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Dead End

GeschichteDrama / P16
Brave Starr Tex Hex
12.01.2011
09.02.2011
10
4.795
1
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26 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
12.01.2011 456
 

DEAD END

live is a dead end street to me

Roses Smalltalk:
Ja nun, meine „Leser der ersten Stunde“ werden sich noch an meine ziemlich düstere Art erinnern.
Dead End = Sackgasse/tödliches Ende


DEAD END

live is a dead end street to me


Prolog


... der kleine Junge starrte mit brennenden Augen in die Dunkelheit seines Zimmers, lauschte ängstlich auf jedes noch so kleine Geräusch vor seiner Zimmertür und klammerte sich ganz fest an seine kleine grüne Schmusedecke.
„Mama...“ er wimmerte es leise, weinen wagte er schon lange nicht mehr, denn das würde Hank hören und Mama war nicht mehr da um ihn zu...

Der junge Mann schreckte hoch, seine Hände umklammerten seine Bettdecke so fest das seine Fingerknöchel knackten als er sie daraus löste um sich über die schweissnasse Stirn zu fahren und sich sein Haar aus dem Gesicht zu streichen, dass er dabei auch die beinahe unsichtbare Narbe an seiner Schläfe berührte, entlockte ihm ein leises Wimmern.
Aufstehen, in die Küche wanken, sich mit zitternden Händen ein Bier – wenn er an dieser Stelle aufwachte, reichte noch ein Bier – greifen und dann an den Kühlschrank gelehnt zu Boden sinken.
Er seufzte tief auf und lehnte seinen Kopf an die Tür des Kühlschranks, das leichte Vibrieren und das gleichmässige Brummen der Kühlung hatte etwas beruhigendes an sich.
Das Bier schmeckte bitter wie eh und je, aber es holte ihn in die Realität zurück.
Hank war seit Zehn Jahren tot und seit einundzwanzig hatte er ihn nicht mehr sehen – ertragen – müssen.
Doch Spuren hatte er genug hinterlassen.
Daran hatten auch die späteren Erziehungsberechtigten und die Therapien nichts mehr ändern können.
Die Alpträume waren geblieben.

... „Raiiiiiin!“ der kleine Junge, griff nach seine Schmusedecke und versteckte sich unter dem Bett, Hank machte ihm Angst wenn er SO brüllte, „Rainey, Rainey, Rainey...“ die Stimme Hanks hatte wieder diesen falschen, süssen Ton angenommen. Der Kleine mochte erst drei sein, aber er fühlte die Falschheit in der Stimme die nach seiner Mutter rief.
Seine hübsche, liebe, weiche, warme Mama. Raincloud.
Wenn sie jetzt zu Hank ging, würde sie danach nicht mehr hübsch sein. Nie mehr...

Er schreckte hoch weil die halbleere Bierflasche die ihm aus der Hand rutschte, klirrend auf die Fliesen des Küchenbodens fiel und da umkippte.
Abwesend sah er dem restlichen Bier dabei zu wie es sich auf dem Boden verteilte und unter den Kühlschrank floss.
Er hasste solche Nächte.
Und wieder fuhr seine Hand zu der Narbe an seiner Schläfe, als er sich schliesslich am Kühlschrank in die Höhe zog ehe er selbst in der Bierpfütze sass.
Die Handbewegung mit welcher er die Küchenschublade aufzog und sich eine Schlaftablette griff wirkte wie die eines Roboters, ebenso die nächste mit der er den Starblazer aus dem Kühlschrank zog.
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