Im Bann des Schicksals

von Siirona
GeschichteAllgemein / P16
Kit
13.02.2011
09.08.2012
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Hier mein erstes Kapitel


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Eins


Es war eine kühle Nacht. Kühler als die letzten Tage, jedoch war der Himmel so klar wie lange nicht mehr. Die Sterne bildeten ein schönes Leuchtspiel am Firmament.
Ein leichter Wind ließ die Blätter in den Bäumen rascheln und verteilte den Geruch von Wald und Erde noch mehr.

Kit rannte durch den Wald, der junge Gestaltwandler hatte vor einigen Wochen offiziell den Erwachsenenrang zugesprochen bekommen. An ihm selbst hatte sich äußerlich nicht viel verändert, er sah genau so aus wie immer, jedoch war in seinem Inneren einiges anders. Er war stolz auf sich selbst, konnte spüren wie er im Ansehen der Anderen gestiegen war und er spürte vor allem, dass sowohl mehr Vertrauen als auch mehr Verantwortung auf ihm lagen.
Wenn er jetzt Dummheiten anstellte, so wurde er zwar immer noch zurecht gewiesen, ermahnt und man half ihm immer noch, jedoch würde seine Strafe nun nicht mehr so gering ausfallen wie früher.

Der späte Nachtlauf war notwendig. Er brauchte es öfters alleine durch die Wälder zu streichen, dass verlangte das künftige Alphatier in ihm, deshalb wurde es ihm auch öfter gestattet als den anderen. Das war allerdings auch schon das einzige Privileg, dass er durch seinen Status hatte. Im Training wurde er genau so hart ran genommen, wenn nicht mehr und er musste sich auch etwas mehr beweisen als die Anderen. Doch das störte ihn nicht.

In Gedanken versunken rannte Kit, ohne auch nur einen bestimmten Ort im Sinn zu haben, jedoch stellte er bald fest, dass sein Unterbewusstsein ihm bereits ein Ziel vorgegeben hatte.
Bei einem See im Gebiet der DarkRiver Leoparden stoppte er.
Es war nicht irgendein See zu dem er gelaufen war, es war ein besonderer See für Kit. Er verwandelte sich nicht, hatte er schon seit langem nicht mehr als er hier war.

Kit hatte keine Ahnung wie lange er hier gesessen hatte, offensichtlich aber zu lange. Er konnte über das Sternennetz spüren, dass Sascha, Faith und Ashaya versuchten ihn zu erreichen mittels Telepathie. Sofort machte er sich auf den Weg zurück. Er wusste, dass Sascha und Lucas bestimmt bei Tamsyn sein würden, sie hatte heute den ganzen Nachmittag über Schokoladenkekse gebacken und Sascha liebte sie.

Als er bei Tamsyn ankam, wurde er von sechs Augenpaaren angestarrt. Lucas, Vaughn und Nate sah man an, dass sie ungehalten waren und dass sein Verhalten noch Konsequenzen haben würde. Tamsyn und Faith waren erleichtert. Hätte Nate Tamsyn nicht in Beschlag genommen, hätte sie ihn sicher umarmt, wie sie es immer tat.
Saschas Blick... der war dem Jungen jedoch ein Rätsel, einerseits spiegelte sich Erleichterung in ihren Zügen, doch da war noch etwas anderes.
„Wo warst du?!“, knurrte das Alphatier ihn an und trat einen Schritt vor.
„Lucas...“, sagte Sascha sanft aber trotzdem bestimmend, als sie hinter ihn trat und die Hand auf seine Schulter legte.
„Ich bin durch die Gegend gestreift und habe die Zeit vergessen.“, erwiderte Kit, zwar mit leicht gesenkten Kopf, doch mit fester Stimme.
„Welcher Teufel hat dich geritten!?“, fuhr Lucas ihn erneut an.
„Du hast uns allen einen Schreck eingejagt, will er damit sagen.“, mischte sich Sascha ein und warf Lucas einen tadelnden Blick zu. „Wir haben dich zwar gespürt, aber ich habe eigenartige Wellen von dir wahrgenommen. Als Sienna dann besorgt Rina angerufen hat, ob Lucas dich irgendwo eingeteilt hat, machte sie sich auch Sorgen und hat uns alarmiert.“

„Wird nicht mehr vorkommen.“
Ob es wirklich nicht mehr vorkommen würde, wusste Kit selbst nicht. Schließlich passierte es in letzter Zeit häufiger, dass er ohne irgendwelche Hintergedanken zum See rannte. Zugegeben, Hintergedanken keine, aber in letzter Zeit hatte er einfach das Gefühl dort sein zu müssen.

„Bestimmt. Dorian und Clay freuen sich schon auf das Training morgen. Ich hoffe du bist bereit einige Extra Einheiten zu machen.“, sagte Lucas und damit war das Thema fürs erste abgeschlossen.
Tamsyn kam nun zu ihm herüber und küsste ihn erst auf die Stirn und dann kurz auf den Mund.
„Komm jetzt, du hast sicher noch nicht viel gegessen, ein paar Schokokekse werden deinen Zuckerspiegel zumindest aus dem Keller holen.“, lächelte die Heilerin des Rudels.

Das ließ er sich nicht zwei mal sagen, jeder liebte Tamsyns Kochkünste. Sascha schlang einen Keks nach dem anderen herunter, auch wenn sie sich bemühte nicht zu schnell einen nach dem anderen zu verdrücken.
„Tammy, wenn du weiterhin so viel kochst, werde ich bestimmt bald nicht mehr in meine Klamotten passen.“, seufzte Sascha während sie genüsslich vom nächsten Keks abbiss.
„Ich weiß genau wie die Kalorien die du in dich stopfst wieder verbrannt werden können.“, schnurrte Lucas hinter ihr und fuhr mit seiner Nase ihren Hals entlang.
„Lucas nicht doch, sonst haben die Frauen keinen Grund das Geld für Klamotten zu verpulvern.“, lachte Vaughn und kassierte einen bösen Blick von Faith.
„Also letzte Nacht hat es dich nicht gestört, dass ich erst vor kurzem einkaufen war. Dann sollte ich den Rest wohl zurück bringen.“, neckte sie ihn.
Vaughn fielen beinahe die Augen aus dem Kopf und keiner im Raum konnte sich zurückhalten und alle lachten.

Sowohl Kit als auch der Leopard in ihm, wollten sich nicht länger hier unnötig aufhalten. Denn auch wen er nichts gegen dieses Geturtel von allen hatte, wollte er nicht unbedingt als einziger blöd dabei sitzen wenn quasi alle übereinander herfielen.


Sienna und Rina saßen sprichwörtlich auf Kohlen, bis Kit endlich durch die Tür kam. Voller Erleichterung fiel Rina ihm um den Hals und bedeckte sein Gesicht mit Küssen. Sowie sie damit fertig war, sah sie ihn wütend an.
„Kit Monagham wie konntest du mir nur so einen Schrecken einjagen!“, fuhr sie ihn dann an und verpasste ihn einen Schlag auf den Arm.
Kit rieb sich den Arm.
„Ganz ruhig, ist ja nichts geschehen.“, meinte er.
„Alles ok mit dir?“, fragte Sienna dann und sah ihn mit ihren großen schwarzen Augen an.
„Alles bestens.“, sagte er und ging unter die Dusche.

Unter dem warmen Duschstrahl starrte er auf die Kacheln. Das warme Wasser auf seiner Haut tat gut und er genoss es.
Sienna wohnte immer noch in Seinen Zimmer, daher zog er sich im Wohnzimmer zurück. Rina hatte Nachtschicht und würde ihn daher in Ruhe lassen. Somit konnte er sich etwas seinen Gedanken widmen.
Doch Sienna setzte sich zu ihm und legte ihm die Hand aufs Knie.
„Bist du sicher das alles ok ist? Ich habe mir Sorgen gemacht um dich.“, sie brachte kaum mehr als ein Flüstern zustande.

Kit sah sie an.
Vor einigen Wochen hatten er und Sienna sich sehr gut angefreundet.
Die beiden waren sich auch ein wenig näher gekommen, sie war schön ohne Zweifel und er mochte sie auch. Doch in letzter Zeit hatte er ein Gefühl, dass es nicht richtig war. Es lag allerdings nicht an Sienna, das Problem lag bei ihm, oder besser gesagt an Erinnerungen die er nicht loswerden konnte. Vor allem nicht da sie ihn in letzter Zeit viel zu oft einholten.

Als Sienna schlafen ging, war Kit noch hellwach. Erinnerungen flammten auf und er konnte nicht einschlafen.

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So das wars erstmal mit dem ersten Kapitel

freu mich über Reviews ;)

kizz
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