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Black Anubis´s One-Shot Sammlung

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
24.02.2011
13.03.2012
6
5.411
 
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24.02.2011 1.316
 
Es war mittlerweile nach sechs Uhr an einem wundervollen Frühlingstag als ein junges Mädchen im Alter von vierzehn Jahren,  sich an einem Hindernisparcours hinter dem Croft Manor versuchte. Das lange braune Haar, welches zu einem Flechtzopf gebunden wurde und die braunen Augen, die mit Sorgfalt jedes Hindernis begutachtete waren so was wie ein Markenzeichen des Mädchens geworden. Gerade erreichte sie eine erhöhte Plattform als die Griffe sich dann zeigen ließen. Bis heute war dies für die Brünette der schwerste Teil des Trainings gewesen doch heute war sie guter Zuversicht. Vorsichtig griff die vierzehnjährige nach der Sprosse. Als der Boden dann verschwunden war und die brünette sich Sprosse für Sprosse weiter vorwärst kämpfte bemerkte sie, dass ihre Muskeln nach ließen. „Nein bitte nicht jetzt!“, flehte das Mädchen. Ihr fehlten nur noch vier Sprossen dann würde sie eine Schräge erreichen und von dort aus in ein Wasserbecken springen können.

Die Brünette klammerte sich mit aller Kraft fest und je länger sie frei in der Luft hing, desto stärker brannte es in den Armmuskeln. Langsam rutschten ihre Hände ab und sie fiel in die Tiefe. Die vierzehnjährige schrie und dachte nun, dass sie gleich was brechen würde als plötzlich etwas in einer unnormalen Geschwindigkeit auf die Brünette rannte. Dann sprang ein Körper in die Luft und fing die vierzehnjährigen auf. Dann landete der Retter auf dem Rücken und die beiden schlitterten noch ein paar Meter weiter bevor sie zum erliegen kamen. „Alles in Ordnung Cassandra?“, fragte eine dunkele, weibliche Stimme. Das Mädchen das Cassandra hieß öffnete vorsichtige ihre Augen, richtete sich auf und sah in gelbe Augen. „Shadow…“ Die vierzehnjährige war überrascht das Ebenbild Laras zusehen. „J-Ja alles in O-Ordnung.“ Die Brünette stieg vom Körper der Rothaarige, die sich kurz danach aufrichtete. „Du blutest.“, stellte Cassandra fest und sah wie rot-bläuliches Blut an Shadows Arm runter lief. „Halb so schlimm. Ich war schon mal schlimmer verletzt.“ Die Doppelgängerin umschloss mit ihrer Hand die Wunde. Die vierzehnjährige bekam ein schlechtes Gewissen und bat Shadow sie ins Croft Manor zu begleiten.

Die beiden durchquerten den Eingangsaal und blieben dann in der Küche stehen. „Okay setz dich hin. Ich komm gleich wieder.“ Das Ebenbild Laras tat wie ihr geheißen und die vierzehnjährige verschwand derweilen um die Ecke. „Oh Mann. Wo hat Mum bloß wieder den Verbandskasten gelassen?“, dachte sie laut. Dann fiel Cassandra ein, dass immer ein Verbandskasten sich im Trainingsraum befand. Sofort rannte sie los und erreichte den Eingang des riesigen Raumes. Die Brünette sah sich um und entdeckte einen orangefarbenden Kasten auf einem Regal. „Oh na ganz klasse! Mum denkt nie dran, dass ich den Erste-Hilfe Kasten auch gebrauche.“ Cassandra ging ein paar Schritte zurück, stellte sich dann etwas breitbeinig hin und ging leicht in die Knie. „Hoffentlich klappt das.“, dachte die vierzehnjährige, streckte die Arme dann auch, schloss die Augen und konzentrierte sich. Nach einer Weile fing der orangefarbenden Kasten an zu wackeln und flog dann langsam die Luft. Je höher er in die Luft ging, desto stärker konzentrierte sich das Mädchen. Sie wollte Shadow unbedingt helfen und gab dafür alles. Nach drei Minuten endete dann die Flugshow und Cassandra fing den Kasten auf.

Zurück in der Küche erwartete die vierzehnjährige allerdings eine kleine Überraschung. Lara Croft, die gerade von einem Ausflug heimkehrte, war in der Küche und saß auf der anderen Seite des Tisches, an dem die Doppelgängerin schon eine Weile saß. „Auweia!“, sagte Cassandra leise. „Hallo Cassandra.“ Schnell bemerkte die vierzehnjährige, dass sie den Erste-Hilfe Kasten in den Armen hielt und versteckte ihn schnell hinter den Rücken. „M-Mum wie schön! D-Du bist ja wieder da? Wi…Wie war denn Schottland?“ Der Brünetten war es sichtlich unangenehm was auch deutlich durch ihr schiefes Lächeln zu erkennen war. „So wie immer. Kennst du doch. Übriges hat mir Shadow alles erzählt also kannst du ruhig den Kasten wieder hervor holen.“ Die Brünette seufzte. „Tut mir leid Mum. Es war sicher nicht meine Absicht Shadow zu verletzen.“ „Ich weiß Cassandra. Sie ist dir bestimmt auch nicht böse, oder?“ Die braunen Augen von Cassandra trafen auf die gelben von der Doppelgängerin. „Nein ich bin ihr nicht böse. Ich habe selber erfahren wie schwer es ist Dinge zu lernen.“ Erleichtern fing die Brünette an zu lächeln. Obwohl es zum Anfang ziemlich schwierig war zu verstehen, warum Shadow erschaffen wurde und welchem “Zweck“ sie eigentlich nur dienen sollte, schloss die Tochter von Lara, die Rothaarige schnell ins Herz. Während die meisten ein Problem mit dem Aussehen von Shadow hatten, empfand die vierzehnjährige dies als völlig normal, da sie mit ihr quasi aufwuchs.

Nachdem die Brünette ihre Mutter den Verbandskasten gab und Lara sich um die Verletzung der Rothaarigen kümmerte, fragte die Countess dann: „Sag mal Cassandra, wie bist du eigentlich an den Verbandskasten gekommen?“ „Na mit meinen Kräften. Hallo? Was passiert denn wohl wenn eine hoch angesehene Ärchologin und Abenteuerin und ein Lux Veritatis mit mentalen Superkräften sich paaren?“, fragte die Brünette ironisch. „Cassandra!“, meinte Lara und schien ein wenig empört. „Es kommt eine Cassandra Croft mit mentalen Kräften dabei raus.“, beantwortete die Doppelgängerin die Frage. „Shadow!“ „Lara deine Tochter hat nicht ganz Unrecht. Du musstest es doch eigentlich wissen, dass Cassandra ein paar Kräfte von Kurtis geerbt hat.“ Die vierzehnjährige lächelte. Dann klatschten sich die beiden ab. „Ich bin wirklich froh, dass du mich verstehst Shadow.“, meinte Cassandra während Lady Croft nur mit dem Kopf schütteln könnte. „Manchmal habe ich das Gefühl, dass du mehr von Shadow als von mir hast.“, sagte Lara. „Ich bin Du, schon vergessen?“, meinte das Ebenbild Laras nur und ihr spitzbübisches Grinsen kam wieder zu Vorschein. Ein Markenzeichen von ihr. „Ohhhh nein Shadow! Jedesmal wenn du damit anfangen hast kam am Ende des Gespräches irgendwas Seltsames bei raus.“ Die Doppelgängerin lehnte sich zurück und zuckte mit den Schultern. „Bist du dir denn ganz sicher Lara?“ „Ja…nein…doch. Hör auf mich zu verwirren Shadow!“ Die Brünette kicherte. Shadow und Lara waren zwar nun seit Jahren gute Freunde und könnten sich gegenseitig blind vertrauen aber hin und wieder machte es der Doppelgängerin dann doch Spaß die Countess aufzuziehen.

„Sag mal Cassandra stimmt es eigentlich, dass du und Lara eine Ruine in Griechenland untersuchen wollt?“ „Ja, vor zwei Wochen bekam Mum den Auftrag die Kampfrüstung von Hercules zu finden. In dieser besagten Ruine wollte wir dann Hinweise suchen.“, erklärte die vierzehnjährige. „Gebettelt hat sie eher. Auf ihren Knien und versprach sogar für zwei Monat Jason bei Abwasch zu helfen.“ Jason war der Großneffe von Winston. Der Butler, der 70 Jahren lang der adeligen Familie diente, ging in Pension und sein Großneffe übernahm seinen Platz. „Mum! Man soll doch keine Lügen erzählen. Ersten ist das schlecht für das Gewissen und zweitens soll man vor allem vor der Familie lügen.“, meinte die Brünette schnippisch. Cassandra wollte vor der Doppelgängerin nicht als Nervensäge abgestempelt werden „Glaub mir Cassandra. Lara hat auch schon das ein oder andere Mal gelogen.“ Sofort packte die Countess ihrer Doppelgängerin an dem Arm, an der sich die Verletzung befand und drückte zu. Ein kleiner Schmerzschrei kam von Shadow und packte sofort das Handgelenk von Lara. „Bist du verrückt? Meiner Tochter so was zu erzählen?“ Als Antwort nahm das Ebenbild Laras die Abenteuerin in den Schwitzkasten und wuschelte ihr total wild durch die braune Haarpracht. Man könnte fast meinen, dass sie die beiden Frauen gerade streiten, doch die Tochter von Lara wusste, dass Shadow immer gern Contra gab. Nach einer Weile ließ die Doppelgängerin ihre Freundin los und beide fingen an zu lachen. „Also ich bin überzeugt, dass du genauso wie deine Mutter wirst. Eine wunderbare Ärchologin mit Mut, Verstand und unerschrockenen Willen. Das Aussehen hattest du zumindest schon.“, meinte Shadow und grinste wieder. Auch bei Lara entlockte dies ein Lächeln.

Vier Jahre später erschien ein großer Artikel in der Times.

Erbin der Familie Croft.
Tochter von Lara Croft macht ihren Namen aller Ehre
Cassandra Croft macht mit Achtzehn Jahren archäologische Sensation
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