The artist and his muse

GeschichteRomanze / P16
15.01.2011
15.01.2011
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Anmerkung: Dieser OS wurde durch Scandalous von drewfullerfan inspiriert. Folgene Szene kann, muss aber nicht in die laufende FF einfließen. Sury Corvus gehört allein mir (bzw Estrelle). Oliver Wood ist geistiges Eigentum von JKR.


Ich hoffe mit diesem OS euch unterhalten zu können.

:)

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The artist and his muse

Let me lay you down



Es war längst nach Mitternacht. Sie hatte ihn noch dazu überredet, am Schwarzen See spazieren zu gehen. Es war ungewohnt romantisch, die Sterne, die kleinen, blassen Wolken, der Vollmond. Nun saß oder eher lag sie halb vor ihm, nur mit einem schwarzen Spitzenpanty und dem dazu passenden BH bekleidet, auf seinem Bett und spielte gekonnt die Violine.

Er kannte nur traurige Violinenlieder, doch sie spielte, ein ihm unbekanntes, dennoch sehr beruhigendes Stück. Ihre Augen halb geschlossen, den Blick ins Leere gewandt, das linke Bein leicht angewinkelt, das andere gestreckt. In seine Richtung.

Wieso hatte sie eigentlich so wenig an?

Weil sie ungeschickt war und in den Matsch gefallen war, als sie stoned um ihn herum tänzelte und sich nach einer ausgiebigen Dusche, nicht wieder bekleiden wollte. Was sollte sie auch anziehen? Ihr Zimmer war am anderen Ende des Wohnheimes und er hatte nur dreckige Wäsche herum liegen. Das Sauberste trug er am Leib.

„Du bist immer so still.“

Er horchte auf, als sie nach langer Zeit sprach. Das Violinenspiel unterbrach sie nicht.

„Was soll ich schon sagen?“, antwortete er leise und lehnte sich an die Wand hinter ihm.

„Mir Komplimente machen, zum Beispiel.“ Sie schmunzelte leicht, sah ihn noch immer nicht an.

Er räusperte sich. Dachte kurz nach. „Du...“

Sie hörte auf zu spielen. „Ach, Wood.“, seufzte sie, legte die Violine beiseite und setzte sich gerade hin. „Das war doch nur ein Witz.“

Er nickte und griff den Aschenbecher vom Tisch, zog seine Kippenschachtel aus der Hosentasche und zündete sich eine Kippe an. Ein tiefer Zug, ein kurzer Blick auf ihren Körper und innerlich gehen lassen.

Oliver erschrak, als Sury plötzlich über ihm hing und ihm die Zigarette aus dem Mund nahm. Ihr Blick sagte ihm: Nimm mich, Wood. Doch ihr Mund sprach letztendlich andere Worte.

„Unhöflich der Lady keine anzubieten.“ Sie steckte sich die Zigarette in den Mund und lehnte sich auf ihren Platz zurück, in eine ebenso laszive Pose wie zuvor.

„Du machst es mir nicht leicht, Corvus.“ Das wollte er eigentlich nur denken.

„Wie meinen?“ Sie hob den Kopf, sah ihn direkt an.

Jetzt komm schon, Oliver. Sei ehrlich. Oder sag gar nichts, zeig es ihr. Los! Ja, sein Kopf hatte Recht. Er musste endlich etwas tun. In seiner Fantasie war sie längst nackt und er in ihr, um sie zu einem phänomenalen Höhepunkt zu bringen. In der Realität brabbelte er sich sinnloses Zeug zusammen und sabberte beinahe auf sein Shirt.

Sie kicherte ungeniert. „Männer. Liegt eine halbnackte Frau vor ihnen, werden sie ganz unruhig.“ Lässig zog sie an der Zigarette, aschte ab und strich unbewusst über ihren Oberschenkel.

Er seufzte schwer und griff sich, angestrengt nachdenkend ins Haar. „Sury...!“
„Oliver?“ Sie drückte die Zigarette aus, stellte den Aschenbecher weg und zupfte an ihrem Höschen rum.

„Ich...“ -will dich flachlegen! Jetzt! „ich habe wieder ein paar neue Zeichnungen.“ Vollidiot!

„Oh wirklich? Zeig her! Du weißt, ich liebe deine Bilder.“ Sie richtete nur ihr Haar, rutschte mit dem Körper tiefer um ihre Position weiter ins Liegende zu bringen.

Ruckartig und nervös hastend, stand er auf, eilte durch das unordentliche Zimmer und zog seine Mappe aus dem Schrank. „Hier.“

Sofort zog sie die Mappe an sich und öffnete sie.

Oliver setzte sich an die Bettkante, sah ihr dabei zu, wie sie fasziniert seine Kritzeleien bestaunte. Er war zu selbstkritisch, um stolz auf sich zu sein.

„Oh, da sind noch mehr.“ Sie hob die noch leeren Blätter aus der Mappe und zog die versteckten Zeichnungen hervor.

Oliver sah sie erschrocken an. Diese Zeichnungen sollte sie nicht sehen.

„Bin das...ich?“ Ihre Augen schienen jedes Detail der Zeichnungen aufzusammeln.

„Ja... Sury ich..“

„Die sind wunderschön.“, flüsterte sie nur noch und lächelte. „Abgesehen davon, dass die Schönheit dort ich bin.“ Süßes Kichern.

Oliver kratzte sich am Kopf. „Wirklich?“

Sie nickte eifrig. „Wann hast du sie gemacht. Ich habe nie gemerkt, dass du mich gezeichnet hast.“

„Ich habe sie gezeichnet, wenn ich allein war.“

„Aus dem Kopf?!“ Erstaunt sah sie ihn an.

„Ja.“

„Wow...“ Ihr Blick fiel wieder auf die Portraits und Skizzen, die er von ihr gemacht hatte.

Stille.

Er griff die Mappe und die Zeichnungen, ließ sie vorsichtig auf den Boden sinken und beugte sich ihr entgegen. Seine eine Hand griff den Bund ihres Höschens, einen zarten Kuss setzte er unterhalb ihres Bauchnabels auf ihre Haut.

„Wood.“ Sury seufzte leise auf.

Er bemerkte wie sie Gänsehaut bekam, wie sie zu zittern begann und, dass es ihr gefiel. Die nächsten Küsse gingen langsam höher und näherten sich ihrem Busen. Oliver lag halb auf ihr, seine Hand strich spielerisch über ihre Brust, seine Augen sahen sie eindringlich und fordernd an.

„Ich will dich immer wieder zeichnen. Aus allen Blickwinkeln, Positionen, alle Posen. Mit und ohne Kleidung.“ Er hauchte es ihr erregt zu.

„Dann...dann zeichne mich doch jetzt.“, stotterte sie. Ihre Wangen röteten sich und ihre Atmung ging schneller.

Er musste kurz nachdenken. Eigentlich wollte er nun liebend gerne Sex mit ihr, andererseits war dies eine gute Gelegenheit, einen Akt von ihr zu zeichnen.

Er schob seine Hände unter ihren Rücken, hob ihren Oberkörper und löste mit Leichtigkeit den Verschluss ihres Bustiers. Er sah genau dabei zu, wie dieser von ihrem Oberkörper glitt und freigab, was er zuvor verbarg.

Oliver ließ es sich nicht nehmen, sie zwischen die Brüste zu küssen und ihre angenehme Körperwärme an seinem Gesicht zu genießen. Er sah wieder auf zu ihr, sein Blick neugierig. Vorsichtig drückte er sie ins Kissen, kam ihren Gesicht so nah, ihr fortwährend in die Augen sehend. Kurz schloss er seine und lehnte seine Stirn an ihre, verweilte nicht lange so und entfernte sich nach einem Kuss auf ihre Nasenspitze von ihr.

„Schlafen wir jetzt miteinander?“ Ihre Stimme klang zerbrechlich, ihre Hände ins Bett gekrallt ihr Körper bereit.

„Jetzt nicht.“, sprach er so ruhig, so selbstsicher wie nie in ihrer Nähe. Ohne weitere Worte zog er langsam an ihrem Höschen. Automatisch hob sie ihren Unterleib und er entfernte ihr den letzten Fetzen Stoff.

Nun lag sie da, völlig nackt, wie Gott sie schuf. Im schummrigen Licht sah ihre Haut so seidig aus, so weich. Jede kleinste Bewegung machte ihn auf ihre schönen Kurven aufmerksam. So schlank sie auch war, so weiblich waren ihren Hüften.

In Trance ließ er seine Hände über ihre Beine gleiten.

„Entspann dich und leg dich so hin, wie es für dich am angenehmsten ist.“

Oliver erhob sich, griff aus der Ecke sein Stativ, seine Stiftbox und einen Block. Professionell stellte er sich hinter sein Arbeitsgerät und sah sie genaustens an. Vielleicht doch lieber Sex.

Sury legte sich hin, wie es ihr in den Sinn kam. Einen Arm unter den Kopf, ein Bein angewinkelt, den Körper leicht angespannt.

Ohne lange zu warten setzte er die ersten Striche. Und als er so begann sie zu zeichnen, ihre vollkommende Schönheit einzufangen, geriet er in Extase. Er begann immer wieder neue Skizzen, um jeden Moment festzuhalten. Er wollte so viele Bilder von ihr, nackt. Er vergaß ganz sein Vorhaben sie zu verführen und vertiefte sich mehr und mehr in seine Kunst. In seinem Kopf die Vorstellung sie zu küssen, auf dem Papier ihre Nacktheit.

Die Nacht zog vorrüber, die Sonne ging langsam auf und Sury schlief, so schön wie Schneewittchen auf seinem Bett. Oliver zeichnete immer noch. Hatte bereits einen zweiten Block angebrochen. Seine Augen waren von Schatten untermalt, sein Haar unordentlicher als üblich.

Erst als sein Wecker klingelte und Sury sich langsam rekelte, endete er.

Er machte den Störenfried aus, entledigte sich seines T-Shirts und seiner Hose und legte sich neben Sury.

„Schlaf weiter.“, hauchte er und zog die Decke über sie und sich.

Die Vorlesungen konnten heute ruhig ausfallen, um nichts würde er sich nun seine Muse nehmen lassen. Nicht jetzt, nicht heute.

Sie im Arm haltend und das erste Mal zufrieden mit seinem Werk, schlief er schnell ein und träumte nur von ihr.