Die weiße Na`vi

von Dead-Face
GeschichteAbenteuer, Romanze / P16
01.03.2011
14.08.2012
7
19141
1
Alle
50 Reviews
Dieses Kapitel
13 Reviews
 
 
 
Erst mal Hallo alle zusammen und vielen Dank das ihr meine Geschichte lesen wollt :-)

Was Allgemeines. Also das hier ist meine erste Geschichte. Das heißt aber nicht, dass ihr mich deswegen verhätscheln müsst, ihr könnt mir ruhig offen und ehrlich eure Meinung sagen. Natürlich würde mich aber auch über ein paar positive Reviews und Ratschläge freuen.

Dann noch was zur Geschichte. Das hier ist  keine Liebesgeschichte, in der sich die Hauptpersonen schon nach zwei Kapiteln um den Hals fallen, sonder ich werde das alles Schritt für Schritt aufbauen. Wer hier reichlich Kitsch sucht, ist leider fehl am Platze. Trotzdem wird es natürlich Romantische Momente geben es ist ja immerhin eine Liebesgeschichte :-)
Das ersten Kapitel ist etwas zäh, da es nur über Leyra als Person und ihre Lebensweise gehen wird, auch Tsu´tey wird im ersten Kapitel noch nicht auftauchen.

Und ach ja, der Clan der Anurai exsistiert in der Welt von Avatar wirklich, ich habe aber einige Sachen im Bezug auf den Clan geändert. Tsu´tey hat bei mir natürlich den Krieg überlebt und auch Grace hat bei mir überlebt. Grace wird später in der Geschichte noch eine wichtige Rolle spielen. Das wars eigentlich, viel Spaß beim Lesen und ich würde mich über Reviews freuen.



Kapitel 1

Geschickt und beinahe lautlos sprang sie von Baum zu Baum, ihr Opfer immer fest im Blick, wie eine Katze auf der Jagd. Seit nun mehr einer Stunde verfolgte sie den jungen Yerik. Das Jungtier hatte sich verirrt und war panisch durch den Wald gerannt, auf der Suche nach seiner Mutter.

Die Na´vi hatte seine Verfolgung aufgenommen und wartete nun auf den richtigen Augenblick, um das Tier zu erlegen. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis der Yerik halt machen würde, um sich auszuruhen.
Dann sah sie ihre Chance, dass Jungtier machte halt an einer Wasserstelle und schlürfte nun genüsslich das kühle Nass. Die Junge Na´vi positionierte sich lautlos auf dem dicken Ast eines Baumes, der nur wenige Meter von der Wasserstelle des Yerik entfernt stand. Geschützt von den langen und dichten Blättern des Baumes, war sie praktisch unsichtbar für das Jungtier und so konnte sie ihre Chance perfekt nutzen.

Langsam und mit viel Vorsicht, um kein Geräusch zu verursachen, nahm sie ihren Bogen in die Hand und spannte einen langen, spitzen Pfeil darauf. Sie setzte ihn an und zielte genau auf das Herz des Tieres, so würde es schnell und ohne große Schmerzen sterben. Dann lies sie den Pfeil auf ihr Opfer zusausen. Sie traf nahezu perfekt. Das Tier gab noch ein leises Geräusch von sich, danach sackte es leblos zu Boden.
Zufrieden mit ihrer Arbeit  hüpfte die Junge Na´vi vom Ast des Baumes, um das erlegte Tier zu begutachten. Als sie auf dem bewachsenen Boden landete, schaute sie sich noch einmal vorsichtig um. Es könnte ein Rudel Nantangs vom Geruch des Blutes angelockt worden sein. Doch als sie nichts entdecken konnte, machte sie sich mit leisen Schritten auf den Weg, zu ihrer Beute. Zuerst sah sie das Tier noch einmal genau an, um zu überprüfen ob es den Schuss nicht vielleicht doch überlebt hatte. Aber sie konnte kein Lebenszeichen warnehmen. Sie nahm den Pfeil, der noch im Körper des Tieres steckte, wieder an sich.

„ Mögest du Frieden bei Eywa finden.“
Diesen Satz sagte sie immer, wenn sie ein Tier erlegte hatte. Ihr Clan hatte ihr einst beigebracht Respekt und Erfurcht vor Eywa und ihren Schöpfungen zu zeigen, und das tat sie auch. Das Fleisch des erlegten Tieres würde sie für ein paar Tage versorgen. Aus seiner Haut, konnte sie neue Kleidung für sich herstellen und aus den Knochen, konnte sie sich einen neuen Dolch schnitzen. Das Tier verdiente also ihren tiefsten Respekt und Dank.

Bevor sie jedoch mit dem Tier verschwand, schweifte ihr Blick zu der Wasserstelle. Sie betrachtete sich darin. Große hellrote Augen starrten sie mit einem geradezu durchbohrenden Blick an und ihre weiße Haut schimmerte im Licht der Sonne. Sie war das, was man auf der Erde wohl als Albino bezeichnen würde. Der Rest von ihr glich jedem anderen Na´vi. Sie hatte feine Gesichtszüge und volle Lippen, jedoch war ihre Miene stets versteinert. Mit der Zeit, hatte sie sich diesen Blick zur Gewohnheit gemacht, sie wollte einfach nicht das jemand ihre Gefühle und Gedanken anhand ihres Gesichtsausdrucks lesen konnte. Ihre Ohren zuckten, was ein Zeichen von Alarmbereitschaft war. Das komische war, dass ihre Harre trotz ihrer Hautfarbe, Schwarz waren. Zu ihrem Ärgernis, unterstrichen ihre Schwarzen Harre, die Farbe ihrer Haut und ihrer Augen. In ihren Haaren waren zahllose Perlen und kleine Federn eingeflochten. Die meisten Haare waren zu kleinen Zöpfen geflochten, bis auf ein paar einzelne Strähnen, die sie frei hängen lies. Ihre langen Arme und Beine waren schlank und muskulös und mit ein paar Armreifen und Bänder verziert. An ihren Handgelenken und an ihren Schienbeinen, waren lederne Armschützer angebracht. Ihre ganze Rüstung war aus Leder, die ihr zwar nur wenig Schutz, aber dafür große Wendigkeit bot. An ihrem Bauch zeichneten sich leichte Muskeln ab, sie hatte für eine Na´vi relativ große Brüste und einen langen Schweif, der ihr gut Balance beim klettern gab. Hätte sie eine Normale Augen- und Hautfarbe wäre sie eigentlich eine recht Schöne Na´vi.

Außer ihr Clan, hatte niemand sie akzeptiert. Aber auch ihr eigener Clan hatte sie nur mit Widerwillen respektiert, weil sie die Tochter der Tsahìk war. Die Na´vi waren in solchen Dingen sehr argwöhnisch. Unterschied sich einer besonders von den anderen, so wurde er ausgeschlossen oder sogar verbannt und als schlechtes Omen verschrien. Durch ihren angeborenen hohen Rang, hatte sie Glück und sie wurde nicht verbannt. Doch da ihr Clan nun nicht mehr exsistierte, war sie als Außenseiterin gebrandmarkt.
Sie hasste ihre Erscheinung, aber gleichzeitig wusste sie, dass sie es nicht ändern würde können. Sie musste sich so akzeptieren, dass war sie nun mal, Leyra die weiße Na´vi.
„Eywa, warum hast du mir diese Bürde auferlegt? Warum hast du mich so erschaffen? „Womit hab ich das verdient?“
Diese Fragen stellte sie sich immer wieder, doch selbst die Utral Aymokriyä, die Bäume der Stimmen, konnten ihr diese nicht beantworten. Nur Eywa selbst wusste, warum.

Das Geräusch von raschelndem Gras riss sie aus ihren Gedanken. Sie hatte zu lange an der Wasserstelle verweilt und ein paar Nantangs waren auf das getötete Tier aufmerksam geworden. Nun musste sie sich beeilen. Schnell rief sie ihren Thanator,  Ayn´at. Wenige Sekunden später kam das prächtige Tier auf sie zugerannt. Für den Clan der Anurai war es nicht ungewöhnlich, einen Thanator als Jagdtier zu benutzen. Immerhin war der Thanator das Totem des Clans.
Als Ayn´at direkt vor ihr stand, lud sie den erlegten Yerik auf dessen Rücken, schwang sich selbst darauf  und rit los. Leyra konnte mit ihr schnell durch die tiefen und dichten Wälder Pandoras reiten. Und das war auch nötig, denn die Nantangs waren ihr dicht auf den Fersen, beinahe wäre ihr der Yerik vom Rücken des Thanators gefallen als Ayn´at eine scharfe Kurve machte. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd, hatte Leyra die ungeliebten Verfolger abgehängt und konnte sich nun mit Ayn´at auf den Heimweg machen.

Da der Clan der Anurai komplett ausgelöscht war, hatte sie den Kelutral, ihren Heimatbaum, verlassen. Nun wohnte Leyra in einem Kelutral der noch sehr, sehr klein war. Er hatte gerade mal ein Stockwerk und war zu dem Zeitpunkt, als sie ihn fand, unbewohnt. Für sie reichte dieser Baum vollkommen aus. Alles was sie zum leben brauchte, war in diesem Baum untergebracht. Sie hatte eine Art Arbeitsstelle auf dem grasigen Boden unter dem Baum eingerichtet, auf dem sie ihre erlegten Tiere ausweidete und verarbeitete. Alle anderen Sachen waren im Kelutral untergebracht. In einer Ecke standen ihre Waffen, die sie gerade nicht benutzte und gegenüber ihrer Waffen lag ihre Schlafstätte. Ein kleiner Tisch stand inmitten des Raumes, darauf bereitete sie die Kräuter die sie sammelte, zu verschieden Sachen weiter, zum Beispiel zu Heilenden Substanzen. Ansonsten war in dem Baum nichts zu finden, keine Verzierungen oder Trophäen einer Jagd. Man konnte erahnen das sie hier nicht allzu viel Zeit verbrachte.

Leyra nahm den toten Yerik vom Rücken ihres Thanators. Sie begab sich zu ihrer Arbeitsstelle und begann auch gleich den Yerik zu verarbeiten. Ayn´at machte es sich neben ihr gemütlich und schloss ihre Augen, zu einem kleinen Nickerchen. Leyra brauchte einige Zeit um das Tier komplett zu verarbeiten. Sie hatte ihm die Haut abgezogen um es später zu Kleidung oder Taschen zu verarbeiten. Das gute Fleisch legte sie in einen Beutel der mit Blättern des Rumut-Baumes gefüllt war. Durch das Salz, welches diese Blätter abgaben, wurde das Fleisch länger haltbar. Das was noch übrig war, warf sie Ayn´at hin, diese streckte auch zugleich ihren Kopf aus um die Köstlichkeit zu verschlingen.
„Lass es dir schmecken, meine Gute.“ Sagte sie zu Ayn´at, als sie amüsiert beobachtete, wie  das Tier alles in sich hineinschlang. Leyra fragt sich ob sie überhaupt noch kaute oder das Fleisch einfach nur schluckte.

Da Leyra nun an ihren Händen und Armen mit Blut beschmiert war, beschloss sie zu dem nahe gelegen See zu gehen, um dort gleich ein ganzes Bad zu nehmen. Da der See wirklich nicht weit entfernt war, konnte sie ihn auch ohne Ayn´at schnell erreichen. Sie warf noch einen letzten Blick zurück, um sich zu versichern das sich Ayn´at immer noch mit dem Fleisch vergnügte, dann ging sie los. Langsam schlenderte sie durch den Wald Pandoras und auch wenn sie schon ihr ganzes Leben hier verbracht hatte, war sie immer noch von der Schönheit des Waldes beeindruckt. Auf ihrem Weg fand sie eine Fkxakewll- Pflanze und pflückte dessen Samen. Die Samen waren einfach köstlich, leider waren sie auch bei vielen Tieren sehr beliebt, sodass man sich manchmal um sie streiten musste.

Nach einem kleinen Spaziergang, erreichte sie den kleinen See. Es war schon Dunkel geworden und durch das leuchten der Pflanzen, um den See herum, wirkte es als würde das Wasser leuchten. Leyra brauchte ihre Kleidung nicht auszuziehen, da sie nur wenige Teile ihres Körpers bedeckten. Sie würde auch so sauber werden.
Langsam und vorsichtig stieg sie in das Wasser. Das Blut an ihren Händen war nun als roter Streifen im Wasser zu erkennen. Leyra hatte das schwimmen und baden im Wasser schon immer gemocht. Als sie sich an die Temperatur des Wassers gewöhnt hatte tauchte sie unter und schwamm ein bisschen im See herum. Hier konnte sie sich entspannen und fallen lassen. Sie fühlte sich sicher und geborgen im durchsichtigen Nass des Sees.

Was Leyra aber nicht wusste, war das sie von jemandem schon eine ganze Weile beobachtet wurde. Das Augenpaar betrachtete sie mit Neugierde und zugleich mit Verwunderung. Geschütz von den Blättern des Baumes und der Dunkelheit der Nacht bemerkte Leyra ihren heimlichen Beobachter jedoch nicht. Dieser konnte seinen Blick einfach nicht abwenden........