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[MMFF] Rettung oder Verdammnis?

GeschichteAbenteuer / P16 / Gen
19.01.2011
15.05.2012
7
12.907
 
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40 Reviews
Dieses Kapitel
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19.01.2011 2.028
 
Hier nun endlich das richtige erste Kapitel. Tut mir leid, dass einige Charas auf sich warten lassen, aber ich versuche, niemanden zu benachteiligen ;)
Am Ende werde ich euch ein paar Fragen stellen, je nachdem, ob und wie ihr sie beantwortet, kommt ihr häufiger vor ;)
Schöne Methode zu sehen, wer aktiv dabei ist und wer nicht ^^ Und dementsprechend die Aktiven zu belohnen ;)
Die Antworten bitte in eine Mail packen, nicht ins Review... Danke!!

Achso, wie einige bereits wissen habe ich einige Probleme damit, mir Überschriften einfallen zu lassen, also wenn wer bessere Vorschläge hat, immer her damit x3


Willkommen!


Der Fahrstuhl fuhr an und die Blonde bekam ein flaues Gefühl im Magen, was sie für einen Moment das Gesicht verziehen ließ.
„Glaub mir, so geht es allen das erste Mal... Aber nach einiger Zeit gewöhnt man sich dran!“, meinte Jessica und lachte leicht.
Nach circa zwei Minuten, in denen keiner ein Wort redete, kam der Fahrstuhl zum stehen, die Tür ging mit einem erneuten Gongton auf und sofort trat der Mann in den hell erleuchteten Flur, bevor er seine Glieder streckte und ausgiebig gähnte.
„Ich geh dann... brauchst du mich noch?“, fragte er und schaute die Schwarzhaarige erwartend an.
„Nein nein, geh ruhig. Ich nehm noch ihre Daten auf, dann gehe ich auch schlafen...“, erwiderte  die Rektorin.
„Fein... Also, bis später Kleine!“, rief der Mann, zwinkerte dem Mädchen zu und ging seiner Wege.
„Also, erst melden wir dich an und dann zeige ich dir dein Zimmer. Du musst müde sein, oder?“, fragte die Ältere und legte ihr die Hand auf die Schulter.
„Es geht schon... Ich bin nur froh, endlich hier zu sein...“, piepste das Mädchen mit hoher Stimme, aber auch mit einem ehrlichen Lächeln.
„Das freut mich. Also los!“, forderte Jessica sie auf und ging den Gang nach rechts, während der Mann nach links gelaufen war.
„Du musst wissen, dass diese Schule aus zwei Teilen besteht. Einem Überirdischen und einem Unterirdischen. Wie du dir denken kannst, sind wir nun im Unterirdischen“, fing Jessica an zu erklären und lachte leicht.
Das Mädchen wandte den Kopf von links nach rechts und schaute sich alles an, obwohl es hier in diesem Gang noch nicht wirklich was zu sehen gab. Er war ziemlich steril, in kurzen regelmäßigen Abständen waren Lichter in die Decke eingelassen, der Boden war mit Linoleum verlegt und die Wände grau und kahl. Alles in allem machte es keinen sehr einladenden Eindruck...

„Hier unten befinden sich Trainingsräume, die speziell auf die jeweiligen Fähigkeiten der Schüler und Lehrer eingestellt sind. Außerdem ist dieses ausgeklügelte Gängesystem die sicherste Verbindung zwischen unseren verschiedenen Standorten, damit die Bewohner mit  etwas auffälligerem Aussehen, so wie deins...“
Bei dem Teil schaute sie bedeutungsschwer auf Cleo's Ohren,
„...unbesorgt sein können, von anderen gesehen zu werden. Desweiteren ist es sicherer, wenn wir die neuen Schüler und Lehrer nicht immer am gleichen Ort abholen, du verstehst...“, fuhr Jessica fort und schaute die Neue vielsagend an, welche daraufhin verständnisvoll nickte.
„Sehr umsichtig...“, murmelte sie.
„Vielen Dank“, erwiderte Jessica amüsiert und schmunzelte.
Nach ein paar weiteren Abzweigungen waren sie an einer Tür angekommen, die aus dickem Stahl zu bestehen schien. An der Seite befand sich eine Schalttafel, wie sie  schon an dem Fahrstuhl gewesen war, und eine Art runder Scanner, in dem ein rotes Licht leuchtete. Jessica tippte in schneller, gewohnter Manier eine mehrstellige Zahlenfolge ein und beugte sich dann vor, um direkt in das rote Licht zu sehen.
Nach einem kurzen Piepen knackte etwas und die Tür öffnete selbstständig.

Die Zwei traten ein, und sofort legte die Ältere ihren immer noch nassen Mantel ab.
„Brr, schon viel besser!“, sagte sie, hing das Kleidungsstück an eine Garderobe und rieb sich die Arme, obwohl es in dem Raum bereits wohlig warm war.
Die andere folgte dem Beispiel, zog sich erst den Rucksack vom Rücken, den sie die ganze Zeit über bei sich gehabt hatte, und dann den Mantel, um sich ein wenig aufzuwärmen. Danach schaute sie sich mit großen Augen um, während Jessica hinter einem großen, aus Eichenholz bestehenden Schreibtisch Platz nahm.
Dies hier schien wie eine andere Welt zu sein, es gab einen schönen, hellgrünen Teppich, viele Regale mit Büchern darin und auch Bilder an der Wand, die wunderschöne helle Landschaften zeigten. Ein paar Sessel standen vor dem Schreibtisch, und die Schwarzhaarige zeigte dem Mädchen, doch Platz zu nehmen, bevor sie anfing, auf die Tastatur ihres Computers einzuhämmern. Ab und an gab das Gerät Töne von sich, doch das Tippgeräusch überwog.
Nach kurzem Zögern setzte sie sich und wartete.
„Also, da wären wir...“, murmelte Jessica vor sich hin und bedachte nach ein paar weiteren Sekunden das Mädchen mit einem Lächeln.
„Ich habe jetzt noch ein paar Fragen an dich. Wie ist dein vollständiger Name?“
Das Mädchen schluckte.
„Naja, genannt wurde ich immer Sylph. Aber ich denke, mein richtiger Name ist Cleo“, druckste Befragte herum und es war offensichtlich, dass ihr unwohl dabei war.
„In Ordnung, dann nehmen wir Cleo... Und wie ist dein Nachname?“
„Ich habe keinen.“
Nun hob die Rektorin eine Augenbraue.
„Wieso hast du keinen?“, fragte sie erstaunt nach.
„Nun, ich... Ich weiß nicht, wer meine Eltern sind... Ich wurde von Omi aufgezogen. Sie und Opi haben mich im Wald gefunden und bei sich aufgenommen, als ich noch ein Baby war“, erklärte Cleo und lächelte bei der Erinnerung warm.
„Ich verstehe...“, sagte Jessica und nickte leicht, ihr Lächeln verschwand etwas. Es war nicht ungewöhnlich, dass Frauen ihre Kinder einfach aussetzten, wenn die Mutation offensichtlich war. Bei Cleo schien das wohl schon sehr früh der Fall gewesen zu sein.
„Und wie hießen deine Omi und dein Opi mit Nachnamen?“
„Vandyke“, antwortete Cleo sofort.
„Also nehmen wir doch Cleo Vandyke“, schlug Jessica wieder freundlich lächeln vor, und Cleo nickte. Sie betrachtete das Gesicht der Frau ihr gegenüber, die so freundlich und zuvorkommend war. Sie lächelte oft und lachte gern, was sie einem sofort sympathisch machte. Ihre Augen waren zwar von kaltem Blau, aber sie blickten so wohlwollend drein, dass es einem sofort warm ums Herz wurde. Ihre hohen Wangenknochen gaben ihr etwas markantes, und die schwarzen Haare und die blasse Haut standen in starkem Kontrast zueinander.
„Sie sehen aus wie Schneewittchen...“, kommentierte Cleo leise und wurde schlagartig rot, als sie merkte, dass sie das laut ausgesprochen hatte.
Jessica fing sofort laut an zu lachen.
„Ach, findest du? Schneewittchen soll ausgesprochen hübsch gewesen sein...“, erwiderte sie und schaute das Mädchen an, was diese nur noch mehr zum Erröten brachte und den Blick auf ihren Schoß fallen ließ.
„Nun, ich nehme es als Kompliment... Wie alt bist du?“
„15...“, antwortete sie kleinlaut und traute sich noch immer nicht, den Kopf zu heben.
„Mh... Nach deinem Geburtsort muss ich dich wohl gar nicht erst fragen, was? Wie sieht es mit Geburtstag und Herkunft aus?“
„Aufgewachsen bin ich in Arkansas. Und meinen Geburtstag haben wir an dem Tag gefeiert, als mich Omi und Opi gefunden haben. Das ist der 19. Mai...“, lächelte Cleo nun wieder und schaute auf Jessica, die jedoch auf den Bildschirm starrte, während sie die verschiedenen Daten in ihr System eingab.
„In Ordnung... dann jetzt noch ein paar Fragen der anderen Art“, sagte sie spielerisch und zwinkerte Cleo zu.
„Was ist deine Fähigkeit?“
„Ich kann Wind erzeugen und kontrollieren“, sagte Cleo mit Stolz in der Stimme.
„Super... warte bitte kurz...“, meinte Jessica nun, legte den Kopf in den Nacken, schloss die Augen und konzentrierte sich einen Moment, bevor sie sich wieder der neuen Schülerin zuwandte.
„Daher kommt auch mein eigentlicher Name!“, fuhr Cleo fort und Jessica hörte zu. Das war das erste Mal, dass das Mädchen von sich aus sprach, und sie war neugierig zu hören, was sie so begeisterte.
„Meine Omi hat mich immer Sylph genannt. Kennen sie die Sylphen? Das sind Naturgeister, die Windelfen! Sie hat mir Geschichten von ihnen erzählt und Bilder gezeigt, und sie sehen tatsächlich aus wie ich“, erklärte die Blonde und ihre Augen strahlten.
„Deine Omi hat dir viele Geschichten erzählt, nicht?“
„Oh ja, jeden Tag hat sie mir entweder vorgelesen oder sich selbst etwas ausgedacht. Später haben wir dann zusammen neue Märchen erfunden...“
Für einen kurzen Moment war das Gesicht der Fünfzehnjährigen von Trauer gezeichnet.
„Du vermisst die beiden wohl sehr, was?“, fragte Jessica mitfühlend.
Cleo nickte nur und schluckte hart. „Ja... aber es ist das Beste für mich, haben sie gesagt. Und das sehe ich auch so“, bestätigte sie tapfer und presste die Lippen aufeinander.
Für einen Moment sagte keiner der beiden etwas, dann klopfte es an der Metalltür und die Anwesenden schauten in deren Richtung.
„Komm rein, Cassie!“, rief die Rektorin, als die Tür aufgeschoben wurde und ein verschlafenes Mädchen in Cleo's Alter eintrat. Sie hatte honigblonde, mittellange Haare, war ein wenig kleiner als Cleo selbst, doch fast genauso schlank und trug eine schwarze Schlafshorts mit einem schwarz-blauen T-Shirt darüber.
„Sie haben gerufen, Miss Rozier?“, fragte das Mädchen und gähnte demonstrativ.
„Ja, sehr lieb von dir, dass du gekommen bist. Tut mir leid, dass ich dich geweckt habe, aber es wird nicht lange dauern“, sagte Jessica entschuldigend und stand auf.
„Das hier ist unsere neue Schülerin, Cleo. Ich möchte, dass du dich um sie kümmerst und mit ihr das Zimmer vorerst teilst. Solltet ihr nicht miteinander auskommen, wird sie natürlich das Zimmer wechseln“, erklärte die Schwarzhaarige, doch eher der Form wegen. Eigentlich hatte sie das Gefühl, dass die Chemie zwischen den beiden stimmen könnte, und es war selten, dass ihre Intuition sie getäuscht hatte.
Cassie würde Cleo sicherlich helfen, ein wenig aus sich herauszukommen und sich gut einzuleben.
„Was, eine Neue?“, fragte Cassie und riss die Augen auf. Sofort war sie hellwach.
„Ach, da! Hallo, willkommen an unserer Schule!“, rief sie, ging mit schnellen Schritten auf Cleo zu, die noch immer gesessen hatte aber jetzt schnell aufstand, und hielt ihr die Hand hin.
„Vi-Vielen Dank...“, stammelte Cleo ein wenig unsicher und ergriff die dargebotene Hand, welche Cassie sogleich schüttelte.
„Du brauchst nicht schüchtern zu sein. Du bist also Cleo, ich bin Cassie, aber das hast du ja schon mitbekommen. Ich nehme an, das ist dein Rucksack?“, plapperte sie drauf los und bückte sich bereits, um das Gepäckstück aufzuheben.
„J-Ja...“, presste Cleo nur hervor, ein wenig überrascht und auch perplex ob der offenen Art des anderen Mädchens. Es war das erste Mal, dass die Blonde mit jemandem in ihrem Alter sprach, sonst kannte sie Teenager nur aus dem Fernsehen, und sie wusste nicht genau, wie sie sich verhalten sollte.
„Cassie, bleib ruhig, du willst sie doch nicht verschüchtern, oder?“, schmunzelte die Rektorin.
„Ach, noch mehr geht doch gar nicht...“, winkte die Quirlige ab und schulterte den Rucksack. „Aber das krieg ich schon noch hin, keine Sorge! Stimmts Cleo, wir werden bestimmt gute Freunde!“, meinte sie und legte der Größeren die Hand auf die Schulter.
„Ja, bestimmt!“, sagte Cleo nun auch etwas lauter und lächelte. Nun endlich siegte die Erleichterung über die Schüchternheit. Kaum zu fassen, wie freundlich sie hier von völlig fremden Menschen aufgenommen wurde!
„Na also, das Stottern hast du schon mal abgelegt!“, lachte Cassie und wandte sich an die Rektorin.
„Können wir dann gehen? Ich will Cleo Norbert vorstellen... Du hast doch keine Angst vor Salamandern, oder? Ach egal, der ist ganz lieb, der tut niemandem was, der ist viel zu klein dazu!“, plapperte Cassie weiter.
„Cassie! Ihr geht schlafen, beide, sofort nachdem du Cleo beim Auspacken geholfen hast!“, unterbrach die Rektorin mit strenger Stimme und das blonde Mädchen verstummte sofort schuldbewusst.
„Ja...“, sagte sie kleinlaut.
„Aber ansonsten bin ich fertig, ich wünsche euch eine gute Nacht“, setzte die Schwarzhaarige sanfter hinzu.
„Vielen Dank, ebenfalls!“, rief Cassie und ging vor. Cleo warf der Älteren noch einen dankbaren Blick zu und lächelte. „Dankeschön... für alles... schlafen Sie auch recht gut“, verabschiedete sie sich höflich und folgte Cassie, die im Eingang auf sie wartete.
Jessica setzte sich noch einmal an ihren Schreibtisch, lehnte sich in dem bequemen schwarzen Chefsessel zurück und atmete tief und zufrieden durch.
„Ja, das wird schon klappen...“, sagte sie zu sich selbst und lächelte.

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1. Wie nimmt euer Charakter neue Schüler auf?
2. Wie geht ihr mit andersaussehenden Mutanten um?
3. Was haltet ihr im Allgemeinen von ihnen?

Ein paar Sätze reichen schon ;)
Vielen Dank!
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