Ungleichgewicht

GeschichtePoesie / P12
16.02.2011
16.02.2011
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Ungleichgewicht

Ungleichgewicht plagt die Seele des Schreiberlings.
Lässt ihn verzagen.
Lässt ihn verzweifeln.

Er ist nicht er selbst.
Versucht dennoch, es zu sein.
Vergeblich.

Die richtigen Worte hat er verloren.
Sucht nach ihnen.
Doch sie verstecken sich.

Etwas stimmt dort draußen nicht.
Er weiß nicht, was es ist.
Will es nicht wissen.

Angst durchfährt seine Glieder.
Manchmal.
Denn er weiß, dass er nicht schreiben kann.

Er sucht und sucht und sucht und sucht.
Vergebens.
Nach Gründen, nach Worten, nach Antworten, nach Lösungen.

Stumm sitzt er da.
Er wartet auf seine Muse.
Doch sie kommt nicht, lässt ihn warten.

Er hört nichts.
Kein Geräusch.
Keine Vögel, kein Wind, kein Regen, keine Menschen.

Dennoch.
Dort ist ein Geräusch, nur ein einziges.
Das Geräusch, wenn er die Zeilen durchstreicht.


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Es geht mir momentan ganz ähnlich, wie dem Schreiber dort oben. Irgendwie gefällt mir nur die erste Strophe vollkommen. Es ist ein kläglicher Versuch, wieder irgendwas zu Papier zu bringen.