Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Wenn ein Engel vom Himmel fällt

GeschichteMystery, Liebesgeschichte / P12
OC (Own Character)
18.03.2011
12.08.2014
32
50.816
 
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
18.03.2011 928
 
Prolog

Wild tobte das Meer gegen die Klippen, angeheizt durch das Wüten des Gewittersturmes der schon seit Stunden in unveränderter Stärke tobte.
Die Menschen hatten sich in ihre Häuser zurückgezogen und wagten sich nicht auf die Straßen. Niemand war zu sehen und keiner wollte den Gewalten der unbarmherzigen Natur ausgeliefert sein. Überall waren die Fenster dicht verschlossen, so als wollten die Menschen nicht sehen, was draußen vor sich ging.
Naja, überall war das wohl nicht so. In einem gemütlichen kleinen Haus welches etwa fünfhundert Meter von der sturmumkämpften Meeresklippe entfernt seinen Platz gefunden hatte, standen zwei junge Leute an einem der großen Fenster. Beschützend hielt der junge Mann das Mädchen an seiner Seite im Arm.
“Es geht schon bald vorbei, Moriko!” hätte man ihn sagen hören, wenn nicht der Sturm jeden Ton davon getragen hätte.

“Es ist ein schlimmer Sturm, Syouichirou!” sagte die junge Frau, die ein Zittern in der Stimme nicht ganz vermeiden konnte. “Wenn Tantchen Umeko hier wäre, würde sie sagen, es liegt etwas Böses in der Luft. So sehr wir uns immer über ihre Vorhersagen amüsiert haben, aber heute spüre ich es auch. Da geht es nicht mit rechten Dingen zu, Bruder!”
Der junge Mann lachte leicht.
“Was ist denn mit dir los, Schwesterherz. Willst du jetzt auch mit den Unkereien anfangen, wie Vatis Pflegeschwester? Früher hast du dich doch immer mit mir über Tante Umeko schlapp gelacht! Das ist ein ganz normales Unwetter, wie es hier an der Küste öfters vorkommt. Wenn nachher der Sturm ein wenig abgeflaut hat, werde ich mit der Kamera raus gehen. Du wirst sehen, das werden meine besten Fotos seit langem.”
“Ich hoffe, du hast Recht. Ich muss dann aber langsam ins Bett verschwinden, schließlich habe ich morgen ab 10 Uhr Schicht im Krankenhaus. Ich glaube kaum; dass die Oberschwester Rücksicht auf mich nimmt, wenn ich sage, ich hätte wegen des Sturmes nicht schlafen können.” sagte die junge Frau leise und wandte sich vom Fenster ab.
“Gute Nacht, Moriko Hanasaki!” klang ihr noch die sanfte Stimme ihres Bruders in den Ohren, als sie die Treppe zu ihrem Zimmer hinauf ging.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Zur selben Zeit in einer anderen Welt:

“Aphrodite, Schwester! Was machst du hier draußen!” von der besorgten Stimme ihrer Schwester Celeste überrascht drehte sich die Engelskönigin zu dieser um.
“Ich will euch helfen!”
“Das wirst du nicht. Das ist viel zu gefährlich. Du musst in Sicherheit bleiben. Nur wenn du lebst, hat das Reich der Engel eine Überlebenschance. Überlass uns das Kämpfen und konzentriere dich darauf, uns mit den Wellen der Liebe zu Stärken.” bestimmend sprach der rosahaarige Engel auf die Herrscherin ein.
“Aber!” begann die Herrscherin.
“Nichts, aber!” wurde sie auch sofort unterbrochen. “Ein Einziges mal tust du bitte, was ich dir sage. Wir kriegen das hier schon hin, aber nur wenn du in Sicherheit bist!”
Widerwillig beugte sich die Himmelskönigin der besseren Einsicht ihrer jüngeren Schwester. Was sollte sie auch tun, Celeste hatte ja Recht, mit dem was sie sagte.
Seufzend zog sich die Königin in das Schloss Rosenberg zurück und bündelte die Wellen der Liebe, die ihr von allen Enden der Welt zuflossen, um sie als Liebesenergie ihren Kämpferinnen zukommen zu lassen. Dies war die einzige Möglichkeit, durch die sie in den Kampf gegen die Armee der Dämonen eingreifen konnte.
Noch bevor sich Aphrodite allerdings vollständig verausgaben konnte, erschien neben ihr ein schwarzhaariger Engel mit mütterlichen Zügen.
“Ich helfe dir, meine kleine Nichte!” sagte sie liebevoll und begann ebenso wie die Königin sich auf die Wellen der Liebe zu konzentrieren.
“Danke Tantchen Pansy!” flüsterte Aphrodite nur und dann ging sie wieder ihrer Aufgabe nach.

Auf dem Schlachtfeld, am Rande des Reiches der Engel sah es bei Weitem nicht so friedlich aus, wie man es hier bei den Himmelswesen gewohnt war.
Überall zuckten dunkle Energiestrahlen auf und wurden von ihren Erzeugern in die Menge der Engelskrieger gesandt. Schwarze Schwerter kreuzten sich mit silbernem Stahl und die warmen Wellen der Liebe versuchten sich gegen die Wellen des Hasses aufzulehnen.
Es gab viele Tote und Verletzte, auf Seiten der Engel genauso wie auf Seiten der Dämonen. Doch die Menge der Angreifer schien kein Ende zu nehmen, und langsam begannen die kämpfenden Engel zu ermüden.
Auf dem Höhepunkt der Schlacht bahnte sich eine eindrucksvolle Gestalt den Weg durch das Kampfgetümmel. Starke dämonische Energien umflossen die hoch gewachsene Person, vor der die anderen Dämonen unwillkürlich zurückwichen. Die kräftiggrünen Wangenzeichnungen verrieten Jedem, dass es sich um einen Krieger aus der Familie Raphael handelte und wer nur ein wenig Ahnung hatte, wusste ganz genau wer dieser Winddämon war.
“Ich habe dich erwartet, Uragano aus der Familie der Raphaels!” erklang die sanfte und doch bestimmende Stimme der mächtigsten Kämpferin auf Seiten der Engel über das Schlachtfeld.
Ein siegesbewusstes Lächeln glitt über die scharf gemeißelten Züge des Dämons.
“Das wundert mich nicht, Celeste!” antwortete er mit fester Stimme, die das Befehlen gewohnt war. “Dann ist dir sicher auch bewusst, dass du gegen mich nicht gewinnen kannst, auch wenn du die Schwester eurer Königin bist.”
“Das werden wir sehen. Ich werde jedenfalls das Reich der Engel nicht kampflos aufgeben, dessen kannst du dir sicher sein.” Kaum hatte sie dies ausgesprochen, hatte sie sich auch schon in Angriffsposition begeben.
Noch immer lächelnd nahm Uragano die Kampfansage des Engels zu Kenntnis, doch das sollte sich für beide Kontrahenten als schwerer Fehler herausstellen. Als die Energien der Truppenführer aufeinander prallten, entstand ein unwahrscheinlich helles Licht, welches für einige Minuten das Schlachtfeld erhellte und jeden anderen Kämpfer hinderte, weiter zu handeln. Als die Helligkeit nachließ, war weder von Uragano noch von Celeste auch nur eine Spur zu sehen.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast