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Forbidden Fortune

GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Gabriel "Sylar" Gray Peter Petrelli
09.01.2011
03.10.2011
25
38.616
 
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09.01.2011 1.922
 
Sooo, keine langen Vorreden, jetzt geht´s sofort los. Ab die Post!


Dezember, 19.



Am nächsten Morgen fühlte er sich, als wenn er die ganze Nacht auf Achse gewesen wäre.
Er hielt sich den Kopf, während er sich langsam aufrichtete.
„Was…?“ fragte er sich. Er fragte sich, wieso er andauernd Kopfschmerzen hatte, wenn er wach wurde?
Sollte Schlaf nicht eigentlich erholen?

Mühselig stand er auf. Er fühlte sich absolut scheiße …
Nach der Dusche ging es ihm schon besser.  Ein wenig besser.
Er setzte sich auch an den Tisch, und schlang so gut es ging einen Toast runter. Doch nichts konnte seinen Schmerz vertreiben. Er seufzte.



„Mr. Petrelli, schnell, die Infusion!“


Peter hetzte im Krankenhaus hin und her, übergab Miss Hather, der neuen Ärztin, die Infusion, dann hetzte er wieder zum Eingang um dort neue Betten in Empfang zu nehmen.
Er hetzte eigentlich nur. Zwei Stunden lang.
Gerade saß er auf einem der Stühle, die überall im Krankenhaus verstreut waren und trank einen Kaffee. Er war furchtbar müde. Dabei hatte er durchgeschlafen, aber Schlafen erholte ihn nicht. Er schlürfte seinen Kaffee und verzog sauer das Gesicht.
Aber er musste sich erholen. Nächste Nacht würde wieder alles normal werden, er schwor es sich bei seiner Würde!
Er pfefferte seinen leeren Kaffeebecher in den nah stehenden Mülleimer.
„Zurück an die Arbeit, Pete“.



Pete. So hatte Nathan ihn immer genannt. Eine alte Verhaltensregel.
„Mr. Petrelli, Sie wirken gänzlich abwesend! Sie sollten heute nicht in der Notaufnahme arbeiten“ sagte Miss Hather und kam lächelnd auf ihn zu.
„Ja, ich…ich habe nicht gut geschlafen“ wich Peter ihr, ebenso lächelnd, aus.
„Nun…wollen Sie sich um Patienten auf Ebene drei kümmern? Infusionen nachsehen, nicht geben“ zwinkerte sie. Peter grinste sie an. Er war ihr so dankbar, für diese Entlastung.
„So, dann ab nach oben. Vielleicht sehen wir uns ja heute noch mal…“. Miss Hather schob Peter im nächsten Moment aus dem Besucherbereich.


Auf dem Weg nach oben musste er lächeln. Sie war vielleicht nett. Netter als andere Frauen.
´´Vielleicht sehen wir uns ja heute noch mal…´´- sollte das etwa eine Einladung sein? Oder eher eine Anmache?

„Ah, guten Morgen, Miss Flith!“ sagte er, als er die Klinke runterdrückte und in das Krankenzimmer eintrat.
„Guten Morgen, Peter“ antwortete die Frau.
„Und, wie geht es Ihnen heute?“ fragte Peter und überprüfte die Infusion.
„Ach, ich kann nicht klagen…bei der netten Bedienung“ sagte sie und lachte. Peter lachte ebenfalls.
„Sie wirken so, als ob Ihnen was passiert wäre?“ fragte sie.
„Ihnen entgeht nichts, oder?“
„Nicht, seit ich so viel Zeit habe, Menschen zu beobachten“ sagte sie nett. Peter wollte eigentlich nur einen kurzen Überprüfungsbesuch machen, aber er drehte sich dann doch noch einmal um und setzte sich neben sie.
„Ach wirklich? Und was…was sehen Sie?“ fragte er dann. Er wollte irgendwie wissen, woran man ihm ansah, dass er sich seltsam fühlte.
„Ich bin mir nicht sicher“ sagte sie dann.
„Es könnte eine alte Liebe aufgehört haben…oder eine neue anfangen.“
Peter sah sie verblüfft an.
„Wow, Sie sind echt gut“. So falsch lag sie wirklich nicht.
„Aber eigentlich glaube ich, dass eine alte Liebe wieder neu entflammt ist!“
Peter sah sie an.
„Da muss ich passen“ sagte er geschlagen.
„Oh, das wissen Sie selbst nicht?“ fragte Miss Flith und lachte. Peter zuckte mit den Schultern. Er sah sie sich genauer an…vielleicht konnte er ja mit ihr sprechen? Er musste ja nicht alles erklären.
„Ich bin mir nicht sicher…eine neue Ärztin unten gefällt mir. Ich habe sie heute getroffen und sie scheint wirklich nett zu sein“ sagte Peter. Miss Flith stellte ihr Lachen ein und hörte nun ernsthaft zu.
„Aber ich habe das Gefühl, dass ich mich nicht in sie verlieben kann…“.
„Aber wenn Sie sie nur einmal getroffen haben? Da können Sie das doch noch gar nicht wissen…“. Peter sah sie an.
„Tja. Da haben Sie wohl recht“.
„Ich würde Ihnen mal raten, sich mit ihr zu treffen. Und wenn Sie dann merken, dass Ihre alte Liebe Sie doch noch zu sehr festhält, kann es wohl nichts werden. Aber wenn nicht…“ . Miss Flith endete ihren Satz nicht, sondern zwinkerte ihm zu. Peter lächelte. Sie hatte wohl Recht. Zwar hatte sie ihm jetzt auch kein psychologisches Gutachten von ihm erstellt, doch sie hatte ihm einen Tipp gegeben, wie er sein Problem anpacken konnte. Und mehr hatte er auch gar nicht verlangt.
„Danke. Sie haben mir tatsächlich geholfen…“.  Dann stand er auf, tätschelte noch kurz den alten Arm und verließ dann das Zimmer. Sogar mit ein bisschen mehr Mut in den Knochen.




„Nein, das haben Sie nicht wirklich gesagt!“
„Doch, hab ich, und ich bin so froh, dass mein Kopf noch da ist, wo er hingehört!“

Peter und Emily saßen in einem der berühmtesten Restaurant New Yorks. Er hatte mit seiner Ahnung Recht behalten; Emily war wirklich nett. Und eine tolle Frau.
„Und deine Mutter hat dich nicht rausgeworfen?“ fragte Emily.
„Na ja…unsre Familie hat…ähm“ Peter überlegte sich kurz eine Antwort, die nicht angeberisch klang: „…etwas mehr zu bieten, deshalb war der Kronleuchter schnell ersetzt“.
„Etwas mehr zu bieten? Das klingt aber…egomanisch!“ sagte Emily und hob ihr Weinglas. Peter stampfte unter dem Tisch fast sich selbst auf den Fuß.
„Ja, so sollte es gerade nicht klingen…“ sagte Peter leise. Plötzlich ließ sie ihr Weinglas fast fallen.
„Sag bloß….dein Name!“ rief Emily. Ihr war jeder Spaß vergangen.
„Bitte?“ fragte Peter vorsichtig. Doch da fing sie an, breiter denn je zu grinsen.
„Du bist einer der Petrelli- Brüder?“ sagte sie, teils ungläubig, teils überzeugt.
„Ein Mitglied der Petrelli- Familie?“ fügte sie fragend hinzu. Peter sah sie an, ließ dann die Schultern hängen und nickte schließlich. Emily drehte ihren Wein im Glas.
„Wow, das ist mir ja dann eine Ehre!“
„Oh nein, bitte nicht“ unterbrach Peter sie. Sie sah ihn fragend an.
„Weißt du…ich arbeite im Krankenhaus, weil ich ein…ein normales Leben führen will“ stammelte er. Und wieder konnte er sich auf den Fuß latschen. Aber er musste auch sofort was trinken, um nicht loszulachen. Schließlich war er- alles andere als normal.
„Wieso willst du ein normales Leben? Du könntest alles haben!“ sagte Emily strahlend.
„Ja eben!“ sagte Peter. Er zuckte mit den Schultern.
„Ich brauche eine Herausforderung.  Mein Leben will ich selbst aufbauen. Ich hasse es, wenn alles vorherbestimmt ist. Und außerdem will ich nicht als das Petrelli- Mitglied abgestempelt werden“ gab Peter eine Erklärung. Und die stimmte sogar.
„Hmm, das verstehe ich. Und du und dein Bruder- seid ihr so verschieden? Er würde doch niemals im Krankenhaus anfangen, oder?“ grinste sie und trank einen Schluck.
Peter wollte auch einen Schluck. Er wollte eine 2,5 l Flasche Wein. Oder Whisky. Oder…Eierlikör. Musste sie DAS jetzt ansprechen?
„Ich und mein Bruder…wir suchen beide die Herausforderung. Mein Bruder hat einfach diese politische Ader, die ich nicht habe. Und er hat ein Händchen für die Politik, da ist er eben in die Politik gegangen. Und ich hab ein Händchen für Ärzte“ sagte er und zwinkerte sie dabei sogar an. Sie schien angetan von ihm zu sein.



„Da oben wohne ich“.
„Oh, nett. Ich wohne nur zwei Blocks weiter!“
„Dort sieht es genauso aus, das weiß ich“.
„Ja, das tut es“.
„Dann wird es für dich wohl nicht so spannend werden“.
„Das werden wir ja noch sehen…!“




Die Lampe fiel um, als Peter und Emily dagegen stießen. Emily war heiß wie die Nacht selbst, und sie wurde auch nicht kühler, als Peter ihr Kleid aufriss.
„Vorsicht, echtes Leder…“ seufzte sie und wand sich unter Peter´s Berührungen.
„Kein Problem…“ seufzte Peter in den Momenten, in denen er seine Lippen frei hatte, „…mit meinem Familienerbe, wie du nun weißt, kann ich dir locker hundert neue Lederkleider besorgen…“.
„Du bist wohl doch ein Angeber…“ stöhnte Emily, die nun Peter das Hemd abstreifte.
„Nur im Dunkeln“.



„AAAH!“


Ihr Aufschrei zerriss die Nacht. Peter war stumm gekommen. Stumm zog er sich aus ihr heraus, stumm rollte er sich von ihr, stumm legte er sich auf den Rücken. Und stumm blieb er. Sie nicht. Sie seufzte immer noch und schien nicht aufhören zu wollen.
Nach etwa drei Minuten Stille- von Seiten Peters- und Seufzen- von Seiten Emilys- legte sie sich auf die Hüfte und strich ihm mit ihren, wahrscheinlich nicht echten Fingernägeln, über die Brust.
„Und…schaffst du noch ne zweite Runde?“


Peter starrte die Decke an. Oh, das tat er so gern. Sie wollte noch eine Runde. Noch eine. Er hatte es gerade mal so geschafft, sie fertig zu machen, ohne sich selbst fertig zu machen. Denn…gerade eben, gerade jetzt, und er wusste es- auch gerade gleich- spukte Nathan in seinem Kopf. Und…das machte ihn entweder gut oder schwach.
Allem Anschein ja gut. Denn Emily kam kaum zu Atem. Und sie wollte trotzdem eine neue Runde.
„Ich…“ stammelte er und lachte außer Atem.
„…will, heißt das“ sagte Emily und küsste ihn dort, wo ihre Finger eben waren.
„N-nein…“ sagte er und setzte sich auf. Sie fiel von ihm.
„Was hast du?“ fragte sie enttäuscht.
„Ich…muss nachdenken“ war seine unklare Antwort.
„Hab ich was falsch gemacht?“ fragte sie. Peter hasste ihre Fragen. Er drohte gerade, wieder in dem Nathan-Peter-Sumpf zu versinken. Und er musste einen gedanklichen Gegenangriff starten, sonst würde er melancholisch werden und er endete wie letzte Nacht, und DAS wollte er auf keinen Fall. Und jede Frage von ihr bohrte sich in sein Gehirn und hinderte ihn an seiner Gedankenunterdrückung.

„Ich war schlecht, hab ich recht?“ sagte sie, doch Peter hielt sie nicht mehr aus und stand auf. Er flüchtete sich auf seinen Balkon.

Nackt und von Gott geschaffen stand er auf seinem Balkon. Es war ein mittelgroßer Balkon. Nicht besonders breit, nicht besonders lang. Aber man hatte den Blick über New York, und Peter wollte in diesem Moment nichts anderes tun, als diesen genießen.
Wie konnte er nur so denken…er durfte doch nicht seinen Bruder begehren. Das war krank, und pervers, und krank…
„Peter, weglaufen bringt doch nichts…“ sagte Emily hinter ihm.
„Richtig, denn du folgst mir ja“ sagte er, ohne sich umzudrehen. Dann spürte er ihre unechten Nägel in seinem Hintern.
„Du bist so trainiert, so gut gebaut und vor allem…“ ihre Hände wanderten nach vorne, „gut bestückt!“
Peter wölbte die Schultern nach vorne und zog seinen Kopf dahinter. Er ließ sich von ihren Bewegungen treiben.
Aber es nützte nichts.  Nathan war in seinem Kopf. Und seine Augen, die sich so verändert hatten, hielten ihn fest.
„Lass!“ sagte er panisch und löste sich von Emily. Sie musste ihre Hände wegnehmen.
„Was ist nur passiert? So langsam fällt mir auch nichts mehr ein…“ sagte sie argwöhnisch. Peter seufzte.
„Es ist nicht…nicht deine Schuld. Tut mir leid, ich kann nicht. Es gibt keine weitere Runde.“


Diese Nacht hatte er wieder einen Traum. Er und Nathan standen sich gegenüber, er und Nathan sahen sich an, der Abstand verringerte sich zwischen ihnen. Und irgendwann lagen Nathan´s Lippen auf seinen Lippen und er wusste sich nicht zu helfen. Er war betäubt, er war stumm, taub und blind, trotzdem konnte er Nathan sehen, hören und spüren, so nah, dass es wehtat.
Sein Körper verzehrte sich nach ihm, er wollte ihn ganz haben, aber sein Gedanke, sein Grundgedanke, das sei krank, verbot es ihm und riss ihn entzwei. Er hob die Hände und sah Blut an seinen Händen. Immerhin war es sein eigenes.




Jah, es war sehr lang, ihc weiß, aber ich hoffe, ihr hattet trotzdem euren Spaß! Peter´s Gefühle drehen immer mehr durch, was dabei herauskommt, lest ihr am 20. Dezember!LG
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