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An unfinished Life

von Tron
GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
08.03.2011
22.04.2011
7
51.712
 
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
08.03.2011 1.836
 
Tron: Legacy

Ich war alles andere als zufrieden mit dem Ende vor allem was Tron betrifft. Also habe ich mir mein eigenes Ende geschrieben um so etwas wie Seelenfrieden zu bekommen. :)

Titel: An unfinished Life
Genre: Action/Adventure, Drama
Musik: Linkin Park - New Divide; John Rzeznik - I'm still here; Within Temptation - Jillian (I'd give my heart); Samsas Traum - Der Fährmann (Nur ein einziger Gefalle noch); Hurts - Wonderful Life; NEWS - Sayaendou
Status: Beendet
Kapitel:
Prolog: The Fall
1. Isomorphe Algorithmen
2. Der Input/Output Tower
3. The Home of Space Paranoids
4. TRace ON
5. Don't let go
Epilog: Another Game
Inhalt: Sein Kopf, sein Verstand, sein ganzes Wesen war gespalten. Jeden Schritt den er ging erschauderte er. Ständig war es da und erinnerte ihn daran was passiert war, was er getan hatte. An die Hilflosigkeit und an den Fehler das er überhaupt noch existierte. Er hatte all das verraten was ihm wichtig gewesen war, hatte zerstört wofür er gekämpft hatte und gejagt was einmal sein bester Freund gewesen war. Ein zittern durchlief seinen Körper, der kurz davor stand gelöscht zu werden - was für ein Segen. "Flynn ... verzeih mir.", hauchte der Wächter, der am Boden des Rasters lag und in den bewölkten Himmel sah. Obwohl niemand in seiner Nähe befand war er nicht allein. Rinzler war allgegenwärtig in seinem Verstand und Tron wusste nicht wie lange er diesem noch standhalten könnte. Hoffentlich starb er bald.
Widmung:  Feena90
Autorenkommentar: Obwohl es sehr "depressiv" klingt hat es einen anderen Hintergrund was Tron betrifft. Es wird sein versagen sein das ihn belastet. Ein Programm wird mit einem Auftrag programmiert nur um diesen zu erfüllen lebt es - was also wenn ihm dieser Grund genommen wird? Es das Gegenteil macht? Es wird die Schuld im Vordergrund stehen, selbst wenn die Logik mit dem Finger auf Rinzler zeigt - man hätte kämpfen können, etwas tun ... irgendwas und so "korrekt" wie Tron immer ist wird er sich ganz sicher Vorwürfe machen. Es wird auch ein paar OCs geben, doch nicht im Sinne von Mary Sue, da ich ein paar Charaktere für nicht "Pairing" möglich halte. Tron gehört dazu, da zu ihm nur eine Person passt: Yori. Das ist einfach so, selbst wenn sie im aktuellen Raster nicht ist. Die OCs sind einfach da damit man nicht ständig von "namenlosen" Programmen spricht.
Außerdem gibt es noch etwas wofür es langsam Zeit wird: Tron hat Alan so viel geholfen (ja auch Flynn) - es wird mal Zeit das Alan Tron hilft.


Ich wünsche euch viel Spaß mit der kurzen Story.

Lg
Tron

PS: Sie ist noch nicht gebetat!


~*~*~*~*~*~*


For every sin, I'll have to pay
I've time to work, I've time to play
I think I'll find another way
It's not my time to go

I'm gonna break the cycle
I'm gonna shake up the system
I'm gonna destroy my ego
I'm gonna close my body now

Madonna – Die another Day


~*~*~*~*~*~*



Prolog: The Fall


Ein Schlag.

Und dann fiel er.

Sein Gleiter zersplitterte bei dem Aufprall und löste sich innerhalb von Sekunden auf zusammen mit dem zweiten von Clu.

Benommen versuchte er wieder seinen Gedanken zu sammeln, doch der harte Zusammenprall war noch deutlich zu spüren und obwohl sein Kopf noch im vollständigen Zwiespalt stand griff er instinktiv nach seinem Ersatzgleiter. Es war nur ein Satz, der die Grundfesten seines Bewusstseins erschütterte, mit einer Tragweite die er noch nicht begreifen konnte und wollte: „Ich kämpfe für die User.“ Mit diesem Gedanken wollte er den Stab auseinander ziehen, doch ein erneuter Schlag traf ihn. Diesmal war es eine Faust direkt gegen seinen Helm und ehe er sich wehren konnte wurde ihm der Stab entrissen, dann wieder ein Schlag. Wie gelähmt dieser eine Satz seinen Verstand doch hat. Clu überwältigte ihn in Sekunden, stahl ihm den Gleiter, aktivierte ihn und verschwand und damit blieb er allein zurück – fallend.

Damit war er nun alleine mit sich selbst, einer gespaltenen Persönlichkeit die nach dem einen Satz lechzte während die andere ihn vollständig ablehnte. Was war das? Dieser brennende Schmerz der Gegensätze breitete sich in seinen Kopf aus, verursachte sogar reale Schmerzen. Selbst wenn er wusste das real bei ihm kein Wort war das wirklich zu traf. Gedankenfetzen fügten sich zu Bildern zusammen und hielten ihn vor Augen was er getan hatte – und wieder spalteten ihn seine Gedanken. Ein Teil in ihm verabscheute sich dafür das getan zu haben, der andere pochte darauf, dass es im Namen von Clu geschehen war und es vollkommen richtig war hunderte von Programmen zu löschen.

Die hoffnungsvollen Blicke.
Das Flehen.
Das alles hatte Rinzler zunichte gemacht.

Er hatte es.

Sicherheitsprotokoll.
Sicherheit.

„Ich habe einen neuen Raster geschaffen und bräuchte noch ein Sicherheitsprogramm? Was haltest du von ein paar Updates?“
„Ich bin hier ganz zufrieden.“
„Das System ist veraltet, außerdem würdest du aus ENCOM mal rauskommen.“

Es war dieser typische Blick mit dem er Flynn bedachte, dieser wissende und der User erkannte schnell, dass seine Worte ziemlich unsinnig waren.

„Du weißt wie ich es meine! Komm schon Tron!“

Diese nervige penetrante Stimme von Flynn, das flehen und er wusste er könne nicht Nein sagen. Die Zeiten in denen er kühl auf jeden der Wünsche von Flynn reagierte waren lang vorbei. Er respektierte ihn, sie hatten gemeinsam viel durch gestanden und war zu dem noch ein User, schon allein das Wort löste bei ihm Ehrfurcht aus. Vielleicht war Flynn nicht sein User, aber ein Freund, so würde Flynn es nennen. Er war sich des Wortes bewusst, er kannte die Definition dazu, doch ihm fehlte das dazugehörige Gefühl das man damit verband. Das war wohl noch der Unterschied zu ihm, einen inzwischen komplexen Programm und Flynn einem User.

„Was passiert mit den anderen hier?“
„Sie bleiben hier, bleiben weiterhin für das ENCOM Hauptsystem aktiv.“
„Yori?“
„Auch. Ihr Programm ist noch zu einfach, als das ich sie in das neue Raster integrieren könnte, aber das kann ich nachholen. Später wenn alles steht, dann hole ich Yori dazu!“
Schweigen.
„In Ordnung.“
„Ja, das wird Klasse Tron! Wir erschaffen eine neue perfekte Welt! Das wird Großartig! Ich muss dich nur deaktivieren um dich ganz an das neue Raster anzupassen und einen Ersatz für hier hab ich schon.“

Da war es wieder. Diese Gefühl ausgespielt worden zu sein von Flynn. Er hätte ihn jetzt gerne geschlagen, früher hätte er es ohne Zweifel getan, doch da wusste er auch noch nicht, dass er ein User war, er musste ihn beschützen. Vermutlich hätte Flynn so lange gebettelt bis er einfach aus Schonung seiner Nerven heraus zugestimmt hätte. Wie primitiv, aber es funktionierte. Dennoch sein Blick sprach Bände und Kevin ging fast instinktiv auf Abstand. Tron würde ihm nie etwas tun, aber miese Laune konnte der ernste Zeitgenosse durchaus versprühen und ausleben. Er hatte viel mehr mit einem User gemein als er manchmal ahnte. Alan hatte auch viel dafür getan um weiter an ihm zu arbeiten, so dass er inzwischen fast zu komplex war um noch weiter in dem Raster zu agieren. Die Generalüberholung des ganzen ENCOM Systems stand bevor, doch Flynn wollte Tron haben, bei sich – da er sich auf ihn hundertprozentig verlassen konnte. Er war das Sicherheitsprogramm.

„Ist Alan damit einverstanden?“
Stille.
„Du hast ihn noch nicht einmal gefragt.“


Dieser Erinnerungsfetzen zwang Rinzlers gegensätzliche Seite in die Knie. Er, das Programm, wurde sich langsam wieder bewusst wer er war – was er war.

Er hatte versagt.

Er hatte seine Primärprogrammierung nicht einhalten können. Ein fehlerhaftes Programm, das entweder repariert werden müsste oder gelöscht.

Rinzlers Reste schrieen dagegen an, es gab nur Clu, nur dessen Befehle, das war die einzige Wahrheit die er benötigte, aber die Erinnerung an seinem Ursprung strömte weiter auf ihn ein als wäre er wieder im I/O Tower. Er hatte User in Gefahr gebracht und war an dem Massenmord der ISOs mit verantwortlich, all das was Flynn nicht gewollt hatte – er hatte ihn verraten. Wie ein Messer schnitt dieser Gedanke durch sein Bewusstsein und das zum ersten Mal seit tausenden von Zyklen klar war. Sein ganzes Programm würde überlastet als der Virus, Rinzler, dagegen ankämpfte. Er wollte wieder die Kontrolle haben, wollte wieder für Clu und dessen Überzeugung kämpfen. Gekrümmt vor Schmerzen wand sich das ehemalige Sicherheitsprogramm und wurde plötzlich von einer Druckwelle mitgerissen.

Als wäre er von einer Wand gerammt worden überschlug er sich mehrmals in der Luft und schoss mehrere hundert Meter wieder in die Richtung des Rasters. Aber der See der Simulation war immer noch unter ihm während es so schien als würde der Fall niemals enden. Die Druckwelle beschädigte sein Programm weiter in dem es vereinzelte Codes aus seinem Körper riss, aber sie gab ihm auch etwas zurück, etwas das ihm Clu genommen hatte.

Flynn.

Das konnte nur er gewesen sein. Sein selbst drängte wieder danach seine ursprüngliche Aufgabe zu übernehmen, Flynn zu suchen und ihn zu beschützen, zusammen mit dessen Sohn und Quorra. Rinzlers letztes Zischen verschwand als er seinen zurück gewonnen Systemadministrator nutzte und diesen überschrieb, unvollständig, fehlerhaft. Doch damit endete Rinzlers Existenz, jetzt gab es nur noch ihn. Tron. Das Sicherheitsprogramm, das vor langer Zeit einmal gewesen war, dass administrative Rechte hatte, aber er war zweifelsohne beschädigt worden durch die erste gewaltsame Umschreibung. So wie von der jetzigen in der er hastig Rinzler überschrieben hatte, in der Hoffnung wieder mehr er selbst zu sein. Irgendwie ahnte er jedoch, das es kein Zurück gab, keinen ursprünglichen Tron, selbst wenn Alan ihn durch ein Back Up reparierte und er vergaß was passiert war. Als hätte er sich gerade selbst weiterentwickelt. Doch...

Er war gescheitert und fehlerhaft.

Fast hätte er ironisch gelacht unter seinem Helm, der sein Gesicht so lange schon verborgen hatte.

Tron, sein Name, setzte sich zusammen aus den Wörter TRACE und ON. Ein Befehl welcher das System dazu veranlasst Zeile um Zeile, Code um Code zu kontrollieren bis der Fehler im System gefunden war. Dieser Raster und auch er, waren jedoch schon viel zu komplex für diesen simplen Befehl.

Aber das war auch egal.

Es war als würde er gegen den Boden des Rasters prallen, hart und unnachgiebig, aber das Wasser schloss sich schon Sekunden später um seinen Körper.

Zum Glück gab es keine Knochen die brechen konnten, doch die oberste Schicht seine Programmierung splitterte ab. Seine orangen Programmierungszeichen erloschen und verwandelten sich wieder in das helle blau, das ihn einst ausgemacht hatte. Aber auch nur um im selben Moment wieder zu flackern, als hätte er einen Wackelkontakt. Immer wieder erlosch das Licht während er tiefer sank auf den Grund des Sees.

Fehler in der Programmierung.
Beschädigt und letztendlich - allein, dürfte er für seine Fehler bezahlen.

Es war nur noch eine Frage der Zeit bis sein eigenes System innerhalb seiner Programmierung zusammenbrach und er einfach verschwand, als hätte es ihn niemals gegeben.

Code um Code.
Zeile um Zeile.
Zahl um Zahl würde er verschwinden.
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