Vorgeschichte des Ahksas Fiero Kalantor

GeschichteAbenteuer / P16
24.02.2011
24.02.2011
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Ich wurde am 29. Naighttal in Shadowdale im Jahr der Bauersfrau geboren. In den ersten fünfzig Jahren meines Lebens wurde ich regelrecht verhätschelt, ich lernte kaum etwas und bekam fast alles hinterher geschmissen... was für eine schöne Zeit das doch war. Das einzige was in dieser Zeit passierte war, dass ich mich etwas zu weit in die Wälder vor gewagt hatte und dort auf einen – nennen wir es unfreundlichen – Baumhirten getroffen der die Pflanzen gegen mich aufgestachelt hatte, Segojan sei dank sind mir zwei Veteranen aus den Dales gefolgt und haben mich aus dieser Situation retten können. Ich habe seit diesem Vorfall so eine Art Phobie“ gegen Pflanzen entwickelt.

Ab meinem fünfzigsten Lebensjahr dann bin ich bei einem Juwlier in die Lehre gegangen und diese Tätigkeit dann bis zu meinem sechsundsiebzigsten Namenstag ausgeführt. Was bisher immer noch keiner herausgefunden hat: ich hatte einen wundervollen von mir geschliffenen Diamanten dabei mitgehen lassen als ich dann die Dales verließ. Aber ich greife vor. Nachdem ich dann aufhörte bei unserem Juwelier zu arbeiten (auch wenn ich es ungern tat, da ich die Edelsteine wohl in naher Zukunft nicht mehr bearbeiten werden konnte) ging ich zu einem Bekannten meiner Eltern, einem nicht unbedingt unmächtigen Magier, der sich bereit erklärt hatte mich auszubilden. Die ganze Ausbildung hatte mich zwei Jahre gekostet. Einiges wollte mir nicht in den Kopf z.B. der ewige Zyklus der Elemente. Auch konnte ich mir die Zauberformel nicht so recht einprägen doch nach einer Weile ging mir auch das in Fleisch und Blut über. Jedoch ist meine Handschrift nicht die schönste, da man für das Eintragen von Zaubern eine saubere Schrift braucht erklärt sich damit wohl das ich auch damit meine Probleme habe. Hatte ich eigentlich schon von meinen sechs  Geschwistern erzählt? Naja ich werde es kurz fassen mein ältester Bruder und meine jüngste Schwester, Grangan und Gelrina, gingen bei einem Kämpfer in die Lehre und ihre Schlagkraft ist wirklich nicht zu verachten. Der zweite und der dritte in der Geburtsfolge (Kornan und Melanthor) waren schon immer sehr gläubig und dreimal dürft ihr raten was sie geworden sind, richtig Priester von Garl Glitzergold sind sie geworden. Meine jüngere Schwester Valgenane ist wie ich bei einem Magier in die Lehre gegangen. Was aus meinem älteren Zwillingsbruder, Saegolan, geworden ist weiß ich nicht, er ist nach unserem neunundvierzigsten Namenstag spurlos verschwunden und nicht mehr aufgetaucht, vielleicht wurde er verschleppt aber wer weiß das schon?

Doch genug davon, nach meiner Lehre als Magierlehrling hielt mich nichts mehr hier in den Dales nicht einmal meine Familie. Ich hatte keine Worte gefunden die ich sagen konnte und mir fielen auch keine ein die ich hätte zum Abschied schreiben können. Ich ging also, angeworben von einigen Durchreisenden, einigermaßen gut geschützt von dannen. Wir sind einiges herumgekommen bis wir an ihrem Ziel waren, wir waren damals schon seit einem halben Jahr zusammen unterwegs und sie sind mir gute Freunde geworden, weshalb ich weiterhin mit ihnen zog. Ob meine Familie Zornig, enttäuscht, traurig oder nur sauer waren weiß ich nicht und ich weiß auch nicht, ob sie mir verziehen haben.

Auf unserer Reise ist mir schon einiges untergekommen unter anderem Wyrms und sogar einen einzigen schwachen Remorhatz und verbesserte meine magischen Fähigkeiten und ich tat alles um meinen Freunden zu helfen wo es ging. Als wir in die ersten Unterirdischen Räume kamen musste ich mich wirklich beherrschen um nicht wieder hinaus zu rennen. Eine davon hat mich meine letzten Nerven gekostet. Bis ich ihnen nicht mehr gefolgt bin wenn mir ein Unterirdisches System zu eng und zu Weitläufig schien. Stattdessen bin ich in den Städten geblieben und habe mich in dieser Zeit als Söldner verdingt um unsere  Gruppenkasse nicht leer werden zu lassen. Außerdem,
bin ich jemand der mit viel Geld nicht viel anzufangen weiß und deshalb das Geld das ich nicht brauche lieber wohltätigen Zwecken spende.



In einer Gruft fernab von allem lebenden in Sembia fanden dann drei meiner Freunde den Tod. Waren wir zu beginn noch zu fünft waren wir, als wir die Gruft wieder verließen, nur noch zwei. Wir konnten nichts daran ändern so gern wir es getan hätten doch die Untoten dort unten sind wild über uns hergefallen und haben wahllos angegriffen. Selbst mein Freund Baradin, der Paladin unserer Gruppe, konnte nur machtlos mit ansehen wie unsere Freunde gefallen sind. Es waren einfach zu viele sind jedoch wie durch ein Wunder wieder verschwunden. Wir konnten uns nicht erklären woran das lag. Jedenfalls wie wir dort unten herumgewandert sind fand wir nach einem heftigen Kampf gegen einen Nekromanten in seinen Gemächern einen Stab, einen Stab des Feuers mit einigen Ladungen wie sich dann in Tulbegh herausstellen sollte.



Auf dem Weg von der Gruft nach Tulbegh wurden mein verbliebener Freund und ich von einem Wyrm angegriffen mein Freund wurde schwer verletzt jedoch war ich nicht stark genug um ihn zu tragen oder irgendwie anders zu transportieren. Stützen konnte ich ihn auch nicht, dafür war entweder er zu groß oder ich viel zu klein, vielleicht bat er mich deshalb eindringlich ihn zurückzulassen erst hatte ich mich geweigert ihn zurückzulassen. Wir kamen jedoch nur sehr langsam voran, bei diesem Tempo wären wir in 2 Wochen in Tulbegh angekommen die Vorräte würden jedoch gerade so reichen das ich durchkommen würde. Und so ließ ich zum zweiten mal Vertraute zurück. Ich hoffte nur das er nicht unnötig lange dahinvegetiert ist sondern einen schnellen schmerzfreien Tod im Schlaf gefunden hatte, auch wenn Paladine eine verdrehte Vorstellung von einem guten Tod hatten wünschte ich ihm keine Orkhorde auf den Hals damit er schmerzhaft aber ehrenvoll starb. Zehn Jahre sind wir zusammen gereist. Zehn Jahre in denen ich neue Freunde fand denen ich überallhin gefolgt wäre, selbst wenn es die Abyss gewesen wäre.

Nun da meine Freunde tot und ich alleine in einer Kneipe mit dem Namen „Zur alten Jungfer“ sitze und versuche dem Lärm draußen zu entgehen kam mir die Idee mich mal wieder festnehmen zu lassen. So eine Zelle ist zwar nicht unbedingt die gemütlichste jedoch sind diese nicht zu kühl und nicht zu warm, außerdem ist es darin so herrlich still. Ich mag laute Geräusche nicht, weshalb ich wohl auch nie den „Feuerball“ erlernen werde.

Es lief wie gewöhnlich ich ging die Straße entlang und „lieh“ mir von irgendjemandem die Geldbörse, und zwar so das er es auf jedenfall merken würde. Zu meiner Freude hat er es gemerkt, mich festgehalten und die Stadtwache gerufen woraufhin ich mit strahlendem Gesicht in das städtische Gefängnis gebracht wurde. Ach diese Stille werd' ich vermissen wenn ich wieder draußen bin. Ihr müsst die Gesichter der Wachen sehen wenn die einen über beide Ohren strahlenden Gnom in einer Gefängniszelle sitzen sehen, der mit dem Rücken an der Wand lehnt und leise vor sich hin pfeift.
Naja nach den ersten Stunden kamen dann wie immer ein Magier mit zwei wachen in meine Zelle und hat mich nach dem Grund gefragt weshalb ich so etwas als Magier tun würde, das Gesicht wird mir nie wieder aus dem Gedächtnis gehen so wie der geschaut hat, als ich ihm gesagt habe das ich so eine gewisse Vorliebe für Gefängnisszellen habe und mich deshalb immer mal wieder festnehmen lasse.

Nunja leider ließ man mich diese Nacht nicht in der Zelle und musste wohl damit rechnen das ich von denen nicht mehr unbedingt festgenommen werde, schade eigentlich. Ich ließ es auf sich beruhen und ging zurück „Zur alten Jungfer“ und gab mich meiner Zweiten Vorliebe hin, dem Alkohol. Die Kopfschmerzen am nächsten Morgen verlogen schnell wie es bei mir immer schon war. Jetzt sitze ich im Schankraum nippe an meinem morgendlichen Bier und genieße die Stille bevor sie wegen der Festivitäten jäh unterbrochen wird.
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