Die Drachenkämpferin - Oarfs Sicht

von Diamant1
GeschichteAllgemein / P12
23.03.2011
07.07.2011
5
2794
 
Alle Kapitel
16 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
Wieder vielen Dank an PrimroseEverdeen, die selbst noch in den schlimmsten Sätzen etwas Gutes entdeckt... <3
An meine Leser: Wenn euch ein Name für dieses Kapitel einfällt, dann schreibt mir doch einfach:)
Würde mich freuen...

Die Krallen meines Gegeners rutschen in dem verzweifelten Versuch mich zu verletzen über meinen Brustkorb, doch meine tiefgrünen, harten Schuppen lassen ihn keinen Halt finden. Wütend dass er mich treffen konnte, schraube ich mich soweit in die Höhe, bis die Eisenkette, die an meinem Bein hängt, um mich am Erdboden festzuhalten, sich tief in mein Bein bohrt. Dann stürze mich von oben auf die blutroten Schuppen des Jungdrachen unter mir, der vor Überraschung nicht sofort ausweicht. Als ihm seine Lage bewusst wird, ist es schon zu spät. Ich ramme ihn mit voller Wucht zu Boden und bin sofort über meinem Opfer,um es endgültig zu besiegen. Die Schuppen reißen mir Zunge und Gaumen auf, als ich meine Zähne in seine Kehle zu versenke und doch versuche ich mich noch stärker festzubeißen, als ein jäher Ruck mich zurückreißt und ich von dem Drachen ablassen muss. Ich überschlage mich und bleibe enttäuscht
auf dem Boden liegen.Doch eigentlich war ich darauf schon gefasst. Seit etlichen Monaten lebe ich nun schon an diesem seltsamen Ort und ich bin größer und stärker als viele der anderen Drachen in meinem Alter. In sinnlosen Kämpfen wie diesem, die immer dann enden, wenn es beginnt mir Spaß zu machen, bin ich schon lange ein ernst zu nehmender Gegner, der selbst bei erfahreneren Drachen meist derjenige ist, der zurückgehalten werden muss.
Auch mein Aussehen hat sich in den wenigen Monaten meines Lebens rasant gewandelt.
Meine zuvor durchsichtigen Babyschuppen haben die Schattierungen von allen nur erdenklichen Grüntönen angenommen und der Blick meiner stechend roten Augen macht die seltsamen, schwachen Zweibeiner, die mich hier gefangen halten, selbst nach all dieser Zeit immer noch nervös.
Aber all das ist nichts gegenüber dem Gefühl der Gefangenschaft, die Enge die mich einschnürt, da ich nicht einfach meine Flügel öffnen und losfliegen kann, wann immer ich es will. Ein Drache muss frei sein, denn er gehorcht niemanden und lässt sich nicht unterwerfen, schon gar nicht von einem schwachen Zweibeiner. Ist seine Wut einmal entfesselt, ist er nicht mehr zu halten.
Und das werde ich allen zeigen. Bald. Bald ist es soweit.
Review schreiben