Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

.-Die Stimme der Vergessenen~

GeschichteAbenteuer / P16 / Gen
23.02.2011
23.02.2011
1
1.398
 
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
 
23.02.2011 1.398
 
Sie stand in einem dunklen, langen Gang. Das Licht war aus. Man konnte nur vom hintersten Zimmer des Ganges, das flackern vom Fernseher sehen. Leise Kinder Musik war zu hören. Ihre langen grünen Haare, hatte sie zu einem Zopf zusammen gebunden, der ihr bis zu den Knien reichte. Ihre Augen, rot wie Blut, leuchteten ein wenig. Ein finsteres und böses Grinsen legte sich auf ihre roten Lippen. Mit ihrer hellen Haut sah sie beinahe aus, wie eine Leiche. Sie trug ein kurzes, mit Blut bespritztes, weisses Kleid mit Rüschen. In ihrer Hand hielt sie ein Küchenmesser an dessen Klinge Blut haftete, dass neben ihren nackten Füssen, auf den Boden tropfte. Sie sah zum Zimmer aus dem die Kinder Musik zu hören war. Durch die halb geöffnete Tür Spalte, konnte man Blut sehen das etwas hinaus floss. Sie drehte sich elegant um und schritt mit langsamen und sanften Schritten durch den Gang. Ihre Fusssohlen, die ebenfalls mit Blut beschmiert waren, hinterliessen Fussabdrücke hinter ihr. Das Blut des Messers tropfte bei jedem Schritt und hinterliess so eine Tropfspur neben den Füssen. Ihr grünen Haare wippten bei jedem Schritt nach rechts und links. Sie lachte. Es war ein grausames und kaltes lachen das jedem das Blut in den Adern gefrieren liess. Sie verschwand in der Dunkelheit. Plötzlich sah und hörte man nichts mehr von ihr. Es war ruhig. Nur die Blut spuren blieben.
Es war die Putzfrau die am nächsten Morgen die Blut spur und die Leiche fand. Aus ihrer Kehle kam ein grelles und entsetztes Kreischen. Ein Nachbar der dies hörte, rief die Polizei, die wenige Minuten später in das Haus stürmten und die Leiche fanden. Es war ein 49-jähriger Mann. Er war nicht gerade die Sorte Mann, die man sich wünschte. Er hat seine Frau betrogen. Wollte nichts von seinen Kindern wissen. Selbst als seine 17-jährige Tochter starb, ging er nicht zu deren Beerdigung. Nun lag er da. Tot. Leblos. Kalt. Die Ursache seines Todes ungeklärt.
Nur ein gezielter Messerstich in die Brust verrät das es Mord war. Nur die Putzfrau und die Nachbarn, die an seine Beerdigung gingen. Doch selbst die mochten ihn nicht besonders.
Man konnte das nette Ehepaar von neben an hören, die sich gerade über ihn unterhalten. „Er ging noch nicht einmal an die Beerdigung seiner eigenen Tochter? Unfassbar…“ „Ja! Dabei soll sie so ein Engel gewesen sein…“ höre man die beiden sagen. Die Frau holte aus ihrer Tasche ein Foto.
„Das ist sie. Ich habe ein Bild von seiner Frau. Wir sind gute Freunde.“ Der kalte Herbstwind jedoch, blies das Bild aus ihrer Hand und hinfort zu einem Grab der neben einem grossen, alten Baum stand. Direkt in die Hände eines Mädchens. Der Lufthauch wehte ihre langen grünen Haare umher. Ein grinsen legte sich auf ihr Gesicht. „Geschieht dem Alten recht. Kommt noch nicht einmal auf meine eigene Beerdigung. Dazu hat er meine geliebte Mutter betrogen. Und meine Schwester hat er auch noch geschlagen. Rache tut gut...“ Konnte man sie sagen hören bevor sie anfing, kalt und grausam zu lachen. Genau wie in jener Nacht. Als sie ihn ermordete. Als Bestrafung für seine Sünden.
Das Mädchen legte das Foto das sie zeigte vor circa 12 Jahren, auf welchen sie lachte und unbeschwert glücklich war, auf ihren Grabstein den sie vor einem Jahr bekam. Sie war 18 als sie überfahren wurde. An jenem Tag hatte ihre Schwester gerade ihren 10. Geburtstag. Noch einmal sah sie gen Himmel und dachte an damals....

~Rückblick~
~ Es war ein wunderschöner Samstag Vormittag.
Die Sonne schien und die Vögel pfiffen fröhlich ihre Lieder. Es war nahezu ein perfekter Tag, wie er im Buche steht. Eine mittelgrosse, erwachsene Frau sass in ihrem Garten vor dem Haus. Ihr Blick gen Himmel gerichtet.
Sie schien nachzudenken. Ein kleines Mädchen das um die 9 Jahre alt war lief zu der Frau. "Mama, mama! Schau mal, was für einen schönen Schmetterling ich gezeichnet habe!" Das Mädchen hielt ihrer Mutter stolz die Zeichnung vor das Gesicht und lächelte. "Ja Rika, das ist wirklich ein wundervoller Schmetterling. Möchtest du nicht noch ein wenig mit deiner Schwester spielen? Ich muss einkaufen gehen." Sie sah ihre Tochter lächelnd an. Diese nickte, wünschte ihrer Mutter viel Spass und lief zu ihrer grossen Schwester die gerade daran war, ihre langen grünen Haare zu flechten.
Die Mutter stand auf sodas ihr schulterlangen Haare etwas im Wind flatterten und holte ihren Holzkorb aus dem Haus und machte sich schliesslich auf den Weg in die Stadt. Sie wohnten in einem Haus Nahe der Stadt, daher hatten sie es gut zu Fuss.
Sie dachte nicht viel nach und ging einkaufen, als sie schliesslich alles beisammen hatte wollte sie ihren Mann von der Arbeit abholen. Wie sie ihn liebte. Seit 20 Jahren waren sie nur verheiratet und glücklich wie am ersten Tag. Dachte sie.
So ging sie in das grosse Büro und grüsste Gustav, welcher am Eingang stand. Sie nahm den Fahrstuhl um in den 4. und somit den obersten Stock zu gelangen. Sie lief den grauen langen Gang nach hinten bis zum Büro ihres Mannes. Unterwegs stiess sie beinahe mit einer Angestellten zusammen, welche ziemlich in Eile schien.
Vor der Tür angekommen klopfte sie zweimal und kam direkt rein ohne zu warten. Welches sich als schwerer Fehler entlarvte. Auf dem Schreibtisch lag zu ihrem Übel eine Frau. nackt. Zwischen den Beinen der Frau, stand ihr Mann und man konnte sich vorstellen was sie gerade taten.
Fassungslos stand die Brünette in der Tür, die Augen auf ihren Mann gerrichtet der seinen Kopf zu ihr drehte und die Augen aufriss. Sie schlug die Hand vor den Mund und mit Tränen verschmirrtem Blick rannte sie raus. Sie rannte wie noch nie zuvor. Gustav hörte wie etwas die Treppe hinunter rannte und drehte den Blick zu jener um zu sehen wie die Frau seines Chefs weinend hinaus rannte. "Alina.!?" Doch sie hörte es nicht mehr. Als sie draussen war fing es an zu regnen. Ihre Haare klebten an ihrem Gesicht und die Einkäufe wurden nass. Doch es störte sie nicht.
Als sie zuhause ankam war ihre jüngste Tochter bereits im Bett weil sie müde war. Doch eine merkte wie es um ihre Mutter stand. Sie lehnte sich im Türrahmen ab und blickte ihre Mutter an.
"Mama.? Was ist los.?" Sie blickte ihre Mutter an und es war als ob sie durch die Seele ihrer Mutter blickte. Alina musste lächeln. Sie konnte ihrer ältesten nichts vormachen. So erzählte sie ihrer Tochter was sie sah. Was vorgefallen ist.
Sie nahm ihre Mutter in den Arm und schwor Rache an dem Mann der ihre Familie gerade zerstörte.
Als Alina's Mann nachhause kam geschah nichts. Niemand verlor nur ein Wort über das was geschehen ist. Es war Still. Und so ging es Wochen weiter.
Doch der Vater veränderte sich. Er wurde zorniger und alles was seine Töchter sagten war falsch und für jedes freches Wort schlug er sie. Sobald Alina etwas sagen wollte schrie er sie an und bedrohte sie. Rika schmiegte sich Abends oft an ihre grosse Schwester und weinte. "Ich hasse Papa, Marika." Diese Worte wiederholte sie immer wieder. Bis sie schliesslich einschlief.
Marika nahm ihre kleine Schwester Rika oft in Schutz und stellte sich zwischen ihren Vater und Rika.
Irgendwann zogen Alina und ihre Töchter aus. Sie packte das nötigste zusammen und konnten eine Weile bei einer Freundin von Alina bleiben. Doch Marika war das nicht genug. Sie wollte Rache. Eines Tages jedoch, als sie von der Schule nachhause lief, ging sie über die Strasse, als gerade ein Irrer mit 120km/h um die Kurve schnellte und Marika zu spät sah.

An ihren Grabstein standen alle Verwandten und Freunde von Marika und weinten. Jeder war anwesend, ausser ihr Vater. Alina konnte nicht begreifen wieso es ausgerechnet ihre Tochter treffen müsse und nicht ihren Mann.
Sie konnte es einfach nicht begreifen.


Sie würde sich gerne bei ihrer Mutter und ihren kleinen Schwester entschuldigen. Es tat ihr so unendlich Leid das sie nicht länger bei ihnen bleiben konnte. Und das sie ihrer Schwester nicht gratulieren konnte.
Doch wenigstends hatte sie den Mann der für all das Schuldig war, verschwinden lassen.
Nun lachte sie. Sie lachte wie sie es in jener Nacht schon tat als sie ihn ermordete. Dieses kalte und grausame Lachen das allen eine Gänsehaut beschehrte. Und so verschwand sie in die Ewigkeit.
Für immer...
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast