After the defeat

von Pingulein
GeschichteDrama / P16 Slash
Asaha Douji HoroHoro Manta Oyamada Ren Tao Yo Asakura
20.03.2011
28.03.2011
2
2.259
 
Alle Kapitel
6 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
20.03.2011 1.335
 
Bam Ba Baaam ~ Und hier Kapitel 2 für meine 2 Leser! Ich werde berüühmt! xD

~~~

Am nächsten Morgen brauchte ich eine Weile, um zu realisieren, was in den letzten Tagen geschehen war und wo ich mich befand.
Den gestrigen Tag hatten wir damit verbracht, uns ein wenig in der Stadt umzusehen. Heute würden wir uns nach Yo umsehen.
Ich blickte zu dem Futon neben mir, er war leer. Etwas verwirrt sah ich mich in unserem kleinen Hotelzimmer um. Horo war vor mir aufgestanden? Dieser Langschläfer? Wie konnte das sein? Und wo war er überhaupt?
Müde setzte ich mich auf und rieb mir erst einmal die Augen. Einen Vorteil hatte es schon, dass dieser Idiot nicht hier war; ich musste mich nicht beobachtet fühlen oder verstellen. Es war manchmal schon anstrengend, keine Schwächen zu zeigen… Nicht, dass ich welche hätte.
Trotzdem war es merkwürdig, dass er nicht hier war. Vielleicht sollte ich ihn suchen gehen. Ja, das war eine gute Idee. Ich würde ihn gleich nach dem ich etwas gegessen hatte suchen gehen.
Ich verließ das Zimmer und ging den langen Gang entlang. Gestern hatte ich gesehen, dass es hier im Hotel auch ein Restaurant gab. Sehr praktisch, so musste ich nicht erst eins suchen.
In dem Restaurant angekommen setzte ich mich dann an einen der leeren Tische. Außer mir war niemand hier, kein Wunder, es war ja auch noch früh und wie es schien, gab es hier nur Mittagessen. Noch dazu nicht gerade das Nobelste… Etwas widerwillig bestellte ich mir einen Hamburger, welcher mir dann auch sofort gebracht wurde.
„Es ist eine Seltenheit, dass wir um diese Uhrzeit schon Kunden haben.”, erzählte der Mann, während er mir das Essen brachte. „Aber sie sind heute schon mein zweiter.” Schweigend biss ich in meinen Hamburger, ich hatte nicht vor, zu diesem Gespräch beizutragen. Doch dadurch ließ sich der Mann nicht abschütteln. „Der erste Kunde heute morgen hat sich nur schnell einen Hamburger bestellt, so wie sie, nur ist er damit dann gegangen. Das Merkwürdige an ihm war sein Blick. Er war so düster… Ich glaube, ich habe noch nie jemanden mit schlechterer Laune gesehen. Obwohl seine Haare auch nicht normal zu sein schienen, die hatten gleich zwei so gegensätzliche Farben…”, plapperte er munter weiter. Nun wurde ich aufmerksam. „Blau und schwarz?”, fragte ich. Eifrig nickte er. „Kennen sie ihn?” Was für eine dumme Frage. Natürlich kannte ich ihn, sonst hätte ich seine Haarfarbe wohl kaum gewusst.
Schweigend verspeiste ich schnell den Rest meines Burgers, dann bedankte ich mich für das Essen, bezahlte und verließ den Raum. Also, jetzt musste ich Horohoro wohl suchen. Mein einziger Anhaltspunkt war, dass er einmal im Restaurant war und anscheinend sehr schlechte Laune hatte… Wieso eigentlich?
Es half alles nichts, ich hatte wohl keine andere Wahl als mich einfach nur im Hotel umzusehen. Wahrscheinlich war er nicht mal mehr im Hotel, sondern irgendwo in der Stadt. Aber was sollte er dort tun? Gegessen hatte er ja anscheinend schon und sehr viel Geld hatte er sowieso nicht.
Während ich darüber nachdachte, lief ich einfach durch das Hotel, zur Rezeption, dann ging ich die Treppen hoch.
„Meister Ren!”, hörte ich plötzlich Basons Stimme rufen. Ich drehte mich zu ihm um. „Was macht ihr?”, fragte er etwas verwirrt. „Ich sehe mich um.”, antwortete ich. Er musste nicht gleich wissen, dass ich auf der Suche nach diesem Idioten war. Er wüsste es vielleicht, wenn er nicht wieder so lange geschlafen hätte.
„Hast du Horohoro gesehen?”, fragte ich ihn dann beiläufig. Nicht, dass dieser nun wieder in unserem Zimmer war und ich umsonst suchte.
„Nein, aber wenn ihr wollt, kann ich ihn suchen”, antwortete mein Geist lächelnd. „Nicht nötig”, winkte ich ab, doch er antwortete trotzdem: „Bin schon unterwegs” und verschwand. Kopfschüttelnd ging ich die letzten Paar Stufen der Treppe hoch.
Kurze Zeit später kam Bason wieder, anscheinend sogar erfolgreich. „Er ist auf dem Dach”, verkündete er stolz. „Danke, Bason.”, meinte ich und drehte mich wieder zu den Treppen, um ganz nach oben zu gelangen.
„Gibt es sonst noch etwas, was ich für sie tun könnte, Meister Ren?”, fragte Bason währenddessen. Ich schüttelte erst den Kopf, entschied mich dann jedoch um. „Du kannst den billigsten Leihwagen hier in der Stadt finden. Wenn wir heute Yo suchen wollen, wäre es das Klügste, ein Auto zu haben.”
Bason nickte eifrig, dann war er auch schon wieder verschwunden.

Leise tapste ich auf das flache Dach des Hotels. Da saß er, Horohoro, gefährlich nah am Rand. Die Beine ließ er hinunterbaumeln. Ob Kororo bei ihm war? Wenn nicht, könnte er jede Sekunde fallen. Ein Sturz, den er zur Abwechslung nicht überleben würde. Ich sah mich um, konnte seinen Geist jedoch nicht entdecken. War er wirklich so dumm?
Ich kniete mich neben ihn, hielt jedoch Abstand zum Rand des Daches. Ich hatte keine Angst, aber leichtsinnig war ich auch nicht.
Sein Blick blieb erst auf die kleine Straße unter ihm geheftet, dann hob er diesen doch und sah mich an.
Er schien wirklich schlechte Laune zu haben. Was war passiert?
„Was sitzt du hier rum?”, fragte ich ihn. Es fühlte sich merkwürdig an, die Stille zu durchbrechen und ich musste aufpassen, nicht versehentlich zu flüstern, sondern meine Stimme deutlich und kalt wie immer klingen zu lassen.
Er ließ den Blick wieder nach unten schweifen. „Horohoro.”, hängte ich an, um seine Aufmerksamkeit wieder auf mich zu lenken.
Ich sah, wie er sich anspannte und sein Blick sich weiter verfinsterte. Und auf einmal überkam mich der Wunsch, in sein Inneres sehen zu können. Was war der Grund, dass er nun so reagierte? Was ging in seinem Kopf ab?
„Was soll díese Frage?” Sein Blick war immer noch nach unten gerichtet, doch nun schien er nicht mehr aufmerksam zu beobachten, sondern einfach starr hinzuschauen, ohne dabei wirklich etwas zu sehen. „Was geht es dich denn an? Du würdest das sowieso nicht verstehen. Und überhaupt habe ich dich nie gebeten, hier zu bleiben!”, rief er und ich sah die Wut in seinen Augen aufblitzen. Diese Wut, die normalerweise auf mich gerichtet war… Doch irgendetwas sagte mir, dass es diesmal nicht so war. Im Gegenteil, ich hatte das Gefühl, er wäre auf sich selber wütend, als würde er seine Aussage jetzt bereits bereuen. Es war merkwürdig, so wie die ganze Situation hier, und irgendwie war es verstörend.
„Horohoro, beruhige dich.”, meinte ich ruhig, auch wenn ich eigentlich alles andere als ruhig war. Ruckartig drehte er den Kopf zu mir und durchbohrte mich mit einem äußerst unangenehmen Blick. „Nichts ist mit beruhigen! Hau einfach ab, geh nach Hause!” Er schien nun wirklich aufgebracht, er hatte die Hände auf seine Oberschenkel gestützt und krampfhaft zu Fäusten geballt. Während er sprach, beugte er sich leicht nach vorne, was er allerdings nicht zu bemerken schien. Unruhig sah ich mich nach Kororo um, doch wie ich vorher schon bemerkt hatte, war sie nicht hier. Er beugte sich noch ein Stück vor, dann schien er es zu bemerken und verlor prompt das Gleichgewicht. Eilig schlang ich meinen linken Arm um seinen Oberkörper und schwang ihn kraftvoll nach hinten, sodass er nun sicher auf dem Dach lag und ich über ihm. Schockiert starrte er mich an, dann wurde sein Blick wieder wütender, gleichzeitig wurde er auch rot. Warum denn das nun schon wieder? War es vor Schreck? Oder war es ihm peinlich, beinahe heruntergefallen zu sein?
Wütend blitzte ich ihn an. „Du Idiot! Willst du etwa schon sterben? Von wegen, ich solle nach Hause gehen! Ohne mich lägst du nun zermatscht da unten!” „Lass mich los…”, knurrte er zurück. „Ohne dich wäre ich gar nicht erst in diese Lage gekommen!” Nun wurde mein Blick traurig. „Und wenn doch…?”, flüsterte ich beinahe, dann ließ ich ihn los, stand auf und ging weg. Fürs erste würde ich nun sauer auf ihn sein, auch wenn ich in Wahrheit erleichtert war. Erleichtert, dass er nicht gefallen war, aber auch erleichtert, weil er mich so eben wieder mit dem selben wütenden Funkeln angeblitzt hatte, mit dem er mich immer ansah.
So war es mir auch lieber.
Review schreiben