Misery in Paradise

von RayJay
GeschichteDrama / P18 Slash
Alexander Hephaestion
04.03.2011
19.08.2011
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Der Mond schien hell über dem Palast, umhüllte ihn wie ein silbernes Tuch.
In einer der großen Halle hingegen, sah es anders aus. An den Wänden hingen Fackeln, die den Saal erleuchteten. Tische mit Essen und Getränken waren aufgestellt, Tänzer tanzten vor Alexander, seine Gefährten tranken, lachten, unterhielten sich mit ihm.
Es war die letzte Nacht, vor Alexanders Hochzeit mit Roxane.
Diese hatte sich schon längst zurück gezogen, während Alexander immer noch auf seinem Tron saß, sich das Treiben anschaute und genüsslich den Wein trank.

Er beobachtete seine Gefährten genau, sah, wie sie den Frauen lüsterne Blicke zu warfen, wie selbst Hephaestion immer weniger auf ihn achtete. Dennoch saß dieser bei ihm, wie ein treuer Hund, wie er es immer getan hatte.
“Was für eine schöne Nacht”, nickte Alexander und trank von dem Wein. Er schaute erhaben über die Menge hinweg, die sich vergnügte, schaute dann zu Hephaestion, der ihn nun zum ersten Mal an diesem Abend in die Augen schaute.
“Was wirst du wohl morgen sagen?”, lächelte Hephaestion seinen König an, “Verheiratet und glücklich. Herrscher.”
“Glücklich”, wiederholte Alexander und mied den Blicke Hephaestions, “Du bist es, der mich glücklich  macht.”
Hephaestion lächelte, sah über die Meute hinweg und sah, wie sich Cassander seinen Weg zu ihm und Alexander bahnte. Deutlich sah man ihm an, dass er eine Menge getrunken hatte, er stolperte mehr, als das er lief.
“Alexander”, lachte er, als er nun vor dem König stand, “So viele Frauen, und du entscheidest dich für Roxane.”
Alexander erhob sich und ging auf Cassander zu, was auch Hephaestion dazu brachte, sich zu erheben und Alexander leicht am Arm zu packen, damit er Cassander nicht zu nahe kam.
“Mach dich nicht selbst unglücklich”, zischte Alexander und schaute Cassander direkt in die Augen.
“Alexander, er ist betrunken”, Hephaestion zog ihn zurück und sah Alexander nicken.
“Es scheint mir, dass ihm eine Menge zu Kopf gestiegen ist.”
“Und du, Hephaestion, viele Frauen liegen dir zu Füßen und was machst du? Küsst den Boden unter seinen?”, Cassander deutete auf Alexander, was eben jenen dazu brachte sich von Hephaestion loszureißen und noch einige Schritte auf Cassander zuzugehen.
Einige Männer hatten dies beobachtete und kamen dazu.
“Cassander, amüsier dich”, sagte Antigonus und konnte verhindern, dass Cassander und Alexander sich einen Kampf lieferten, wie sie es schon beinahe getan hatten, als Alexander siene Hochzeit mit Roxane angekündigt hatte. Cassander lief brav davon und fiel in mitten von Frauen zu Boden.

Hephaestion hatte sich bald nach dem Zwischenfall dem Fest entzogen. Dies blieb jedoch nicht unbemerkt von Alexander, der ihm gefolgt war.
“Lass sie reden”, sagte Alexander mit sanfter Stimme, als er hinter Hephaestion auftauchte. Der drehte sich zu ihm um und schaute ihn mit seinen endlos blauen Augen an. Ein Hauch von Trauer war zu erkennen, dennoch lächelte er.
“Nur all zu gerne”, sagte er und legte sanft seine Hand auf Alexanders Wange, “Er sagt die Wahrheit.”
“Ich weiß”, grinste Alexander und umarmte Hephaestion, umklammerte seinen Hüften und zog ihn zu sich, “Mein Prinz.”
“Den Prinzen wirst du hoffentlich bald haben”, nickte Hephaestion und löste sich von Alexander.
Sie liefen nebeneinander her, zu Alexanders Schlafgemach und gingen an einer jungen Frau vorbei, die sich ein wenig vor Alexander verbeugte, Hephaestion mit einem wunderschönen Lächeln anschaute. Dieser lächelte zurück, ehe er sich wieder Alexander widmete.
Alexander hingegen hatte den Blick der jungen Frau gesehen, schaute sich noch einmal nach ihr um.
“Wer ist sie?”, fragte Alexander.
“Ich kenne ihren Namen nicht”, meinte Hephaestion, “Sie ist jedoch oft in deiner Nähe.”
“Wohl eher in deiner”, sagte Alexander und schaute nun noch einmal zu ihr, um sich zu vergewissern, dass sie ihnen nicht mehr nach schaute.
“Ich bin dein”, sagte Hephaestion und hauchte Alexander unverhofft einen Kuss auf den Mund.
“Sei mein heute Nacht”, flüsterte Alexander und strich liebevoll Hephaestions Haare über dessen Schulter.
“Vor deiner Hochzeitsnacht?”, fragte Hephaestion lachend, “Du brauchst deine Kräfte morgen.”
Alexander schaute Hephaestion an und nickte.
“Gute Nacht, mein König”, sagte Hephaistion und gab einen Alexander noch einen leidenschaftlichen Kuss, ehe er sich selbst in sein Schlafgemach zurück zog.
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