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Was einer Königin genügt...

GeschichteLiebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Tiranu
16.03.2011
16.03.2011
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1.862
 
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Es war eines jeder Feste, die sich über Tage hinweg zogen und zu denen alle Elfenfürsten und -fürstinnen sowie Vertreter aller Völker der Albenmark geladen wurden. Königin Emerelle lud und sie alle kamen.

Der königliche Schwertmeister und engster Vertrauter Emerelles, Ollowain, stand in seinen Gemächern und kleidete sich in sein reinstes Weiß.Erneut würde er den Platz an Emerelles Seite einnehmen und sie schützen.Alles für die Königin..
Er fuhr sich mit den Fingern durch das lange blonde Haar und straffte sich.Mit dem Schwert am Gürtel war er bereit und machte sich auf den Weg.

Während der Empfangsansprache stand er neben der Elfenkönigin, während dem Dinner saß er zu ihrer Linken- doch ein Tanz mit ihr würde ihm nicht vergönnt sein.Auch wenn sie es beide gewollt hätten.Ollowain nippte an seinem Weißwein und ließ den Blick über die Tischrunde schweifen.Einige der Fürstinnen und Fürsten sowie berühmte Krieger nickten ihm zu und er erwiederte höflich.Relativ am Ende der Tafel sah er den Fürsten von Langollion, der seinem Nachbar Wein einschenkte und mit diesem tuschelte.

Der Schwertmeister mochte Tiranu nicht besonders.Ihn störte dessen arrogante Art. Nun jedoch trafen sich ihre Blicke und Tiranu prostete ihm - wenngleich ein wenig spöttisch - zu, bevor er sich wieder seinem Tischnachbarn zuwandte.
Nach dem Essen wurde getanzt und Ollowain hielt sich ein wenig abseits, denn Emerelle war von ihren vertrauenswürdigen Hofdamen und Günstlingen umringt.Still betrachtete er die Tanzenden, bis jemand neben ihn trat.
"Seid gegrüßt, Schwertmeister"
Der Angesprochene wirbelte herum und blickte in Tiranu von Langollions Gesicht.Der Fürst lehnte neben ihm an der Wand und hielt ein Glas purpurenen Wein in der Hand.Ollowain senkte leicht das Haupt:"Seid gegrüßt, Fürst. Ihr tanzt nicht?"
"Ihr doch auch nicht, sonst würdet Ihr nicht hier  stehen"
"Ich habe eine Aufgabe zu erfüllen. Ihr hingegen könntet euch vergnügen.An Tanzpartnerinnen wird es Euch wohl kaum mangeln"
"Gewiss nicht, doch es mangelt mir an Interesse" Tirnau lächelte Ollowain kurz an.
"Mein Tischnachbar nimmt mir die Last ab, mit ihnen zu tanzen"
Tatsächlich war Tiranus Tischpartner mit einem ganzen Rudel junger Elfenfrauen beschäftigt.

"Ihr verwundert mich, Fürst"
Ollowain meinte es so, wie er es sagte, denn normalerweise suchte der Fürst von Langollion seine Nähe nicht- vor allem nicht, wenn sich eine Schar hübscher Frauen um ihn riss.

Tiranu lächelte nur:"Vielleicht war dies mein Plan"
Völlig zusammenhangslos meinte er:"Ihr solltet diesen Wein kosten, Schwertmeister,er hat eine recht interessante Wirkung" Damit reichte er Ollowain das Glas.
Zögerlich nahm dieser es an:"Ich hoffe doch, Ihr wollt mich weder vergiften noch ablenken"
"Vergiften? Nein. Ablenken? Vielleicht. Nun ja, ich finde, Ihr solltet auch Euren Spaß haben. Trinkt nur"
Mit einem zweifelnden Blick trank Ollowain, dann gab er dem Fürsten das Glas zurück.
Dieser sah ihn unverwandt an:"Nun, spürt Ihr eine Wirkung?"

Der Schwertmeister blickte in Tiranus Augen und runzelte die Stirn. Der Fürst war wirklich hüsch. Das lange schwarze Haar fiel ihm seidig glänzend über den Rücken und umrahmte sein feines Gesicht, das doch kriegerische Züge besaß.Das schwarze Seidenwams betonte seine schlanke Silhouette und die wohlplatzierten Muskeln, die auf hartes Kampftraining hinwiesen.Und dann diese Augen, die ihn nun so seelenvoll anblickten.
Ollowain schüttelte den Kopf.Sowas sollte ihm gar nicht auffallen. Genauso wenig sollte er den Weintropfen,der an Tiranus Lippen glitzerte , bemerken.Diese Lippen, die so vielversprechend aussahen...
"Fürst Ihr habt dort..." Er streckte den Arm aus, um den Tropfen mit dem Finger wegzuwischen, doch im selben Moment leckte Tiranu ihn weg und kurz streifte seine Zunge Ollowains Zeigefinger.
"Verzeiht mir, Schwertmeister"
Doch sein Lächeln verriet, das es ihm ganz und gar nicht leidtat. Jede noch so kleine Geste schien ein Versprechen zu sein.
"Nun, ich werde mich wohl ein wenig in die mir zur Verfügung gestellten Gemächer zurückziehen." Tiranu senkte den Blick und ließ Ollowain stehen.

Verwirrt blieb dieser zuürck. Ihm schwindelte. War dies der Wein? Jemand ergriff seine Hand und er blickte in Emerelles helle Augen:"Amüsiere dich nur ein wenig, Ollowain. Ich bin sicher. Ein, zwei Stunden kann ich dich entbehren. Genieße nur das Fest"
Sie strahlte ihn an und er verneigte sich, als sie zu ihrem Thron zurückkehrte.

Die Tür zu Tiranus Gemächern war nur angelehnt. Eine weitere stumme Einladung.
Ollowain seufzte tief, bevor er eintrat.
Der Fürst stand am Fenster, der Tür den Rücken zugewandt. Ollowain sah nur sein Profil im Schatten der sinkenenden Sonne.
"Schwertmeister. So früh hatte ich Euch nicht erwartet",meinte er mit spöttischem Unetrton.
"Schließt die Tür"

Dieser Befehlston gefiel dem Schwertmeister der Königin nicht.
"Nun mein Fürst, ich denke nicht, dass ich Euren Ansprüchen genügen werde, doch Ihr ward es , der dieses Spiel begann."
"Was einer Königin genügt, kann mir gerade recht sein. Nun schließt schon die Tür, oder erwartet Ihr noch jemanden?"

Ollowain schloss die Tür und trat näher. Tiranu drehte sich um und gab den Blick auf zwei Gläser und eine Flasche Wein frei.
"Sagt,Fürst, dieser Wein...?"
"Die Feen der südlichen Wälder stellen ihn aus jenen Blumen, die nur einmal im Monat um Mitternacht erblühen her.Er ist selten, doch seine Wirkung ist allseits bekannt.Nur Euch nicht"
Der Fürst lächelte.
"Was ist die Wirkung?"
Tiranu näherte sich dem anderen und blieb nur Znetimeter vor ihm stehen:"Spürt Ihr es denn immer noch nicht? Pure Lust", hauchte er und wandte sich ab. "Sicher spürt Ihr es- sonst wärd Ihr nicht hier"

Der Elf schwieg, denn es war die Wahrheit. Warum sonst hätte er Tiranu in dessen Gemächer folgen sollen?
"Werdet Ihr dieser Lust nachgeben?" Fast schon schüchtern blickte der Elfenfürst auf, auf eine Antwort wartend.
"Ich besitze keinerlei Erfahrung in solchen Dinge, Fürst"
"Das kommt,weil Ihr immer so verstockt seid", höhnte Tiranu, doch dann trat er erneut vor Ollowain."Ich bin sicher, Ihr werdet euer Unwissen mit eurem Willen und Instinkt wettmachen. Seid unbesorgt, einer von uns besitzt Erfahrung in solchen Dingen , wie Ihr es nennt"
Langsam streckte er die Hand aus und berührte Ollowains Wange:"Ihr wollt es doch auch..."

Ollowain blickte auf Tiranus leicht geöffnete Lippen und dann in seine Augen. Ohne weiteres Zögern legte er seine Lippen auf die des anderen und küsste ihn. Zuerst vorsichtig forschend, dann fordernd. Kurz lösten sie sich, um nach Luft zu schnappen.
"Keinerlei Erfahrung? Dafür küsst Ihr verdammt gut"
"Ihr müsst es ja wissen" Und damit versiegelte er erneut Tiranus Lippen und drängte ihn gegen die Wand. Er vergrub die Hand in dem weichen Haar des anderen und spürte nun die Hände des Fürstens auf seinen Hüften. Wieder lösten sie den Kuss und sahen einander tief in die Augen., bis Ollowain den Blick senkte. Wie von selbst wanderten seine Hände zu den Bändern, die Tiranus Wams verschlossen und lösten sie.Der Fürst wehrte sich nicht, machte sich stattdessen an Ollowains Kleidung zu schaffen. Doch der Schwertmeister hielt seine Hände fest:"Ihr mögt dieses Spiel begonnen haben, doch wenn Ihr wollt, das ich mitspiele, so gelten meine Regeln."
"Nur zu, ich bin ganz der Eure"
Ollowain schob Tiranu sanft in Richtung Bett, wo er ihn niederdrückte."Ganz der meine?"
"Wenn Ihr es so wünscht"
"Durchaus. Zieht Euch aus, Tiranu ."

Der Angesprochene sah verwundert über den plötzlichen Befehl und die persönliche Anrede zu Ollowain auf, doch er gehorchte und zog die Beine an den Körper, um nicht völlig entblösst zu sein.
"Nun, Schwertmeister. Und Ihr?"
"Meine Regeln, ich entscheide"
Verschmitzt grinsend ließ er sich auf das Bett fallen:"Stellt Euch nur vor, ich würde Euch nun verlassen" Er strich dem nackten Elefen über die Wange:"Was würdet Ihr dann tun?"
"Euch morgen zum Duell fordern"
"Ah... die Vorstellung gefällt mir.Aber nur, wenn Ihr in diesem Aufzug kämpft."
Gerade als Tiranu auffahren wollte, hob Ollowain sein Kinn an und küsste ihn sanft, dann begann auch er, seine Kleidung abzulegen.Der Fürst sah ihm interessiert zu, hielt sich jedoch zurück. Es gefiel ihm, nach den Regeln des anderen zu spielen.

Als Ollowain das letzte Kleidungsstück abgeworfen hatte, legte er seinen Dolch auf den Nachttisch, in Griffnähe.
"Traut Ihr mir immer noch nicht?"
"Nur weil Ihr Euch auf meinen Befehl so bereitwillig entblösst, lasse ich noch längst nicht alle Vorsicht fahren.Doch überzeugt mich davon, dass Ihr vertauenswürdig seid..."

Tiranu lächelte und näherte sich dem Schwertmeister.Mit unendlich langsamen Bewegungen kniete er sich über ihn und strich über dessen wohlgeformte Bauchmuskeln.
"Was verlangt Ihr, Ollowain?"
Der Schwertmeister sah zu dem Elfen hinauf."Habt Ihr auch von dem Wein getrunken?"
"Ebenso viel wie Ihr"
"Na dann solltet Ihr mir die Wirkung zeigen. Wie gesagt, Ihr besitzt die nötige Erfahrung dazu"
"Zu gerne"
Der Fürst beugte sich hinab und gab Ollowain einen leidenschaftlichen Kuss, bevor er sich anderen Gefilden zuwandte.Eine Weile ließ der Schwertmeister es geschehen und genoss es, doch dann ergriff er Tiranus Hände:"Überlasst Ihr mir die Führung?"
"Wenn Ihr denkt, dass Ihr es könnt..."
Doch kaum waren diese Worte ausgesprochen, wurde der Fürst schon in die weichen Kissen gedrückt und Ollowon hauchte :"Instinkt und ein starker Wille, war es nicht so?"
Er umschlang den Elfen und machte schnell deutlich, was er wollte. Sanft, jedoch bestimmend drängte er Tiranu in eine ihm angemessen erscheinende Position und gab sich endgültig der Wirkung des Weines hin.

Später lag der Fürst von Langollion auf dem Bauch und streckte träge die Hand aus, um sich eine Praline von dem Teller elfischer Süßigkeiten neben dem Bett zu holen. Genüsslich steckte er die mit Blüten verzierte Leckerei in den Mund und schloss die Augen.
Neben ihm regte sich Ollowain und gab ihm einen Kuss in den Nacken.
"Habe ich lange geschlafen? Emerelle erwartet mich.."
"Die Sonne ist untergegangen und bald wird wohl zum Abendmahl geläutet.Ihr solltet gehen, Schwertmeister." Er nahm sich eine weitere Praline und sah Ollowain nicht einmal an, während er sprach.
Ollowain erhob sich und bekleidete sich wieder, dann machte er sich zum Gehen auf, als Tiranu sich doch noch ihm zuwandte:"Lasst es unser Geheimnis bleiben. Doch solltet Ihr Euch je wieder nach dem Wein sehnen, wisst Ihr  sicher, wo Ihr mich finden könnt"

Die Festlichkeiten dauerten noch drei Tage an.Drei Tage, in denen sich der Fürst und der Schwertmeister nicht mehr begegneten. Am Abend des dritten Tages reisten die Gäste ab und Emerelle verabschiedete sich von einem Balkon aus, Ollowain an ihrer Seite.
Auch Tiranu ritt vor und verneigte sich vor ihr, bevor er sein Pferd wendete . Doch noch einmal blickte er zurück und sah Ollowain direkt an und führte dessen Dolch, den dieser in Eile vergessen hatte, an die Lippen. Er zwinkerte, dann ritt er von dannen.
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