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[MMFF] Rettung oder Verdammnis?

GeschichteAbenteuer / P16 / Gen
19.01.2011
15.05.2012
7
12.907
 
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Dieses Kapitel
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19.01.2011 1.740
 
Sorry, dass die Kappis alle im Gesamten ein wenig länger brauchen, aber das hier ist momentan halt nicht mein Hauptprojekt ;)
Und nochmal sorry, dass in diesem Kappi auch keine neuen Charaktere vorkommen.. Aber dafür gibts nochmal einen besseren Überblick über die Zimmer ;)
Im nächsten gehts dann aber los, mal sehn, wer dran kommt ^^
Und ja, die meisten SIND bereits an der Schule, aber zu gegebener Zeit wird auch noch erklärt, wie die dahin gekommen sind x3

Ein neues Zuhause

Cassie schloss die Tür und schaute Cleo mit großen Augen an. Dieser war das ein wenig unangenehm, und ihre Augen senkten sich auf die Füße der fast Gleichaltrigen. Sie trug schwarz-blaue Socken und normale weiße Hausschuhe. Schwarz und blau schienen wohl die Lieblingsfarben der Dunkelblonden zu sein.
„Darf ich dich was fragen?“, fing Cassie plötzlich mit einer leisen Stimme an, die so gar nicht zu ihr passen wollte.
„S-Sicher...“, sagte Cleo sofort und lächelte ein wenig schüchtern.
„Mh... Also nicht, dass du jetzt was falsches von mir denkst... Ich will nicht unhöflich sein...“, druckste sie herum und warf noch einen kurzen unsicheren Blick auf die Tür, hinter der die Miss Rozier noch immer saß.
„Nein nein, frag ruhig, ist schon gut!“, ermutigte Cleo sie. Es war ja wohl das mindeste, nachdem sie sie so herzlich aufgenommen hatte, und ihr Lächeln wurde eine Spur breiter.
„Darf ich...“, fragte sie, zögerte noch einen Moment, biss sich auf die Lippe und zwinkerte, bevor sie fortfuhr. „... deine Ohren mal anfassen?“
Cleo zwinkerte ebenfalls, aber ein wenig verwirrt. Doch sie zuckte mit den Schultern und sagte ein versucht lässiges „Klar“, bevor sie sich ein wenig vorbeugte und Cassie den Kopf seitlich zuwandte. Schon spürte sie die Fingerspitzen des anderen Mädchens an ihrem linken Ohr, wie sie sie der Länge nach hinauffuhr.
„Wahnsinn...“, hauchte Cassie und ihre Augen waren geweitet. „Die fühlen sich genauso an wie meine...“
„Darf ich deine auch mal anfassen?“, fragte Cleo nun und schaute sie von der Seite her an.
„Sicher...“, murmelte Cassie nur und fuhr die Ohren der blonden Mutantin noch einmal ab. Die Ohrläppchen waren ganz normal, aber das war es dann auch schon. Sie waren geformt wie die einer Elfe, sie liefen lang und spitz nach oben hin zusammen und waren sogar länger als der Kopf der ohnehin schon größeren.
Als sie leicht in die Spitze kniff, protestierte Cleo leicht schmollend.
„Vorsicht, die sind empfindlich...“, murmelte sie und griff nun ebenfalls nach Cassies Ohren, welche entschuldigend lächelte.
„Ganz rund...“, stellte Cleo fest und fuhr die Ohrmuschel ab.
Die Mädchen sahen sich an und kicherten, bevor sie voneinander abließen und zusammen den Gang abliefen.

„Weißt du, du bist die erste Mutantin, die auch nach außen hin sofort als solche erkennbar ist... Naja, abgesehen von Zenyatta, die hat die Lippen zusammengenäht“, erklärte Cassie und presste demonstrativ die Lippen zusammen. „Aber durch ihren Lippenstift sieht man das meistens kaum... obwohl schwarzer Lippenstift nicht wirklich mein Fall ist...“, plapperte die Jüngere munter drauf los, doch Cleo weitete die Augen.
„Ein Mädchen mit zusammengenähten Lippen?“, fragte sie staunend und stellte sich vor, wie das wohl sein musste.
„Ja, das ist aber auch besser so! Mit ihrer Stimme kann sie töten!“, sagte Cassie bedeutungsschwer und unterstrich ihre Worte mit heftigem Nicken. „Aufgrund dessen ist sie auch nicht sehr gesellig... Aber ab und an ist es schon ganz lustig, wie sie mit Stift und Zettel rumrennt...“, kicherte sie und Cleo nickte nur. Das klang eigentlich alles andere als lustig...

Aber die Blonde beschloss, niemanden zu verurteilen, bevor sie sich nicht selbst ein Bild gemacht hatte. Mittlerweile waren sie um ein paar Ecken gebogen und standen vor einem anderen Fahrstuhl.
Cleo runzelte die Stirn und brummte kurz missbilligend.
„Ja, ich weiß, ist gewöhnungsbedürftig, aber nach ner Zeit merkt man das gar nicht mehr...“
„Wieviele von den Teilen gibt’s hier denn?“
Cassie schaute kurz nachdenklich nach oben, nachdem sie ein paar Knöpfe gedrückt hatte und der Fahrstuhl piepte.
„Mh, ich bin bis jetzt mit acht verschiedenen Gefahren... Aber wieviele es hier unten wirklich gibt, weiß wohl nur Miss Rozier allein“, lachte sie, bestieg den Aufzug und gab die Etage an.
„Und wieviele Schüler sind hier bis jetzt?“, fragte Cleo mit ein wenig unsicherer Stimme. Zu hoffen, dass sie alle so nett waren wie Cassie, war wohl zu viel verlangt...
„Bis jetzt sind wir erst sieben, mich eingerechnet. Aber die Schule steht ja noch ganz am Anfang, nicht wahr?“
Cleo nickte nur erneut. Es wurde ihr ziemlich mulmig im Bauch, wenn sie daran dachte, dass sie die erste war mit einer äußerlichen Mutation. Hoffentlich änderte sich das noch... oder wichtiger, hoffentlich störten die anderen sich nicht daran.
„Und... sind die... nett?“
„Die meisten... Naja, das heißt, wir haben wir viele Einzelgänger. Die sind nicht so gesprächig“, murrte sie. „Und ich bin die Jüngste“, fügte sie seufzend hinzu.

„Ah, da sind wir ja... Willkommen in deinem neuen Zuhause“, sagte Cassie liebenswürdig und zwinkert Cleo vergnügt zu, welche daraufhin lächelte.
„Weißt du, ich bin echt froh, zuerst auf jemanden wie dich zu treffen... du bist echt lieb...“, sagte Cleo ein wenig leiser und Cassie's Lächeln wurde einen Tick breiter.
„Ja, Miss Rozier weiß genau, was sie tut und wen sie für die Neuen ruft... Sie ist echt toll“, sagte sie warm und ging hinaus in den Flur. Hier war es schon gleich viel freundlicher. Es gab einen dunkelblauen Teppich, der sogar ziemlich weich aussah, und gemusterte, mintgrüne Tapete mit hübschen Schnörkelmustern. Hier und da hatte man einen kleinen Tisch an der Wand postiert, auf dem eine Vase mit frischen Blumen oder verschiedene kleine Figuren standen. Es roch frisch, hier und da nach etwas persönlichem, was Cleo aber nicht zuordnen konnte.
Sie befanden sich am Ende eines Flurs, und als Cleo nach links schaute, sah sie ein Fenster mit hübschen weißen Gardinen. Es regnete noch immer, und man konnte nach draußen hin nichts erkennen außer ein paar schwarze Silhouetten von Bäumen, die sich im Wind wiegten.
Das Licht im Flur war gedimmt, hell genug, dass man etwas erkennen konnte, aber doch nicht zu grell, das man es als aufdringlich hätte empfinden können.
„Wie spät ist es eigentlich?“, flüsterte Cleo fragend.
„Ähm, ich glaub irgendwas gegen halb 12...“, antwortete Cassie und gähnte demonstrativ.
„Tut mir leid, dass du wegen mir nochmal aufstehen musstest...“, meinte die Hellblonde und verzog leicht das Gesicht.
„Ach, kein Ding...“, winkte Cassie ab und lief los.
„Also, das hier ist die Mädchenetage. Hier ist es wesentlich voller als bei den Jungs. Bis jetzt haben wir gerade mal zwei, aber die könnten unterschiedlicher nicht sein“, kicherte Cassie.
„Aber egal, von denen erzähl ich dir morgen mehr... sonst wird’s zu spät... Erstmal das Grundlegende... Wir haben hier hauptsächlich Zweierzimmer. In Ausnahmefällen gibt’s auch mal Einzelzimmer, oder jemand hat halt noch keinen passenden Zimmerpartner. So wie ich bisher, aber ich denke, wir zwei passen ganz gut zusammen, nicht wahr?“, fragte Cassie begeistert und warf der Größeren einen Seitenblick zu.
„Ganz bestimmt!“, sagte Cleo ohne zu zögern, doch betrachtete sie weiter den Flur.
„Jedes Doppelzimmer teilt sich ein Badezimmer. Da muß man sich halt arrangieren. Jede Woche wird ausgelost, wer wann dran ist, jeder hat morgens eine halbe Stunde Zeit zu duschen. Nachmittags und Abends kann man sich ja dann absprechen, aber das funktioniert ganz gut. Bis jetzt hatten wir im Großen und Ganzen noch keine Probleme damit, zumindest nicht mit meinem Gegenüber. Und hier sind wir, das wird in Zukunft mit dein Zimmer sein“, erklärte Cassie und blieb vor einer Tür aus dunklem Holz stehen.
Cleo musste lächeln, als sie das Türschild entdeckte. Jede Tür hatte eine kleine Magnettafel mit einem oder zwei Namen gehabt, handschriftlich geschrieben.
Auf diesem stand in blauen Großbuchstaben „CASSIE“, und daneben war eine Sonne und ein lächelnder Smiley gemalt.
„Was ist deine Lieblingsfarbe?“, fragte die Jüngere und schaute Cleo erwartend an.
„Meine? Ähm, grün mag ich ganz gerne...“, sagte sie und fühlte sich von dieser Frage ein wenig überrumpelt.
„Grün?“, fragte Cassie nach und verzog leicht das Gesicht. „Naja, jedem das seine... Eher hell oder dunkel?“
„Hell.“
„Gut, dann holen wir jetzt sofort einen Stift und schreiben deinen Namen drunter“, lächelte Cassie, öffnete die Tür (sogar hier gab es eine kleine Schalttafel, die das Schloss mit drei Zahlen sicherte) und ging hinein.
Cleo atmete tief durch und blieb noch einen Moment stehen, bevor sie den ersten Schritt in ihr neues Zimmer setzte.
Sie fühlte sich sofort wohl. Hier war auf dem Boden Laminat verlegt, doch vor einem der zwei Betten (offensichtlich Cassies) lag ein dunkelblauer Teppich mit hellblauem Muster darin. Es gab zwei Schränke an der Wand gegenüber von den Betten, zwei kleine Schreibtische, die schräg unter dem Fenster gegenüber von der Tür standen und drei Regale, wo man Bücher und persönliche Dinge unterbringen konnte. Es waren Poster aufgehängt von Leuten, die Cleo nicht kannte, und auch ein paar gemalte Bilder im Rahmen.
„Und, wie gefällts dir? Wir werden dann natürlich auch noch persönliche Dinge von dir aufhängen, bisher war es ja nur mein Zimmer.“
„Es ist... einfach toll... Oh, tut mir leid, dass du dann weniger Platz hast...“
„Red nicht so einen Unsinn!“, fuhr Cassie sofort auf und schaute Cleo an. „Ich wollte schon die ganze Zeit eine Zimmerpartnerin haben, das ist viel spannender! Und jetzt hab ich auch noch eine, die wie eine Elfe aussieht“, rief Cassie euphorisch und ihre Augen glitzerten einen Moment, sodass die Ältere ein wenig beschämt auf den Boden schaute.
„Aber egal, hier, such dir eine Farbe aus!“
Cleo trat zu Cassie an ihren Schreibtisch, bevor ihr Blick neben das Bett der anderen fiel.
„Was ist das denn?“, fragte Cleo, wandte den Blick von den Stiften ab und ging hin.
„Ach richtig, DAS ist Norbert. Norbert schläft gerade, aber den weckt gar nichts auf!“, lachte sie und trat an das Terrarium. „Guck, da sitzt er, auf dem Ast...“, sagte sie, beugte sich vor und zeigte mit dem Finger auf die Stelle.
„Ach da...“, murmelte Cleo und kicherte, als sie den kleinen schwarzen Salamander entdeckte.
„Süß!“
„Ja, nicht? Aber jetzt such dir eine Farbe aus, es wird spät“, erinnerte Cassie noch einmal, bevor Cleo wieder an den Tisch trat  und einen hellgrünen Stift wählte.
„Du hast Recht... Das ist hübsch...“, sagte sie und betrachtete die Farbe noch einen Moment.
„Schön, dann schreib draußen deinen Namen dran, los!“, drängelte die Dunkelblonde und schob Cleo wieder vor die Tür.
Wieder zögerte die Hellblonde und lächelte glücklich, bevor sie mit ordentlichen Buchstaben ihren Namen unter Cassies setzte.
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