The Things I See Are Fooling Only Me

GeschichteDrama, Romanze / P16
08.02.2011
14.04.2012
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Dieses Kapitel
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Hey, MCR Fans ;)
Dies hier ist meine erste FF zu realen Personen, also seid bitte gnädig zu mir^^
Wie mir die Idee zu der FF hier gekommen ist, weiß ich nicht mehr. Nennen wir es Geistesblitz^^
Jeder Kapitel hat übrigens einen Liedtitel als Überschrift. Wie immer möchte ich an dieser Stelle meiner Betaleserin Lina fürs betan danken. Jetzt stellt sich heraus, ob's wirklich so toll ist, wie du sagst, Gee!
Nun, dann möchte ich euch nicht mehr aufhalten.
Viel Spaß beim Lesen, über Rewis würde ich mich wie immer freuen,
Keep Running,
Annie / XxFrankyexX

http://www.youtube.com/watch?v=-q9q6zl3WIs
Link zum Lied

The Things I See Are Fooling Only Me

1 Welcome To The Black Parade

„Hallo, also, ich bin Francesca Hollester. Mein Name ist etwas merkwürdig, da er aus einem anderen Land kommt. Woher genau, weiß ich leider nicht. Aber ich persönlich komme aus Detroit.“, stelle ich mich selbstbewusst meiner neuen Klasse vor. Ich beende meine Rede mit einem frechen Grinsen und wende mich dem Lehrer zu, der nickt und auf einen freien Platz neben einem blonden Jungen zeigt.
Immer noch grinsend gehe ich auf den Jungen zu, der mich anlächelt und seine Sachen zur Seite schiebt.
„Cheers! Willkommen in der letzen Reihe!“, flüstert er, als ich mich neben ihn hinsetze. Cheers? Ich hatte bis jetzt immer gedacht, ich bin die Einzige, die andere so begrüßt.
„Cheers! Ich bin… okay, das weißt du schon. Aber nenn mich Franky.“
„Also, ich bin Dominic Howard. Dom, bitte.“
„Geht klar!“, grinse ich und entblöße somit meine spitzen Eckzähne. Man sollte anmerkten, dass ich ein etwas Aufsehen erregender Typ bin. Meine vier Eckzähne sind spitz zugeschliffen, meine Haare sind auf der einen Seite pechschwarz, auf der anderen knallrot und meine Augen sind schwarz umrandet. Ich habe meine gewöhnliche Kleidung an, also  trifft man mich auch heute wieder in schwarz oder rot an. Ich habe mich für ein schwarzes Minikleid mit roten Ballerina entschieden.
Ist vielleicht nicht jedermanns Style, aber die Hauptsache ist immer noch, dass es mir gefällt! Und deswegen werde ich wahrscheinlich auch von den vier Mädchen in der vorletzten Reihe missbilligend angesehen. Zwei der vier sind richtige Wasserstoffblondinen. Pinke Trägertops, weiße Miniröcke, High Heels. Dazu noch das passende Täschchen, pinker Lippenstift und Wimperntusche bis zum abwinken. Von den anderen zweien ist eine brünett und eine  rothaarig. Und leider haben sie den gleichen furchtbaren Style wie die zwei Barbies neben ihnen. Die Brünette trägt ein oranges Top mit FEDERN am Dekolleté, einen Jeansmini und orange Ballerina. Dicker roter Lippenstift und ebenso dicker schwarzer Kajal ‚verschönern’ ihr Gesicht. Alles in allem sieht sie aus wie eine Nutte, wenn man mich fragt. Das Rotkehlchen neben ihr ist vollkommen rosa angezogen, was sich richtig mit ihren Haaren streitet. Wenn die anderen drei aussehen wie Anzieh- (bzw. Auszieh-) puppen, so ist sie einfach ein Farbkasten.
„Wer sind denn die zwei Barbies, die Nutte und Mrs. Ich-ziehe-mich-an-wie-ein-Farbkasten da vorne?“, frage ich Dom, der sich bei meiner Frage an der Cola, die er gerade trinken wollte, verschluckt und sie über seine Unterlagen spuckt. Ich kann mich nicht zurückhalten und fange an, laut zu lachen. Die gesamte Klasse dreht sich nach uns um. Der Zickenclub sieht angeekelt und schadenfroh drein, die Streber in der ersten Reihe wundern sich, der Rest, den ich nicht unterordnen kann, sieht entweder gelangweilt, amüsiert oder abweisend aus. Franky macht sich Freunde in der neuen Schule, part eins!
„Mr. Howard! Miss. Hollester! Nur weil Sie neu sind, Fräulein Hollester, müssen Sie sich nicht aufführen wie eine Verrückte. Und Sie, Mr. Howard, wischen sofort Ihren Tisch auf und werfen die Cola weg!“, fährt uns der Professor an. Ich nicke und sehe zu den Zicken, die sich daraufhin abwenden. „Die ist ja schon gleich schlimm wie Iero!“, höre ich die eine Blonde flüstern.
„Okay“, räuspert Dom sich leise, als er fertig mir aufwischen ist. „Die erste Blonde da ist Larissa. Sie hat einen richtig reichen Dad und wohnt in einem riesigen Anwesen. Sie ist sozusagen die Anführerin. Die zweite Blonde neben ihr ist Clarisse. Sie kommt ursprünglich aus Frankreich und hat diesen schrägen Franzosen Akzent. Du weiß schon. Sie ist das ‚Übscheste Mädschen in dieser Klass!“ Ich kichere leise und sehe mir die zwei an. Ja, so sehen sie auch aus. Dom redet weiter. „ Die Brünette heißt Viktoria. Sie ist mit Larissa aufgewachsen und eine ihrer besten Freundinnen. Besonderes gibt es nicht über sie zu sagen, nur dass ihre Eltern sie ziemlich verhätscheln. Die Rothaarige, Stephanie, ist als Letzte zu den Zicken gestoßen. Sie ist vor zwei Jahren hierher gezogen und die Zicken wollten sie an sich reißen, was ihnen gelungen ist.
Das machen sie übrigens mit jedem, der neu hier ist. Erst untersuchen sie, und wenn er zu ihnen passen würde, fangen sie an, einen zu manipulieren. Dich wollten sie auch schon behalten. Nur entsprichst du nicht ganz ihrer… Vorstellung.“
„Du meinst weil ich ein Grufti bin und so?“
„So ein richtiger Grufti bist du doch gar nicht. Aber ja, deswegen wollen sie dich nicht.“
„Pha! Wenn sie mich manipuliert hätten, hätte ich ihnen ihren Lippenstift in den Arsch gesteckt!“, zische ich und grinse finster. Dom verschluckt sich erneut, doch diesmal trinkt er nichts, weswegen seine Bücher trocken bleiben.
„Du machst mich echt fertig!“, lächelt er. Ich zucke nur mit den Schultern.
„So bin ich halt…“
„Na, dann werden wir sicher Freunde. Nur bring mich bitte nicht so oft zum Lachen. Sonst bekomme ich mich nicht mehr in den Griff und man muss mich hier mit ‚ner Trage rausschaffen!“ Oh ja, wir werden Freunde werden. Ich lächle ihn an und zwinkere ihm zu.
Am Ende der Stunde wende ich mich wieder ihm zu.
„Hey Dom, wer zum Teufel ist Iero? Das hat früher eine der Zicken gemeint. Also, dass ich schon gleich schlimm bin wie Iero. Wer ist das?“ Dom neben sich versteift sich und ballt seine Hand zu einer Faust.
„Na ja… Frank Iero, siebzehn, geht auch in unsere Klasse. Er ist ein wenig komisch drauf… Ich meine, er hat sich ‚Halloween’ auf die Finger tätowieren lassen!“
„Ja und? Ich habe mir die Eckzähne anspitzen lassen“, meine ich kalt und sehe ihn skeptisch an. Na, das wird doch lustig. Noch ein Freak wie ich.
„Nun, es ist irgendwie ein wenig gruselig, aber ihr seht euch echt ähnlich… Wäre echt ein Klischee, wenn du auch einen Skorpion auf der Schulter hättest. Also tätowiert.“ Jetzt ist es an mir, zu erstarren.
„Ja, Gott sei Dank habe ich so etwas nicht!“, sage ich, aber Dom scheint mir nicht zu glauben, da er plötzlich die Augen aufreißt.
„Nein Franky, oder?“ Ich schüttle den Kopf.
„Natürlich nicht! Aber ich habe schon ein Tattoo. Am Knöchel. Aber keinen Skorpion, schau mich nicht so an! Guck!“ Ich rutsche ein wenig zurück und deute auf die schwarze Rose, die meinen Knöchel verziert. Ein Fußkettchen mit Kreuzen und kleinen Totenköpfen überdeckt sie ein wenig, aber man kann sie noch gut sehen.
Dom neben mir atmet auf.
Der Rest der Stunde vergeht zähflüssig und ich fange an, ungeduldig mit meinen schwarz rot lackierten Nägeln am Tisch ‚Breaking The Habit’ zu trommeln.
„Du kommst öfter aus dem Takt“, grinst Dom und klopft den Takt nach.
„Klugscheißer! Aber warum kannst du das?“
„Ich bin Drummer. So zu sagen. Nun ja, mit Matt, dem Jungen aus der zweiten Reihe mit den schwarzen Haaren, spiele ich gelegentlich mal was. Noch dazu ist er mein bester Freund, also habe ich ihn am Hals“, lacht er.
„Ich kann halt nur Gitarre spielen, da muss ich keinen Takt trommeln können“, schmolle ich, woraufhin Dom noch breiter grinst.
Es klingelt, alle stehen auf verlassen langsam den Raum. Der Lehrer brüllt noch die Hausaufgaben in die Klasse und richtet sich seine dicke Brille.
„Auf ein Neues!“, sage ich und folge Dom aus der Klasse.

„Cheers Dom, cheers Matt!“, verabschiede ich mich am Schultor von meinen neuen Freunden und gehe los. Matt ist echt in Ordnung. Er summt zwar die ganze Zeit und bei jeder Idee zu einen Song, schreibt er sie sofort auf, aber sonst ist er ganz nett. Und er nimmt mich an, so wie ich bin. Immer noch grinsend gehe ich in Richtung meines neuen Heims. Mutter und Vater kommen beide erst um drei nach Hause, weswegen ich eine Weile allein bin.
Ich kicke gegen einen Stein am Boden, als meine Tasche von meiner Schulter rutscht.
„Ah, Fuck“, murmle ich und hebe sie auf. Im Gehen klopfe ich den Dreck hinunter, als ich in irgendeinen Vollpfosten hineinrenne. Ich lande mitsamt meiner Tasche am Boden. Er fällt auch hin und fängt an zu fluchen.
„Mach mal halblang, du Vollpfosten!“, schreie ich, als er sich nicht einkriegt. „Schau dir das an! Weil DU so dumm herumstehst, liege ICH jetzt am Boden. Idiot!“ Ich stehe auf und sehe ihn noch immer nicht an, als ich versuche, mir den Dreck vom Hintern zu wischen.
„Na danke auch“, zische ich, als ich endlich bemerke, dass der Typ am Boden leise geworden ist. Ich drehe mich um und erstarre.
„Scheiße“, murmle ich, als ich ihn so anstarre. Auch er sieht ziemlich entgeistert drein. Ich meine, ich habe schon vieles erlebt, aber das ist eine Premiere. Der Typ am Boden sieht fast aus wie ich. Nur halt in männlich. Und größer. Uh, und auch ein wenig heißer. Er hat, wie ich, schwarze Haare mit einer roten Seite. Ein Lippenpiercing kann ich auch erkennen, die Augen sind knallrot umrandet. Weißes Hemd, schwarze Weste, schwarze Jeans, schwarze Turnschuhe, schwarze fingerlose Handschuhe, dafür mit Knochenprint.
„Wuhu“, murmle ich und schüttle meine kurzen Haare, um ein wenig zur Besinnung zu kommen. Der Typ hat es währenddessen auch geschafft, aufzustehen und mustert mich von oben bis unten.
„Was?“, frage ich und ziehe eine Augenbraue hoch. Er schüttelt den Kopf und sieht mich wieder an.
„Hey, also, ich bin Frank. Frankie“, stellt er sich vor grinst.
„Und ich… also ich bin… ach nein! Mein Name ist Francesca. Franky.“ Wir starren uns eine Weile an, als wir plötzlich beide anfangen, laut zu lachen.
„Nein, wie geil!“, lacht er und muss sich am Zaun neben uns festhalten.
„Du sagst es!“, grinse ich und lehne mich auch an den Zaun.
„Und? Wie kommt es, dass wir aufeinander treffen und noch dazu fast gleich aussehen?“
„Nun ja, ich bin vor zwei Wochen hergezogen. Und nur um etwas klarzumachen. Hast du Mutter UND Vater? Oder bist du adoptiert?“ Frankie lacht noch ein wenig lauter und wischt sich leicht über die Wangen.
„Nein, meine Familie ist vollständig, danke der Nachfrage! Und bei dir?“
„Nein, alles bestens. Aber ich denke, das ist in so einem Fall die erste Frage.“ Er nickt und fängt an, an seinem Piercing zu kauen.
„Und was führt dich hierher?“ Ich will antworten, als ich von hinten angequatscht werde.
„Ieh, was haben wir denn da? Die zwei Freaks freunden sich an!“ Ich fahre herum und sehe in Larissas blaue Augen. Der Rest ihres kleinen Clans fängt an, zu lachen. Ich sehe Frankie kurz an und nicke, als ich sehe, dass er mir unbemerkt ein Zeichen gibt.
„Natürlich! Warum denn nicht? Ich stehe halt nicht auf solche Zuckerfreundschaften wie auf eure!“
„Lass gut sein. Die bessere Frage ist, was die wunderhübschen Zimtzickies hier suchen.“, grinst Frankie und stellt sich neben mich. Wow, komme ich mir gut vor.
„Wier ’aben ’ier nichts zü süchen. Kommt, wier gehen wieder!“ näselt Clarisse und wackelt davon. Die anderen drei folgen ihrem Beispiel und verschwinden. Und Frankie und ich? Nun, wir müssen über diesen Auftritt einfach nur lachen.