Kriegerische Nymphen (Die Drachenkämpferin)

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P12 Slash
Nihal Oarf Sennar
16.03.2011
29.05.2011
8
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Hallo Leute! Das ist meine erste FF und ich hoffe mal sie gefällt euch. Reviews und Tipps sind natürlich immer willkommen. Und jetzt viel Spas beim lesen! ;)
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Nihal öffnete die Augen. Die Sonne war gerade erst aufgegangen und es wehte ein leichter Wind. Sie stützte sich auf die Unterarme und blickte sich um. Vor ihr war die weite Steppe, die für das Land des Windes typisch war, und hinter ihr lag der Bannwald. Sie hatten ihr Lager zur Sicherheit an der Waldgrenze aufgeschlagen um zur Not in den Wald fliehen zu können. Dabei fiel ihr ein: Wo war eigentlich Sennar? Sein Schlafplatz war leer, anscheinend war er schon vor ihr aufgestanden.
Plötzlich raschelte es hinter ihr im Gebüsch. Blitzschnell stand sie auf und zückte ihr glänzendes Schwert aus schwarzem Kristall. Als sie gerade zum Angriff ansetzten wollte trat Sennar hervor. „Bleib ruhig hier ist außer Phos und den Kobolden keiner in der Nähe. Und vor den Tieren brauchst du sowieso keine Angst zu haben.“ „Ich weiß, aber man kann ja nie wissen...“, antwortete Nihal und steckte ihr Schwert wieder in die Schneide. Dann verschränkte sie die Arme vor der Brust und fragte: „Wo warst du? Ich habe mir schon Sorgen gemacht.“ „Ich habe uns Frühstück besorgt“ er deutete auf einen prall gefüllten Beutel, der ihr vorher nicht aufgefallen war, „und außerdem machst du dir nie so schnell sorgen um mich.“ Nihal antwortete nicht sondern setzte sich nur wieder ins Gras. Während Sennar das essen in Portionen aufteilte und den Rest in ihren Quersäcken verstaute kam ihr eine Sache in den Sinn und sie konnte sich nicht mehr halten. „Warst du auch bei Oarf?“ fragte sie und starrte ihm in die Augen, um sicher zu gehen, dass sie jedes Anzeichen einer Lüge sofort bemerkte. „Nein“ antwortete der Magier gelassen, „Ich weiß doch, dass du es nicht magst wenn andere sich um deinen Drachen kümmern.“ Das stimmte. Oarf war ihr Drache und so wie Mütter ihre Kinder beschützen, verteidigten und liebten, tat sie es bei Oarf. Zwar konnte er gut auf sich selbst aufpassen - denn schließlich war er ein mächtiges Tier – aber trotzdem wollte sie es nicht, dass andere sich mit ihm beschäftigen. Er war ja IHR Drache und nicht JEDERMANNS Drache.
Beide frühstückten und nachdem sie fertig war stand Nihal sofort auf und ging in Richtung Wald. „Ich gehe eben nach Oarf sehen und mache ihn für den Aufbruch bereit.“ Sagte die Halbelfe und verschwand im Gebüsch. Es dauerte nicht lange und sie erreichte die Lichtung auf der sie gelandet waren. Der Drache richtete sich sofort auf und knurrte, entspannte sich aber als er sie erkannte. Sie trat auf ihn zu und tätschelte ihm das Maul. Sie sah ihm in die feuerroten Augen und erklärte ihm, dass sie bald aufbrechen würden. Niahl mochte es mit ihrem Drachen allein zu sein. Sie konnte ihm alles erzählen und er hörte ihr zu. Wenn sie traurig war tröstete er sie und wenn sie wütend waren flog er mit ihr so hoch sie wollte. Oarf war einfach der perfekte Freund und gehörte mit Sennar zu den wichtigsten Dingen in ihrem Leben die sie hatte. Nachdem sie ihn etwas über die smargtgrünen Schuppen gestreichelt hatte holte sie Sattel und Zaumzeug und der Drache knurrte wieder. „Willst du lieber, dass wir alle laufen? An deiner Stelle würde ich mich nicht so anstellen, sonst werden wir halt keine rast mehr machen.“ Oarf grummelte noch einmal und senkte dann den Kopf.
Nach ein paar Minuten kam Sennar auf die Lichtung und Oarf richtete sich erneut sofort auf und starrte ihn an. Er hatte zwar nichts gegen Sennar aber er hielt halt nichts von Menschen. „Bist du fertig?“ fragte Sennar und begrüßte Oarf mit einem Nicken. „Ja“, antwortete die Halbelfe und schwang sich in den Sattel des Drachens. Jedes mal beobachtete Sennar sie dabei. Ob hätte sie Flügel setzte sie sich auf den Drachen – und dessen Rücken war ca. 3-4 Meter hoch – und das sah dabei noch so elegant und leichtfüßig aus. Im Gegensatz zu Nihal brauchte er etwas länger um auf Oarfs Rücken zu gelangen. Aber nach einiger Zeit saß auch er halbwegs bequem und sie konnten los. Der Drache breitete die Schwingen aus und nach ein paar Sekunden waren sie weit über dem Bannwald und flogen dem Horizont entgegen.
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