Projekt "Zufällige Songfic"

von T2BK
SongficMystery, Übernatürlich / P16
06.02.2011
06.02.2011
1
1.920
 
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06.02.2011 1.920
 
Dieses Projekt hat sauviel Spaß gemacht.
Es geht darum, dass man vom PC zufällig abgespielte Lieder aus seiner Playlist zu einer kurzen Story verarbeitet und dabei nur so lange schreiben darf, wie das Lied läuft. Coole Sache. :)

Hier der Link zum Projekt: http://forum.fanfiktion.de/t/8376/1

1. Pick a character, pairing, or fandom you like.
2. Put iTunes or equivelent media player on random.
3. For each song that plays, write something related to the theme you picked inspired by the song. You have only the time frame of the song: no planning beforehand: you start when it starts, and no lingering afterward; once the song is over, you stop writing. (No fair skipping songs either; you have to take what comes by chance!)
4. Do 10 of these, then post.

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Ozzy Osbourne – Dreamer (4:40)

1….2….
Sie durfte nicht einschlafen. Auf gar keinen Fall. Hektisch sah sie sich um, wieder wollte der Schlaf sie übermannen. Sie suchte nach einem Weg, einer Möglichkeit, dem Schlaf zu entkommen. Denn wenn sie einschlafen würde, dann würde ER kommen.
Er würde kommen und er würde sie holen. Sie würde nie wieder aufwachen.
3….4….
Es war sein Spiel und sie seine Figur. Er wartete nur darauf, dass ihr Körper, ihr Geist aufgab. Dass sie sich eine Pause suchten, obwohl sie sich keine Erlauben durfte.
Seit vier Tagen war sie nun schon wach – es zerrte an ihren Nerven. An ihrem Willen. An ihren Gedanken.
5…..6…
Ihr Blick fiel auf eine Schere, während sich ihre Lider hinabsenkten. Mit letzter Willenskraft griff sie nach dem Gegenstand und rammte ihn sich mit der Spitze zuerst in den Unterarm.
Sie keuchte auf, als das Metall ihre obersten Hautschichten durchdrang und einen Nerv traf. Da war er, der erlösende, wachrüttelnde Schmerz. Sie starrte das Blut an, was ihr in einem kleinen Rinnsal über die Haut lief und stetig auf den Boden tropfte.
Nicht einschlafen, nicht einschlafen.
7…..8…
Sobald sie anfing zu träumen, würde sie nicht mehr aus dem Traum erwachen können. Es würde ihr schlimmster Albtraum werden. Und sie wusste – stirbst du im Traum, stirbst du auch in der Realität.
Er wird sie holen kommen.
9….10….


Bon Jovi – Runaway (3:52)

Ein Blick in den Himmel genügte, damit Sarahs Herz anfing zu rasen. Die Sonne verschwand mit jeder Sekunde weiter hinter dem Horizont und färbte alles um sie herum in angenehme Rottöne.
Aber sie konnte sich nicht darüber freuen. Denn wenn sich der Himmel verfärbte, bedeutete das, dass sie wieder zum Monster werden würde. Zu einem Freak.
Einer Kreatur, geschaffen von den Dämonen aus der Hölle, die sich einen Spaß daraus machten, die Menschen auf der Erde mit ihrem Gift zu infizieren.
Sarah stand unter der Macht des Mondes. Und heute würde es wieder so weit sein. Genauso wie in der letzten Nacht würde sie, sobald sich der runde, volle Mond zeigte, zu einer reißenden Bestie werden – kontrolliert von den niedersten Instinkten. Gesteuert von der einfachen Gier nach Fressen.
Sie wollte es nicht akzeptieren. Und so rannte sie los. Sie rannte und rannte und hoffte, dass sie die untergehende Sonne hinter sich lassen könnte. Dass sie die Bestie hinter sich lassen könnte und den Mond, der schon jetzt, obwohl die letzten Strahlen noch auf die Erde trafen, mit seiner Macht und unglaublichen Anziehungskraft auf sie wirkte.
Nein, sie durfte das nicht zulassen und so versuchte sie noch einmal das Tempo anzuziehen. Es musste eine Möglichkeit geben, diesem Fluch zu entkommen. Wenn sie nur schnell genug lief, würde Sarah vielleicht ihr ganzes, verkorkstes Leben hinter sich lassen können. Nur ein wenig schneller und alles wäre vorbei. Sie würde nicht wieder jemanden töten, der ihr nahe stand. Sie würde nicht wieder den Mond anheulen.
Nein, diesmal nicht.


Rammstein – Feuer frei (3:09)

Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten auf die Erde. Fast hätte Captain Marsters laut aufgelacht. Scheiße, wie viel Wahrheit in diesem Satz steckte, wollte er bis heute nicht glauben, wenn er es nicht gerade mit eigenen Augen sehen würde.
Da stand er also, seine Männer hinter sich, das Maschinengewehr angelegt und starrte durch das Visier – direkt in die verfaulte Fresse von einem Zivilisten, der sicherlich mal einen Job und eine Familie hatte.
Jetzt hatte er nur noch eins: Hunger. Riesenhunger.
Das Stöhnen drang zum Captain durch, er zielte und drückte den Abzug durch.
Der Rückstoß vibrierte in seiner Schulter als der Zombie vor ihm von Projektilen getroffen und zerfetzt wurde. Zufrieden sah er zu, wie er zu Boden ging und diesmal hoffentlich nicht wieder aufstehen würde.
Einer weniger, dachte er mürrisch bei sich und wandte sich dem nächsten Untoten zu. Und es gab viele von ihnen.

Hatebreed – I will be heard (2:58)

Es gibt Dinge, die niemand am eigenen Leib erfahren sollte. Es gibt Dinge, die sollte es nicht geben, die sollten nicht passieren dürfen, wenn es tatsächlich irgendwo dort oben jemanden gibt, der über seine Schöpfung, die verkorkste Menschheit, wachte.
Aber wie sollte man daran glauben, wenn man vom ersten Tag seiner Existenz einfach ignoriert wurde? Wie sollte man daran glauben, wenn niemand einem jemals Aufmerksamkeit geschenkt hatte?
Wie zur Hölle sollte man daran glauben, wenn man – kaum das Teenageralter erreicht- anfing, sich aufzulösen?
Ja, richtig. Ich wurde unsichtbar. Es fing harmlos an und nun ist nichts mehr von mir übrig.
Aber halt: Doch. Eine Sache schon: Mein Zorn. Meine Wut. Mein Hass.
Ihr habt mich niemals gehört, niemals wahrgenommen, aber damit ist jetzt Schluss. Ihr werdet mich schon hören. Ihr werdet mich in den Schreien hören, die euren Hälsen entfahren werden, wenn ich mit euch fertig bin. Ihr seht mich vielleicht nicht, aber ich euch. Ich komme.

Mark Collie – In time (2:45)

Ich weiß immer, was du fühlst. Ich kenne deine Hoffnungen, deine Träume, deine Wünsche.
Aber ich kenne vor allem deine Ängste, deine Schwächen, deinen Hass.
Ich lebe von dem Negativen, was dich ausmacht.
Ich sauge dir die Energie aus dem Leib und ich liebe es, wenn dich die Wut schüttelt, dich am Kragen packt und nie wieder loslässt.
Ich bin es, der am allerletzten deiner Tage an deiner Seite steht und sich an deiner Angst vor dem Tod weidet. Denn ich lebe davon. Ich lebe, weil du hasst. Weil du stirbst. Und ich werde dein ständiger Begleiter sein, versuche nicht, mich loszuwerden – das hätte keinen Sinn. Ich gehöre zu dir, wie du zu mir. Genieße es, solange du kannst. Es ist so einfach.

Volbeat – Magic Zone (3:51)

Sollten sie sie doch jagen. Sie hatten eh keine Chance. Bethany lief barfuss durch den Wald, ihr Rock flatterte im Wind hinter ihr her. Es war dunkel, aber sie kannte den Wald wie ihre eigene Westentasche. Schnell warf sie einen Blick über die Schulter, schaute, wo ihre Verfolger blieben. Männer mit Mistgabeln und Spaten bewaffnet, konnten nicht so schnell laufen wie sie. „Idioten“, zischte sie leise und konzentrierte sich wieder auf den Weg vor ihr.
Ein Blick und eine leise geflüsterte Beschwörungsformel reichten aus, um den Boden unter ihren Füßen zum Erzittern zu bringen. Ein Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht auf.
Mit einer Hand streifte Bethany den Baum neben ihr, absichtlich. Die Zweige erwachten zum Leben, steckten weitere Bäume in ihrem Umkreis an. Ihre Wurzeln hoben sich und die Fratzen der Bäume grinsten ihr entgegen, Sie erwiderte ihr Grinsen, denn auf ihre Magie war immer Verlass. Auch wenn es den Dorfbewohner nicht passte, aber sie würde ihnen entkommen. Wie immer.

Three Days Grace - Gone Forever (3:41)

Das Gute am Tod ist, dass er in der Regel von einer gewissen Endgültigkeit gezeichnet ist, die von niemandem so einfach hintergangen werden kann.
Vor sich hingrinsend starrt Jason von oben an der Treppe hinab ins Erdgeschoss. Scheiße, soviel Glück konnte man fast nicht haben. Ein paar Sekunden lässt er sich dazu hinreißen den Kopf in den Nacken zu legen und lauthals loszulachen. Wenn er DAS gewusst hätte, dann hätte er das früher auf diese Art erledigt.
Langsam, fast bedächtig, weil er den Moment genießen will, steigt er die Stufen hinab. Einer nach der anderen. Dabei wendet er nicht den Blick von seiner Freundin ab, die mit merkwürdig verdrehten Gliedmaßen am Fuße der Treppe liegt und ihn fast vorwurfsvoll aus toten Augen anstarrt.
Schließlich kommt er bei ihr an, stupst mit dem Fuß gegen ihren Schenkel.
Tot. Eindeutig.
Sie hätte ihn eben nicht verlassen sollen. Sie ist selber schuld. Der Tod würde es ihm danken und sich ihrer annehmen, da ist er sich sicher. „Perfekt“, schoss es ihm durch den Kopf. Er hatte ihr ja gesagt, dass er nicht ohne sie leben würde.

Darling Violetta – Sanctuary (3:24)

Die Männer hatten ihre blutroten Kapuzen tief in die Stirn gezogen. Das Gemurmel, was zunächst noch zu hören war, wurde bald zu einem leisen Singsang, der einem durch Mark und Bein ging. Es traf einen tief, fraß sich in die Seele und würde dort bleiben. Jedenfalls war dies sicherlich bei der namenlosen Frau so, die in der Mitte auf einer Art Altar lag – nackt, gefesselt, zu Tode geängstigt. „Was wollt ihr von mir?!“, immer wieder zerriss ihre schrille, panische Stimme die fast hypnotischen Worte der dunklen Priester. „Lasst mich frei! Bitte!“ Wie oft sie schon darum gebettelt hatte, dass man sie gehen ließ, wusste sie vermutlich nicht mal selber mehr. Ein großer, besonders kräftig aussehender Mann bewegte sich jetzt auf sie zu, ein Messer hoch über dem Kopf erhoben. Als sie seine Kette sah und das Symbol, was sie zierte, da wusste sie, dass sie verloren war.

Seven Wiser – Sick (3:06)

Er würde sie alle dafür töten, für das, was sie getan hatten. Und er würde es gerne tun, er würde es genießen. Scheiße, ja, sie sollten bluten, sie sollten leiden, sie sollten verrecken. So, wie er an jenem Tag gestorben war, zusammen mit seiner Familie. Er kniff seine Augen zusammen. Es gab Dinge, die ein Mann tun musste. Sie hatten seine Familie auf dem Gewissen und er würde ihnen alles nehmen, was ihnen lieb und teuer war. Nicht genug, dass sie seine Tochter gequält und getötet hatten, nein, vor seiner Frau, seiner ersten und einzigen großen Liebe, hatten sie ebenfalls keinen Halt gemacht. Sicher, bei Mary war es nicht direkt passiert: Aber dadurch, dass sie ihre Tochter gefunden hatte, nachdem die Schweine mit ihr fertig waren, war etwas in ihr zerbrochen. Und es würde nie mehr repariert werden würden. So, wie es auch bei ihm selbst war.
Scheiße, er würde sie umbringen, diese Wichser. Einen nach dem anderen. Und er würde lachen, wenn ihre Herzen den letzten Schlag taten.

Dope – Jenny’s Crying (3:11)

Ihre Tränen vermischten sich mit dem Regen, der ihre Wangen hinab lief. Was war bloß aus ihr geworden? Verzweifelt sank sie auf die Knie, die Hände vor das Gesicht geschlagen. Wie hatte sie das nur zulassen können?
Der Regen spülte auch das Blut weg, was sich auf der gepflasterten Straße gesammelt hatte. Die Dunkelheit der Nacht schützte Jenny vor neugierigen Blicken. Warum hatte sie das nur getan?
Der Durst, dieser unbändige, brennende Durst, er hatte einfach von ihr Besitz ergriffen. Und dann war er da gewesen – gutaussehend, duftend, leichtgläubig… Und zur falschen Zeit am falschen Ort. Es war so einfach gewesen. So unglaublich einfach. Er hatte nicht einen Hauch einer Chance gehabt und sein Blut war süß, so berauschend. Sie wusste nicht mal, dass das, was sie jetzt war, in ihr geschlummert hatte, als sie schon ihre Fangzähne in seinem Hals versenkt hatte.
Und sie wusste auch nicht, dass man als Vampir Schmerz empfinden konnte, dass man weinen konnte.
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