Carnevale di Venezia

von Earthling
GedichtPoesie, Schmerz/Trost / P12
26.02.2011
26.02.2011
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Carnevale di Venezia

Tanzende Gondeln auf dem Canale,
schwarz wie der Himmel über der Stadt,
lachende Menschen, tanzende Figuren,
wie in einer Traumwelt irgendwo.

Dort eine Signora im roten Gewand,
die Haare aufgetürmt und mit Perlen verziert,
ihre Augen strahlen hinter einer goldenen Maske.
Sie locken und wehren zugleich auch ab.

Auf der Piazza ein schwarzer Signore
mit Umhang und Dreispitz angetan,
sein Gesicht verborgen durch weichen Samt,
wie ein Geheimnis, welches er wahrt.

Hinter der Säule, im Schatten ganz klein,
was sehe ich da? Bist du es, Pierrot?
Pierrot, der du, als einziger hier,
mit dem Treiben nichts anfangen kann?

Dein Gesicht ist weiß, wie dein Gewand und
um deinen Mund ein trauriges Lächeln;
während andere feiern sitzt du hier und weinst.
Schwarze Tränen rinnen über deine Wangen.

Pierrot, Pierrot! Mein lieber Freund,
hat etwa Colombina dich verlassen?
Ich fühl wie du. Auch ich hab' etwas verloren
Doch gib mir deine Hand und es wird besser.

Du wirst sehn: Ist erst der Karneval vorbei
und kehrt Ruh' ein in der Serenissima
werden so viele andere einsam sein,
bis auf uns zwei als Liebespaar.


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A.N.: Serenissima ist ein anderer Name für Venedig und steht symbolisch für die 'Goldene Zeit' der ehemaligen Republik.
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