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St. Valentines Music

GeschichteLiebesgeschichte / P12 Slash
14.02.2011
14.02.2011
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14. Februar, für Hibiki Houjou ein ganz normaler Tag. Sie dachte überhaupt gar nicht daran, dass dieses Datum vielleicht irgendeine Besonderheit haben könnte. Warum auch? Ein blöder Montag, an einem blöden Schultag. Das einzig nicht blöde, war das laufende Fußballspiel, indem sie wieder ihr ganzes Talent legte.  Ein geschickt gesprungener Haken mit fast wie festgeklebt wirkendem Ball seitlich zu ihrem Fuß, welcher die Verteidigerin der gegnerischen Mannschaft blöd dastehen ließ. Eine gekonnte Drehung beim Angriff der verbliebenen Defense, ein kräftiger Schuss mit dem Spann und Tor! 3:1, gewonnen. Hattrick. Doch, wahrlich noch ein schöner Tag. Ab unter die Dusche und vielleicht mal nachsehen was die Hauswirtschaftsklasse so feines getan hatte.  Beim Gedanken daran lief Hibiki schon fast ein ganzes Gewässer im Mund zusammen.

Während die Fußballmannschaft noch kräftig feierte, verzierte Kanade Minamino in der Küche des Hauswirtschaftsklasse noch den, mit reichlich Sahne, gebackenen Kuchen.  Ein roter Schriftzug verzierte den mit Erdbeeren bestückten Kuchen und Kanade nickte ihre eigene Arbeit zufrieden ab. Es war nur ein kleiner Erdbeer-Sahne Kuchen, aus dem sich gerade einmal vier Stücker herausschneiden ließen, aber das genügte. Er diente auch zu persönlichen Zwecken. Den Kuchen für das Hauswirtschaftsteam, stand schon auf dem Tisch, an dem die Mädels sich auch schon versammelt hatten.
„Kanade! Komm schon!“, winkte eines der Mädchen die talentierte Bäckerin an den Tisch.
„Jaa, ich komme schon.“ Schnell packte sie den kleinen Kuchen in den vorbereiteten Pappkarton und verschloss diesen sorgfältig, bevor sie sich an den Tisch setzte.

So schnell wie die Ruhe einkehrte, war sie allerdings auch schon wieder vorbei, als die Tür zum Raum aufschwang und die braunhaarige Fußballspielerin hinein polterte und sich ohne ein Wort des Grußes um den Tisch stahl und ein Stück des großen Kuchens stibitzte. Diese Aktion zog ein klirren von Gabel auf Teller nach sich und eine ziemlich verärgerte Bäckerin.
„HI-BI-KI!“,  grollte es, wurde aber von jener nur mit einem Grinsen beantwortet.
„Was? Ich dachte ich belohne mich für das tolle Spiel heute.“
„Dann mach dir doch selbst was!“ Kanade war aufgestanden und stand nun vor der Sportlerin.
„Stell dich doch nicht so an“, sprachs und war bemüht den Kuchen bald vollständig im Mund verschwinden zu lassen.
„Was? Ich stelle mich an?“ Hibiki bemühte sich zu schlucken.
„Ja, als ob das eine Stück auffallen würde.“ Kanade formte ihre Hände zu Fäusten, in der Absicht sich damit unter Kontrolle zu halten.
„Du bist so….UNAUSSTEHLICH!“
„Ouch. Das tut weh, Kanade“, grinste die Braunhaarige.
„Raus hier!“ Die Bäckerin drückte der Sportlerin ihre Hände auf die Schulterblätter und schob sie Richtung Tür.
„Das ist echt lächerlich, weißt du das?“, brummte Hibiki.
„Ich sagte raus!“ Und schob sie durch die Tür in den Flur. Mit einem lauten Knall war die Tür dann auch schon zu.
„So was von unfreundlich…“, brummte die Braunhaarige und stapfte den Flur entlang. War wohl wirklich egal, wie gut sie sich eigentlich verstanden, sie endeten doch immer in so blöden Streitereien.

„Kanade…Es ist doch Valentinstag“, bemerkte nebenher im Raum eines der Mädchen.
„Jaaa, ich weiß…“ Die Bäckerin stand mittlerweile vor der Arbeitsplatte auf der, der rosa Karton stand in dem ihr Kuchen verpackt war.
„Ihr streitet immer wegen derselben Sache. Findest du das nicht auch etwas lächerlich?“ Ein anderes Mädchen hatte des gesagt.
„Ich weiß auch nicht weshalb es immer so endet“, seufzte Kanade.
„Weil du immer gleich in die Luft gehst“, meinte das Mädchen von eben, das mittlerweile hinter sie getreten war und zwinkerte, als sie den Satz beendete.
„Mh…“
„Komm aus dem alten Trott raus. Manche Gewohnheiten sollte man ablegen. Die Schule ist für heute auch aus. Wir sollten gehen.“ Kanade nickte nur. Auf welche der Sätze war Unklar, aber sie legte die Schürze ab, schnappte den Karton und verließ mit ihren Mitschülerinnen den Raum.

Am Nachmittag, vielleicht auch schon Richtung Abend, hatte sich die junge Bäckerin in Spe mit einer Schallplatte und dem Kuchenkarton auf den Weg zu der Kirche, in die sie immer ging um der Schallplatte zu lauschen, da sie selbst keinen Plattenspieler besaß. Etwas umständlich öffnete sie die große Kirchentür, die kraftlos ächzte. Die Schritte hallten durch den leeren Raum, als sie den Weg zwischen den Bänken entlang schritt. Wobei leer…das stimmte nicht ganz. Eine Person saß vorne auf der ersten Bank rechts. Die junge Sportlerin. Kanade aber, ging ohne Gruß an ihr Vorbei, stellte den Karton auf das Klavier das dort stand und bemühte sich dann die Schallplatte auf den Spieler zu legen. Ein Rauschen und bald schon hallte eine Melodie durch den hohen Raum. Wieder den Karton mit sich führend, setzte sich Kanade auf die erste Bank links und einige Zeit lang hörte man nichts weiter als die Musik. Bis…
„Tut mir Leid“, sprachs und unterbrach die Musik.
„Du entschuldigst dich?“ Kanade sah zu Hibiki hinüber.
„Vielleicht bin ich ja einfach mal damit dran“, meinte die Sportlerin die allerdings immer noch zum Klavier hinüber sah. Kanade nickte.
„Vielleicht…oder es ist eine blöde Angewohnheit von uns immer zu streiten.“ Jetzt sah die Braunhaarige herüber.
„Was?“ Die Bäckerin zuckte mit den Schultern.
„Ich meine ja nur. Vielleicht sollte wir uns das abgewöhnen…ich meine…Vielleicht sollte ich nicht sofort in die Luft gehen.“
„Klingt gar nicht nach dir“, meinte Hibiki und sah wieder zum Klavier. Kanade allerdings schaute nur fragend.
„Wie bitte?“
„Nun…es ist nicht schön dass wir streiten, das stimmt schon…“ Sie kratzte sich verlegen am Kopf.
„…aber es gehört zu unserer Freundschaft oder?“ Kanade schloss kurz die Augen, nickte und lächelte dann.
„Ja, vielleicht hast du Recht. Das gehört zu uns.“ Auch Hibiki nickte.
„Mein ich doch.“ Dann lächelte sie.
„Was hast du da übrigens?“, fragte die Sportlerin dann und zeigte auf den Karton.
„Ach das?...“ Kanade blickte auf den Karton und ein leichter Rotschimmer legte sich um ihre Nase. Sie sagte aber nichts, sondern stand auf und wechselte den Platz, indem sie sich neben der Sportlerin nieder ließ und ihr den Karton reichte. Fragend schaute diese ihre Freundin an.
„Für mich?“ Die Bäckerin nickte nur, immer noch rot um die Nase. Sie sah sie auch nicht an. Die Sportlerin sah auf den Karton und öffnete ihn dann. Was sie erblickte, freute sie ungemein, lies aber auch sie etwas erröten. Der Erdbeer-Sahne Kuchen mit den aus roten Lettern geschriebenen Worten: Happy Valentins Day!
„Ähm…freust du dich?“, kam es leise von der Seite und Hibiki sah ihre Freundin an, den Karton auf dem Schoß gestützt, suchte eine Hand die ihrer Freundin.
„Ja. Danke. Fröhlicher Valentinstag, Kanade“, sagte die Sportlerin ungewöhnlich sanft, beugte sich vor und drückte der nun hochroten Bäckerin einen Kuss auf die Wange.
 
 
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