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Das neue "Neue Testament"

GeschichteParodie / P16 / Gen
Jesus Christus
06.03.2011
06.03.2011
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Das neue "Neue Testament"

Vor vielen Jahren (vor etwa über 2000 um genau zu sein) wurde Jesus Christus als Sohn einer Jungfrau und eines Zimmermannes geboren. Drei Weise, die durch einen Stern zum Stall geführt waren (da sieht man wieder mal, was Graß alles anrichten kann) legten Gold, Weihrauch und Salbe vor ihm nieder. Jesus sah all diese Gaben an und sprach sein erstes Wort. "Sprudel!"
Mit etwas über 20 Jahren zog Jesus von Zuhause aus, um sich auf die Suche nach dem Sprudel zu machen. Am See Genezareth begegnete er den beiden Fischern Simon Petrus und Andreas. Jesus fragte sie. "Habt ihr Sprudel?"
"Nein!"
"Könnt ihr mir sagen was das ist?"
"Nein!"
"Wisst ihr wo ich es finden kann?"
"Nein!"
"Wisst ihr beide überhaupt etwas?"
"Nein!"
"Wollt ihr mir helfen den Sprudel zu finden?"
"Ja!"
Seit diesem Tag zogen Jesus und seine Jünger durch die Welt und predigten über den Sprudel. Die Menschen fühlten sich geradzu angezogen, von dieser neuen Religion und noch mehr von deren Redner Jesus Christus. Seine langen, vollen, braunen Haare, sein schöner Vollbart, sein gütiges Gesicht, seine breiten Schultern, seine starken Hände,...Ok, jetzt reichts langsam. Jedenfalls predigte Jesus auch über Steuersenkungen, Hartz IV Erhöhung, Mindestlohneinführung, sowie die Erhöhung der Ärztegehälter. Außerdem referierte er über Literatur, Kunst, Lyrik, die Gleichberechtigung von Mann und Frau und natürlich über den Sprudel. Seiner Ansicht nach war der Sprudel nicht nur ein kohlensäurehaltiges, in den Geschmacksrichtungen variirbares Erfrischungsgetränk, sondern auch die Lösung aller Probleme der Menschheit. Viele Menschen kamen zu Jesus um ihre Kranken Verwandten und Nachbarn heilen zu lassen. Doch Jesus ist nicht billig und akzeptiert nur eine Bezahlung, die jedoch erst in 1900 Jahren erfunden wird.
"O Herr, bitte heile diesen Lahmen."
"Das macht fünf Flaschen Sprudel."
"Aber ich habe keinen Sprudel."
"Dann kann ich nur sagen. Game over."

"Meister, bitte heile diesen Leprakranken."
"Das macht einen Kasten Sprudel."
"Aber wo finde ich den diesen Sprudel?"
"Gute Frage."

Die Schriftgelehrten und Pharisäer, welche glaubten der Sprudel sei eine nukleare Massenvernichtungswaffe, beschlossen daraufhin, Jesus beiseite zu schaffen und selbst in den Besitz des Sprudels zu gelangen. Sie versprachen Judas 30 Mark, wenn er ihnen Jesus ausliefern würde. Beim letzten Abenmahl sagte Jesus. "Kann sein das ich mich irre, aber ich glaube einer von euch wird mich für lumpige 30 Kröten an die Schriftgelehrten und Pharisäer verraten." Sofort fragte Judas. "Bin ich es?" Jesus antwortete. "Ja. Und wo ist mein gottverdammter Sprudel?"
Judas erzählte Jesus dass es im Garten Gethsemane sehr viel Sprudel gäbe. (Gott, ich hab'nen Mann noch nie so schnell rennen sehen). Jesus gründete eine eigene Firma, die "Zwölf Apostel." und suchte nach dem Sprudel. Die Pharisäer und Schriftgelehrten fingen Jesus ein und brachten ihn zum Hohepriester Caiaphas. Jesus antwortete auf jede Frage nur mit Name, Rang und Dienstnummer. "Name: Jesus Christus. Rang: Messias. Dienstnummer: 2412Doppelnull" Als Jesus die Prozedur fünf Stunden lang durchgezogen hatte, warf sich Caiaphas , der es mit diesem gestörten Sprudelfanatiker einfach nicht mehr aushielt, vor einen Zug. Anschließend brachte man ihn zur Supernanny, die versuchte, Jesus mit Schleimen, Sanftheit und Mitgefühl einzulullen. Wieder das gleiche. Name, Rang, Dienstnummer. Nach einer Stunde hatte er Katharina Saalfrank bereits so zur Weißglut getrieben, dass sie sich in ihrer eigenen Wuthöhle verkroch und beschloss nie wieder herauszukommen. Zuletzt brachte man Jesus zu Pontius Pilatus. Demokratisch wie er war, ließ er das Volk entscheiden und obwohl bis vor kurzem noch alle Jesus zugejubelt und ihn wie einen Popstar gefeiert hatten, entschieden sie ihn zu kreuzigen.
Als Jesus oben am Kreuz hing fragte er etwa unsicher. "Hallo? Was in Dreiteufelsnamen soll der Müll? Und wo ist mein Sprudel?" Nach ein paar Minuten bohrte man ihm eine Lanze in die Seite. Und Jesus sagte. "AUTSCH!!!"
Als man sah dass er tot war, legte man ihn in ein Höhlengrab. Am nächsten Tag kam Maria Magdalena zu seinem Grab um seinen Leichnam zu waschen. Doch Jesus war nicht tot. In Lederjacke, Jeans mit Löchern, Bikerboots, Sonnenbrille und einem Kopftuch saß er auf einer Harley Davidson. Als sie Jesus fragte, was er denn vorhabe , antwortete er. "Ich werde weiter nach dem Sprudel suchen. Gehe zu meinen Jüngern und sage ihnen was ich gesprochen habe. Sie sollen in die Welt hinausziehen und den Sprudel finden. Sie sollen alle Menschen im Namen des Sprudels taufen und sie nach seinem Wort lehren. Und ich fahr jetzt los."
Damit fuhr er los und ließ Maria in einer Staubwolke zurück.
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