Caitlynn

GeschichteRomanze / P16
Jarod
14.01.2011
14.01.2011
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Rechtliche Hinweise: Die bekannten Charaktere der Fernsehserie „The Pretender“ gehören MTM, NBC, TNT und 20th Century Fox. Die folgende Geschichte dient keinerlei kommerziellen Zwecken, sondern wurde nur zum Vergnügen für Fans geschrieben. Eine Verletzung des Copyrights ist nicht beabsichtigt. Alle weiteren Personen gehören der Autorin.



Kapitel 1 - Der verletzte Mann


Jarod bewegte sich vorsichtig durch die Dunkelheit. Sorgsam wich er den wenigen funktionierenden Straßenlaternen aus. Die Häuser waren klein und einfach, es handelte sich nicht um ein wohlhabendes Stadtviertel. Er taumelte und wäre fast gefallen, dabei konnte er ein schmerzvolles Stöhnen nicht unterdrücken.

Erschreckt ließ sie den Müllbeutel fallen und  blickte sie sich hektisch nach der Quelle des Geräusches um. Dann sah sie ihn im Schatten eines Baumes. In seiner schwarzen Kleidung war der Mann kaum zu erkennen. Nur seine Bewegung, als er versuchte, sich tiefer im Schatten zu verbergen, hatte sie wahrgenommen. Vorsichtig wich sie zum Haus zurück, bereit, sich jede Sekunde umzudrehen und zu rennen, als sie sah, wie der Mann zusammensackte. Sie warf einen nervösen Blick auf ihre geöffnete Haustür, dann ging sie vorsichtig auf den am Boden liegenden Mann zu. Als sie näher kam, konnte sie sein leises Stöhnen hören. Sie zuckte zusammen und wäre beinahe weggelaufen, als er sie ansprach.

„Bitte helfen Sie mir!“ Jarods Stimme war nur ein Flüstern. Das Fieber brannte in seinem Körper und die Flucht zu Fuß der letzen zwei Tage hatte ihn viel Kraft gekostet. Er sah die Angst in den Augen der Frau, was nur zu verständlich war. Ein dunkel gekleideter Mann, der sich im Schatten versteckte, war schon ein Grund zur Sorge. Trotzdem hatte sie den Mut aufgebracht, auf ihn zuzugehen. „Bitte, ich brauche Ihre Hilfe…“ Bei dem Versuch, sich aufzusetzen, stöhnte Jarod erneut auf. Diesmal trat die Frau entschlossen auf ihn zu und kniete sich zu ihm nieder.

„Was ist passiert? Wie kann ich Ihnen helfen?“ Sie konnte ihre eigene Courage kaum fassen. Nach allem, was passiert war, kniete sie hier im Dunkeln bei einem Fremden und bot ihm ihre Hilfe an. Dann sah sie in seine Augen, wunderschöne, dunkelbraune Augen, und die Angst war weg. Sie war sich ganz sicher, dass ihr dieser Mann nichts tun würde.

Jarod war verblüfft, wie schnell sich die Körperhaltung der Frau veränderte, nachdem sie ihm in die Augen gesehen hatte. Vorher hatte sie angespannt und fluchtbereit gewirkt, jetzt war sie ruhig und selbstbewusst. Etwas war geschehen, als sich ihre Augen trafen, doch er hatte keine Erklärung dafür. Aber im Moment war das auch nicht wichtig. Es zählte nur, dass sie ihm helfen wollte. „Ich wurde angeschossen, vor zwei Tagen…“, brachte er mühsam heraus. Sie blickte ihn durchdringend an.

„Ich bringe Sie in mein Haus, aber Sie müssen mir helfen. Ich kann Sie nicht tragen. Ist es die rechte Seite?“ Der Mann nickte. Sie kniete sich neben seine linke Seite und legte sich seinen unverletzten Arm über. Dann griff sie ihm um die Hüfte. „Auf drei stehen Sie auf.“ Sie wartete seine Antwort nicht ab. „Eins, zwei und drei!“ Der Fremde stöhne schmerzvoll auf, kam aber mit ihrer Hilfe auf die Beine. Langsam führte sie ihn auf  ihr Haus zu. Zweimal sackte er ihr beinahe weg, sie konnte ihn nur mühsam aufrecht halten. Im Haus führte sie ihn direkt zu ihrer Couch. Als sie sich umdrehen wollte, um die Tür zu schließen, griff er nach ihrem Arm.

„Meine Tasche, sie liegt noch unter dem Baum. Würden Sie sie bitte holen?“ Das DSA war in der Tasche, seine einzige Verbindung zu Vergangenheit. Die wollte er nicht verlieren.

„Natürlich, ich bin gleich zurück.“ Schnell ging sie nach draußen und warf auf dem Weg zu seiner Tasche auch gleich noch den Müll weg. Den Nachbarn sollte nichts ungewöhnliches auffallen. Als sie ihr Haus betrat, sah sie sofort, dass der Mann das Bewusstsein verloren hatte. Einen Augenblick zögerte sie wieder. ‚Ist es richtig, was ich da tue?’ ,fragte sie sich. ‚Ja.’ Diese schnelle Antwort in ihrem Inneren verblüffte sie, aber dann dachte sie an den Moment, als sie in seine Augen blickte. Sie hatte Trauer darin gesehen, Schmerz, Einsamkeit und Verlust, aber keine Gefahr. Ohne weiteres Zögern suchte sie alles zusammen, was sie zur Versorgung seiner Schussverletzung benötigen würde. Dann zog sie ihm Jacke und T-Shirt aus, was ohne seine Mithilfe gar nicht so einfach war. „Verdammt! Das sieht übel aus!“, fluchte sie zwischen den Zähnen vor sich hin, als sie den Zustand der Verletzung sah. Bei der weiteren Untersuchung stellte sie fest, dass die Kugel noch im Körper steckte. „Kein Wunder, dass Sie Fieber haben.“, murmelte sie. „Das wird ganz schön weh tun, wenn ihn Ihnen die Kugel entferne.“ Sie sprach mit ihm, obwohl er sie nicht hören konnte. So fühlte sie sich etwas sicherer. „Okay, dann beißen Sie mal die Zähne zusammen.“ Nach einem letzten Zögern fühlte sie mit der Pinzette nach der Kugel. Der Mann stöhnte auf, kam aber nicht zu Bewusstsein. So zügig wie möglich entfernte sie die Kugel und versorgte die Wunde. Als sie fast fertig war, kam er wieder zu sich. „Versuchen Sie bitte, wach zu bleiben. Auf der Couch können Sie nicht bleiben, Sie gehören ins Bett. Da kann ich sie auch besser versorgen.“

Jarod nickte, schluckte mühsam. „Danke für Ihre Hilfe.“ Seine Stimme klang ihm selber fremd, schwach und krächzend. Erstaunt sah er, wie professionell sie ihm den Verband angelegt hatte. Wie vorhin draußen legte sie sich seinen Arm um ihre Schulter und ihren um seine Hüfte. Trotz Schmerzen und Fieber nahm er ihren Duft war, der ihn irgendwie an Sonne, Wind und Limonen erinnerte. Jarod stütze sich schwer auf sie, schwankte, blieb aber stehen.

Sie sah zu ihm hoch und überlegte kurz, ob es wirklich eine gute Idee war, ihn in ihr Bett zu bringen. Aber auf der Couch konnte er nicht bleiben. „Es wird nicht einfach, denn Sie müssen dort die Treppe hinauf. Mein Schlafzimmer ist oben.“

Jarod folgte ihrem Blick und entdeckte eine Art Empore. Unter ihr befand sich die offene Küche, auf ihr konnte er ein Bett entdecken und eine Abtrennung mit Glasbausteinen. Dahinter verbarg sich wohl das Bad. Er schenkte ihr ein schwaches Lächeln. „Ich werde es schon schaffen.“ Er hatte schon ganz andere Dinge überstanden. Schritt für Schritt, Stufe für Stufe gelang es ihnen. Jarod war verblüfft über die Kraft, die in ihr steckte, und den eisernen Willen, ihr Vorhaben nicht aufzugeben. Oben angekommen, half sie ihm vorsichtig auf das Bett.

Sorgenvoll betrachtete sie sein blasses Gesicht mit den roten Fieberflecken. „Sie gehören ins Krankenhaus. Ihr Zustand ist sehr schlecht. Ich bin wirklich nicht die Richtige, um Sie zu versorgen.“
Kalter Schweiß stand auf seine Stirn und seine Augen hatten einen unnatürlichen Glanz.

Mühsam setzte sich Jarod auf und versuchte, dass Bett wieder zu verlassen. „Ich will Ihnen keinen Ärger machen, Ma’am, aber ich kann in kein Krankenhaus. Ich werde besser gehen.“ Aber sein Versuch, aufzustehen, schlug fehl. Er fiel zurück und stöhnte laut auf, als seine verletzte Schulter auf das Bett auftraf.

„Ich bin Caitlynn - Cat - und nicht ‚Ma’am’ und Sie gehen nirgendwo hin, Mister. Mir fällt schon etwas anderes ein als Krankenhaus.“ Sie zögerte einen Augenblick. „Ich gebe Ihnen etwas gegen die Schmerzen und dann sollten Sie schlafen. Morgen sehen wir weiter.“ Caitlynn ging ins Bad, um die Medikamente zu holen. Als sie wieder hinaus kam, schlief der unbekannte Mann schon. Einen Augenblick erlaubte sie sich, seinen Körper zu betrachten. Er war groß, schlank und sportlich. Seine ausgeprägten Bauchmuskeln entlockten ihr ein bewunderndes Lächeln. Dann dachte sie an seine Augen, die so ausdrucksvoll waren. Aber sie hatten auch mehr gesehen, als ein Mensch sehen sollte. Das war es, was sie berührt hatte, draußen unter dem Baum, wurde ihr in diesem Moment klar. Sie stellte die Medikamente auf den Nachttisch und begann mit ihrer Nachwacht.

Jarod schlug die Augen auf und war verwirrt. ‚Wo bin ich?’ Dann sah er die junge Frau im Sessel gegenüber des Bettes, in dem er lag und alles fiel ihm wieder ein. „Caitlynn?“ Seine Stimme war nicht mehr als ein Flüstern, doch sie setzte sich ruckartig auf. Einen Moment sah er Panik in ihren aufflackern, doch dann erschien ein Lächeln in ihnen.

„Ich hatte schon befürchtet, Sie würden gar nicht mehr aufwachen. Sie haben zwei Tage im Delirium gelegen.“ Caitlynn erhob sich mit müden Bewegungen und trat an seine Seite. „Ihr Fieber schien gar nicht fallen zu wollen.“ Sie legte prüfend ihre Hand auf seine Stirn. „Ein bisschen haben Sie noch, aber Sie sehen schon besser auch.“ Einen Moment zögerte sie. „Sie sind mir gegenüber im Vorteil, denn Sie wissen, wie ich heiße.“ sagte sie mit einem Lächeln.

Jarod konnte dieses Lächeln nur erwidern. „Mein Name ist Jarod.“ Seine Stimme klang schon viel besser, stellte er fest, aber sie war immer noch ganz rau. Er versuchte, sich aufzusetzen, und bemerkte ein Ziehen in seinem Arm.

„Vorsichtig!“ Mit einem energischen Griff hielt Caitlynn seinen Arm fest. Sie konnte gerade noch verhindern, dass er sich die Kanüle aus dem Arm zog.

Jarod war irritiert. Er folgt dem Schlauch aus seinem Arm zu einer Infusion, die an einem Garderobenständer hing und sah sich dann weiter um. Auf dem Nachtisch lagen Spritzen und Medikamentenflaschen. „Sie haben doch gesagt, Sie sind nicht die Richtige, um mir zu helfen?“ Misstrauen schwang in seiner Stimme mit.

Eine zarte Röte erschien auf Caitlynns Wangen. „Ich habe keine medizinische Ausbildung, deswegen. Aber ich kenne da ein paar Leute, die ich um Hilfe bitten kann.“ Sie winkte energisch ab, als er etwas sagen wollte. „Sie müssen sich keine Sorgen machen, Jarod. Niemand hat Sie gesehen und niemand weiß, für wen ich das alles haben wollte.“, sagte sie mit einer nachdrücklichen Handbewegung auf die medizinische Ausrüstung. „Außerdem könnten meine - “, sie zögerte kurz, „Freunde selber in Schwierigkeiten kommen, weil sie mir geholfen haben. Sie werden darüber nicht sprechen.“ Caitlynn schluckte. „Ich hätte bloß einen Krankenwagen oder die Polizei rufen müssen, als Sie nicht ansprechbar waren, wenn ich Sie hätte loswerden wollen. Sie hätten nicht mal gemerkt, wenn man sie abtransportiert hätte!“

Diesmal war es Jarod, der errötete. „Es tut mir leid, Caitlynn.“ Er schluckte, dass Sprechen tat ihm weh. „Jemandem zu vertrauen fällt mir nicht leicht.“

Nachdenklich sah Caitlynn ihn an. „Ist schon gut. Das kenne ich.“ Schweigend tauschten die beiden abschätzenden Blicke aus. „Ich mache Ihnen mal einen Tee, der tut Ihrer Stimme gut. Sie haben während des Deliriums viel gesprochen und auch geschrieen. Ich bin gleich wieder zurück.“

Jarod sah ihr nach, als sie die Treppe herunter ging und lauschte dann den Geräuschen, die aus der Küche kamen. Zwei Tage hatte sie sich um ihn gekümmert, ohne zu wissen, wer er war oder was mit ihm geschehen war. Außerdem hatte sie anscheinend auf illegalem Weg Antibiotika und Infusionen für ihn beschafft. Caitlynn war eindeutig eine ungewöhnliche Frau. Schläfrigkeit überkam ihn, die Geräusche klangen immer weiter weg und verschwanden, während Jarod langsam einschlief.

Als Caitlynn die Treppe hinauf ging, konnte sie schon Jarods tiefe Atemzüge hören. Sie stellte das Tablett ab und kontrollierte den Sitz der Kanüle. Als sie seinen Puls fühlte, war sie beruhigt. Zum ersten Mal seit zwei Tagen war dieser gleichmäßig und kräftig. Erleichtert seufzte sie auf. Jarod war über den Berg. Die Erschöpfung überkam sie mit voller Wucht. In den vergangenen zwei Tagen war sie fast ausschließlich damit beschäftigt gewesen, Jarod in seinem Fieberwahn zu beruhigen, zu verhindern, dass er sich die Kanüle aus dem Arm zog, seinen heißen Körper zu kühlen und im Internet die korrekte Anwendung der Infusionen und Antibiotika nachzulesen. Es war ihr nicht leichtgefallen, die alten Verbindungen zu nutzen, damit sie die notwendigen Medikamente für Jarod erhielt, aber sie hatte keine andere Möglichkeit gesehen. Caitlynn beschloss, die Gelegenheit zu nutzen und zu duschen, bevor er aufwachte. Während sie das Prickeln des warmen Wassers genoss, dachte sie an die Dinge, von denen Jarod in seinem Fieber gesprochen hatte. Seine Stimme war voller Verzweiflung, Qual aber auch Wut gewesen. Verstörend waren aber auch die Narben an seinem Körper. Jeder Mensch hatte Narben von Unfällen oder Krankheiten. Aber Jarods Körper hatte viele Narben, zu viele. So wie ihre Seele. Abrupt stellte Caitlynn das Wasser ab. Daran wollte sie jetzt nicht denken.

Als Jarod aufwachte, sah er Caitlynn wieder in dem Sessel sitzen. Diesmal war sie in einen flauschigen Bademantel gehüllt, nippte an einer dampfenden Tasse und las in einem Buch. Er lächelte und wollte gerade etwas sagen, als sein Magen laut knurrte.

Caitlynn sah auf. „Dass Sie Hunger haben, ist ein gutes Zeichen. Ich habe eine Hühnersuppe vorbereitet.“ Sie stockte, als sich sein Lächeln vertiefte. „Schon klar, das typische Klischee. Aber egal, wen Sie fragen, Jarod, Hühnersuppe ist schon seit Urzeiten ein anerkanntes Heilmittel!“ Dann schenkte sie ihm ein breites Grinsen und erhob sich geschmeidig aus dem Sessel.

Jarod sah ihr hinterher. Sie war schon eine seltsame Frau, voller Gegensätze und Rätsel: Trotz ihrer Angst vor ihm, hatte sie ihm geholfen. Das Caitlynn keine medizinische Ausbildung besaß, sah man an den vielen Einstichen in seinem Arm - die Fehlversuche, bis die Kanüle richtig saß. Trotzdem hatte sie sich nicht nur das medizinische Material, sondern auch das Wissen dazu beschafft. Auch wirkte sie nicht wie eine Frau mit Beziehungen zur Unterwelt, aber sie musste die Medikamente aus einer illegalen Quelle bezogen haben. Und der aufsteigende Duft aus der Küche verriet Jarod, dass es selbstgekochte Hühnersuppe war und kein Fertigprodukt. Und ihr fröhliches Grinsen war einfach umwerfend…

Caitlynn summte leise vor sich hin, während sie die Suppe aufwärmte. Jarod lächelte und hatte Hunger, dass waren gute Zeichen. Und er sah süß aus, wenn er lächelte. Erschrocken erstarrte sie in ihrer Bewegung. Was dachte sie da? Jarod war ihr Patient und wenn er wieder gesund war, würde er genauso plötzlich verschwinden, wie er aufgetaucht war. Warum tat dieser Gedanke weh? Sie schüttelte den Kopf und wand sich wieder der Suppe zu.

Jarod verfluchte seine Hilflosigkeit. Er konnte seinen rechten Arm nicht bewegen, und sein linker war so zittrig, dass er auch mit ihm nichts vernünftig festhalten konnte. Er konnte nicht mal alleine ins Bad, er hatte sie deshalb gerade um Hilfe bitten müssen. Er fragte sich immer noch, wie sie ihn die Treppe hinauf gebracht hatte. Und er fragte sie lieber nicht, wie sie das Thema Badbesuche während seines Deliriums gelöst hatte. Jetzt saß sie hier bei ihm am Bett und fütterte ihn mit ihrer Suppe, weil er zu schwach war, um den Löffel zu halten. „Es tut mir leid, dass ich Ihnen so viel Mühe mache, Caitlynn.“ Sie lächelte nur und hielt ihm den nächsten Löffel Suppe hin. „Ich meine, ich werfe Ihr ganzes Leben durcheinander. Sie kümmern sich seit zwei Tagen um mich, obwohl sie mich nicht kennen. Was haben Sie Ihrem Boss erzählt, warum Sie nicht kommen?“ Er sah, wie ein Schatten über ihr gerade noch lächelndes Gesicht zog.

„Ich bin zur Zeit arbeitslos. Man vermisst mich also nirgendwo. Sie müssen sich keine Gedanken machen. Ich tue das, was ich für richtig halte. Im Moment halte ich es für richtig, mich um Sie zu kümmern, Jarod. Und das bedeutet, dass Sie jetzt Suppe essen müssen.“ Sie zögerte einen Moment, dann war das Grinsen wieder da. „Sie wollen doch schließlich groß und stark werden!“ Beide lachten. Ein Gefühl von Gemeinsamkeit entstand. „Na gut, noch größer müssen Sie nicht werden, aber ein bisschen stärker kann nicht schaden!“ Sie zwinkerte ihm zu und hielt ihm wieder den Löffel hin.
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