Stumm

von XYLana
GeschichteRomanze / P18
Gimli Legolas
27.01.2011
29.12.2012
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Stumm (Vorläufiger Titel)

Es war später Nachmittag, eine Gruppe aus vier Männern kämpfte sich durchs Unterholz, ein Mensch, ein Zwerg, ein Elb und ein Zauberer. Ihre Pferde hatten sie am Waldrand gelassen, zu eng und stickig war der große Fangorn, nur selten tat sich eine Lichtung auf und ließ Licht auf die uralten Baumwurzeln fallen. Gerade näherten sie sich einer solchen Lichtung, sie waren nicht mehr weit entfernt, es war keine große Lichtung doch diese wurde von einem Felsvorsprung geschmückt der sich kläglich  gegen die Überwucherung widersetzte. Gerade als die Vier auf die Lichtung treten wollten, krachte es im oberen Astwerk, ein raunen ging durch die Bäume und ein lautes klägliches brüllen war zu hören. Erschrocken huschten sie hinter die Bäume und beobachten aufmerksam die Lichtung, irgendetwas ging dort vor sich, Schatten konnte man erahnen. Das brechen der Äste wurde immer lauter und die reisenden zogen ihre Schwerter und Bögen, was auch immer dort auf sie zu kam war sehr groß und es bedurfte keiner Worte um jeden in Deckung gehen zu lassen.
Dann ging alles sehr schnell, ein gewaltiger weißer Drache kam im Sturzflug durch die Bäume geschossen, den ersten weichte er noch aus aber der Felsvorsprung war kein kleines Hindernis und der Drache viel zu groß. Mit dem linken Flügel streifte er den Felsen und wurde durch die Wucht des Aufpralls  herum geschleudert und kippte auf den Rücken, dort rutschte er nur ein paar Meter und blieb dann schnaufend liegen. Doch viel Zeit blieb dem riesigen Tier nicht, über den Felsvorsprung kamen Orks gesprungen und wollten ihre stumpfen Messer in die Seite des hilflos kreischenden Wesens rammen und das schrille rufen von den Nazgul war am Himmel zu vernehmen. Sie hatten ihre Beute in die Enge getrieben und es bat sich ihre Gelegenheit dem ganzen ein ende zu setzen. Doch hatten sie nicht mit den vier Gestalten hinter den Bäumen gerechnet, denn nun hagelte es weiß gefiederte Pfeile und die Orks überrascht von diesem unerwarteten Angriff gingen schnell zu Boden. Auch die Nazgul erkannten das ihre Beute verloren war, konnten sie doch den Wald nicht betreten, denn die Bäume waren längst nicht mehr zu allen freundlich. Der Drache sah seine Chance und packte sie beim Schopf. Mit einem Ruck drehte sich das Ungetüm auf die Beine, als der Elb nahe heran trat und  gerade einen Finalen Schuss auf den gefiederten Drachen abgeben wollte, ging dieser in Rauch auf. Erschrocken schnappten alle nach Luft und hielten inne, denn es war nicht etwa einfacher weißer Rauch der dort waberte, er verdichtete sich in der Mitte rasch und ließ eine Form erahnen.
Mit einem Satz sprang aus diesem Rauch eine Person hervor und verschwand in den Dickicht links von den vier Wanderern, die erstaunt erst hinterher schauten aber dann dem ungewöhnlichen Wesen nach setzten. Dumm war nur das es keine Spuren hinterließ, man musste den Bäumen gut zu hören um es weiter zu verfolgen, doch die Bäume sprachen durcheinander und es war schwer noch etwas heraus zu hören.
"Wir teilen uns auf!" Sprach der Braun haarige Mensch und sie ginge jeweils zu zweit weiter. Der Elb mit dem Zwerg und Der Zauberer mit dem Menschen.

Legolas lief bedacht von Baum zu Baum und horchte.  Doch es waren zu viele Stimmen, irgendwann folgte er nur noch den lautesten von allen, während der Zwerg Gimli hinter ihm her schlich. Er hatte immer noch nicht begriffen was da vor sich gegangen war, ihm rasten die Gedanken ebenso wie allen anderen, selbst der weiße Zauberer Gandalf war erschrocken und konnte dazu nichts sagen. Insgesamt konnte man sagen, es hatte allen die Sprache verschlagen. Drachen verwandeln sich nicht einfach, entweder ist es ein Drache oder eben nicht, was dazwischen gab es eigentlich nicht. Wenn das Wort "eigentlich" da nicht wäre. Legolas lief irgendwann ganz instinktive durch den Wald und verließ sich auf sein Gefühl und Gehör. Irgendwann, es schien ihm wie eine Ewigkeit, hörte er leises schmerzverzerrtes stöhnen. Er gab Gimli ein Zeichen und sie Verschanzten sich hinter einem Baum. Gab ja schließlich genug davon. Sie Trauten ihren Augen nicht, dort saß an einer großen Eiche gekauert, eine junge Frau und versuchte sich die linke Schulter wieder ein zu renken. Doch es gelang ihr nicht, die schmerzen waren zu groß und irgendwann ließ Sie sich erschöpft an den Stamm zurück sinken. Sie schien ihre Beobachter nicht war zu nehmen, doch denen stockte der Atem. Das was sie sahen war weit von einem Drachen entfernt. Das Mädchen trug merkwürdige Kleidung. Eine enge Hose mit niedrigen Schuhen, nicht so wie üblich Stiefel, geschweige denn ein Kleid. Sie hatte weißes Haar und das hätte den Elben auch noch nicht gewundert, jedoch ihre Hautfarbe, denn so hell gab es das noch nicht mal unter seinem Volk. Man konnte schon fast sagen die haut war grau, Mond-grau, nur auf den Wangen schimmerte es leicht rosé ob der Anstrengung. Im Augenwinkel bemerkte Legolas wie Gimli zur Axt griff. "Warte mein Freund! Sie ist glaube ich keine Gefahr." Gimli ließ die Axt wieder sinken und sah seinen Spitzohrigen Freund entgeistert an. "Du blonder Blödelb! Hast du nicht gesehen was sie wirklich ist?!" Wütend sah der  Elb auf Gimli herab. "Wir vermögen nicht zu sagen was hier wirklich ist und was trug." All das Geflüster nahm das Mädchen nicht war, sie hielt weiterhin die Augen geschlossen und versuchte vergeblich ruhig zu atmen. Legolas hingegen trat entschloss hinter seinem Versteck hervor und wartete schon auf einen Angriff, doch der blieb aus, mehr als das sie aufgescheucht hoch sprang und sich gegen den Baum presste passierte nicht. Da stand Sie nun vor ihm und schien ebenfalls auf einen Angriff zu warten, ihre Tunika die in Legolas Augen merkwürdig anmutete war an der Linken Schulter verschlissen und blutig, der Arm baumelte reglos herunter. Ihre Mandelförmigen Augen hatten ein so intensives hellblau das sie sich durch alles hindurch zu bohren schienen und musterten aufmerksam jede Bewegung. Als Legolas seinen Bogen abspannte wurde ihr Blick erstaunt und fragend, der Elb hingegen war sich nicht sicher ob das eine gute Idee war, ohne Bogen hatte er nur noch seine Messer. "Ich tu euch nichts." Während er dies sagte streckte er eine Hand nach ihr aus, sie war von seiner Hand vielleicht noch ein oder zwei Meter entfernt. Gimli beobachtete das Ganz argwöhnisch. "Junge lass das! Sie wird dich fressen." Doch der angesprochene erwiderte darauf nichts sondern bewegte sich weiter auf das zitternde Häufchen Elend zu. Sie aber wich vom Baum weg zur Seite und ließ Legolas nicht näher als zwei Meter heran kommen. Also blieb er stehen und versuchte nicht weiter ihre Hand zu greifen, auch sie rührte sich nicht mehr. "Wie ist dein Name?" Keine Antwort, vermutlich war sie dieser Sprache nicht mächtig und so versuchte der Elb es auf allen sprachen die er kannte. Immer noch kam keine Reaktion, sie sah ihn stumm an. Er versuchte es mit Zeichensprachen und zeigte auf sich. "Legolas." Noch immer keine Reaktion. "Vergiss es! Lass uns gehen, vielleicht rührt sie sich dann." Legolas musste seinem Zwergischen freund recht geben, also drehte er sich um und ging ein paar Schritte, sie folgte. Und so lief sie stumm hinterher bis sie im Wald wieder auf Aragorn und Gandalf trafen, als sie die anderen sah blieb sie einige Meter weit entfernt stehen und beobachtete aufmerksam. Legolas sah Gandalf fragend an. "Interessant. Die Bäume scheinen sie jedenfalls zu mögen. Aber es geht eine unglaublich starke Aura von ihr aus." Vorsichtig näherte sich der Zauberer. "Das hat keinen Sinn. Sie spricht nicht und näher als zwei Meter kommt man nicht an ihr heran. Aber offenbar hat sie vor sich dieser Gruppe an zu schließen." Bei den letzten Worten lächelte ihr der Elb aufmunternd zu,  doch auch auf diese Geste reagierte sie nicht. Sie stand einfach nur da, zitternd, blutend und irgendwie wirkte sie vollkommen verwirrt. "Irgendwie müssen wir ihre Schulter versorgen." Sprach Aragorn der Mensch und kam  ebenfalls etwas näher. "Sagt mal bin ich mit der Meinung allein das dieses Mädchen oder was auch immer gefährlich sein könnte?" Gimli nahm noch etwas mehr Abstand und sah zu den anderen. "Ich fürchte ja mein freund." Gandalf lachte warm und herzhaft, doch was andere fröhlich stimmte, ließ die junge frau zusammen zucken. "Wir sollten erst einmal diesen Wald verlassen, sie wird sich früh genug helfen lassen, ewig wird Sie es mit der Schulter nicht aushalten." Gandalf schenkte ihr einen warmherzigen blick und drehte sich mit den anderen zum gehen, der Waldrand war nicht weit entfernt, und wie es sich mit dem Mädchen in einer Stunde verhalten wird würde sich heraus stellen. Im Hintergrund konnten sie alle ihre Schritte vernehmen, leise und dumpf auf dem Waldboden und jeder Baum dem sie nahe kam schien ihr aufmunternde Worte zu schenken. Doch auch darauf reagierte Sie nicht, es schien als wäre sie mit den Gedanken in einer ganz anderen Welt.  
Ich folgte den Fremden, ich hatte sehr wohl alles verstanden was sie sagten, aber ich war so geschockt, verwirrt und entsetzt über alles, das es mir die Kehle zu schnürte. Ich hatte Angst vor ihnen doch wusste ich nicht wohin, ich wusste nicht mal wo ich war. Das einzige woran ich mich erinnern konnte war das ich erst noch im Park gewesen war in der Stadt New York. Eine Freundin wollte mit mir einen Kaffee trinken und mich im Park treffen. Plötzlich war da nur noch Steppe und mein Kopf brummte, ich spürte das Blut  in meinen Ohren rauschen und dann waren da schon diese widerlichen Gestalten. Ans rennen konnte ich mich noch erinnern, dann wurde es bruchstückhaft, eine Klippe, ich fiel dann flog ich. Und dann waren diese entsetzlichen Monster auch in der Luft hinter mir her, ich wollte sie abhängen, aber sie waren immer einen Schritt voraus. Mir wurde schlagartig und schmerzhaft bewusst das mein vorheriges Leben eine einzige Lüge war, seid einer Stunde wusste ich das ich kein Mensch war und es wurde immer verwirrender und verrückter. Das alles hieß auch, das ich adoptiert bin, mit einem mal hatte ich das Gefühl das mein vorheriges Ich ausgelöscht wurde, auf Knopfdruck hatte ich keine Ahnung mehr wer ich war oder was. Das Was machte mir am meisten Angst und die Leute die vor mir her gingen wussten nicht mehr wie ich. Naja sie wussten schon mal wo ich war. Doch wenn ich jetzt den Mund auf machen würde, würden sie mich mit fragen überhäufen, also war stumm die beste Schutzmauer. Erst musste ich mich wieder sortieren und klar bei Sinnen werden. Ich Nahm mir vor ihnen einfach hinterher zu laufen und ihren Gesprächen zu lauschen, zu hören war nun wichtiger als jemals zuvor. Ich hörte immer wieder Krieg und das Wort oder den Namen Sauron und sie sprachen davon das er hinter mir wohl her war. Was mich beruhigte war die Tatsache das sie wohl im Krieg mit diesem Sauron waren und ich nicht gerade dem Feind hinterher lief. Ich beschloss das nächste Angebot meine verletzte Schulter zu versorgen an zu nehmen. Denn so konnte es nicht bleiben, der Schmerz war kaum zu ertragen,  ansonsten würde ich mich in schweigen hüllen.
Ich lief immer noch treu hinter ihnen her. Dieser Legolas drehte sich immer wieder zu mir um.  Er musterte mich immer besorgt und es fing an zu nerven, ich würde schon hinterher kommen und halb tot war ich nicht, auch wenn ich mich so fühlte. Irgendwann wurde es entsetzlich hell. Die Sonne stand tief und blendete mich, sofort starrte ich zum Himmel und wich unter die Bäume zurück. Da traf mich wieder dieser besorgte Blick. "Euch geschieht nichts, die Nazgul sind fort." Mein Gott hatte der eine Melodische Stimme, sowieso betrachtete ich meine mehr oder weniger Retter jetzt genauer. Der Blonde der nun etwas näher kam sah sehr gepflegt aus, nicht das die anderen zerschlissen  aussahen aber er fiel damit doch sehr auf. Die Haare waren sorgfältig in einem Halbzopf zurück gehalten und an den Schläfen waren kleine Zöpfe. Der kleine Rothaarige war auch gepflegt und obwohl sein Bart sehr ordentlich geflochten war wirkte er dennoch etwas wilder als Legolas. Der Braun haarige, Aragorn nannten sie ihn, sah einfach nur wüst aus. Abgetragene Klamotten, drei Tage Bart und Fettiges Haar. Gandalf sah aus wie man sich  vielleicht den Weihnachtsmann vorstellen würde. Aber er schien sehr freundlich und hatte den selben warmherzigen Blick wie Legolas. Mir wurde flau und der Schmerz brachte mich zurück in das hier und jetzt,  ich merkte erst jetzt wie erschöpft ich war, es fühlte sich alles dumpf und eigenartig an. Meine Sehkraft setzte aus und ich hatte dieses fiese schwebende Gefühl ehe man zu Boden ging. Dann wurde alles schwarz.

Legolas sah wie ihr Blick plötzlich abdriftete und ehe er reagieren konnte ging sie auch schon zu Boden. "Aragorn Rasch!" Und mit zwei großen schritten waren sie bei ihr. Ihre Hände waren kalt als Legolas nach ihnen griff, und auf ihrer Stirn stand Kalter Schweiß.
"Etwas positives hat es, nun können wir die Schulter versorgen." Aragorn tastete die Schulter ab, die wunden waren nicht tief, es waren nur Schürfwunden. Legolas brachte sie in eine Aufrechte Position und renkte das Gelenk mit einen kräftigen Ruck wieder ein. Aragorn machte sich an seinen Taschen zu schaffen und fand noch etwas Athelas, das war einfach für alles gut. Er zerdrückte und zerkaute die Blüten und drückte sie auf die Wunde, während Legolas los lief und eine Decke holte. Warm eingerollt in Decken brachte Legolas sie ans Lager und legte sie vorsichtig ab. Gandalf sah Pfeife rauchend auf das schlafende Mädchen herab. "Hab mich schon gefragt wann Sie endlich umfällt und sich helfen lässt." Legolas strich ihr eine verirrte Strähne aus dem Gesicht. "Wahrlich weit entfernt von einem Furcht einflößenden Drachen." Gimli sah zu seinem Elbischen Freund herüber während auch er sich eine Pfeife stopfte. "Nun Spitzohr. Wenn du sie so magst kannst du  ihr ja auch gleich einen Namen geben. Ich glaube kaum das sie so schnell sprechen wird."  


So ... hoffe es hat gefallen. Und mir ist immer noch kein Vernünftiger Titel eingefallen.
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