrücken an Zevrans Wange.
Vidians Hand blieb auf seinem Arm liegen, während er einfach nur den Geruch seiner Haut einatmete.
„Ich hätte nie gedacht, dass mal zu sagen, aber ich bin wirklich froh, wieder in diesem stinkenden Hundeland zu sein“, murmelte Zevran und man konnte eindeutig sein Grinsen heraushören.
„Aber ich verstehe einfach nicht, warum du geglaubt hast, ich könnte nicht wiederkommen.“
Vidian zögerte, doch dann sagte er: „Weil du schon einmal gegangen bist. Und das war das schlimmste, was…“ Er konnte nicht weiterreden. Er war einfach nur froh, dass Zevran sein Versprechen gehalten hatte.
„Aber ich bin damals wieder zurückgekommen. Genau wie jetzt.“
Vidians Herz schlug angenehm schnell in seiner Brust.
Das war das zweitschönste, was Zevran hätte sagen können. Doch zu dem erstschönsten wollte er ihn nicht drängen.
„Da fällt mir ein, ich habe etwas für dich“, bemerkte Zevran und richtete sich auf.
„Warte“, erwiderte Vidian und stand ebenfalls auf. Er tappte vorsichtig zu einem kleinen Tischchen, auf dem Kerzen standen und entzündete sie.
Sofort erfüllte unstetes schummriges Licht den Aravel.
Vidian setzte sich erwartungsvoll auf sein Nachtlager aus Fellen und sah Zevran schamlos auf den Hintern, als er in seinem Bündel wühlte.
Ein breites Grinsen umspielte seine Lippen, als Zevran sich wieder zu ihm wandte.
„Solche Blicke sind gefährlich, Vidian. Sie implizieren mehr als du in der Lage bist zu geben“, entgegnete Zevran mit einem ebenso anzüglichem Grinsen. Eine Hand zur Faust verschlossen, setzte er sich neben Vidian.
„Hier.“ Zevran öffnete seine Hand und hielt sie Vidian hin.
„Ein Ohrring?“, fragte Vidian verwundert, nahm ihn jedoch erstaunt in die Hand. „Sieht teuer aus. Hast du den irgendwo geklaut?“
Zevran schürzte eingeschnappt die Lippen.
Danke Zevran, wie nett von dir, war wohl zu schwierig, was?“, entgegnete der Blonde gespielt gekränkt. „Ich habe ihn bei meinem ersten richtigen Auftrag bei den Krähen einem Rivaini abgenommen. Ich habe ihn aufgehoben… für einen besonderen Moment. Ich will dass du ihn bekommst.“
Vidian sah ihn aufmerksam an, Sollte er nichts weiter dazu sagen, den Ohrring annehmen und sich dafür bedanken? Nein. Es war an der Zeit, zu sehen, was wirklich hinter Zevrans so sorgfältig aufgebauter Fassade steckte.
„Das hätte ich nicht von dir erwartet. Du bist doch sonst nicht so sentimental“, erwiderte Vidian vorsichtig.
„Gefällt dir der Ohrring nicht?“, fragte Zevran plötzlich kühl.
„Doch doch. Es ist nur…“, Vidian zögerte. Er wollte nicht die gerade gewonnene Nähe zwischen ihnen wieder zerstören.
„Ich frage mich nur, warum du ihn mir schenkst.“
„Weil ich dachte, er könnte dir stehen“, schlug Zevran ungeduldig vor.
„Aus keinem anderen Grund? Du bist doch bestimmt nicht nur nach Ferelden gekommen, um mit mir zu schlafen, oder? Wie war das?
In Antiva gibt es die vollbrüstigsten Dirnen ganz Thedas“, ahmte Vidian seinen Tonfall nach und grinste hilflos.
Auf Zevrans Gesicht spiegelte sich langsam nicht nur Ungeduld, sondern auch Ärger.
„Okay, ich mach‘s dir einfach“, lenkte Vidian versöhnlich ein.
Er legte seine freie Hand auf die Wange des Blonden und küsste ihn sanft auf die Lippen. „Ich liebe dich, Zevran.“
Vidian war kaum in der Lage nicht in seine vor Verblüffung geweiteten, goldbraunen Augen zu sehen. Der Fakt, dass er Zevran soeben ohne mit der Wimper zu zucken seine Liebe gestanden hatte, trieb ihm das Blut literweise ins Gesicht.
Zevran entgingen die roten Flecken auf Vidians Hals nicht und er fühlte sich nicht unbedingt weniger verlegen. Ihm war klar gewesen, dass Vidian auf eine ganz ähnliche Aussage von ihm abgezielt hatte, doch er konnte es nicht sagen.
Es war eine Sache jemanden zu lieben. Die andere es sich und dem anderen einzugestehen.
„Ich bin zu dir zurückgekommen und ich habe dir etwas geschenkt. Reicht das nicht?“, entgegnete Zevran flüsternd.
Vidian schüttelte den Kopf. „Sag es“, bat er leise.
Zevran wandte den Blick ab, doch Vidian ließ nicht locker. Plötzlich war er wieder über Zevran und küsste ihn abermals. Der Blonde wehrte sich nicht. Warum sollte er?
„Sag es“, hauchte Vidian gegen seine Lippen, die dann über seinen Hals glitten. Ein wohliger Schauer überkam Zevran, als er Vidians Zähne an seiner Schulterbeuge spürte. Eine fremde Hand schob sich zwischen seine Beine und er stöhnte leise auf, als sie seine Mitte ergriffen.
„So willst du mich also dazu zwingen, ja?“, fragte Zevran leise. „So schrecklich ist es ja nun auch wieder nicht.“
„Aber wenn ich damit aufhöre?“, fragte Vidian. Sofort waren seine Hand und seine Lippen verschwunden und Zevran saß mit seiner angestauten Erregung da.
„Woah, das ist nicht fair“, protestierte er. „Seit wann bist du so… einnehmend?“
Vidian grinste ihn anzüglich an und lehnte sich entspannt zurück. „Ich hatte einen guten Lehrmeister.“
Zevran schüttelte schmunzelnd den Kopf. „Komm schon, mach weiter“, bat er.
„Du musst es zuerst sagen. Sag mir, dass du mich liebst.“
Der Blonde Assassine verdrehte die Augen und ergriff Vidians Hand, um sie wieder zu seinem Schoß zu führen.
„Du weiß es doch sowieso schon, also warum ist es dir so wichtig, es von mir zu hören?“ Ein warmes Kribbeln flutete Vidians Bauch. Ein größeres Zugeständnis konnte man Zevran kaum abringen. Und doch wollte er mehr.
„Weil ich auch mal derjenige sein will, der oben liegt. Im übertragenen Sinne versteht sich“, erklärte Vidian anzüglich grinsend. Seine Hand glitt sanft über Zevrans Schenkel.
„Das lässt sich arrangieren“, gab Zevran lachend zurück.
„Los ,sag es“, bat Vidian ein letztes Mal. „Dann können wir die Sache mit dem oben liegen auch noch in der Praxis testen.“
Zevran seufzte. „Wie sagt man das auf Elfisch?“
Vidian sah ihn erstaunt an. Er wollte es auf Elfisch sagen? Na warum nicht.
„Ma’arlath“, sagte der dunkelhaarige Dalish.
„Ma’arlath“, erwiderte Zevran leise.
Vidian strahlte ihn überglücklich an. „Ich danke dir. Für den Ohrring, meine ich.“
„Bei den Schöpfern, du bist wirklich der frustrierend schwierigste Mann, mit dem ich je geschlafen habe“, gab der Blonde seufzend zurück.
„Und du bist der einzige Mann, mit dem ich je geschlafen habe.“
Zevran sah Vidian fassungslos an. Was hatte er da eben gesagt?
„Im Ernst? Na wenigstens stellst du dich nicht an, wie eine typische, verklemmte Jungfrau. Wenn ich da an Alistair denke…“, entgegnete Zevran belustigt.
„Wer sagt hier was von Jungfrau? Ich sagte nur, dass du der erste Mann wärst, mit dem ich geschlafen hätte“, sagte Vidian ungewohnt kühn. Für seine Verhältnisse war er heute Abend richtig mutig, wenn er so viel über sich preisgab. Zevran kam sich für einen kurzen Moment wirklich besonders vor. Er hätte es nie für möglich gehalten, dass Vidian für ihn so viel seiner Schüchternheit überwinden würde.
„Ich habe es zuerst mit Frauen versucht, zum Teil auch, weil es einfach von mir verlangt wurde. Es gibt wenig Elfen, also sorgen die Clans untereinander dafür, dass alle ihre Mitglieder mit anderen Elfen verheiratet werden und Kinder zeugen. Doch nach mehreren gescheiterten Anläufen mit Frauen, wurde mir einfach klar, dass ich meinem Clan diesen Gefallen nicht tun konnte.“
„Ganz schön aufmüpfig“, erwiderte Zevran grinsend. „Also doch keine Jungfrau. Aber genauso schüchtern.“ Er küsste ihn sanft auf die Wange.
„Übrigens, worum ich dich noch bitten wollte. Du darfst Alistairs Namen nicht in Elinors Gegenwart erwähnen“, fiel Vidian ein. Er war selbst ein wenig zusammen gezuckt, als Zevran seinen Namen benutzt hatte.
Eigentlich hatte er damit gerechnet, dass Elinor die Erwähnung Alistairs über mehrere Meter Entfernung und durch zwei Aravels hindurch mitbekommen hätte und sofort angefangen hätte zu schreien.
„Wieso? Was passiert dann?“, wollte der Blonde wissen.
Vidian zögerte. „Es ist einfach nicht gut. Wir sprechen nie über ihn. Ich habe einfach Angst, dass ihre Augen glasig werden und sie vielleicht einen Anfall bekommt. Sie versucht stark zu sein, aber die ganzen aufgestauten, unterdrückten Gefühle müssen schließlich irgendwann hochkommen.“
Zevran nickte verständnisvoll, konnte mit dieser Information doch nur wenig anfangen. Warum ging sie nicht zu ihm und geigte ihm ihre Meinung und eröffnete ihm, dass sie ein Kind von ihm erwarten würde? Er könnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass Alistair sie abweisen und nach Hause schicken würde, vor allem da…
„Ich hätte es beinahe vergessen, dir zu erzählen“, fiel Zevran auf. „Als ich mit dem Schiff aus Antiva in Amaranthine ankam, hat mich ein Bote abgefangen und mich nach Denerim gebracht.“
„Du warst in Dnerim?“, fragte Vidian alarmiert. „Wieso?“
„Alistair wollte sich mit mir über Elinor unterhalten“, erwiderte Zevran gelassen.
„Wie geht es ihm?“, wollte Vidian wissen. Er war neugierig, ob Alistair nur im Geringsten so litt, wie Elinor es tat. Das was er von ihr zu sehen bekam, war nur ein winzig kleiner Bruchteil dessen, was wirklich in ihr vorgehen musste. Als Elinor ihm am Abend in Redcliffe davon erzählt hatte, dass Alistair sich von ihr getrennt hatte, um seine Pflicht als König zu erfüllen, hatte sich Vidian nur mit Müh und Not davon abhalten können, Alistair den Schädel einzuschlagen.
Zevran schürzte nachdenklich die Lippen, bevor er antwortete. „Nicht besonders, denke ich. Er war ziemlich durch den Wind. Aber ich mag mich irren. Jedenfalls hat er mich gebeten, Elinor auszurichten, nach Denerim zu kommen.“
„Was?“, stieß Vidian entsetzt aus.
„Ja, er sagte, es sei wichtig. Es wurden die Grauen Wächter aus Orlais benachrichtigt, damit jemand herkommt und den Orden neu aufbaut, aber sie müssen unterwegs verunglückt sein. Jetzt braucht er jemand anderen, der sich darum kümmert.“
Was glaubte er eigentlich, wer er war? Vor Wut ballten sich Vidians Hände automatisch zu Fäusten. Alistair hält es nicht für nötig, die Frau, die ein Kind von ihm erwartet zu seiner Frau zu machen, aber jetzt soll sie auch noch seine Drecksarbeit erledigen?
„Was ist los?“, fragte Zevran nach einer Weile. Vidians wütende Miene war ihm keineswegs entgangen.
„Dieser Kerl macht mich einfach nur krank. Was erwartet er? Soll Elinor sofort springen, wenn er sie ruft? Aber gut genug seine Frau zu werden, ist sie nicht.“
„Ich nehme an, du wirst ihr nichts davon sagen?“, schloss Zevran.
Vidian, ganz in seiner Rolle des großen Bruders schüttelte den Kopf. „Nein, sie soll nichts davon erfahren.“




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