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Schwanger, was nun?

GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
12.03.2011
05.06.2011
16
19.547
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12.03.2011 1.275
 
Harry atmete tief ein. Er wollte weiterreden, doch stattdessen bekam er nur ein klägliches :,,Weißt du?”, hervor.

Seine Hand wanderte zu seinem Nacken und ließ ihn verlegen wirken. ,,Nun ja, es gibt bestimmt viele Mädchen auf Hogwarts, die gut in der Schule sind und gleichzeitig das Glück haben gut auszusehen!”, antwortete Hermine.

Sie starrte auf ihre glitzernden Schuhe und wippte ein wenig auf ihnen herum. ,,Das mag wohl sein. Aber dieses Mädchen ist nicht so wie die anderen. Da ist eher ein harmonisches  Zusammenspiel von Schüchternsein und Mut haben. Perfekt für ein Mädchen, verstehst du?”, fragte Harry.

>> Mann Harry, wieso redest du um den heißen Brei herum. Es kann doch nicht so schwer sein, einem Mädchen zu sagen, dass du es liebst! Oder etwa doch? Naja, bei Hermine, nun gut, so eine Situation war noch nie zwischen uns beiden, aber irgendwann ist immer das erste Mal, oder etwa doch nicht? Was hat mein Leben denn schon für ein Sinn gehabt, hätte ich sie nicht kennengelernt? Was wäre gewesen, wenn sie damals nicht in das Abteil zu Ron und mir gekommen wäre? Meine Güte, dass ich darüber nachdenke. Es hat doch eigentlich keinen Sinn. Gib deinem Herzen einen Ruck und gesteh ihr deine innige Liebe zu ihr oder verkriech in ein Loch und warte, bis sie dich vergessen hat<<, dachte er sich.

Hermine schaute ihn derweil genau an, als ob sie wüsste, was er da gerade vor sich hingedacht hatte. ,, Weißt du Harry, ich muss dir etwas sagen. Es, nun, es fällt mir nicht leicht. Ich habe immerhin noch nie über das ,,etwas" mit dir gesprochen, weder es versucht  mit dir zu sprechen, wenn du es mir angeboten hast!”, fing Hermine an. Harry schaute sie verwirrt und doch verständnisvoll an. ,,Ok, es ist ein bisschen komisch. Was ich dir sagen will… ist… je, wieso ist das so schwer… Harry, ich ...”, Hermine wurde von Harry unterbrochen.

Es  platzte nur so aus ihm heraus:,, Hermine, ich liebe dich! Ich wusste zwar nicht seit dem ersten Tag, dass ich dich liebe. Aber nun wird es mir langsam immer klarer. Da  sind so komische Flugzeuge in meinem Bauch, wenn ich dich sehe. Sie können einfach  keinen Landeplatz finden und halten mich deshalb in der Nacht auf. Sie reißen  mich aus meinen Träumen und lassen nicht zu, dass ich etwas esse!” Hermine schaute ihn an und lächelte. Harry schluckte und wartete nun auf die Antwort seiner noch besten Freundin. ,,Oh Harry, also, ich liebe dich auch!”, Hermine sprang Harry in die Arme und wollte diesen Moment auskosten.

Jedoch wurden sie von einem Unwetter überrascht. Sie riss sich von seinen Armen los, stellte sich vor ihn hin und schaute ihn fordernd  an.  Harry konnte  nichts verstehen, bis Hermine anfing, ihre Lippen zu einem Kussmund zu formen. Er musste ein wenig lachen, nahezu kichern, bis er endlich wusste, was sie wirklich wollte. Er nahm sie in seinen Arm, zog sie nah an sich und schaute ihr tief in ihre Augen. Er versank in ihnen und begann zu  träumen.

Dann kamen sich beide näher, immer näher, bis Hermine Harrys Atem auf ihrem Mund spüren konnte. Ihr Bauch fing an zu kribbeln und sie wusste, dass sie seinem Kuss nicht standhalten konnte. Sie bereitete sich auf weiche Knie vor und näherte sich Harrys Mund. Und dann passierte es.
Ein Kuss, wie aus  einem Märchenbuch.

Beide schwebten auf Wolke ,,Sieben" und wurden von Applaus und Zurufen von ihr ,,heruntergeworfen".  Beide sprangen einen Meter weit und schauten verdutzt zur Tür. Ron stand mit ein paar Schülern, seinen Zwillingsbrüdern und Gen dort und applaudierte für die neue Beziehung der beiden. ,,Die neuste Attraktion! Harry Potter und Hermine Granger sind das neue Liebespaar von Hogwarts”, lachte er.

Wieder applaudierten alle und lachten mit den beiden frisch verliebten Turteltauben.
Harry schaute Hermine mit einem breiten Grinsen an,  zog sich dann die Jacke seines Smokings aus und hielt ihn über Hermine, so dass sie nicht nass werden konnte. Sie presste sich an seine Brust und schloss ihre Augen. Bis auf den letzten Tropfen saugte sie sich diese Erinnerungen in ihren Kopf und in ihr Herz. Besser konnte diese Nacht für beide nicht enden. Sie gingen wieder in das Schloss und feierten noch ausgelassen, dann gingen sie zu Bett und träumten von einer Hochzeit, die noch in den Sternen stand.


Harry schluchzte und ließ seinen Blick nun wieder auf seine Socken fallen, die ein  Loch aufwiesen. ,, Hoffentlich kommt sie bald wieder, sonst werde ich noch verrückt”, murmelte er. Er stand auf und wuschelte sich kurz durch seine rabenschwarze Haare.

Das Fenster klapperte und öffnete sich wie von selbst, ließ kalte Herbstluft hinein.
Harry  musste gähnen und lief dann torkelnd in den Gemeinschaftsraum, wo Ron schon auf ihn wartete. ,,Mensch Harry, wo warst du so lange? Hermine und Gen warten schon auf dem Bahngleis. Sie sollten schon längst wieder im Warmen sein! Du weißt, wie sie sind. Schwangere Hexen sind eben kaum zu ertragen, also beeil dich!”, sagte Ron. Er schnappte sich seine Jacke, warf sie um und stellte sich an die Tür. Um Harry noch mehr klar zu machen, dass sie schon spät dran seien, schob er sich demonstrative seinen Ärmel hoch und klopfte auf seine Uhr.

,,Schwanger? Hermine? Das hatte er vergessen. Diese kurze Erinnerungsstunde des ersten Kusses und der ersten wirklichen Begegnung der Liebe Hermines hatte er doch tatsächlich vergessen, dass seine Freundin im zweiten Monat schwanger war.

Harry schlug sich gegen die Stirn. ,,Du hättest mich wecken können! Aber auch egal, lass uns losgehen, bevor wir noch eine Tracht Prügel bekommen!”, sagte Harry. Er nahm sich seine Jacke von einem Haken und ging mit Ron aus dem Schloss, hinüber zur Hagrids Hütte, wo schon die  Kutsche mit den Testralen wartete. Sie stiegen ein und befahlen den Testralen, zum Bahnhof zu fahren.

Ruckelnd und mit quietschenden Reifen setzte sich die alte und klapperige Kutsche auf den Weg. ,,Es wird wohl eine halbe Stunde dauern, bis wir da sind. Naja, ein bisschen Zeit ist ja noch sich zu entspannen, bis die Hexen wieder den Tag regieren. Hach, wie schön war die Zeit, als die beiden nicht da waren. Es war so ruhig, beinahe zu ruhig. Und nun werden wir wieder in den tristen Alltag mit ihnen geschickt. Ab heute, mein lieber Harry,  heißt es, Melonen um Mitternacht zu besorgen und  kraulen, bis der Arzt kommt. Als wäre das nicht genug, müssen wir uns auch noch auf die bevorstehende Geburt vorbereiten. Wieso muss ich dir eigentlich immer alles nachmachen? Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass du Hermine zumutest, jetzt schon Mutter zu werden, nein, ich muss Gen  ja genau das Gleiche antun”, erklärte Ron. Er schaute Harry an und merkte, dass er nicht ganz bei sich selber war.

,,Nun ja, Ron. Wir beide sind nicht die einzigen die zu einer Schwangerschaft benötigt werden! Gut, wir haben den Braten in den Ofen geschoben,  müssen ihn aber zum Glück nicht wieder rausholen. Das können die Mädchen schön machen. Bleibt ihnen ja nichts anderes übrig. Und bis dahin sollten wir uns um ihr Wohl kümmern. Das schaffen wir schon. Wer gegen den Lord ankommt, der kann auch einer Schwangeren in den schwersten Stunden beistehen! Ron bemerkte, dass Harry nicht ganz bei sich war->> Denkt wohl wieder an den Tag, wo er erfuhr,  dass Hermine schwanger ist, oder er denkt an das erste Mal mit ihr. Mensch, das war was. Ich kann mich noch genau daran erinnern. Es war Mittag, als mich Gen von Quidditchplatz abgeholt hatte und aufgeregt an meinen Ärmeln zupfte….
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