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Ich gebe nicht auf, egal was du sagst!

von nightmare
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Eustass 'Captain" Kid Trafalgar Law
21.03.2011
23.03.2012
14
15.526
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Dieses Kapitel
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21.03.2011 1.057
 
„Ähmm, naja.“ Law sieht mich mit einem durchdringenden Blick an. Man, Ayla, jetzt frag ihn halt, schlimmer als nein sagen kann er ja wohl nicht. „I..Ich wollte dich fragen, ob du mich in deine Bande aufnimmst.“ So jetzt ist es gesagt. Erleichtert stoße ich die Luft aus und blicke erwartungsvoll in das Gesicht des Chirurgen. Dieser verzog seinen Mund zu einem spöttischen Lächeln. „Du willst in meine Crew? Du siehst ziemlich schwach aus, gibt es denn einen bestimmten Grund wieso ausgerechnet in meine?“ Trotzig hebe ich das Kinn. „Natürlich gibt es den. Ich möchte ein guter Arzt werden und du bist einer der Besten. Ich will von dir Lernen.“  Law’s Grinsen wird noch eine Spur breiter. „Du siehst aber nicht besonders kompetent aus.“ Seine restliche Crew beginnt lautstark zu lachen. Mein Gesicht färbt sich rot vor Wut. Diese Demütigung lasse ich garantiert nicht auf mir sitzen. „Ich bin sehr wohl fähig meine Patienten richtig zu behandeln du aufgeblasener Kerl! Bloß weil du schon mehr Erfahrung hast musst du dich nicht so aufspielen! Arsch!“ schreie ich ihn an. Er findet das aber weniger beleidigend als vielmehr belustigend. „Süß, du kannst ja richtig laut werden, aber auf meinem Schiff ist trotzdem kein Platz für dich. Ich nehme keine Frauen in meiner Mannschaft auf.“ Nach diesen harten Worten dreht er sich einfach um und geht. Seine Leute direkt hinter ihm. Mistkerl!  Aber so leicht lasse ich mich nicht abspeisen. Ich warte schon seit einer Ewigkeit auf so eine Chance und die werde ich auch nutzen. Wenn ich doch nur wüsste, wie ich diesen arroganten Typen überzeugen kann. Plötzlich nimmt ein Plan in meinem Kopf Gestalt an. Ein sehr waghalsiger und gefährlicher Plan, aber ich will hier weg und Law ist meine einzige Hoffnung. Wie der Blitz stürme ich zu meinem Haus. Ok, das Wort Haus passt vielleicht nicht ganz, es ist vielmehr eine Hütte. Sie steht am Rande der gesetzlosen Zone direkt neben einem Friedhof. Schon seit ich hier angekommen bin wohne ich dort, es sieht vielleicht nicht besonders gemütlich und einladend aus, aber für mich reicht es. Mit etwas Kraftanstrengung schaffe ich es, die schon leicht vermoderte Türe zu öffnen und betrete das Innere. Viel eingerichtet habe ich es ja nicht. Ein kleines Bett steht in einer Ecke und in der Anderen befindet sich ein Bücherregal mit allerlei medizinischen Werken. Eilig packe ich alles zusammen was ich brauche, also Kleidung, meine Medizin, Verbandszeug und einige der Bücher. Die meisten kenne ich sowieso schon in und auswendig, da ich nicht genügend Geld besitze um mir neue zu kaufen, also macht es mir nichts aus sie zurück zu lassen. Mit einem letzten Blick in mein Heim verlasse ich es schließlich und mache mich auf den Weg in Richtung Abenteuer.

Mein Plan ist so simpel, dass er schon wieder genial ist. Ich will versuchen mich auf das Schiff zu schleichen und sobald wir auf dem Meer sind kann er doch gar nicht anders als mich aufzunehmen. Naja, jedenfalls hoffe ich das. Das Schiff erkenne ich schon von weitem, es ist das einzige hier das auch unter Wasser fahren kann. Zu meinem Glück ist bis jetzt nur einer aus der Mannschaft an Bord. Den auszutricksen dürfte nicht allzu schwer sein. Er nickt immer wieder ein und schreckt kurz darauf hoch. Langsam pirsche ich mich heran. Die Eigenschaft mich vollkommen lautlos zu bewegen habe ich mir schon recht früh antrainiert, denn damals habe ich mich als Einbrecherin versucht. Als die Wache gerade mal wieder für ein paar Minuten eingenickt ist, schwinge ich mich an Bord und laufe zur Türe, die in das Innere des Schiffes führt. Shit, die Türe ist verschlossen. Jetzt bloß keine Panik, du bist schon durch schwerer verriegelte Türen gekommen. Ich packe meinen Dietrich aus  den ich vorsichtshalber immer bei mir trage und fummle damit im Schloss herum.  Der Schweiß steht mir schon auf der Stirn, als ich endlich das lang ersehnte klack höre und die Türe aufschwingt. Katzengleich schlüpfe ich hindurch und verschließe sie wieder. Schließlich soll keiner hier Verdacht schöpfen und nach meinem ersten Eindruck ist der Kapitän ziemlich Aufmerksam. Als ich fertig bin verstaue ich mein Hilfswerkzeug wieder in meiner Tasche und wische mir anschließend den Schweiß von der Stirn. Mein Herz pocht laut gegen meine Brust, als mir klar wird, dass ich jetzt tatsächlich auf dem Schiff bin. Ein kleines Lächeln stiehlt sich in mein Gesicht und ich mache mich auch gleich auf die Suche nach einem geeigneten Versteck. Leider sind so ziemlich alle Türen verschlossen, was prinzipiell kein Problem darstellt, nur ich weiß nicht ob es so gut wäre mich dort zu verstecken. Die Türen sehen mir mehr so aus, als würden sie zu den Kabinen der einzelnen Crewmitglieder führen, aber ganz sicher bin ich mir nicht. So viel Zeit um nachzusehen habe ich leider nicht, deswegen suche ich nach einer schon geöffneten Türe, weil sich dahinter vermutlich nichts besonders wertvolles verbirgt. Nach Gefühlten 20 Minuten bin ich endlich fündig geworden. Ich stehe in einer Speisekammer, die über und über mit Kisten vollgestopft ist. Ein besseres Versteck gibt es doch gar nicht. „Los, Jungs macht alles startklar, ich will in 10 Minuten losfahren!“ Ich zucke zusammen, als ich die Stimme von Law vernehme. So wie es Aussieht bin ich ganz schön knapp dran gewesen, nur ein paar Minuten später und ich hätte meinen Traum begraben können. Rasant schmeiße ich mich hinter die nächstbeste Kiste, als ich plötzlich Schritte vor der Türe höre. Keine Sekunde zu spät, denn schon steht ein weißer Bär in einem orangenen Overall in der Türe und kommandiert die restliche Crew herum. Diese Stellen den noch gekauften Proviant einfach hin und verschwinden wieder. Puuh, wie immer ganz schön knapp, aber ich hab‘s geschafft. Freudig stehe ich wieder auf und sehe aus dem kleinen Bullauge an der Wand des Zimmers. Schnell zieht das Wasser an uns vorbei, als wir immer tiefer und tiefer sinken. Wow, unglaublich, ich kann die Fische und Pflanzen des Meeres sehen. Fasziniert von diesem Anblick vergesse ich ganz, wo ich hier eigentlich bin. Ca. eine halbe Stunde später habe ich mich immer noch nicht satt gesehen. „Schön nicht wahr?“ höre ich eine Stimme direkt in mein Ohr flüstern. Erschrocken fahre ich herum und Blicke wie schon in der Gasse, direkt in die Augen des Kapitäns. Oh ohhhh, jetzt bin ich dran.
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