Ein Meer aus Farben

GeschichteDrama / P12 Slash
Seishiro Sakurazuka Subaru Sumeragi
17.01.2011
08.05.2015
8
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17.01.2011 1.633
 
uh, um die Fragen zu beantorten. Die Person aus der I-chPerspektive war eine Frau - unbedeutende Frau, aber sie kannte Seishiro schon relativ lange. Und der andere Mann ist Seishiro. Naja....Sry das es so undeutlich war/ist. Ich denke, ich werde das noch ändern.

~

Ein kehliges Röcheln. Amüsiert schmunzelte ich, als ich ihren jämmerlichen Versuch bemerkte, davon zu kriechen.

„Jetzt hätte ich Lust auf ein Eis.“, stellte ich nachdenklich fest und sah mich in dem kleinen Raum um. Die Tapete war voller Flecken.

Roter Flecken.

Taumelnd zog sie sich an der Wand hoch. Noch mehr Flecken. Eigentlich war sie ganz hübsch. Aber ich hatte nun mal meinen Job nachzugehen. Und ich war ein Mann der sich an Regeln halten würde. Mein Lächeln weitete sich und ich machte einen kleinen Schritt auf sie zu – sie zuckte zusammen. „Kommen Sie nun allein zurecht?“, hakte ich höflich nach und wischte meine schmierige Hand an einem Taschentuch ab, wusste aber, dass es kaum was brachte.

„...geh...“

Es klang wie das Winseln eines Tieres, als sie diese Worte ausspuckte und dabei Blut würgte. Freundlich lächelte ich ihr zu und machte mir eine Kippe an, mustere sie nachdenklich. Ihr Blick ging durch mich durch. Ihre Lippen waren verzogen, vor Schmerz und Angst.

Eine Augenbraue wanderte fragend in die Höhe und ich drehte mich langsam herum. Im Rahmen der Tür stand ein kleiner Junge. Er konnte nicht älter als Sieben sein. Amüsiert lachte ich auf und ging langsam auf ihm zu. Er schreckte zurück und doch schien er unter Schock zu stehen, denn er bewegte sich nicht. Ohne viel eile hockte ich mich zu ihm nieder und ließ meine Hand sanft auf seine Wange fallen. „Du kommst wohl gerade aus der Schule, oder?“ Meine Berührung hinterließ rote und schmierige Streifen. Er zitterte, seine Unterlippe bebte und seine Augen glänzten.

„Hast du Angst?“, raunte ich freundlich, rutschte mit meinen Fingern hinab zu seinem Hals und beugte mich zu ihm hinunter. Ich spürte sein hektisches Schlucken unter meinen Fingern. Mein Lächeln nahm zu. „Möchtest du zu deiner Mama?“

Es war ein bisschen so, als wäre 'Mama' ein Stichwort gewesen. Ein Stichwort in die Realität. Denn er weinte. Ohne Ton.

Egal wie Alt er war, er wusste anscheinend, dass seine Mama tot war. Niemals wieder leben würde. Da ich allerdings an Regeln gebunden war, sollte ich ihm ebenfalls sein Leben aushauchen, obwohl es mir mehr vergnügen bereiten würde, würde er überleben und an dem Verlust seiner Mutter kaputt gehen. Sanft zog ich ihn in meine Arme. Seine Finger gruben sich in mein Jackett.

Kinder waren so naiv.

„Weißt du, wer diese schlimmen Sachen mit deiner Mama gemacht hat?“, raunte ich mit sanfter Stimme und strich vorsichtig durch sein kurzes und weiches Haar.

Hektisch schüttelte er sein kleines Köpfchen.

Natürlich wusste er es nicht. Diese Frau empfing dauernd fremde Männer. Da wäre ich keine Ausnahme, nur dass ich ganz sicher nicht für das alltägliche da war. Leise lachte ich. „Hast du noch einen Papa?“, hakte ich interessiert nach. Auch das war mir bekannt. Seine Eltern waren geschieden. Er war ein Einzelkind.

Ein erneutes hastiges Schütteln seines Kopfes.

„Ah...“, machte ich nur und lächelte vergnügt. „Lass mich dir helfen...“

~

Mein leises Seufzen ging in dem Treiben der Menschenmenge unter und ich lehnte mich gegen den Tresen hinter mir, musterte die Gäste  und mein Umfeld aufmerksam. Zumindest sollte es so wirkten, für Außenstehenden. Nachdenklich glitten meine Kuppen über das Holz, spürte die Maserung unter meinen Fingern und ließ mich von dem trostlosen Anblick der Sakurablüten einwickeln, machte einen Schritt in den Garten hinein.

Eigentlich...mochte ich Sakurablüten.

...eigentlich.

„Sumeragi-kun!“

Das wehmütige Gefühl, bei dem Anblick der sonst so schönen Bäumen wich schlagartig, als ein älterer Mann nach meinen Namen rief und mich zurück in die Realität beförderte. Ziemlich unangenehm, würde man mich fragen. Schwerfällig drehte ich mich herum und verließ den kleinen Garten, seinen Zauber, den ich so sehr liebte und widmete mich meiner Zigarette, warf sie ungeachtete zu Boden und trat darauf. Den missbilligen Blick des Älteren beachtete ich nicht.

„Deine Pause ist zuende!“ Er fuchtelte mit seinem großen und dicken Wurstfinger vor meinem Gesicht herum und ich wusste, würde ich diesen Job nicht brauchen, wäre ich schon längst weg. Dabei gab es für mich eigentlich genug zu tun. Dem Kontakt meines Vordermannes abgeneigt, machte ich einen Schritt zurück und wich seiner Hand aus, nickte träge.

Leere war wohl ein Begriff, der das Gefühl in meinem Inneren am besten beschreiben würde. Aber...das gehörte hier nicht hin. Nicht in diesem kleinen und gemütlichen Café in dem nur alte Herren und Damen hereinkamen und ganz selten auch junge Leute. Zu den älteren Gesellschaften kamen allerdings auch gerne Familien herein. Wie heute. An einem Samstag war viel los.

Meistens zu viel, als das Café halten konnte.

Aber es klappte eigentlich immer.

Nur war der Besitzer dieses Geschäftes viel zu anstrengend, wenn er in Stresssituationen geriet und das war oft der Fall. Ach, nicht oft - es war IMMER so. Genau deshalb hatte sich wahrscheinlich seine Frau von ihm getrennt.

Den kleinen Block in der Hand, schlenderte ich von einem Tisch zum Nächsten und nahm die Wünsche der Gäste auf.

Das...Schlimme war wohl...dass es mir egal war. Es war mir egal, wenn andere...litten. Nachdenklich biss ich mir auf meine Unterlippe und nahm ein Tablett mit Kaffee und Tee entgegen, brachte es zu dem dazugehörigen Tisch. So sehr ich mir auch bewusst war, das ich mich verändert hatte, war der Gedanke und meine Handlung daran manchmal erschreckend. Doch..ich musste mir einfach beweisen, dass ich anders war. Anders....als...dieser Mann jemals gedacht hatte.

Hah, von wegen reines Herz; unschuldig und lieb. Deshalb hatte ich mich verändert.

Manchmal vergaß ich, dass ich kein kleines Kind mehr war. Gott, ich war einunddreißig, alt genug, um mein Leben auf die Reihe zu kriegen. Aber eigentlich....war es lächerlich, sich etwas vorzumachen. Ich wollte und musste ihn wiedersehen. Und ihn dann töten. Genauso, wie er es mit Hokuto-chan gemacht hatte. Genau dafür musste ich stark werden. Vielleicht sogar stärker, als ich es jetzt schon war.

Nervös spielte ich mit dem Kuli in meiner Hand und lehnte mich erneut an das stabile Holz hinter mir. Vorläufig waren die Gäste versorgt, zumindest jene, für die ich zuständig war und warf einen flüchtigen Blick auf die Wanduhr. Es war bereits halb Fünf. Das Geschäft würde bis Acht Uhr aufhaben. Das lag hauptsächlich daran, dass es zu keiner Markenkette gehörte. Und es war nicht direkt im Zentrum der Stadt, stattdessen weiter außen am Rand. Es lag abgeschieden. Die Gegend war Trostlos. Und trotzdem war das Café immer gut besucht.

Wobei in der Winter- und der Sommerzeit wohlweislich mehr los war.

Gerade deshalb war es eigentlich verwunderlich, das heute soviel los war. Es war Mitte Februar und trotzdem quollen aus jeder Ecke noch mehr Menschen.

Nachdenklich wanderte mein Blick über die anwesenden Gäste.

Vielleicht wurde ich auch langsam verrückt, denn manchmal, bei großgewachsenen Männern mit breiten Schultern, glaubte ich ihn zu sehen. Aber dann, wenn sich jene Person um wandte, war die Enttäuschung um so größer, weil ich inständig gehofft hatte, dass es genau der Mann war, den ich suchte.

Es war verrückt, sicher, das war mir klar, aber ich konnte nichts dagegen machen. Dabei konnte ich mir auch nicht wirklich vorstellen, dass er sich in solch einem Café verirren würde.

„Subaru-san!“

Erschrocken zuckte ich zusammen und wandte mich zum Sprecher herum. Es war eine der jungen Kellnerinnen. Ihr Name war Sayuri. Er passte zu ihr. Kleine Lilie, bedeutete es übersetzt. Und sie war klein und unglaublich niedlich. Da ich ihr Alter nicht wusste, konnte ich nur schätzen und ich nahm an, dass sie nicht älter als Fünfundzwanzig sein konnte. Vielleicht war sie sogar jünger. Es interessierte mich nicht. Der Kontakt zu meinen Kollegen bestand aus der Mitarbeit und dem Ritual sich zu Begrüßen und wieder zu Verabschieden. Und das war auch gut so. Mehr wollte und brauchte ich nicht.

Gezwungen lächelte ich ihr zu und umschloss den Block und den Kuli noch ein wenig mehr.

Hell lachte sie auf und strich sich lange schwarze Haarsträhnen aus dem Gesicht, welche sich aus dem Zopf gelöst hatten. „Subaru-san, Sie sind heute eindeutig nicht bei der Sache.“ Wie als wäre es selbstverständlich wühlten ihre Finger an meiner Krawatte herum und trat mir wenn möglich noch näher. Ich hatte das Gefühl, als hätte sie mich adoptiert. Oder zumindest, ich würde ihr das Gefühl geben, ihr großer Bruder zu sein.

Leise seufzte ich nur und ließ sie machen, störte mich nicht an den Körperkontakt. Meine Kehle wurde eng.

Ich...vermisste meine Schwester. Mehr als alles andere.

„So...“ Sanft spürte ich ihre Finger gegen meine Brust klopfen, sie lächelte erheitert  und voller Fröhlichkeit. „Subaru-san, wenn Sie irgendetwas haben, bei dem ich helfen kann, scheuen Sie nicht, mich anzusprechen!“

Undeutlich nickte ich ihr zu und befreite mich aus ihrer Nähe, machte mich weiter an dem Berg aus Arbeit zu schaffen.

Ich war froh, wenn ich zuhause war.

~

ich hab das Gefühl, als würde ich Subaru nicht mehr hinbekommen. Nunja.... Seishiro hat mich vergiftet xD *hust* das Kapitel ist nur deshalb so kurz, weil ich einfach den lieben Subaru nicht mehr weiter verhunzen wollte, aber gleichzeitig wollt eich auch zeigen, wie verändert er ist, dadurch, dass ich nur noch auch Seis Sicht geschrieben habe, und ich werde wahrscheinlich die nächsten Kapitel aus seiner Sichts chreiben. Mehr oder weniger. Mal schauen.

Und wie man wahrscheinlich  bemerkt hat ist SUbaru 31 - halt xD wi ekann es dann noch 1999 sein? Nun...ich hab spontan entschlossen, dass noch ein bisschen mehr Zeit vergangen seien soll - zum größten Teil auch, weil ich Seishiro mal älte rmahcen wollte, zeigen, dass auch er älter wird...nunja

noch  ist nicht viel passiert xD das kommt noch....

lg, nogisu
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